Mittwoch, 28. September 2011

Apfeldeko und Fakten zur Wurmstichigkeit



Da die Drosophila-Plage im Augenblick ein wenig nachgelassen hat, dürfen diese Äpfel auch schon mal zur Deko auf dem Terrassentisch verweilen. Denn diese Viecher gehen leider auch an offensichtlich feste, unbeschädigte Äpfel - so lange, bis sie es geschafft haben, diese ungeniessbar zu machen.

Da lob' ich mir im übrigen die mobilen Kühleinheiten in einigen Supermärkten, was die Obst- und Gemüsetheken betrifft. Derart aufbewahrt, werden Fruchtfliegen kaum "gezüchtet"!

Seltsame Formen weisen die Äpfel des Winterapfels in diesem Jahr auf!




Font Hammer Keys


 

Die Apfelernte fällt in diesem Jahr unglaublich reichlich aus. Schade, da so viele Äpfel durch Madenbefall ungeniessbar sind!


Madiges Obst sollte man tunlichst meiden. 
Ich wies hier oder hier bereits darauf hin!


Dafür gibt es auch Belege!

Ich fand nun endlich auch die Schrift wieder, die uns schon damals - in einem Gartenbauseminar - über diese Tatsache informierte. Und zwar:

 "Grüne Information" Landesverband Braunschweig der Kleingärtner e.V. Landesfachberatung "Grundlagen des Pflanzenschutzes".
 
Und darin heißt es, daß 1962 in Südfrankreich eine bis dahin unbekannte Krankheit auftrag, die sich in kürzester Zeit zu einer Epidemie ausweitete. Die Anzeichen waren Gesichtsausschläge, Mund-und Rachenschleimhäute schwollen stark an, so daß die Erkrankten weder essen noch sprechen konnten. Dazu kam hohes Fieber! Das Ganze dauerte ungefähr 14 Tage. Per Zufall wurde die Ursache festgestellt. Schuld waren nämlich madige Kirschen!


Die Ausscheidungen dieser Maden, auch beim wurmigen Apfel oder Zwetschen, enthalten Giftstoffe, die das gesamte Fruchtfleisch durchziehen. Und nicht nur das, sie zuerstören wertvolle Stoffe, wie Vitamine und Fermente!


Da also die Ausscheidungen von Maden nicht nur partiell begrenzt an der Stelle, an der die sichtbaren Fraßspuren zu sehen sind, auftreten, sondern vielmehr die gesamte Frucht kontaminieren, sind derart befallene Früchte zu vernichten!
 

Wir schneiden schließlich auch nicht den Schimmelpilz großzügig aus sondern vernichten das gesamte Lebensmittel, da wir heute wissen, daß Schimmelpilze sogar Krebs verursachen können!
Auch kämen wir nie auf die Idee, bspw. ein von Mehlmotten befallenes Mehl oder von Kornkäfer (Vorratsschädling) heimgesuchtes partiell von deren Exkrementen zu reinigen und den Rest zu essen.
Was in absoluten Notzeiten, wie Kriegssituationen, praktiziert wurde, darf keinesfalls in Friedenszeiten zur Regel werden!

Sobald ich einmal Zeit habe, werde ich nach internetten Quellen diesbezüglich recherchieren! Ich kann jedoch auf die Quellenangaben der o.a. Schrift zurückgreifen.
 

Wie schon gesagt, käme kaum jemand auf die Idee, von Schädlingen kontaminiertes Getreide oder Mehl zu verarbeiten, sondern die gesamte Packung wird vernichtet. Mit Kornkäfern und andren Schädlingen verhält es sich ebenso.


Schließlich ist das von Kornkäfern befallene Getreide nicht nur ungenießbar sondern durch das abgesonderte Sekret des Kornkäfern sogar krebserregend! Mit Kornkäfern befallenes Getreide muss daher vernichtet werden, da die Inhaltsstoffe der abgesonderten Sekrete (Chinone) krebserregend sind.


Durchfall und Hautentzündungen sind nur die geringsten Übel, die z.B. Mehlmilben verursachen können.

Die genannten Insekten sind oftmals nicht nur Schädlinge der Pflanzen und ihrer Samen sondern auch Krankheitsüberträger für den Menschen.

Der vielzitierte Satz, es handelte sich bei den Maden um eine zusätzliche "Eiweißeinlage" ist also ein schlechter Scherz und sollte schnellstens vergessen werden. Der Zoonosen (durch Nahrungsmittel) sind eben mehr, als viele sich - leider - vorstellen können.

