Freitag, 29. Juli 2016

Rosarium II



Heute geht's weiter mit dem Rosarium-Besuch vom letzten Wochenende.
Bislang kannte ich nur die Kletterrose 'New Dawn' - Prairie Dawn war mir neu. Diese ist sehr winterhart, also recht empfehlenswert!

Und schaut, auch im Rosarium hat sich das "Unkraut" eingeschlichen und erste Pusteblumen gebildet ...



Im Zusammenhang mit meiner Recherche stieß ich auf die Facebook-Gemeinschaft 'Roses Anciennes' - antike bzw. Vintage-Rosen ...


Warum diese Rose ausgerechnet 'Orange Triumph' heißt, erschließt sich mir nicht so ganz. Denn diese Rose blüht doch eher Rosarot!



Einer der Eingangsbereiche des Rosariums. Die Leute stehen zufällig dort und gehören nicht zu uns - meine Familie möchte nicht im Internet abgebildet werden!


Und noch einmal Rosenbögen .... andere Perspektive - mit anderen Besuchern im Hintergrund...



Clematis mal horizontal ... auch eine schöne Idee, wenn man den entsprechenden Platz dafür hat.


Der grüne Lichterschlauch wirkt leider etwas störend - aber vielleicht schaut's dafür in der Dämmerung besonders schön aus . . . 


Fast wie im Heidegarten ...






Und hier kann geheiratet werden .... in der Nähe des Hochzeitspavillons entstehen dann die romantischen Hochzeits-Fotos . . .


Früher war darin wohl noch eine weitere Eisdiele beheimatet. Wir haben auf dem Gelände 2 Eisdielen ausgemacht. Ob es früher drei waren oder neue Locations angelegt wurden, wissen nur die, die früher dem Rosarium schon einmal einen Besuch abstatteten.



Auch in der Nähe der neuen Hochzeits-Location wieder Lichtschläuche inmitten von Rosen. In der Dämmerung stelle ich mir diese Beleuchtung sehr romantisch vor - dafür nimmt man schon einmal den leicht störenden Eindruck tagsüber in Kauf.


Heute möchte ich auch den schönen Seerosenteich zeigen . . . hier waren wir nicht die Einzigen - auch andere Leute fotografierten an diesem Ort.

Hier geht es zum Übersichtsplan des Rosariums



Ganz begeistert war ich vom Akanthus mollis, den ich in meinem Blog schon zeigte. Eigentlich ein recht wucherndes Gewächs und doch hat es seine Berechtigung .... und die im Rosarium vorhandene Fläche war für ihn auch nicht besonders üppig.
So betrachtet, überlege ich weiterhin, ihn mir auch in den Garten zu holen. Sieht diese Staude nicht wundervoll romantisch aus - ich könnte mir den Akanthus in einem geräumigen antiken Gefäß auch gut vorstellen! Er sieht so schön vintage aus!





Kupfermünzen waren hier verboten!


Alle wollten die hübschen Schmetterlinge fotografieren, wie hier das Tagpfauenauge am roten Sonnenhut.


Eines der Beete aus dem letzten Post aus einer anderen Perspektive - auch niedrig wachsende Dahlien hat man dazugepflanzt.


Alles sehr aufgeräumt und vermutlich nicht nach jedermanns Geschmack ... doch muß man die viele Arbeit bedenken, die solche Anlagen machen, ebenso die dafür zur Verfügung stehenden Mittel und Personen, auf denen die ganze Last liegt mit ihren vermutlich nicht gerade üppigen Gehältern! Gepflegter Wildwuchs bedeutet doch wesentlich mehr Aufwand, den man in solchen Ausstellungen wohl kaum leisten kann. Viele der Rosen haben denn auch keinen Unterbewuchs sondern stehen in nackter Erde.Vielleicht sogar gewollt, der Grund entzieht sich meiner Kenntnis, daher kann es nur bei Vermutungen bleiben.


