Montag, 10. August 2015

Es wächst nicht richtig ...



Diesen Satz kennt der Eine oder Andere von Euch sicherlich auch. Und in diesem Jahr trifft er besonders zu. Auch wenn einige meiner heutigen Bilder meine Zeilen Lüge strafen ...

Aber schauen wir uns einmal den Schneefelberich an - noch vor kurzem war das ein Traum in Weiß und nun???



Nun weine ich zwar nicht, wenn ich meinen Garten betrete, aber es bekümmert mich doch, einiges so gelb oder gar braun zu sehen, anderes wollte gar nicht erst erscheinen, wie die weiße Malve, auf die ich mich doch so gefreut hatte!!!Und viele Samen gingen gar nicht erst auf, wie die der Bartnelken. Denn auch bei uns war und ist es zeitweilig so trocken, wie in diesem  Blog beschrieben.

Die unbeschreibliche Dürre hält nun schon mindestens seit Sommerbeginn an ... doch auch davor fiel schon wenig Niederschlag.

Doch das scheint nun kein Phänomen einzelner Jahre mehr zu sein - 2013 war hier auch vieles verdorrt, wie auch schon Jahre davor im Waldgarten.

Die Bienen stören sich nicht an der schon leicht braun werdenden Blütenrispe des weißen Sommerflieders ... In einzelnen Blüten wird noch genug Nektar stecken ...


Eine Ausnahme bildet der blaue Hibiscus, der jetzt so langsam ins Wachstum gekommen ist - trotz der anhaltenden Dürre - und endlich auch viele Knospen trägt. Nun kann ich hoffen, daß er sie nicht abwirft, wenn ich täglich einmal wässere. Ein prachtvoller Anblick, der mich sehr froh stimmt, denn auf diese Blüte habe ich schon sehr lange gewartet!
Im letzten Jahr war der Strauch noch deutlich niedriger. Jetzt ist er fast mannshoch.



Katastrophal sieht es dagegen bei einigen Rosen aus, denen die heiße trockene Witterung offensichtlich geschadet hat. Die Rosa Rumba schaut verheerend aus! Fast kein Blatt ziert sie mehr und ihre Knospen sind zum Teil vertrocknet. Sie litt unter Rosenrost. Hoffentlich erholt sie sich wieder!  Wobei es so aussieht, als sei sie gleichzeitig noch von Sternrußtau betroffen.

Bislang habe ich noch nichts dagegen unternommen, aber wenn alles nichts hilfe, werde ich wohl doch eines dieser Mittel anwenden müssen. Oder weiß jemand noch eine biologische Lösung? Allerdings werde ich keine Brennesselbrühe oder Ähnliches ansetzen, das gibt meine Zeit einfach nicht her! Es muß schon eine schnelle Lösung sein!

Online-Datenbank Pflanzenschutzmitteldes Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit



Noch am 3.8. schaute die Rose so aus ...


inzwischen ist sie fast kahl ...



Dafür blühen andere Rosen um so schöner, wie die erst kürzlich erworbene Rose 'Blue for You'.



Aber auch dieses Beet am Haus ist stark von der Trockenheit betroffen. Das Hornkraut ist teilweise abgestorben, und auch die rote Rose hat sehr unter der Trockenheit gelitten. Rosenrost und Sternrußtau von einem Pilz verursacht ... eigentlich sollte man meinen, Pilze gedeihen bei Feuchtigkeit, doch unsere Luftfeuchtigkeit war größtenteils eher niedrig!



Wenn ich vor einer Weile noch rätselte, ob diese Pflanzen tatsächlich Lampionblumen hervorbringen, so hatte ich mich nicht getäuscht. Nur irgendwie standen die Pflanzen an der Terrasse und blühten dort nie. Jetzt habe ich einige nach hinten in den Garten verpflanzt, nachdem eine einzige dort schon länger wachsende Pflanze jetzt zwar tatsächlich ihren orangenen Lampion zeigt,sonst jedoch ziemlich traurig und schlapp herunterhängt. Und das trotz überwiegend abendlichen ausgiebigen Wässerns!


Diese werden in diesem Jahr wohl nun nicht mehr blühen, aber dann sicher im nächsten ...



Die Schwarzäugige Susanne anzupflanzen, war wohl auch keine so gute Idee. Mich reizte dieses leuchtende Blumengesicht mit dem schwarzen Punkt in der Mitte, ich stelle jedoch fest, daß sie in meinen Garten eigentlich auch nicht paßt. Orange ist - neben Gelb - eher eine Unfarbe für mich - doch davon abgesehen ..... sie wächst ohnehin nicht richtig .... nie wieder also!



Diesen urigen Pilz im Werden scheint die große Tockenheit jedoch nicht zu stören ...


Doch es wächst auch aus anderen Gründen nicht richtig ... denn der Nährstoffgehalt des Bodens in diesem Garten ist sehr hoch, auch ohne künstlich zugeführten Dünger! Wenn ausreichend und durchgängig Feuchtigkeit vorhanden ist, gedeiht alles ziemlich prachtvoll. Der sehr schwere tonig-lehmige, steinige Boden dieses Gartens ist sehr schollig bzw. rissig bei Trockenheit. Ja, und dieses Wort gibt's tatsächlich, es ist KEINE Erfindung von mir (siehe Link!) Einmal mehr bestätigt sich hier, was ich schon lange vertrete, ohne gründliche Bodenlockerung geht bei solch einem Boden gar nichts! Und das bedeutet Hacken! Mulchen allein bringt es da leider nicht, speziell bei dieser schwierigen Boden-Kombination, davon abgesehen, daß nicht jeder Mulch auf seinen Beeten haben mag.

Und selbst die Gartenbücher haben sich durch die Witterung schon ein wenig mehr verändert . . .



Die Kommentarfunktion habe ich auf Bitten einiger Leser/-innen wieder freigeschaltet. Dennoch bin ich derzeit im Ferienmodus.