Dienstag, 22. Juli 2014

Gartenentwicklungen und Veränderungen



Die leuchtend rote Terrassen-Rose blüht nun wieder, nachdem sie eine Pause eingelegt hatte. Diese Rose gehörte zum Gartenbestand und besitzt einen sehr feinen Duft. Sie darf hier bleiben und ihre Blütenblätter verwende ich sehr gerne für Tee bzw. als Teebeigabe, indem ich sie trockne und besonders im Winter gern anderen Tees zugebe, z.B. Schafgarbetee oder auch Schwarzem Tee. Die Rose besitzt heilsame Kräfte.



Nun sollte ich vielleicht einmal auf meinen Düngeplan schauen. Rosen habe ich ja selten gedüngt, aber die New Dawn wächst nicht mehr weiter und bildet auch keine Blütenknospen mehr aus, das gab mir ein wenig zu denken, denn eine frühere New Dawn, die ich in einem meiner vorherigen Gärten besaß, blühte unentwegt den ganzen Sommer über. Es ist eine ansonsten ziemlich robuste Rose. Doch vielleicht zieht der Pflaumenbaum ihr derzeit Kräfte ab? 

Der Baum ist sehr reich bestückt, leider weisen einige Früchte Schorf auf. Da auch einige Reineclauden vorzeitig abfallen, weist dies auf den Pflaumenwickler hin.


Die Behandlung muß ich mir einmal genau durchlesen. Stickstoffreiche Düngung habe ich nicht verwendet, aber dieser Boden ist sehr stickstoffreich. Vielleicht noch von den Vorgängern? Die diesen Baum auch stark und rundlich beschnitten, was man wohl auch nicht machen soll speziell bei Pflaumenbäumen. 
Bestimmung von Schaderregern an Kern-, Stein- und Beerenobst

Doch zurück zu den Rosen . . . 


- Aber im Hochsommer düngen??? Und mein Instinkt trügt mich doch nicht, denn ab Juli sollte man wohl nicht mehr düngen, damit das junge Holz ausreifen kann, denn sonst verfriert es über den Winter womöglich. Anfang Juni hatte ich allerdings auch nicht dran gedacht, da war zu viel anderes los .... so daß ich mich kaum intensiv mit Garten beschäftigen konnte. Nun ist es eben so wie es ist ...
Andererseits lese ich auf dieser Seite, daß  man bis Ende Juli noch düngen darf, außer mit Kali!  Vielleicht sollte ich es doch noch wagen ...

Da hab' ich nun schon einen Düngeplan und keine Zeit, ihn zu studieren ... doch ich werde es für das nächste Jahr anders handhaben. Ich erstelle nun einen Post für Anfang Juni 2015, der DANN automatisch von "selbst" erscheinen wird. Auf diese Weise werde ich garantiert an das Düngen der Rosen erinnert. ;-)

Zum Schnittverhalten der 'New Dawn' habe ich hier noch etwas gefunden.



Der Kirschlorbeer, den ich aus dem Waldgarten als kleinen Ableger mitnahm, hat sich inzwischen zu einem etwas über Zaunhöhe großen Strauch entwickelt. Das ging wirklich schnell! Ein weiterer wächst weiter rechts am selben  Zaunteil, er entstand erst in diesem Garten, ob aus Samen des Waldgartens oder Samen aus der Nachbarschaft, kann ich leider nicht mehr nachvollziehen.
Da die Kirschlorbeeren hier nun bleiben werden, denn sie stellen einen ausgezeichneten Sichtschutz sommers wie winters dar, müssen dafür nun einige andere Gewächse weichen. An dieser Stelle - rechts neben dem Kirschlorbeer, stand auch das Johanniskraut, das ich schon abgeschnitten habe, da es ohnehin vertrocknet war. Die Staude wird ausgegraben und an anderer Stelle des Gartens, vermutlich ganz hinten beim Steinhaufen, angesiedelt.