Kommen wir nun zu den  Bienenstöcken, denn bei so vielen Rosen darf die Bestäubung nicht fehlen! Wie überhaupt in keinem Garten Bienen fehlen sollten!




Natürlich haben wir auch einen Blick in den  Bienenschaukasten geworfen. Die Bienenkönigin ist mit einer blauen Marke gekennzeichnet. Durch das spezielle Futter ist sie auch größer als die übrigen Bienen. Nach Begutachtung muß der Kasten immer rasch wieder geschlossen werden. Man stelle sich nur die armen Bienen vor, wenn sich der geöffnete Kasten mit den gläsernen Scheiben in dem engen Zwischenraum in der Mittagsglut aufheizt. ;-)

Einen ähnlichen Schaukasten kannte ich schon seit meiner Kindheit, denn er befindet sich seitdem in unserem Naturhistorischen Museum.





Noch einmal möchte ich ein typisches Bild für den Abstand der Rosenanpflanzungen zeigen und kann nicht genug betonen, wie wichtig dieser ist, aus eigener leidvoller Erfahrung! Zwischen diesen Sträuchern ist SEHR viel Platz und so sollte das sein! Sonst kommen sich die Rosen sehr bald ins Gehege und leiden unter Krankheiten!


Die Wildrosen (Gattung Rosa L.)im Europa-Rosarium Sangerhausen,
nach ihrer Verwandtschaft geordnet

Der richtige Abstand erleichtert nicht nur den Rosen-Schnitt, er beugt auch Pilzkrankheiten vor!


Selbst auf dem Spielplatz dominiert eine Rose in Form eines Karussels . . .


Interessante Grünabfallbehälter



Eine Rose namens Broceliande ... ich erinnere mich an eine Bloggerin gleichen Namens .... von der Rose wußte ich bis dahin nichts. Das wäre eine Rose ganz nach meinem Geschmack und sie erinnert mich an die Rose 'Ambossfunken', die schon in meiner frühen Kindheit meine Aufmerksamkeit auf sich zog. In jedem neu eingetrudelten Gartentakalog suchte ich zuerst nach dieser Rose! :-)



Zum Rosenschnitt gibt es auch bei Rudolf (Park historischer Rosen) Anleitung. So langsam sollte man sich jetzt wieder Gedanken darüber machen und aus diesem Grunde ergänze ich den Sangerhausen-Post diesbezüglich.

Auch der Winterschnitt sollte nicht versäumt werden! Hierbei kappt man z.B. die Triebspitzen mit den jungen Blättern, was dazu führt daß aus den Seitenknospen kleine Ästchen voller Blütenknospen entstehen. Anderenfalls erzieht man seine Rose eher zum "Klettern", wenn man sie nicht beschneidet, zu Lasten der Blüte. Auch rot-schwarz gefärbte Triebe, so gut beblättert sie auch (noch) sein mögen, sollten unbedingt fortgeschnitten werden, da sie ohnehin absterben, wie Rudolf auch sehr anschaulich zeigt! Ich hatte solche Triebe bislang immer in der Hoffnung belassen, das würde sich noch "auswachsen". ;-)

Will man sich an seinen Rosen wirklich und langfristig erfreuen, muß man eben schon ein bißchen Arbeit übers Jahr investieren! Anderenfalls wäre es herausgeworfenes Geld und letztendlich unbefriedigend!

Hach, sie sind alle schön .... hier wieder ein Exemplar aus dem Sangerhäuser Rosarium . . . Purple Haze zählt zu den Bodendeckerrosen. 
Auch in diesem Post habe ich wieder verschiedene Anbieter verlinkt ohne einen Cent dafür zu bekommen, einfach aus dem Grund, später Informationen über die jeweiligen Rosen wiederzufinden oder überhaupt einen Anbieter, bei dem ich sie selber bestellen könnte, denn so einfach ist es leider nicht, bestimmte Rosen zu finden. Vor Ort in den Gärtnereien gibt es meistens nur ein Standard-Angebot. Diese Verlinkungen stellen allerdings eine Ausnahme dar!




