Mittwoch, 11. September 2013

Herbstabend


Eigentlich bin ich inzwischen ganz froh, daß der Garten nicht mehr ständig "ruft" - denn zum Schluß bin ich mit der Gartenarbeit gar nicht mehr nachgekommen. Obwohl unser jetziger Garten ja im Verhältnis viel kleiner als der Waldgarten ist, so gibt es doch in diesem Garten einfach mehr zu tun, da er noch nicht eingewachsen ist.

Froh auch, obwohl ich eigentlich nicht so der Herbst-Typ bin, denn ich liebe den späten Frühling und Frühsommer viel zu sehr und die langen lauen Nächte des Sommers, wenn es fast bis Mitternacht hell ist und man ärmellos selbst nachts noch draußen auf der Terrasse sitzen kann.

Und wie es jetzt aussieht, werde ich im nächsten Jahr so Einiges, was ich unbedingt glaubte, in diesem Jahr im Garten haben zu müssen, einfach weglassen. Denn ich sehe den Sinn darin nicht, mich im Garten abzuhetzen, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen, eigentlich aber die Zeit für all das gar nicht zu haben, insofern ist es eben ein Abhetzen und Hinterherlaufen . . . genauso, wie ich es hier und in den Kommentaren dazu beschrieben habe.

Gartenarbeit macht nur Freude, wenn man ausreichend Zeit und Muße dafür hat. Wenn es Zwang wird - wenn auch selbst auferlegter, man aber die Zeit dafür stehlen muß und sie dann an allen anderen Ecken fehlt, vergeht die Freude daran sehr schnell.


Fast sehne ich mich nach einer Wohnung - ganz ohne Garten ;-) - fast . . . denn dieser Sommer hat mich - irgendwie - ermüdet . . . diese vielen Steine, der beständige Kampf gegen die Natur ... nicht nur die vielen Ackerwinden, auch all der Löwenzahn, nicht nur in der Wiese . . . und dieser massenhafte Tierkot, der uns seit Beginn dieser Gartensaison so manchen Nerv raubte . . . und selbst wenn sich zumindest dieses Problem in den letzten Wochen gelegt hatte, scheint es jetzt so langsam wieder zu beginnen, denn vor 2 Tagen entdeckte ich etwas, das stark nach Fuchskot aussah . . . und das gleich zweimal . . .

Jetzt lasse ich den Garten Garten sein und werde mich erst wieder drum kümmern, wenn das Laub zu Boden fällt . . . denn auch in diesem Garten hat es davon so Einiges, wenngleich auch von der Dimension eines Waldgartens. Allein die Weide wirft sehr viel ab und ich werde über Wochen mit ihr beschäftigt sein, vor allem an der Straßenfront, die stets sauber gehalten werden muß. . . . So langsam frage ich  mich denn doch, warum hab' ich mir das angetan mit einem Garten straßenseits??? ;-) Dagegen war der Gehweg vorm Waldgartenhaus ungemein pflegeleicht. ;-)

Längst komme ich auch nicht mehr dazu, all denen, die hier so fleissig kommentieren, zu antworten .. . ich hoffe, daß ich es in der dunkleren Jahreszeit wieder eher schaffen werde . . .


Kommentare:

  1. Guten Morgen liebe Sara
    Hm, dein Post tönt ja so richtig herbstlich ... irgendwie sentimental, irgendwie auch "verleidet". Ich hoffe, dass der Herbst ganz viele goldige Tage bringt, die dir die Schönheit des Herbstes und die Schönheit deines Gartens so richtig bewusst werden lassen. Ja hast schon recht, der Garten bringt viel Arbeit und wenn an allen Enden eben diese Zeit fehlt ... hm, aber ich denke auch immer, der Garten muss gar nicht perfekt daherkommen. Nicht ganz so toll ist es natürlich, wenn du immer wieder mit dem Tierkot zu kämpfen hast. Das ist wirklich ärgerlich. Ich wünsche dir aber jetzt ganz viel Zeit und Musse, eben auch die ruhigen und dunkleren Abende geniessen zu können, bei eben so einem wunderschönen Licht, wie du es uns zeigst.
    Herzliche Grüsse
    Ida

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    1. Ach, das hoffe ich auch, liebe Ida. Du kennst es ja auch mit der Zeit und das mit dem Tierkot - da hoffe ich doch sehr, daß sich das nicht wieder auswächst. Letztens war es wohl ein Fuchs, bisher war nichts weiter wieder ...