Das Leimkraut Silene uniflora 'Weißkehlchen' wächst ein Stück weit rechts von diesem Kirschlorbeer, es hat sich sehr schön ausgebreitet. und ist ein sehr hübscher Bodendecker in diesem besonders sonnigen Gartenteil. Deshalb werde ich es sich ausbreiten lassen als einzigen Bodendecker hier. An anderen Stellen bedecken Vinca minor und major die Erde und es gibt daneben noch einige andere Pflanzen mit bodenbedeckenden Eigenschaften, die ich immer noch austeste, ob und an welchen Stellen sie bleiben dürfen und wie sie sich dort langfristig machen werden.

Da wird es künftig noch viel Umpflanzbedarf geben!


Auch die Astern haben sich zu sehr ausgebreitet. Daneben wuchert ja nun auch eine der Wilden Rosen (genauer diese mit den zartgelb-rosé Farben, die auch zu Absenker-Ausläufern neigt!). Und es geht nicht, daß beide ineinander verwachsen. Deshalb müssen die Astern an dieser Stelle teilweise weichen.
Da sie aber inzwischen auch von der Asternwelke heimgesucht wurden, muß ich sie sowieso ausgraben und komplett an eine andere Stelle verpflanzen. Schuld ist der Verticillium-Pilz. Immer was Anderes ... Smilie by GreenSmilies.com Ich seh's schon kommen, irgendwann stehen nur noch Thuja und Eibe, die gegen diesen Pilz unempfindlich sind, hier am Zaun ;-) Man könnte außerdem den pH-Wert des Bodens absenken, damit wird die Infektionsgefahr gemindert. 



Weiter gewachsen ist auch das Tränende Herz. Lange Zeit nahm ich an, das aus den zwei gesetzten Stauden (einer rosa und einer weißen) nichts geworden wäre. Doch dann erschien plötzlich diese Pflanze im Bereich des Pflaumenbaumes, wo auch die 'New Dawn'-Rose wächst.


Dieser Phlox wird später dreifarbig aussehen ... die Phloxe blühen (und duften!) aber schon seit einer ganzen Weile.

Mein Salbei (Salvia officinalis) beglückt mich mit einem mehr als üppigen Wachstum - wenn man bedenkt, wie spärlich das Pflänzchen war, das ich vom Salbei des Waldgartens abzweigte, weil ich unmöglich diese Riesenstaude hätte mitnehmen können. Auch im letzten Jahr war er noch viel kleiner, wenngleich er auch schon ein wenig zugelegt hatte.
Er wächst neben anderen Kräutern in diesem Beet auf der Sonnenseite des Hauses, wo er den idealen Platz hat und liegt mir ganz besonders am Herzen, denn ich rettete ihn seinerzeit aus einem verlassenen Garten, der kurz darauf dem Erdboden gleich gemacht wurde ... Diesen Salbeistock kannte ich davor schon lange, er war robust und winterhart und vor allem mächtig groß. Es wäre unglaublich schade um dieses herrliche Gewächs gewesen!!!


Kaum zu glauben, die Ebereschen tragen längst wieder ihre leuchtenden Beerenfrüchte und erinnern fast schon an den kommenden Herbst ... So trocken, wie es derzeit im Garten ausschaut, wirkt dieses Bild natürlich noch herbstlicher und das, obwohl ich in den letzten extrem heißen Tagen mindestens 2 mal täglich den Garten mit dem Schlauch bewässerte.



Wenn Ihr einmal ganz auf die Schnelle etwas begrünen wollt, empfiehlt sich wärmstens dieser Schling-Knöterich Polygonum (Fallopia) aubertii.. Noch im März d.J. stand da nur eine nackte Holzwand, nachdem die dort vorher wachsenden Koniferen vom Nachbarn gefällt wurden. Anfang Juni sah man die ersten Anfänge, da war noch nicht zu ahnen, wie üppig diese Schlingpflanze innerhalb kurzer Zeit wuchert.
Doch der Knöterich hat innerhalb von kurzer Zeit fast alles wieder zugewachsen. Einfach begeisternd!
Denn nun schaut es fast wieder so wie damals aus, als wir diesen Garten in Besitz nahmen.