Unter dem Label Rosenschnitt habe ich meine Posts  zu diesem Thema verlinkt
Sehr anschaulich zeigt Rudolf eine historische Rose im Alterszustand, die wohl nie beschnitten wurde. Für einen Privatgarten in der Regel viel zu groß! Daher heißt es wirklich gut zu überlegen, bevor man sich Rosen anschafft!
Und wie es Rudolf auch beschreibt, habe auch ich es bei der Rosa Multiflora am Gartenzaun gehandhabt. Diese Rose würde sonst ausufern. Am Zaun muß sie in Schach gehalten werden, darf der Wuchs nur kompakt sein Wenn diese Rosen blühen, bilden  sie bereits neue lange Triebe aus, die ich, wie Rudolf beschreibt, auch stets unterhalb der Blüten abschneide, weil die blühende Rosenhecke sonst unschön aussähe. Weder den Blüten noch der Blüte im nächsten Jahr tut dieses Vorgehen einen Abbruch!

'Rosilia' zählt als Kletterrose - obwohl sie im Rosarium eher wie eine Strauchrose wirkt.


Alles Wissenswerte rund um Rosen gibt es hier aus fachlicher Quelle inclusive Rosenschnitt und vor allem der richtigen Pflanzung die ja die Grundlage für ein gutes Gedeihen bietet sowie generell Rosenpflege und Rosendüngung. Und das Bio-Spritzmittel gegen Mehltau aus Milch und Wasser, das Silke/Wildwuchs unter Aufsicht nennt, will ich an dieser Stelle auch gleich noch verlinken.



Und hier sind sie, die bösen Ausläufer, die einige Rosen  ausbilden. Inzwischen tut es auch meine Bibernell- bzw. Dünenrose und zwar meterweit von der eigentlichen Rose entfernt. Ich hoffe, oberirdisch abschneiden hilft. ;-) Sicherlich wird sie immer wieder Ausläufer treiben. Inwieweit das das Wachstum anderer Pflanzen in dem Bereich beeinträchtigt, weiß ich jetzt nicht, da ich mit Rosenausläufern noch nie etwas zu tun hatte. ;-) Im Rosarium scheint's jedenfalls zu funktionieren. Irgendwann werden die Austriebe sicherlich einfach umgemäht oder sogar als Stecklinge für neue Rosen verwendet?

Auch Hagebutten waren hie und da schon zu sehen, wahrscheinlich jedoch noch nicht im voll ausgereiften Zustand.


Mit den vertikalen Gärten, die an verschiedenen Stellen installiert waren, möchte ich mich für heute verabschieden.

Vielleicht flechte ich später in dem einen oder anderen Post noch Bilder vom Rosarium-Besuch ein.


Gerade eben noch bemerkt - jetzt ist es also soweit, wie es sich ja schon seit einer Weile ankündigte - Picasa ist endgültig verschwunden! - Schaut mal, was da beim Bild-Upload nun steht



Font Leelawadee Ul Semilight

Kommentare:

  1. Liebe Sara,
    danke für die wudnerbaren Bilder und Informationen aus dem Rosarium, herrlich ist es da!
    Der Acanthus, ja, der ist wundervoll, meine Mama hat auch einen im Garten und hat ihn schon einige Male "verkleinert" ...aber, er ist immer wieder prachtvoll auzusehen in ihrem Staudenbeet :O
    Ich wünsche Dir einen schönen Tag und einen guten Start ins Wochenende!
    ♥ Allerliebste Grüße , Claudia ♥

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    1. Unbedingt, liebe Claudia. Eine schöne Abwechslung. Das sollte man einmal, nein zweimal oder sogar mehrmals gesehen haben. Ein Tag reicht da nicht aus. Den Acanthus mag ich auch sehr. Doch ich glaube, in meinem Garten wird das doch nichts. Er käme nicht so recht zur Geltung. Man muß auf manches auch verzichten können.

