Freitag, 1. Juli 2016

Viburnum Opulus Roseum, Scheinkerrie, Ilex - zu dicht gepflanzt!



Nun bin ich immer noch nicht dazu gekommen, über meinen neuen Schneeball (Viburnum Opulus Roseum) zu berichten.  Das ist jetzt der zweite Schneeball in diesem Garten - neben dem Wolligen Schneeball, der am straßenseitigen Zaun wächst - und im Waldgarten hatten wir zwei Exemplare eines Duftschneeballs
(Viburnum carlesii Aurora), den ich besonders gern mochte, jedoch leider allergisch auf seinen Duft reagierte.
In einem meiner früheren Gärten pflanzte ich einen rosablühenden duftenden Winterschneeball an, den unsere Nachfolger immer noch besitzen. Er ist zu einem sehr opulenten Strauch herangewachsen.

Das mit dem Schneeball kam jetzt so ...
Eigentlich wollte ich noch ein Gehölz für die Hecke am Zaun haben, welches schnell wächst und möglichst blickdicht wird. Irgendwo las ich dann von diesem Schneeball, der sich als Heckenpflanze gut eignen würde und ziemlich schnell wachsen solle. Gelesen, gekauft ...

Doch dann - wohin damit?
Da hatte ich irgendwie den vorhandenen Platz wohl überschätzt ;-)

Dummerweise hatte ich den Ilex und den wolligen Schneeball viel zu dicht nebeneinander an den Zaun gepflanzt.  Denn in den Bereich hätte ich auch diesen Schneeball setzen wollen - anstatt des Hopfens, der da bis zu diesem Herbst noch geduldet wird. Dann allerdings wächst da nichts anderes mehr.. . .
Einer von beiden - Ilex oder Wolliger Schneeball - wird ausgegraben werden müssen, doch welcher? Vielleicht kann mir irgendjemand raten? Ich traue mich kaum, einen der beiden auszugraben ohne Schaden anzurichten.

Ich hole einmal ein etwas älteres  Bild von dieser Zaun-Situation von November 2015 in diesen Post:



Und das ist jetzt ein ziemlich aktuelles Bild vom 5.6. d.J. - der Abstand beträgt nicht einmal ganz einen Meter. ;-) Ich war eben davon ausgegangen, einen von den beiden problemlos später wieder verpflanzen zu können. Doch sooo einfach ist das auch nicht! ;-) Die Zwei haben schon ganz hübsche Stämmchen ausgebildet! Was also tun??
Wobei ich mir den Wolligen Schneeball irgendwo IM Garten absolut nicht vorstellen kann, er kommt für mich NUR am Zaun infrage. ;-)

Was würde geschehen, wenn die beiden so dicht beieinander blieben?

So richtig gut wachsen beide nicht, weil es ihnen wohl zu eng ist ...


Den neuen Schneeball setzte ich an das Kopfende des weißen Beetes, in dem auch der weiße Hibiscus 'Eleonore' und der weiße Phlox sowie die weiße Japan-Anemone stehen. Da ich ihn in einigem Abstand zu den anderen Gewächsen setzte, wird es hier gehen und später bietet er auch von diesem Platz aus einen Sichtschutz zur Straße hin. Im Mai leuchten dann immer seine herrlichen weißen Blütenbälle.

Dieses Eng-Pflanz-Problem habe ich öfter, aber es wäre mir am Anfang einfach zu nackt am Zaun gewesen, einzig aus diesem Grunde habe ich eben relativ eng gepflanzt, also mit voller Absicht!


In diesem Falle sind es eine Haselnuss wie auch die weißblühende Scheinkerrie (Rhodotypos scandens), von der ich sogar 2 Sträucher besitze, wovon ich einen gut abgeben könnte, denn diese Sträucher werden ja auch relativ groß. Unter Baumkunde.de lese ich, daß die Scheinkerrie auch unter hochkronigen Bäumen gedeiht. Vielleicht also unter einen anderen Baum pflanzen?
Ich fände es schade, wenn ich die überzähligen Sträucher einfach zerschreddern müßte. ;-) Denn mit einer Abgabe wird es schwierig. Die meisten Leute wollen keine Pflanzen mehr, nicht einmal geschenkt!



Und hier ein weiteres Bild aus einer anderen Perspektive von dem inzwischen recht hochgewachsenen Haselstrauch, neben dem wiederum eine wilde Rose ihren Platz hat und neben ihr einer meiner Sommerflieder, der jedoch ziemlich zurückgefroren war.

