Montag, 24. Mai 2010

Schachtelhalm



Zinnkraut oder Ackerschachtelhalm (Equisetum arvense) der hier auf einem Trockenrasen (Magerrasen) wächst. Eine wertvolle Heilpflanze. Ein Geophyt.

Urtümlich sieht der fleischige Pflanzenstängel mit seiner blass-rotbraunen Sporenähre aus, die aus dem reich bewurzelten unterirdischen Rhizom im Frühjahr heraussprießt. Nach dem Ausstreuen der Sporen stirbt der Frühjahrstrieb mit der Sporenähre ab und daraus entsteht der bekannte vierkantige grünfarbige Pflanzenstängel, welcher mit seinen in Quirlen stehenden Ästen an ein Tannenbäumchen erinnert. Wächst er einmal, ist er so leicht nicht kleinzukriegen, denn seine Rhizome reichen bis 1,60 m tief in den Boden.

Zinnnkraut kann man auch gut für Winter-Hausteemíschungen verwenden, solange man die Warnhinweise bei spezifischen Erkrankungen beachtet und ihn nicht mit dem giftigen Sumpf-Schachtelhalm verwechselt!

Beim Sumpfschachtelhalm stehen die Sporangien auf grünen Sprossen, beim Ackerschachtelhalm jedoch auf braunen.
Die Sprossen beim Ackerschachtelhalm erscheinen nicht, wenn die typischen Katzenstiele zu sehen sind!
Grüner Schachtelhalm, der oben Zapfen trägt, ist der giftige Sumpfschachtelhalm!

Das echte Zinnkraut erkennt man, wenn man den "Stamm" an einer Stelle abzupft und das dem Stamm nächste Glied eines Seitenastes deutlich länger ist das Stück von der Stelle an wo der Seitenast angewachsen ist bis zur Bruchstelle. Oder wenn das unterste Glied der Seitenäste deutlich länger ist, als restlichen Glieder bis zum Ende des Seitenastes (Mamas Hausmittel)

In Japan übrigens wird der Schachtelhalm als Gemüse (Tsukushi) angebaut. Wenngleich es auch nicht so einfach ist, ein Rezept in deutscher Sprache zu finden. Und auch auf Englisch finde ich nur Horsetail-Tea. Wenn ich aber nach horsetail recipe japan suche, gelange ich relativ schnellan ein Rezept von Frizzled Horsetails. Wäre einmal ausprobierenswert.




Vergleich Ackerschachtelhalm - Sumpfschachtelhalm
Bestimmungsschlüssel nach vegetativen Merkmalen
Sumpfschachtelhalm Equisetum palustre 
Details

Ackerschachtelhalm sieht ähnlich aus wie ein kleines Bäumchen, während Sumpfschachtelhalm (der große) nur jeweils einen glatten Stiel hat.

Der kleine Sumpfschachtelhalm hat dünnere Stiele als der Ackerschachtelhalm und wächst sehr viel dichter.

Hier auch noch Bilder vom Sumpfschachtelhalm wie auch vom Ackerschachtelhalm!


Besondere Merkmale
Der Sumpf-Schachtelhalm gleicht in seinem Bau dem Acker-Schachtelhalm. Die Sporentriebe und unfruchtbaren Sprosse sind jedoch gleichgestaltet und erscheinen auch gleichzeitig. An der Spitze des grünen Stengels befindet sich eine braune Sporenähre. Im Ggs. zum Acker-Schachtelhalm hat der Sumpf-Schachtelhalm dunkelbraun bis schwarz gefärbte Astscheiden. Er ist eines der gefährlichsten, giftigsten Grünlandunkräuter Mitteleuropas! Denn bereits 1-3 Triebe / m² können gesundheitsschädlich bis tödlich sein.

Weitere Schachtelhalm-Arten 
wie Winter-Schachtelhalm . . .

Hagers Handbuch der Pharmazeutischen Praxis: Drogen A-K  
u.a. Schachtelhalm, Verfälschungen und Verwechslungen

1 Kommentar:

  1. 2010-05-24T21:02:22.033+02:00

    Da kann man einiges lernen.
    Ein bißchen weiß ich ja vom Heilbuch der Maria Treben.
    Ich wünsche Dir eine schöne Woche...
    lg Luna

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