Dienstag, 24. November 2015

Vor der Winterruhe . . .


Ja, da bin ich wieder .... das Garten-Tagebuch darf doch nicht einfach ruhen. Schließlich gilt es hier die jeweils aktuellen Entwicklungen festzuhalten.

Inzwischen herrschen bei uns Temperaturen von -3 °C und gestern schneite es leicht - es blieb aber nichts liegen.

Der Winterjasmin (Jasminum nudiflorum) ist schon recht üppig geworden. Eigentlich besitze ich ja nun 2 Winterjasmine und könnte einen davon auch abgeben, denn sie breiten sich zumindest in diesem Garten doch ziemlich aus. Der Winterjasmin eignet sich auch zur Fassadenbegrünung. Einmal im Jahr ist er dann ein echter Hingucker!

Die letzten Waldgartenrosen blühen immer noch so schön. Der leichte Frost konnte ihnen bislang noch nichts anhaben.


Ökologisch hin oder her ... und da sie sich von allein in unserem Garten aussäen ... habe ich diesen Kirschlorbeer nun in die Nähe der hohen Weide an den Zaun gepflanzt. Er ist schon ca. 40 cm hoch und wird im nächsten Jahr ungefähr das  Doppelte messen. Wir brauchen einfach an dieser Stelle auch einen Sichtschutz, der vor allem schnell wächst und nicht noch zusätzliche Kosten verursacht. Da bietet sich eben vor allem die Lorbeerkirsche an, zumal der Strauch auch noch wintergrün ist.

Im Winter sieht man in unserem Garten immer noch deutlich, wie frei einsehbar der Garten von der Straße aus ist, ebenso der Terrassenbereich, und das MUSS sich unbedingt ändern!!! Entspanntes Gärtnerin und ein wohliger Aufenthalt sind nur in einem Refugium möglich und das ist in diesem direkt an der Straße und damit voll einsehbaren Garten im Winter noch so gar nicht gegeben. Daher meide ich den Garten in der Winterhalbjahreszeit weitgehend.


Hier ist der Pflanzort zu erkennen. Noch nicht ganz erreicht die Spitze des Kirschlorbeers die Zaunoberkante.


Mit der höher und höher werdenden Korkenzieherweide MUSS außerdem im Frühjahr unbedingt was passieren, denn so geht es mit ihrem Wachstum nicht mehr weiter. Ich hoffe, meinen Mann da zu bewegen zu können, daß er die Köpfung der Weide veranlasst, damit sie neu austreiben kann.

Überall entdecke ich immer wieder Kirschlorbeer-Sämlinge.



Sogar ein Alpenveilchen (Cyclamen coumhabe ich vor einer Weile erworben - einfach ein Versuch, wie es sich inmitten des Vinca Major zu Füßen der hohen Weide macht - ich stelle mir diese farbliche Blüten-Kombination sehr schön vor. Und einen geschützten Platz hat es unterhalb der Weide mit Sicherheit, denn hier in der Nähe wachsen auch die Dahlien, die bislang nicht verfroren und trocken ist es unter der Weide allemal.



Wolliger Schneeball und Ilex, die hier am Zaun nebeneinander stehen. Da  Ilex ja auch schmal in die Höhe wachsen kann, werden die Beiden sich sicherlich lange  Zeit vertragen. Es wäre auch zu überlegen, die spätere Hecke in dieser Form zu beschneiden. Die Rotfärbung der Schneeballblätter beginnt erst jetzt.


Die Felsenmispel stammt noch aus dem Waldgarten, wo sie sich an verschiedenen Stellen ausgebreitet hatte. Trocken steht sie an diesem Standort. Merken werde ich mir die Stecklingsvermehrung oder Aussaat im März/April. Obwohl ich in diesem Garten nun wirklich keine weiteren Pflanzen gebrauchen kann. Aber man weiß schließlich nie ..... wie sich der Garten weiterentwickeln wird . . .  Die Felsenmispel, die auch Gewöhnliche Felsenbirne genannt wird, kann eine Höhe  von 1 - 4 Metern erreichen. Ich hoffe doch, daß der Strauch noch an Höhe zulegt, sonst müßte ich ihn an eine andere Stelle versetzen, denn auch hier wird noch höherer Sichtschutz gebraucht. Nicht weit von der Felsenmispel ragen die Hagebutten der Guirlande d'Amour ins Bild.