      Liebe Grüße
      Sara

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  2. Danke für die vielen Informationen die Du uns, nebst Fotos, aus Sangershausen mitgebracht hast. Mein Gertrude-Stämmchen hab ich von dort mitgebracht und bin somit täglich an das Rosarium erinnert.
    GVLG Sabine

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    1. Liebe Sabine,
      jetzt wo Du es schreibst ... auch ich habe früher immer SangerShausen gesagt, ich frage mich warum? Ähnlich wie die Sache mit dem StorchENschnabel ...
      Das sind ja schöne Erinnerungen, die Du durch Deine Rose hast! Ich hoffe, nächstes Jahr kann ich mir die 'Giscard d'Estaing' Rose von dort holen. Ihre großen weißen Schalenblüten sind so entzückend, das wäre auch eine schöne Erinnerung. Aber ein Jahr ist lang ...

      Liebe Grüße
      Sara

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  3. Wow, liebe Sara, hast Du Dir viel Arbeit mit diesem Post gemacht!
    So viel Interessantes und Wissenswertes! Ja, am richtigen Abstand
    der Rosen wird es in meinem Garten wohl liegen, dass sie auf Dauer
    nicht gedeihen und kränkeln. So oft ist die Rede von Begleitstauden.
    Aber im Grunde wollen sie wohl solitär stehen und bewundert werden.
    Aber ich mag keine nackte Erde im Garten. Man kann im Leben nicht
    alles haben. Danke für die Bilder- und Informationsflut. Der Post ist
    schon fast ein Nachschlagewerk.
    Einen schönen Tag und liebe Grüße von Edith

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  4. Liebe Sara,
    ein ausführlicher und interessanter Post.
    Deine Bilder haben einen schönen Einblick gezeigt und viele herrliche Sorten von Rosen vorgestellt.
    Ganz begeistert war ich von der Idee, die Clematis am Zaun zu ziehen.
    Danke für die ganzen Hinweise und Tipps, man lernt nie aus.
    Wünsche dir ein sonniges Wochenende,
    Manuela

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    1. Das kann ich mir vorstellen, liebe Manuela. Ich fand diesen Eindruck auch mal so ganz anders, als man es sonst von Clematis so kennt. Hach, man müßte noch viel mehr Platz im Garten haben bzw. den dafür geeigneten Garten. ;-) :-)

      Viele liebe Grüße
      Sara

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  5. Liebe Sara,
    So ein Rosarium ist wirklich ein toller Gartentraum!
    Auch für mich sind manche Blogposten wie ein persönliches Tagebuch...
    Ganz liebe Grüße,
    Mariette

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    1. Ja, beim Rosarium habe ich an Dich gedacht, liebe Mariette. Etwas eher im Juni - muß es dort unwiderstehlich sein. Das ist das Schöne am Bloggen oder an Blogs - ein Stück Lebensgeschichte kann man darin integrieren. Unpersönliche rein kommerzielle Blogs dagegen finde ich todlangweilig. ;-)

      Liebe Grüße
      Sara

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  6. Zu einem herrlichen 2. Spaziergang hast Du mich mal wieder mitgenommen. Die Kletterrose hat ja eine tolle Farbe.
    Die werde ich mir mal merken, wir wollen ja so ein bisschen unsere Werkstatt verschönern und die würde bestimmt an der einen Mauer gut aussehen.
    Liebe Grüße, danke nochmals für die Erklärung der Zugriffszahlen. Wir waren am WE in Alfeld als Aussteller auf dem Weltkulturmarkt und ich komme erst jetzt dazu mich in meinem Blog ein wenig umzusehen.
    Kirsi

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    1. Meinst Du 'Rosilia', liebe Kirsi? Die Farbe gefällt mir auch, zumal sie sich wohl je nach Stadium wandelt. Kann mir auch gut diese Rose als Mauerschmuck vorstellen.
      Dann schaue ich gleich mal bei Dir vorbei.

      Liebe Grüße
      Sara

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