Sonntag, 30. September 2012

Samstag, 29. September 2012

Mal wieder Röschen . . .



Traumfarben!



Traumfarben waren das am frühen Abend - leuchtender geht's schon fast nicht mehr. 
Ein himmlischer Regenbogen, wie er schöner nicht sein kann!

Ein irisierendes Leuchten gewaltigen Umfanges spielte sich dort hinten in der Landschaft in Bodennähe ab - ein unglaublich faszinierendes Schauspiel!



Schade, daß ich kein Panorama-Foto machen konnte. Denn der Bogen spannte sich von einem Ende zum Anderen über das ganze Himmelszelt. Ein ganz wunderbares Erlebnis!



Und der Blick aus dem Dachfenster . . . ein perfekter Bogen!


Kurz vorher bedeckte den gesamten Himmel eine dunkle Wolkendecke, die nur weit hinten am Horizont einen lichten Streifen ließ. - Auf dem folgenden Foto ist nun leider unser Fliegengitter zu sehen  . . . 



Am Gartenzaun - wie gestalte ich meinen Garten?



Innerhalb relativ kurzer Zeit muß ich mich nun entscheiden, wie ich den neuen Garten grundsätzlich anlegen will. Ich habe Bilder davon ja bereits hier und hier gezeigt.

Eine Hecke am Zaun entlang möchte ich eigentlich nicht! Das wirkt immer so wuchtig, wie ich finde. - Allerdings wünsche ich mir einen Sichtschutz, denn ein bißchen Privatsphäre hat jeder gern. So wie jetzt wäre mir der Garten zu kahl und von der Straße her frei einsehbar (bis auf den Terrassen-Bereich, der durch Gehölze abgetrennt ist)

aufgenommen 2010 bei Bad Oeynhausen


Den Schwerpunkt möchte ich im neuen Garten auf  Rosen legen. Ich habe u.a. auch Rosen wie die Dünenrose (Bibernellrose) aus dem derzeitigen Garten ausgegraben und stelle mir vor, daß ich am Zaun entlang Rosen, u.a. auch Wildrosen, pflanzen könnte. Allerdings hat man dann im Winter nicht DEN Sichtschutz. Zu dunkel soll es aber im Garten und vor allem im Haus auch nicht sein!

Sisah's Kommentar brachte mich wieder auf meine eigenen Gedanken, wie ich die Bibernellrose im Zaume halten kann. Da sie zudem nicht sonderlich hoch wird, kommt sie wohl eher auch nicht in Frage für unseren zukünftigen Garten!
Dafür doch lieber die Kartoffel-Rose, die ich auch ausgegraben habe!
Aber sie ufert wohl ebenfalls so aus? Dann kann ich diese beiden Rosen also getrost vergessen!
Ich habe auch schon Gärten gesehen, bei denen es eine zwei-reihige Lösung gibt. Hecke am Zaun und dahinter ein schmaler Weg, hinter dem dann die Rosen oder andere Stauden oder Sträucher angrenzen. Das ist sicher ziemlich aufwändig, auch bei der Pflege.

Beispiel für die zweireihige Lösung
2007 bei Bad Zwischenahn aufgenommen

Rosen nur am Haus - wie im Juni 2006 in unserer Stadt aufgenommen - finde ich ein wenig trist


In den teils kleinen Gärten von Norderney kann man auch ganz nette Anregungen finden

gesehen Ende Oktober 2005

Überlegt habe ich mir außerdem, evt. noch - wenige - Solitäre, wie die schon vorhandenen Sträucher/Gehölze in lockerer Folge zu pflanzen, die ja auch dem Sichtschutz dienen, so daß dann die Rosen am Zaun dennoch gut platziert wären.

Zwischen den Rosen könnten am Zaun dann noch Blütenstauden, wie z.B. auch Cosmeen wachsen, aber vor allem mein Lavendel und die Minzen muß ich auch gut unterbringen. Es schaut immer sehr hübsch aus, wenn die Cosmeen durch Zäune lugen. 



Oder wie denken andere Gartenbewohner über das Zaun"problem"?

Gar nicht kommen mir Nadelbäume in den neuen Garten!
Ich möchte auch hier weitgehend mit heimischen Pflanzen arbeiten.

Was beim Vorgarten geht, geht für mich im hinteren Garten gar nicht . . . Das wäre so ein Beispiel - nur wenige spärliche Rosensträucher vorn am Zaun. Für vorne o.k., doch im eigentlichen Garten wäre es mir so eindeutig zu kahl!

