Sonntag, 18. September 2016

Igel Langbein


Als ich heute Abend meine Gartenarbeiten abschließen wollte, denn es dunkelte bereits, lief mir an der Terrasse ein langbeiniger Igel über den Weg. Auch in Igelhausen gibt es also langbeinige Schönheiten. :-)

Das Stacheltier liebevoll angesprochen, zierte sich . . . und machte sich zwischen Blumentöpfen dünn. 

Rasch lief ich ins Haus, um die Kamera zu holen, die sich allerdings in den oberen Etagen befand. Daher mußte nun das Handy herhalten, sonst hätte sich das stachelige Wesen in der Zwischenzeit wohl aus dem Staub gemacht. 



Als ich die Terrasse wieder betrat, steuerte Igelchen gerade auf den Wassernapf zu, der da für die Vogelwelt aufgestellt wurde.

Nur nicht zugeben, daß "man" eigentlich trinken wollte .... ja, auch Tiere können sich schämen! Das weiß auch Peter Wohlleben, der bekannte Förster, der in seinem Buch darüber schreibt. Und das kenne ich schon lange von der Katze meiner Mutter, die überaus schamhaft ist. Wenn sie einmal neues Futter probieren sollte und man sah zu, verzog sie sich hoch erhobenen Hauptes mit einer Miene - ein Bild für die Götter! Lange wagte sie sich nicht in die Nähe des Futternapfes. Und erst, wenn man so tat, als würde man nicht hinschauen oder am besten aus dem Zimmer ging (heimlich jedoch durch den Türspalt spähte) wagte sie sich endlich endlich an den Fressnapf. Aber wehe, unsereins sagte etwas ..... da wäre aber was los gewesen! Ich glaube das kam ein einziges Mal vor, so in der Art wie "Na siehst Du, das schmeckt Dir doch!"  Oder so ähnlich .... na, dann hätte sie DIESES Futter niemals mehr angerührt! Tiere haben eben auch ihren Stolz! :-)
Und aus diesen Gründen konnte ich Kitty hier nie so zeigen, wie ich es getan hätte, wenn sie nicht so schüchtern wäre. :-)


Wiederum entfernte ich mich, um dem Igel ein wenig Zeit zu geben und als ich dann noch einmal zum Wassernapf schaute, bot sich mir dieses Bild. Ist das nicht süß! Da hing Igelchen selig am Wassernapf und streckte ein Pfötchen hinein ...  gerade so, als wollte es sagen, "dieser Platz gehört mir." :-)

Inzwischen war es leider so dunkel geworden, daß das Smartphone-Bild selbst mit Blitz nicht mehr so toll wurde. Doch wenn ich lange nach der Kamera gesucht hätte, könnte ich jetzt diesen Post nicht schreiben.



Apropos Gartenarbeiten am Sonntag ... es handelte sich heute nur um Kleinigkeiten. So pflanzte ich ein paar Ableger ein, die ich bei einer "Offenen Pforte" erstanden habe und auch meine Hortensien-Stecklinge kamen bei der Gelegenheit ins Freiland. Darüber dann nächstes Mal mehr . . .