Ich bevorzuge eher den lockeren Wuchs und nicht so sehr den Formschnitt, denn das sieht immer nach Klein Versailles aus. ;-) Das paßt weder zu mir noch zu uns noch zu einem Dorf wie dem, wo wir wohnen. Außerdem sehen natürlich wachsende Sträucher realistischer aus, was nicht heißen soll, daß sie wild wuchern dürfen. Das Bild zeigt den noch ungestutzten Zustand, der sich demnächst wieder verändern wird. Denn überkreuzende Zweige, ausufernde Triebe, all das soll es auch in diesem Garten nicht geben!



Mit Kartoffelrose und Ginkgo habe ich es ganz gut gelöst, denn die beiden bleiben einfach nahe beieinander. Das Risiko, den Ginkgo zu verpflanzen, wäre mir einfach zu groß, denn mir sind davor schon einige Ginkgos eingegangen. Jetzt bin ich froh, daß dieser so gut wächst! Und die Wildrose ist inzwischen nicht mehr verpflanzbar - einfach zu umfangreich geworden. Sie werden sich gegenseitig schon nicht schaden, zumal der Ginkgo ja ein Baum wird und warum soll zu Füßen eines Baumes keine wilde Rose wachsen?:-)


Übrigens hat sich auch dieses Bild längst verändert - die wilde Rose hinterm Rankgitter habe ich kurzerhand entsorgt, denn so viele dieser Rosen brauche ich nicht. Ich war bei dem Steckling von einem anderen Exemplar ausgegangen. An diese Stelle habe ich eine weiße Rose gesetzt, die vorn am Haus in einem großen Topf wuchs, dort an der Südseite jedoch vom Mehltau befallen wurde. Allerdings muß ich dazu sagen, daß ich die Rose dort öfter vergessen habe zu gießen. Im Garten wird mir das kaum passieren.


Auf dem folgenden Bild ist die Wachstumssituation dieser weißen Rose mit Ginkgo und dahinter der Rosa rugosa zu erkennen.


Doch nicht nur das - rechts davon steht eine meiner Waldgartenrosen, und zwar die wohl Prächtigste! Und obwohl dieser Platz so ideal für sie zu sein scheint, wird sie im Herbst weichen MÜSSEN, weil es für die weiße Sternmagnolie sonst zu eng wird. Eigentlich sollte es ohnehin ein vorübergehender Platz für den damaligen Rosensteckling sein - was für ein mächtiger Strauch da innerhalb von kurzer Zeit herangewachsen ist!



Doch was geschieht nun mit Ilex oder Wolligem Schneeball???


Kommentare:

  1. ohje! das ist ja die quadratur des kreises!
    einen rat habe ich nicht - man müsste im garten stehen und das ganze bild sehen. und dann würdest du wohl die hände überm kopp zusammenschlagen ob meiner vorschläge :-) ich bin nämlich ein "garten-radikalist"!
    xxxxx

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    1. Tja, wenn Du die Vorgeschichte kennen würdest, würdest Du vielleicht verstehen, warum ich anfangs "zu dicht" pflanzte.... denn wir lebten hier voll auf dem Präsentierteller, ganz anders als in Deiner Bahnwärterei-Waldeinsamkeit. ;-) Und das kann ich so gar nicht vertragen! Da mußte es schnell dicht werden und das geht nur, wenn man dicht pflanzt und später wieder auslichtet.
      Das ganze Bild kann ich schwer zeigen, aber unter dem Label "Orientierung/Dimension" sind schon einige weitergehende Einblicke vorhanden. Zwar nicht alles so aktuell ... aber doch ein Anhaltspunkt.