 





Sonnenfeuer


So traumschön sehen wir derzeit die Sonne (hier an der Terrasse ein Blick durch die Eibe, die am Niemandsland steht)

Leichenfund im Garten


Wieder mußte ich eine grausige Entdeckung machen. Überall lagen Federn verstreut - es muß ein wilder Kampf durch den halben Garten stattgefunden haben ...

Auf dem Bild oben ist nur noch ein Teil des Kopfes sowie der Schnabel zu sehen... der kleine weisse Schädel lag an einem anderen Ort. Als ich ihn fotografieren wurde, wehte er plötzlich fort. Ich fand ihn leider nicht mehr ...



Unter Verdacht steht dieses Tier, das in letzter Zeit unglaublich aktiv zu sein scheint. Sobald es ein schlechtes Gewissen hat, läuft es schnell vor mir weg. Hat es ein reines Gewissen, bleibt es jedoch und läßt sich sogar einmal streicheln ;-)

Hoffentlich ergeht es ihm nicht einmal genauso wie einem anderen Artgenossen, den ich unlängst tot am Straßenrand liegen sah ...

Weitere Leichen bzw. zum Teil noch Lebende an den Leimringen ... es ist wirklich unschön mit anzusehen - und ich werde die Leimringe wohl doch vor der Zeit wieder entfernen. Die vielen nützlichen Weberknechte, die dabei mit draufgehen - ob es DAS wert ist??



Und genauso fand ich diesen Baumstamm vor!
Es muß wohl eine Elster? dagegen gekommen sein, und zwei ihrer Federn blieben hängen.


War das das "Mohrchen" oder ein anderes Tier???
Zu den Losungen (Kot) und ihren Formen schrieb ich bereits hier - dort ist auch ein Link zur Bestimmung eingefügt. Weitere Losungen und Tierhinterlassenschaften sind auf dieser Seite zu sehen. Interessant sind auch die Unterschiede zwischen Winter- und Sommerlosung!

Ansonsten gibt es Fachliteratur darüber. Ich selbst besitze darüber auch Bücher. Wenn ich diese herausgesucht habe, werde ich sie hier auch später noch verlinken.


Trittsiegel und andere Tier-Spuren
Köttel und Kot - Was Tier und Mensch täglich von sich geben
Der Arzt sagt Stuhl, der Förster Losung, das Kind Wurst und alle meinen das Gleiche: Kot. (Planet Wissen)
Von Tieren -- Poetische Exkrementenwelt
Die wunderbare Welt der Exkremente 
Koprologie - erster Fäkalienführer 

Dienstag, 27. September 2011

Seepferdchen


Auch wenn Meeresdeko nun nicht unbedingt in den Herbst paßt - dieser vor vielen Jahren von mir während einer Mutter-Kind-Kur selbstgemachte Kranz fiel mir jetzt wieder in die Hände ...


Ich hab' ihn hier in die Eibe, die am Niemandsland wächst, gehängt.
Doch er soll demnächst ausgemustert werden. Wer genau hinschaut, sieht, daß an den Muschelrändern der Kleber sich unschön braun verfärbt hat.

Es muß nicht alles auf ewig aufgehoben werden .... dieser hat jedenfalls ausgedient - die Seepferdchen werden sicherlich noch anderes schmücken können, denn sie sind noch schön.

Montag, 26. September 2011

Landet er oder landet er nicht ??


Der Heißluftballon, der so gefährlich nah über unsere Baumkronen schwebt ...
Als ich mit dem Taschentuch winke, winken die Passagiere ebenfalls :-)

Und auch gestern wurde er hier am Nachmittag gesichtet, da flog er allerdings höher.



Sonntag, 25. September 2011

Ballooning


Gelegentlich wird auch einmal ein rundlicheres Flugobjekt über unserem Waldgarten gesichtet . . . 






. . .  denn diese hier überfliegen uns viel öfter . . . 



Ein leeres Wespennest?


Dieses papierne Gebilde, das im übrigen nicht sehr groß ist, etwa 7 x 5 cm, fand ich unterhalb einer Treppenstufe beim Hausaufgang.

Samstag, 24. September 2011

Holzhacken, Baumsägen und Leimringe


Die Leimringe sind nun angebracht - besser etwas eher - wer weiß, ob ich um den 1. herum noch dazu komme ;-)


einer der Hängematten-Bäume

Daneben gab und gibt es noch viele weitere Gartenarbeiten zu tun.