Aber es gibt inzwischen auch einen zweiten Knöterich, den Japanischen, der auch im Waldgarten ansässig war. Da ich diese Art sehr dekorativ finde, auch wenn sie als gefährlicher Neophyt gilt, wird sie - zumindest in meinem Garten - toleriert und auch in Schach gehalten. Doch werde ich mir für sie noch einen anderen Platz aussuchen müssen. Am Zaun mag ich sie nicht gern haben.
Nun besitzt dieser jedoch rote Zweige, vielleicht gibt es auch unterschiedliche Arten, damit kenne ich mich nicht aus. Doch ich sehe gerade, daß nur die jungen Sprosse rötlich gefärbt sind! Stichworte sind hier Japanischer Knöterich, Sachalin-Knöterich (Fallopia japonica, F. sachalinensis), Fallopia x bohemica - das Namensspiel ist in der Tat verwirrend! Nicht zuletzt soll er sogar gegen Krebs wirken und das Beste, man kann ihn einfach aufessen. :-) Gesund ist er allemal!


Dies ist nun scheinbar ein Knöterich-Garten, denn diese Pflanzen scheinen ihn zu lieben - wie dieses kleine Exemplar unterhalb der dunkelfarbigen Magnolie. Ebenso Buchweizen, auch ein Knöterich-Gewächs oder dieser Winden-Knöterich, der wirklich in großer Zahl hier vorkommt und den ich ständig ausrupfen muß.

vielleicht Schlangenknöterich?


Die Gelenkblume (die ich übrigens als Etagenerika durchaus kannte!) blüht schon seit einer Weile ... erstmals bemerkte ich diese Pflanze letztes Jahr am Steinhuder Meer. Von ihnen hat man lange etwas. Letztes Jahr blühten sie im Oktober noch. Gelenkblumen sollen auch zum Wuchern neigen.


Inzwischen haben aber etliche von ihnen Samen ausgebildet und die Blüten sehen längst nicht mehr so schön reinweiß aus! Auf dem nachfolgenden Bild ist die Gelenkblume im Vordergrund der Drachenweide zu erkennen.

Die Drachenweide Salix udensis 'sekka' ist in diesem warmen Jahr auch enorm gewachsen. Ich liebe die später gebänderten Zweige sehr! Sie kann bis zu 5 m hoch werden. Schatten wird in diesem Garten schließlich dringend gebraucht! Und ich habe diese Weide ganz bewusst in gehörigem Abstand zum Ahorn, der ganz hinten am Ende des Gartens steht, gepflanzt, weil dieser meiner Ansicht nach dort einen ziemlich ungünstigen Platz hat und sicher eines Tages wird weichen müssen, da er auch die Nachbarschaft behindert. Zudem erzeugt er zahlreiche Nachkommen, was eine sehr quälerische manuelle Handarbeit jedes Jahr erfordert!


Auch auf dem folgenden Bild sind Gelenkblumen zu erkennen, die da hinter Röschen aus dem Vorgarten des Waldgartens blühen.



Diese Dahlie am Gartenzaun überraschte mich, denn ich hatte sie im letzten Jahr einfach vergessen aus dem Boden zu nehmen. Das hätte auch nicht viel genützt, denn all meine Dahlien waren im Gartenhaus, wo ich hoffte, sie überwintern zu können, verschimmelt. ;-) Nun hat sie im Erdreich den Winter überlebt und beglückt uns mit neuer Blüte in diesem Jahr



Mein Sedum rupestre schaut übrigens auch nicht mehr so schön aus! Durch die große Hitze in den vergangenen Tage hat vieles gelitten - trotz Bewässerung . . . 


Dafür werden die Blüten der Gladiolen nun bald aufbrechen


An der Terrasse mußten einige Töpfe in den Schatten gestellt werden, wie auch meine schöne Begonie, die ihre Blütenköpfe sehr hängen ließ - so heißt brannte die Sonne vom Himmel, stand die Luft zum Erdrücken . . . Heute aber hat es sich ein wenig abgekühlt.



Physalis Nicandra und Seifenkraut ... im letzten Jahr war das alles viel später dran! Ende Juli fing die blaue Lampionblume an zu blühen.



Die Bilder der Physalis nicandra sind vom 24. Juni - inzwischen hängen sie nur noch voller Samenfrüchte und einige dieser Pflanzen habe ich auch auf den Kompost gegeben, weil ich so viele davon nicht mehr haben wollte. Sie behindert auch die dort ebenfalls wachsenden Johannis- und Stachelbeeren.