Bild von Juni 2009 - aus unserer Stadt


Und um es schon vorwegzunehmen, der Rasen in der Mitte bleibt! ;-) 
Wir wollen uns nicht mehr Arbeit als nötig machen und den Garten dennoch genießen können. Von daher wird es mehr oder weniger nur eine Rundum-Bepflanzung geben - am Zaun entlang, auch wenn man nie "Nie" sagen sollte .. . Doch das ist der aktuelle Stand, denn wir wollen mehr Zeit für Kulturelles und ich auch für Ehrenamtliches und auch einmal Reisen haben und nicht nur im Garten herumpusseln müssen! 
Wenngleich ich das natürlich auch gern tue und es auch entspannend sein kann. Nur nicht, wenn man es gezwungenermaßen tun MUSS und dann noch zu Unzeiten, wo man eigentlich ganz etwas anderes vorhat, wie im Waldgarten im Herbst, die Tonnen von  Blättern, die aufzufegen sind ... denn diese Dinge müssen schließlich zwangsläufig erledigt werden, ob wir es zu dem Zeitpunkt können, wollen oder nicht!

Rosen und Tomaten - o.k. wo das die einzige Sonnenwand ist, bleibt wohl nichts anderes übrig, aber ich  möchte meinen künftigen Garten auch optisch schön gestalten und zum Glück könnte ich eventuelle Tomaten so pflanzen, daß sie optisch nicht mit unpassenden Pflanzen ins Gehege kämen.



Schön finde ich, daß eine Korkenzieher-Weide im Garten steht. Das ergibt schönes Deko-Material. Diese Weiden können aber sicherlich sehr hoch werden. Wir werden sie im Zaum halten müssen. Um die anderen Sträucher habe ich mich noch gar nicht gekümmert, weil also nicht genau, was da alles so wächst. Den Ahorn ganz hinten links werden wir sicherlich über kurz oder lang herausnehmen, denn das muß ich nicht nochmal haben, diese vielen Sämlinge, die so mühsam zu entfernen sind.
An seine Stelle zieht vielleicht die Drachen-Weide, die auch sehr schöne Zweige hergibt.
Hinten rechts steht schon - neben dem Gartenhäuschen - ein sehr schöner Holunder von mehreren Metern Höhe, so daß ich keinen mehr anpflanzen muß. Dort befindet sich auch die Kompost-Ecke.


Der neue Garten von hinten mit Ahorn und Holunder

Und so bevorzugt jeder andere Zaunlösungen ~~~


Und auch das wollen wir nicht noch einmal . . . wir konnten unseren Blauregen nun einige Jahre geniessen, aber ihn ständig im  Zaum halten müssen, wobei er die meiste Zeit des Jahres ja nur in Grün erscheint - das tun wir uns dann auch nicht mehr an. Dafür geniessen wir ihn in Gärten wie diesem . . . 




Ländliche Sonnenblumenhecke - August 2007 irgendwo auf dem Land entdeckt - für uns so nicht praktikabel, aber dennoch schön!


Den schönen Flechtzaun, den ich im April 2011 hier fand, möchte ich Euch auch gern noch zeigen.
Doch da hat man dann gar keinen Durchblick mehr und so dicht und uneinsehbar soll es bei uns denn doch nicht werden. ;-)





Dienstag, 25. September 2012

Die Hagebutten der Rosen - Rosae semen


Riesenhagebutten sah ich vor einer Weile auf einem Spazierwalk. - Schon die länglich-flaschenförmige Form ist sehr interessant. Hier wieder der Kleine-Finger-Vergleich. Diese Hagebutten maßen wohl an die 3-4 cm. (Bin aber etwas schlecht im Schätzen) Ich weiß auch nicht, wie dieser Rosenstrauch zur Blütezeit aussah.

Eventuell könnte es sich aber um Rosa webbiana handeln, deren Hagebutten lt. Rosen-Enzyklopädie S. 60 eine solchen kalebassenförmigen Korpus besitzen.Wobei Rosa moyesii Highdownensis ähnliche Hagebutten aufweist.

Doch wäre eine solche Rose für mich schon interessant für unseren neuen Garten. Doch darauf komme ich später noch zu sprechen. Denn ich überlege, statt einer üblichen Heckenbepflanzung am Zaun entlang lieber Rosen zu pflanzen, evt. auch mit anderen Sträuchern kombiniert. Wie das im Endeffekt aussehen wird, weiß ich noch nicht. Leider habe ich dann doch zu wenig Erfahrung mit Gartenplanung. ;-)
Wie meine festen Leser, die schon länger hier lesen, wissen, lege ich vor allem Wert auf heimische Pflanzen, wenngleich auch bei mir selbstverständlich Ausnahmen die Regel bestätigen. Rosen werden in der Hinsicht von mir bevorzugt. 



Lange schon wollte ich über Hagebutten schreiben auch zwecks eventueller Bestimmung der Sorten unseres Waldgartens. Spät nun kommt es endlich dazu. 