Hier wurden von einem Ahorn 2 lange Äste, die in Apfel- und Quittenbaum hineinragten, in luftiger Höhe abgesägt. Nun fällt viel mehr Licht auf die Obstbäume.



Das Holz wurde fein säuberlich zwischen zwei Bäumen aufgeschichtet.



Auch wenn wir bislang keinen Kamin besitzen, können wir es doch für romantische Feuer im Garten brauchen.


Auch wurden Baumscheiben für Angies Lädchen gesägt


dadurch fielen jede Menge Sägespäne an.
Was fängt man nur damit an?

Aufstrebende Blüte und Lichtreflexe


Pilz im Versteck - wer kennt ihn?


Das sind zwei Pilze, die ich mir zwecks Bestimmung von meinem heutigen Fahrradausflug mitgebracht habe.
Unterwegs traf ich Leute, die diese Pilze sammelten. Zuerst sah ich absolut nichts - denn diese Pilze sind einmal farblich sehr an den Boden und seine Bedeckung angepaßt (vorwiegend hell-weißlich-bräunlich aussehendes Laub) und zum anderen sind sie von eben diesem Bodenbelag häufig zumindest teilbedeckt.



Der Pilz ist an sich weiss, bekommt zum Teil aber einen leicht rötlichen Schimmer, wie man auf dem folgenden Bild erkennen kann.

700 Pilze in Farbfotos 
in Google Books suchen





Von den Sammlern erfuhr ich, daß sie die Pilze über einen längeren Zeitraum einlegen. Fürs Kochen eignen sich wohl eher nicht.
Sie sollen zunächst ziemlich bitter sein - die Bitterstoffe gingen dann wohl auch ins Kochwasser über.
Eingelegt wäre der Pilz jedoch eine zarte Delikatesse!

Und so sehen die Lamellen aus.


Vielleilcht kennt jemand diese Pilzart?
Ich würde mich sehr freuen!

Zwar besitze ich schon seit vielen Jahren ein Buch "700 Pilze in farbfotos" von Rose Marie Dähncke - Sabine Maria Dähncke - der Vorläufer von diesem Werk sowie einige andere Bücher.
Jedoch ohne näheren Anhaltspunkt gestaltet sich das Suchen auch darin als langwierig.
Das Gleiche gilt für Seiten wie diese.
Außerdem habe ich mich schon seit Jahren nicht mehr mit Pilzen beschäftigt.


Freitag, 23. September 2011

Grab Vandalismus!


Schon wieder sah das Katzengrab verwüstet aus ...

Ob das der Übeltäter war?


In jedem Fall ist Er oder Sie ein exzellenter agiler Jäger und kommt fast nie ohne Maus zurück. Und immer gehts durch unseren Garten!



der reinste Catwalk ;-)

Erst am 21.9. habe ich die Rose wieder in die kleine schwere Metallvase gesteckt, nachdem . . .


. . . ich das Katzengrab in diesem Zustand vorfand.

Tag-und-Nachtgleiche des Herbstes


Um genau 11.04 Uhr MEZ beginnt heute die Tag-und-Nachtgleiche des Herbstes, auch September-Nachtgleiche genannt. Nachdem die Sonne nun den Himmels-Äquator überquert, beginnt auf der Südhalbkugel der Erde nun der Frühling,während auf der Nordhalbkugel, also bei uns, der Herbst eingeläutet wird.


Zu den Tagundnachtgleichen sind überall auf der Erde Tag und Nacht ungefähr gleich lang, weil jeweils die Hälfte der täglichen Sonnenbahn (dem Tagbogen) oberhalb bzw. unterhalb des Horizonts liegt. Überall auf der Erde geht die Sonne an diesem Tag fast genau im Osten auf und im Westen unter.
Quelle: Wikipedia

Also ein ganz besonderer Tag!

Mittwoch, 21. September 2011

Den Übeltäter eiskalt erwischt!


Endlich weiß ich, wer hier sein Unwesen treibt und sogar die Blüten der Engelstrompete fast abgefressen hat - die Ohrenkneifer (Dermaptera)! Im Gärtnerblog fand ich die Bestätigung!

Wo kommen bloß diese vielen Tierchen her???!!!


Also wer hat Bedarf? Ich verschenke gern eine Menge davon!



Blaue und Rosa Winden



nur daß sie bei mir kriechen statt aufrecht wachsen ;-)


Der Platz für die Winden befindet sich hinter der Feuerdornhecke im Vorgarten.

Dienstag, 20. September 2011

Weisse Gladiolen blühen erst jetzt!