      Danke für Deine lieben Zeilen und liebe Grüße
      Sara

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  2. Liebe Sara,
    Das klingt ja sehr nach Herbst-Melancholie. Wart mal ab, wenn der Frühling wieder kommt. Wer einmal ein Gärtner ist, dem kribbelt es doch automatisch wieder in den Fingern. Ich war auch erst deprimiert nach unserem Umzug. Nach dem ersten Winter war die Hälfte erfroren. Aber jetzt muss ich eher bändigen und im Moment bin ich ganz begeistert, wie sich alles verändert hat. Wenn die Pflanzen erst eingewachsen sind, wuchern sie von ganz alleine los und dann kannst du dich auch wieder zurücklehnen.
    LG Sigrun

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    1. Ja, da wirst Du schon recht haben, liebe Sigrun. Denn mir gings ja heute eigentlich auch schon wieder so. ;-)
      Bis der Garten eingewachsen ist, muß ich eben schauen, daß ich mir hier nicht zuviel vornehme und lieber mehr verreise, um dort in irgendeiner Abgeschiedenheit relaxen zu können. Der Waldgarten war ein Erholungsort für mich - wie Urlaub, da hatte man im Grunde keinen Urlaub nötig, keine Reisen ... hier ist das anders ...
      Hach ja, wenn sie nur schon wuchern würden ;-) Aber ich habe heute Wuchernde gekauft ...

      Liebe Grüße
      Sara

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  3. Hallo Sara,
    geht es uns nicht alle so. Im Herbst setzt die Müdigkeit ein und dann noch die Regenzeit. Das deprimiert zusätzlich. Aber bald kommen die Herbstfärbungen. Dann lohnt sich das Hinsehen zumindest. Frühlingszwiebel setze ich immer noch gerne, weil ich dann sehe, dass es nach dem Herbst, Winter wieder ein Frühjahr kommt. Aber ich gebe dir auch recht, wenn du schreibst, dass die "Gartenbeschäftigung" nicht in aufgezwungene Arbeit ausarten darf. Dann macht es keinen Spaß mehr. VG Manfred

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    1. In den vergangenen Jahren habe ich das nicht so bemerkt, lieber Manfred. Denn der größere Garten war ein Refugium, ein Rückzugsort. Das fehlt hier und deshalb ist es wohl so anstrengend. Ein Garten, der fast von allen Seiten (noch) voll einsehbar ist. Da fehlt einfach die Erholung. Man befindet sich stets und ständig auf dem Präsentierteller, das hält nicht jeder längere Zeit aus.
      Mit der Arbeit an sich habe ich nicht das Problem. Sicherlich fehlt die Zeit, aber es muß sich alles die Waage halten, die Entspannung und dir Rückszugsmöglichkeiten sind das Wesentliche.

      Liebe Grüße
      Sara

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  4. Hallo Sara,
    eigentlich mache ich überwiegend gern die Gartenarbeit.
    Doch wenn das Unkraut schneller wächst oder mich fast bei zupfen überläuft ... :(. Besonders ein Nachteil wenn er so riesig ist und man ( Frau ) zumeist alles allein machen muss bis auh mähen.Bald ist wieder Ruhezeit für den Garten und möcht doch hoffen, das er bis dahin in Ordnung ... das heißt Wintertauglich wird.Hinzu kommt, das es Momentan mehr regnet als es trocken ist. Da fehlt die Flexibilität mal schnell in den Garten hüfen. Jetzt warte ich das die Sonne scheint und es wird tatsächlich schon bunt in der Natur.Na, das ist doch was fürs Auge.
    Schick dir liebe Spätsommerliche Grüße,
    Moni

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    1. Ich schon auch, liebe Moni. Und ich mache ja auch fast alles allein. Wenn man Zeit hat, ist das alles auch nicht das Prolem.
      Bei uns regnete es die letzten Tage leider auch. Jetzt könnte es mal wieder trockener werden.

      Liebe Grüße auch für Dich
      Sara

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