Und wie man unschwer anhand der unterschiedlichen Bild-Signaturen erkennen kann, entstand dieser Post über einen längeren Zeitraum. Nämlich von Mai d.J. an bis jetzt. Es war mir zeitlich einfach unmöglich, ihn eher fertigzustellen. Und ganz fertig ist er immer noch nicht . . . 

Irgendwann werde ich sicherlich auch wieder die Zeit und Muße finden, in meinen Rosen-Büchern zu blättern ~~~

Dies ist eine Hagebutte  unserer Roten Rose, die unmittelbar hinterm Haus wächst.


Und auf dem nächsten Foto sind noch mehr davon. Zum Vergleich folgt dann auch noch die Rose selbst. Leider habe ich die Hagebutten und Stacheln, wie von Silke/Wildwuchs unter Aufsicht empfohlen, nun leider nicht gemessen. Da hatte ich leider nicht mehr dran gedacht. Jetzt muß ich mich wohl auf das Ungefähre verlassen. Denn diese Fotos sind aus meinem Archiv, nicht von diesem Jahr. In diesem Jahr blühten die Rosen ja leider nur überaus spärlich und haben bislang nicht nennenswert Hagebutten angesetzt. Diese Hagebutten sind ziemlich groß, in etwa so dick wie mein Daumenspitze, aber Daumen sind recht unterschiedlich. Sie sind dick und rund und ca. 1,5 oder 2 cm im Durchmesser. Aber ich werde nachmessen und evt. an dieser Stelle korrigieren!

Deshalb werde ich wohl diesen Post später noch erweitern um die noch fehlenden Hagebutten-Bilder, die ich hoffentlich noch fotografieren kann, solange wir den Garten noch bewohnen.

Silke's Buchtipp werde ich mir in jedem Fall hier noch einmal vormerken! (Buchkritik hierzu)



Und nun die rote zu den obigen Hagebutten gehörende schalenförmige Rosenblüte . . . 




Ganz ähnlich schauen die großen dicken runden Hagebutten der lachsfarbenen Rose, einem bereits von mir in diesen Garten eingebrachten Solitär, aus.




und ihr ganzer Habitus, sofern sich das auf dem folgenden Foto erkennen läßt inmitten all dem Grün ...


 Und dies nun sind die weissen Rosen mit zartrosé Einschlag vom Feldrand, außerhalb unseres Gartens.

Leider kenne ich mich mit Rosen nicht so gut aus, als daß ich sie anhand der Hagebuttenform bestimmen könnte! 

Von diesen weissen Rosen hatte ich mir auch Risslinge abgemacht. Ich hoffe, die Pflanzen gedeihen, so daß ich sie später in voller Pracht hier mitsamt ihrer Hagebutten zeigen kann.


und einmal die Hagebutten in noch grünem Zustand





Auch von dieser Rose habe ich mir Risslinge genommen und inzwischen wächst ein Exemplar davon in einem Topf - bis zum Umzug . . .
Ich nenne diese Rose "Strandrose". - Wie sie tatsächlich heißt, entzieht sich leider meiner Kenntnis. Entdeckt habe ich sie an einem Regenrückhaltebecken. Eventuell ist es die Glanzrose (Rosa nitida). Von ihr habe ich Risslinge herangezogen! 80 cm, das kommt hin. Aber sie blüht eher ganz dunkelrosa, fast schon ins Rötliche übergehend. Ich werde sie zur Blütezeit einmal fotografieren müssen und dann hier das Bild nachträglich einstellen. Diese Blütenfarbe und -form könnte allerdings doch hinkommen.



So schauen ihre Blätter und Hagebutten aus.
Es sind auch eher niedriger wachsende Sträucher, bis ca 1 m Höhe!  Auch Herbstlaub und Hagebutten deuten auf Rosa nitida!


Zu gern mag ich auch diese Mini-Hagebutten, zumal sie im Herbst wunderbar in Vasen aussehen. Doch ich fürchte, die dazugehörigen Rosensträucher werden einfach zu groß und massiv für unseren neuen Garten? Jedenfalls von denen, die mir so in Parks und in der Natur so begegnen.
Ich habe mich aber noch nicht mit Rosen so intensiv befaßt, so daß ich sagen könnte, um welche Art es sich bei den diese Hagebutten erzeugenden Rosen handelt.




Zur Abwechslung eine Wilde - aus unserem Garten . . . 

Die Wildrosen wurden in diesem Beitrag schon einmal dargestellt, jedoch ohne Hagebutten. Bei dieser ist das Erkennen ganz eindeutig (Bild vom 15.8.2011). Es muß eine Wildrose ganz in der Nähe des Vogelfutterplatzes sein, wie ich an den Folgefotos mit den Goldruten erkennen kann.