Anderer Nachwuchs steht hier hinten in der Nähe des Ahornbaumes nämlich schon in den Startlöchern  und wartet nur auf seinen großen Auftritt! Er scheint scheinbar den Schnecken (von denen es in diesem Sonnengarten freilich auch ein paar wenige Exemplare gibt - gehört auch zum ökologischen Gleichgewicht, gell!) zu schmecken, die sich daran nicht einmal vergiften, wie es aussieht.


Der Blick übern Gartenzaun bei Sonnenschein und leichten Minustemperaturen zeigt, wie schön grün noch alles ist! Auch der Bambus, der hinten rechts im Bild zu erkennen ist, hat an Umfang und Höhe zugelegt. Er war wirklich ein Glückstreffer und ist für die dahinter liegende Terrasse auch von großem Wert! Froh bin ich auch, daß die Blaufichte gerettet werden konnte und hoffe, daß die Schädlinge im nächsten Frühjahr fortbleiben.


Die Zuckerhutfichte im Terrassenbeet hat es ja leider fast dahingerafft. Nur noch ganz wenig Grün läßt sie sprießen.


Viele Goldlack-Kinder warten auf das nächste Jahr - sie schauen sogar neugierig durch den Zaun auf die Straße. Davon werde ich im Frühjahr dann Einiges verpflanzen müssen. Doch dafür blüht er in diesem Winter nicht mehr. Bin gespannt auf das kommende Jahr!

Der Standort des Goldlacks ist unmittelbar bei der Rosa alba - Kartoffelrose.



Am Zaun machen sich auch die Chrysanthemen gut, die ich hierher auspflanzte, da sie den Töpfen so langsam entwuchsen.




Eigentlich nicht ganz meine Farbe, und ich überlege gerade, wie ich dazu gekommen bin. Aber doch ein sehr schöner Farbton - die cognacfarbene Chrysantheme. Ich hätte mir jedoch eher noch eine von einer kräftigen Farbe gewünscht, wie diese Rote, auch Karminsilber gefällt mir gut. Eigentlich suche ich aber eine ganz bestimmte, eher ins Weinrote gehende, die rundlich gefüllte Blüten (ähnlich dieser) trägt, wie ich sie in irgendeinem Garten gesehen hatte. 


Das Foto gibt den Farbton nicht so ganz wieder - in natura ist er noch dunkler!




- Aber auch diese Fliederfarbene mag ich sehr gern. In jedem Falle sollte es eine winterharte Indicum-Hybride sein!



Meine gekaufte Christrose, die letztes Jahr bzw. noch im Februar dieses Jahres so überaus üppig blühte, ist auch rechtzeitig  zum Advent wieder aufgeblüht. Das Pflanzschild sollte ich nun so langsam einmal entfernen. Denn sie wird diesen Standort unterhalb der Koreatanne behalten.



Das Walnussbäumchen habe ich mit warmer Schafswolle eingepackt. Es hatte alle Zweige abgeworfen. Der Platz vorm Haus ist leider auch ziemlich zugig. Ich hoffe jedoch, der Baum überlebt den Winter. Wenn er bis jetzt noch lebt, wird ihm die warme Wolle guttun. :-)



Aus persönlichen Gründen muß ich blogtechnisch vorläufig etwas kürzer treten - daher mein Gedanke der Blog-Stillegung. Doch was den Garten betrifft, würde ich es schade finden, wenn dann mein Gartentagebuch unvollständig bliebe. Für gelegentliches - eher seltenes - Bloggen habe ich mir noch einen anderen Blog zugelegt, dessen url ich jedoch nur an enge Blogfreunde, die Interesse daran haben, per Mail weitergeben werde. Das hat auch den Grund, weil ich derzeit zum Mailschreiben noch seltener komme und auf diese Weise dort gleich an alle mit mir in Verbindung stehenden gleichzeitig schreiben kann (per geschütztem Beitrag selbstverständlich).
- Dieser Beitrag wurde von mir bereits am 24.Nov. um 23:55 h erstellt und wird später da auch einsortiert werden, damit die Daten wieder stimmen, denn geschneit hatte es bei uns schließlich am 23. November. Heute (26. November) herrscht dagegen herrlichster Sonnenschein! -