      http://mein-waldgarten.blogspot.de/search/label/Orientierung%2FDimension

      Liebe Grüße
      Sara

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    2. ich weis ja wie schwierig es ist mit vorhandenen gegebenheiten - und ganz so menschenleer ist´s hier auch nicht ;-)
      wenigstens gibts keine vorschriften bezüglich hecken etc. :-)
      hab deinen link verfolgt - sieht alles etwas "zerstückelt" aus - mittendrin grosse büsche und am rand kahl. kannste nicht einfach eine schnellwachsende ligusterhecke an den zaun setzen - bei mir wachsen die ohne pflege einen meter im jahr - ich schneide sie unregelmässig-rundlich - sieht sehr britisch aus.....
      ansonsten versuche ich den garten "schüsselförmig" zu gestalten - man könnte auch sagen wie eine lichtung im wald: von den bäumen ausserhalb - büsche/hecken am rand - davor grosse stauden - übergehend in bodendecker und rasen.
      leider gibts mittendrin noch einen 7m langen streifen liguster von den vorgängern - der war 5m hoch und 4m breit als wir einzogen! riesenmöbel! ich hab ihn komplett runtersägen lassen und nun wird er kurzgehalten bis ich mich ermanne, ihn rode und zur bahn hin wieder einbuddel als lärmschutz.......
      im hintergarten (gemüse) wollen wir die eh schon vorhandenen wilden brombeeren ein möglichst preiswertes zaungerüst beranken lassen - sicht und lärmschtz (bahn) - lecker beerchen und besser als stacheldraht!
      ich denke du solltest den ilex opfern - wächst eh viel zu langsam :-)
      xxxxx

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    3. Liebe Beate,
      unser Waldgarten war quasi ein parkartiger "Wald" oder etwas wildgewordener Park und so ähnlich wollte ich es in diesem Garten auch haben, nur nicht mit so vielen Bäumen und etwas gemäßigter. Der Zaunbereich war komplett frei, da wuchs also überhaupt nichts, als wir herzogen. Mit Liguster hätte es viel zu lange gedauert. Bei uns wächst der nicht so schnell wie bei Dir, ich hab welchen hinten am Zaun stehen. Und wäre ansonsten auch eine Kostenfrage gewesen, bei höheren Büschen, das sind ja etliche laufende Meter. Dazu kam, daß ich meine mit umgezogenen Pflanzen am Zaun mit unterbringen mußte, da es beim Umzug alles schnell gehen mußte. Und - ich mag solche gemischten Hecken auch lieber als alles so einheitlich. So wie hier

      http://1.bp.blogspot.com/-mruObJKYeYs/U7CmIez6_AI/AAAAAAAAWVU/ZVWAL4GBfHA/s1600/Hecke.jpg

      Doch bis es so weit ist, vergehen viele Jahre (wir überlegten ja immer wieder, nicht zu bleiben...) und wir müssen uns auch leider an die Umgebung anpassen in unserem Ort, da gehen keine ganz hohen Hecken. Gewächse wie Brombeeren gar nicht. Über den Zaun dürfen die Pflanzen auch nicht herausragen, weil viele Passanten vorbeigehen. Die dort wachsenden Rosen würden womöglich Kindern in die Augen stechen ...

      Aber dann werde ich wohl den Ilex vom Zahn wegnehmen, wenn der so langsam wächst und ihn irgendwo in den Garten pflanzen, denn ich hänge auch irgendwie an ihm. :-) Er ist mit aus dem Waldgarten umgezogen. ;-)

      Mit der Gestaltung ist es speziell in diesem Garten nicht so leicht, weil einmal am Anfang beim Umzug von einem Tag auf den anderen alles Umgezogene ganz fix eingepflanzt werden mußte, das ging nur im Zaunbereich gut, da der Garten extrem steinig ist, mit schwerem Lehmboden und ich selbst, die ich vieles alleine machen mußte aus Zeitgründen, konnte nicht mitten im Garten tiefere Löcher buddeln. Am Zaun gings jedoch noch am einfachsten. So kam das also ...
      Später wurde auch mitten im Garten gebuddelt. Auch deshalb, weil nun Rosen angepflanzt wurden, die einen entsprechenden Platz brauchten, Hortensien und so entschied ich mich für Beet-Rondelle. Und das schaut, wenn man sich im Garten befindet, auch schön aus, wird aber auf Dauer so nicht bleiben können, wenn die Gewächse größer, höher, breiter werden ... daher ist es ein "Garten im Wandel" ;-)

      Danke Dir jedenfalls, daß Du mir den Impuls gegeben hast, den Ilex doch von dort wegzunehmen. Denn ich hatte mir das rsprünglich so schön vorgestellt mit dem Ilex - nun könnte ich einen Ilexbaum im Garten wachsen lassen, so wie hier

      http://mein-waldgarten.blogspot.de/2015/11/mein-ilex-wachst-langsam.html

      Liebe Grüße
      Sara

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  2. Moin Sara!
    Ich habe einen Viburnum opulus mit tellerförmigen Blüten, die ähnlich wie Hortensienblüten aussehen. Leider ist er dieses Jahr Opfer von Starkregen geworden, gerade als die feinen Pollenblüten sich geöffnet hatten :-( Die Bienen hatten also nicht viel davon und die Vögel werden leider nicht viele Beeren bekommen. Er wäre sonst im Herbst ein toller Anblick gewesen mit den vielen roten Beeren! Der Strauch hat mich im Wachstum wirklich überrascht- mindestens einen Meter hat er innerhalb eines Jahres zugelegt! Er mag es ja gerne feucht und das bekommt er bei uns auch, wegen des hohen Grundwasserspiegels.
    Einen "Roseum" habe ich diesen März gepflanzt und er ist auch schon gut in Höhe und Breite gewachsen. Leider hat er leicht verkrüppelte Triebspitzen und die Blättläuse lieben ihn ;-)

