Sonntag, 24. April 2016

~~ Blumen im Regen ~~


So sieht das aus, wenn ich dem Sohnemann einen bunten Blumenstrauß - quer durch den Garten - für die hochbetagte Oma mitgebe, damit dieser die Autofahrt einigermaßen übersteht.

Und während ich heute diese Blümchen für meine Mutter pflückte, erntete ich sogar einmal wieder großes Lob am Gartenzaun, allerdings nicht von Einheimischen! Denn die sind nicht alle von meinem wild-romantischen Garten so angetan  ;-) . . .  bzw. von denen habe ich bislang - bis auf die netten bis begeisterten Worte von 3 Leuten aus der näheren Nachbarschaft (und das innerhalb von 3 Jahren!!!) - noch nie eine positive Resonanz vernommen. ;-)

Kein Wunder - wenn ich allein an diesen Vergissmeinnichtstrom denke, der am Ende des Gartens nun entlangfließt ... Geduld zahlt sich eben doch aus . . .
Im letzten Jahr waren da hinten noch deutlich weniger dieser hübschen blauen Blumen angesiedelt und in solchen Mengen stechen sie natürlich schon von weitem ins Auge.



Aber logisch - wir sind die, die den Garten völlig auf den Kopf gestellt haben, nachdem er doch vorher so schön ordentlich und geleckt aussah! Mit nur Rasen (wenn auch einem "verunkrauteten", dem selbst die Vorgänger mit ihren Mittelchen nicht beikommen konnten!)  und bis auf die Magnolie so gut wie nichts Blühendem darin! Nun haben wir hier das "Unkraut" sprießen lassen .... die, die "aus der Stadt" kamen . . . (bzw. aus dem "Wald" *lach*) und einigen wäre es wohl am liebsten, wenn die Walze recht bald käme, um das ganze Kraut schnell wieder plattzumachen. ;-)
Ganz besonders, wenn ich einmal nicht so zum Jäten komme, wie ich mir das vorgenommen habe oder mein Mann wegen eines defekten Rasenmähers nicht schnell genug das viele blühende Unkraut wegmähen kann . . .



Doch was solls, noch ist es unser Garten und es wäre ja noch schöner, wenn man sich die Gartenfreude durch andere Leute vermiesen lassen wollte. Denn das sind die, die sich am allerwenigsten in ihre Gartenpraktiken hineinreden lassen!!!



Das sind übrigens Hagelkörner auf unserem Terrassentisch, denn heute morgen hagelte es. Auch tagsüber wechselte das Wetter immer einmal zwischen Sonnenschein und ganz kurzzeitigen Hagel- oder Tröpfel-Einlagen. Doch nie genug, um den Garten wirklich zu durchfeuchten. Unser Boden ist schon wieder knochentrocken. Aber noch wird nicht künstlich bewässert! Die Pflanzen müssen eben so zurechtkommen!



Und trotz des Wetters haben diese Tulpen sich schon wieder verändert ....


Heute entdeckte ich auch die erste Blütenknospen am Waldmeister. Dort werde ich noch tüchtig jäten müssen, denn der Waldmeister ist vom Giersch durchwachsen. Jedes Jahr dasselbe! Wahrscheinlich würde der Giersch den Waldmeister am Ende verdrängen ... seltsam nur, daß das im Wald eigentlich nie passiert!


In diesem Jahr ist die Bluthasel oder Lambertshaselnuss (wie sie in Sissinghurst genannt wurde, zu einer nennenswerten Größe herangewachsen. Bislang konnte man sie ganz hinten am Gartenzaun kaum ausmachen. Deshalb ist sie auf Fotos bislang auch kaum zu sehen.




Als nächstes starten nun diese dunklen Tulpen durch, die um das Beet mit der Flohmarktrose herum stehen - vorn im Bild der kleine Sauerkirschbaum, eine Neuerwerbung des letzten Jahres.Letztes Jahr erblühten diese Tulpen um den 30. April herum.





Trotz des Niederschlages und wenig Sonne heute strecken diese Tulpen immer noch gierig ihre weit geöffneten Kelche dem Tageslicht entgegen


Die zweifarbigen bzw. "bunten" Muscari werden in Natura doch nicht so schön, wie auf den Abbildungen - zumindest in unserem Garten. Aber vielleicht kommt das ja noch - so wie im April letzten Jahres?


Die Fliederblüten öffnen sich von Tag zu Tag mehr . . . - Geradeaus ist der weiße Flieder am Zauneck verschwommen gerade noch wahrnehmbar und davor die hellen weit sich  öffnenden Tulpen. Auch an dieser Stelle viel viel Vergissmeinnicht!
Und hier ist nun unschwer zu erkennen, wie straßenseitig unser Garten liegt mit Durchgangsverkehr und wie einsehbar er doch noch immer ist, besonders, wenn die Vegetation noch nicht weiter vorangeschrittn ist.


Und zum Schluß gibt es heute die Gärtnerin einmal ohne und einmal mit Farbe. ;-) Ich habe hier die Smartphone-Apps ScetchCamera (Skizze Kamera) und ScetchGuru ausprobiert. Diesen Tipp bekam ich von Ines Meyrose und das sind wohl Bilder in der Art, wie Sunny sie manchmal zeigt. Bildbearbeitung mag ich sehr, hier wie auch in meinem anderen Blog gibt es auch eine spezielle Kategorie dazu. Nur leider komme ich nur noch selten zu solchen Spielereien .... hier war der Flieder das ausschlaggebende Moment und das Licht draußen heute nicht besonders gut, dazu noch per Handycam. . .  ;-)
Wie auch immer, die Fliederknospen öffnen sich mit jedem Tag ein wenig mehr.