Sehr spät bildeten sich bei dieser Gladiole erst die Knospen und sehr spät fängt sie nun an zu blühen.

Nachdem diese Gladiolen von der Farbe her ein Reinfall waren (obwohl die Farben mir natürlich auch gefallen - aber es sollten nun einmal Weisse sein!) - natürlich eine große Freude für mich!
Die weissen stehen übrigens neben den bunten Gladiolen. Und sie waren den Winter über in der Erde, sind also keineswegs verfroren.

Das folgende Bild entstand gestern Morgen, da brachen die Knospen gerade auf.

To do - Leimringe und Apfelwickler



Damit ich es ja nicht vergesse!
Denn jetzt kommt die Zeit - Ende September . . .
Leimringe gegen Frostspanner
 gegen die Raupen des Kleinen Frostspanners (Operhophtera brumata) wie auch anderer Spanner-Arten wie den Großen Frostspanner (Erannis defoliaria) und den Schneespanner (Apocheima pilosaria), Blutläuse (Eriosoma lanigerum), verschiedene Borkenkäfer-Arten und den Haselnuss-Knospenbohrer (Curculio nucum).
Frostspanner - die gefräßige Raupe
Ich hoffe, es ist nicht zu umständlich, die Ringe um die Baumstämme zu legen, da sie schließlich ganz fest ansitzen müssen.
Was ich auch noch nicht wußte, daß man die Leimringe im Dezember wieder von den Bäumen entfernen soll. Daß sie mit dem Müll entsorgt werden, versteht sich von selbst, zumal Eier dran sitzen können.
Eigentlich aber wollte ich etwas gegen den Apfelwickler unternehmen, denn viele Äpfel waren wurmstichig, besonders in diesem Jahr. Der Apfelwickler "besucht" allerdings auch andere Arten wie Birne, Quitten, Aprikosen, Pfirsich, Pflaume, Kirsche, Weißdorn, Esskastanien und Walnuss.
Der Apfelwickler
Bayerische Gartenakademie Merkblatt
Gartentelefon: 0931/9801-147,
Internet: www.lwg.bayern.de

 Wellpappe-Gürtel helfen gegen Apfelwickler
 mit dieser Methode läßt sich der Befall allerdings nur verringern...

Doch für diesen sieht die Bekämpfung ein wenig anders aus. In diesem Falle muß man ca. 10 cm breite Ringe aus Wellpappe anlegen, die den Larven der ersten und zweiten Generation als Unterschlupf zur Verpuppung und Überwinterung dienen. Ende Juli und nach der Ernte entfernt und vernichtet man diese dann.

Wie bei Land und Forst zu lesen, ist das Mittel im Fachhandel nicht erhältlich sondern über
Agrinova GmbH, Hauptstr. 13, 67283 Obrigheim/Mühlheim, Tel. (0 63 59) 9 68 11

Doch Lwg Bayern schreiben, daß keine mechanische Maßnahme wirksam ist - nun denn . . .

Erfahrungen mit Leimringen

- - - Und das nun ist das Schöne an diesen Blogs, daß man solche Beiträge lange vor-posten kann. Dieser Beitrag wurde nämlich schon am 18.08.2011 gegen 11.05 erstellt!

Die To-Do-Liste als solche ist ~HIER~ zu finden!

Sonntag, 18. September 2011

Sonnenbogen - Nebelbogen


Als ich aus der Terrassentür sah, traute ich meinen Augen kaum . . .

Es bot sich ein Anblick wie ein Regenbogen - nur einfarbig in schöstem Rosé! So etwas habe ich auch noch nie gesehen! Leider kann ich mit meiner Kamera und dazu noch an unserer Terrasse bei dem beschränkten Blickfeld keine Ganz-Bogen-Aufnahme erzielen.

Wenn es nun Nebelbögen gibt, wie ich erst kürzlich durch die liebe Waldameise erfuhr, warum sollte es nicht auch Sonnen- oder generell Wolken-Bögen geben? Dieser jedenfalls wurde von der untergehenden Sonne herrlich angestrahlt.

Leider währte die Pracht extrem kurz. Als ich meine Jacke, den Haustürschlüssel sowie unsere Gäste geschnappt hatte - die Kamera nicht zu vergessen - war schon fast alles wieder vorbei. Es wird nun immer schneller dunkel. Heute blies der Wind schon viele Blätter von den Bäumen, so daß man nun - wenn auch noch vor dem offiziellen Beginn, endgültig von HERBST sprechen kann. Den meterologischen Herbstanfang datieren Wissenschaftler ohnehin schon auf den 1. September.