    Ich würde mich dafür entscheiden den Ilex auszugraben. Vielleicht würde er in Einzelstellung oder im Kübel besser aussehen. Ich finde durch die "Andersartigkeit" der Blätter passt er nicht so gut dazu.

    Liebe Wochenendgrüße
    Daniela

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    1. Hallo liebe Daniela,
      den Schnee"ball" mit den tellerförmigen Blüten finde ich auch sehr schön! Ja, der Regen hat in diesem Jahr viel Schaden angerichtet. Wir können nur hoffen, daß sich das jetzt nicht jedes Jahr wiederholt!
      Schön, aber zu hören, daß diese Sträucher so wüchsig sind. Feucht ist unser Boden auch, nur nicht an der Oberfläche, denn wir haben sehr lehmig-steinigen Boden, der das Wasser gut hält.
      Mit Blattläusen habe ich so viele Probleme nicht, es gibt hier sehr viele Marienkäfer bzw. deren Larven.
      Ja, das mit dem Ilex dachte ich auch. Für eine Heckenbepflanzung eignet er sich wohl weniger und in Einzelstellung kann er sehr schön wirken. Im Kübel wäre auch noch eine Option. Gute Idee! Nur wie halte ich ihn so relativ klein? Mit Groß-Bonsais habe ich noch keine Erfahrung. Auch eine Birke wächst im Topf. Wenn der Topf nicht gesprengt werden soll vom Wurzelwerk, werde ich sie bald umpflanzen müssen ... die Wurzeln werden ja bei Bonsais auch beschnitten ... ich hoffe, das gelingt mir.

      Liebe Grüße
      Sara

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    2. Hab mal gegoogelt - das Durchfrieren des Wurzelballes ist dann wohl ein Problem

      http://forum.garten-pur.de/index.php?topic=15464.0

      Dann vielleicht doch lieber irgendwo in den Garten auspflanzen ;-) Oder doch verschenken ...

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    3. Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass er im Kübel wirklich erfrieren sollte. An einem geschützten Platz, mit Luftpolsterfolie drum, auf Styropor stellen, oben vielleicht mit Tannengrün abdecken. Es gibt ja auch die Möglichkeit gleich innerhalb des Kübels die Luftpolsterfolie einzubringen.
      Wenn ich an so ganz alte winterharte Palmen denke, oder auch große Zitrusbäume (Orangerie), die werden ab einem gewissen Punkt auch nicht mehr umgetopft, sondern es wird einfach der alte verfilzte Wurzelballen verkleinert und sie kommen mit frischer Erde in den selben Topf. An dem Punkt wärst Du mit dem Ilex im Topf bestimmt irgendwann auch angelangt.

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    4. So kann man es machen, liebe Daniela. Das einzige Problem bei uns das winterliche Gießen. ;-) Denn meist vertrocknen die Topfpflanzen draußen. Und das Gießen im Winter vergesse ich leider regelmäßig. ;-) Daher hab' ich nur wenige Topfpflanzen draußen, wie die Birke oder Weide, die aber alle paar Jahre ersetzt wird, da es sehr einfach ist, aus ihren Zweigen schnell neue Topfpflanzen zu gewinnen.
      An sich sind unsere Winter nicht so kalt, 2010 war eigentlich DIE Ausnahme mit -20 Grad.
      Ich überlege es mir noch.

      Liebe Grüße
      Sara

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  3. Nun haben es schon Einige vorgeschlagen, doch ich will auch meine Meinung noch kundtun. Ja, auch ich, würde den Ilex eine Einzelstellung geben. Wenn Du keinen weiteren Topf möchtest, findest Du vielleicht doch noch ein Plätzchen irgendwo im Garten.
    Der Ilex hat doch solch schönes Blattwerk, der kommt in Einzelstellung viel besser zur Geltung.
    LG lykka

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