Im übrigen fielen mir im Frühjahr d.J. diese schwarzen, vertrockneten Hagebutten auf, die die Vögel einfach nicht beachtet haben. Wo ich doch davon ausging, daß diese u.a. den Vögeln im Winter als Nahrung dienen. Das Folgende Bild stammt zwar nicht aus unserem Garten, doch sah es hier zum Teil nicht anders aus!

Eigentlich unverständlich, daß die Vögel die Hagebutten verschmähen, wo es doch teilweise in den vergangenen Wintern recht frostig war. Lieber halten sie sich scheinbar an das Futter, das der Mensch ihnen bietet. ;-) Wie das wohl aussähe, wenn wir sie nicht füttern würden???




Dies muß eine der auch im Vorgarten stehenden orangefarbenen Rosen sein, die auch in der Nähe der Atlas-Zeder im Waldgarten steht, wie hier wohl zu sehen. Leider hatte ich nur die Hagebutten fotografiert, jedoch keine weiteren Fotos davor oder danach, die mich den genauen Ort auch im Nachhinein noch bestimmen lassen könnten. Inzwischen handhabe ich das so, denn dann ist es ein Leichtes, auch viel später noch zu erkennen, wo genau eine Aufnahme entstand.




So weiß ich also auch nicht, an welchem Strauch diese Hagebutten saßen, die ich am 14.08.2011 ablichtete:


Es sieht aber ganz so aus, als stünde diese Rose seitlich des Hauses in der Nähe des Niemandslandes, was ich anhand der Foto-Perspektive so halbwegs erkennen kann. Dort kämen nur wenige rosen in Frage. Die daVinci-Rose wird es nicht sein. Vielleicht die hellrosa oder die weisse Rose oder doch eine Wilde? Ich werde mein Foto-Archiv durchforsten müssen und morgen noch einmal in den Garten gehen, um zu schauen, was sich da jetzt so weit im Jahr noch feststellen läßt.


Seltsam ist jedoch, daß das Folge-Foto (lt. Kamera-Nummerierung) die daVinci-Rose ist - sollten es doch ihre Hagebutten sein??



Auch die eher niedrig wachsende Rose mit den kleinen rundlichen Hagebutten aus diesem Post gefiel mir schon allein wegen der Hagebutten ausnehmend gut!



Daß die Rose ein ausgezeichnetes Heilmittel ist, brauche ich wohl nicht extra zu erwähnen.
Ich tue es dennoch. Den unterschiedlichen Rosen werden auch unterschiedliche Heilkräfte zugeschrieben. Am bekanntesten ist wohl die Apotheker-Rose (Rosa Gallica Officinalis), aber auch Rosa canina wird als Tee (VitaminC) oder u.a. bei der Hautpflege und Hautleiden eingesetzt.


Die gemeine Heckenrose 
Eine pflanzliche Alternative für Arthrosepatienten


Hagebutten - Cynosbati fructus (Scheinfrüchte)
Hagebutte (Rosa canina, Rosaceae) ist ein pflanzliches Arzneimittel, das unter anderem Vitamin C und Fruchtsäuren enthält. [...] Der Vitamin C Gehalt nimmt allerdings in der getrockneten Frucht schnell ab.
Quelle: PharmaWiki

Rosae semen, das sind die Hagebuttenkerne in der lateinischen Fachsprache, also die eigentlichen Früchte (Nüsschen), die in der Scheinfrucht (Hagebutte, auch Cynosbati fructus genannt) eingeschlossen sind. Der Begriff Semen ist daher eigentlich botanisch falsch! Dennoch benutzt man ihn. Rosae pseudofructus sind die Hagebuttenschalen.

Interessant auch in diesem Zusammenhang das Buch Volkstümliche Namen der Drogen, Heilkräuter, Arzneimittel und Chemikalien




Irgendwo habe ich mal so eine schöne Karte als Übersicht der Hagebutten von zahlreichen Rosensorten gesehen. Ich habe es als ein Bild aus einer Ausstellung in Erinnerung. Vermutlich darf man es aber gar nicht im Internet zeigen ... und ich finde ich dieses im Augenblick ohnehin nicht mehr. So kann ich nur das obige antike Bild präsentieren. Der Hagebuttenvergleich innerhalb nur einer Tafel wäre weitaus interessanter gewesen!

Neues von der Hagebutte
Hagebutten vom Waldrand - bei einem Spaziergang am 23.9. d.J. aufgenommen.
Doch welche?



Und so sehen die relativ dunklen Hagebutten der Rotlaubigen aus!


 Hagebutte, Laub und mächtiger Stamm der zartcremegelb blühenden "Wilden", die an der Pergola der Terrasse rankt





Dieser Post wird evt. später noch erweitert!