Dienstag, 1. März 2016

Jedes Jahr ein Gartenabenteuer ~~~



Heute zeige ich noch einmal meine Drachenweide - genauer die Höhe möchte ich gern verdeutlichen - vor allem auch für Silke/Wildwuchs unter Aufsicht.
Und Sigrun, mein Angebot gilt .... gern stecke ich Zweige in die Vase, damit sie sich bewurzeln . . .  die könnte ich dann zu meinem späteren Besuch als bereits eingetopfte Mini-Sträucher mitbringen.
Vor der Weide aufrecht stehend, strecke ich meine Arme in die Höhe, um an die Spitzen der Zweige zu kommen. Die Weide überragt mich um einige Zentimeter. Sie ist also in den wenigen Jahren gut in die Höhe und auch Breite gewachsen und müsste nun so um die 170 cm messen. Ich freue mich in diesem  Jahr schon sehr auf ihr dekoratives Blätterkleid mit den "Palmwedeln"! Zur Zeit entzückt sie mich vor allem mit den schneeweißen Kätzchen, aber auch ihren gebänderten Zweigen.




Fonts LouBlue & Jester

Lieber Gott, mach, daß unser Garten nicht zu voll wird und ich allen Versuchungen werde widerstehen können! 

Denn ein Waldgarten ist zwar schön und abgeschieden, doch auch zu dunkel und überfüllt sollte unser Garten nicht werden, auch wenn ich mich zum x-ten Male wiederhole ... Freiflächen müssen sein, um den Anblick der Beet-Rondelle und einzelner Solitäre auch gebührend genießen zu können. Denn sonst sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Diese Redensart dürfte den meisten von uns schließlich nicht fremd sein.


Wenn die Gehölze erst heranwachen, ist das schon mehr als genug, glaube ich, denn sie alle gehen noch in die Höhe und auch Breite. Dazwischen dann Blumen und niedrigere Sträucher, Rosen ... ich glaube, das reicht.Doch so ein altes Pflanzensammler-Herz muß sich da schon am Riemen reißen.


Doch gerade in diesem - jetzigen - Garten, habe ich diese alte Leidenschaft wieder entdeckt - aber auch nur, weil kaum Inhalte im Garten waren . . . denn davor besaß ich fast immer Gärten, die bereits alteingewachsen waren, wo ich kaum oder wenig neu zukaufen brauchte und mich an dem erfreute, was da war. Immer wollten wir das Vorhandene schützen und ehren und nicht zerstören, also bewahren und folglich war nicht so sehr viel Raum frei für Neues, das wir auch nie vermissten . . . 
Der jetzige Garten bot mir da (leider, muß ich sagen - denn ich lege ungern Gärten neu an! auch, weil es immer so dauert, bis sie so richtig schön sind, die Bäume hoch, die Sträucher alt ...) ganz andere Möglichkeiten, die ich jedoch keineswegs überstrapazieren möchte!


Denn ursprünglich träumte ich von einer weiten Rasenfläche mit einer steinernen Amphoren-Vase mitten darauf - die ich vom Terrassenbereich aus immer im Auge habe ....  Weit gefehlt ! ! !
Zumindest stellte ich mir Bereiche vor, die nicht stark bewachsen sind, ähnlich wie im Waldgarten-Nachbargarten, den auch Rasen-Wiese dominierte und in den sich diese steinernen Elemente so romantisch fügten, ohne von zu viel Bewuchs erdrückt zu werden.


So wie hier - Bild ganz unten ... nach Art der Cam Underfood aufgenommen , sieht es derzeit vom hinteren Bereich des Gartens aus mit Blickrichtung zum Vorgarten aus.  Fehlt nur noch die Amphore .... aber das hat Zeit - noch ist der Garten nicht in dem dekorativen Zustand, den ich  mir für solche Objekte wünschen würde und da stören sie nur als daß sie einen erfreulichen Anblick bieten würden!



Immer noch ausreichend Rasen-Wiese, einige Solitäre, wie die hohe Tanne - der malerische Fliederbogen, wenn er erst einmal wieder Blätter trägt und sich durch die Blütenlast biegt ... später die Rose 'Lykkefund' gegenüber dem Flieder im Pflaumenbaum - nur am Zaun ist vieles noch reichlich niedrig  und dem wird mein Haupt-Augenmerk in der nächsten Zeit gelten. Der mittige Garten als solcher gefällt mir schon ganz gut. Alles muß nur noch wachsen, wachsen, wachsen . . . 
In der Wiese sind vereinzelt Krokusse zu erkennen. Sie vermehren sich nun schon sehr schön an den unterschiedlichsten Stellen, das war anfangs noch überhaupt nicht so! Ich frage mich gerade, ob die Krokusse sich auch durch Versamung vermehren oder nur über Brutzwiebeln - wahrscheinlich auf beiden Wegen, so wie die Winterlinge auch. Was nur von Vorteil sein kann, denn so entstehen sie in der Wiese an den unterschiedlichsten Stellen . . . wie ich es gern habe!



Und trotz der nächtlichen Kälte sprießt und grünt alles mehr und mehr, wie dieser weiße Spierstrauch, der am Zaun zum Nachbarn hinter dessen hohem Lebensbaum steht.


Nicht mehr lange, dann wird auch die hohe Korkenzieherweide wieder zartes Grün austreiben .... gern hätte ich es gesehen, wenn sie ein wenig eingekürzt würde, doch darauf kann ich vermutlich lange warten. ;-)

Nun - dann gucke ich sie mir eben "schön" - in dieser dichten hohen Wuchsform kann sie auch ihre Reize haben ;-)


Und an der Weide vorbei - Cam underfood .  . . .
Die Tulpen rund um die dunkle Magnolie, die hinter der mächtigen Weide wächst, sind schon gut zu erkennen, da sie sich schon recht weit au dem Boden wagten.

Doch es gibt noch viel aufzuräumen, abzuschneiden, zusammenzuharken - bis der Garten osterfein ist. Jeden Tag ein wenig und so kommt man seinem  Ziel auch näher ....


Und schon ist der März da - wie schnell das doch geht . . . Ich bin unheimlich neugierig auf alles, was sich in diesem Jahr zeigen wird, auf meine Rosenstecklingen, welche Farben, welche Formen .... es ist jedes Jahr ein Abenteuer, findet Ihr nicht auch?