Dienstag, 4. Oktober 2016

Wir haben den Hopfen um die Ecke gebracht! ;-)

 


Spätestens seit diesem August war ich ja alarmiert .... denn der Hopfen hatte sich ausgesamt. Nicht auszudenken, was erst aus dem Wurzelwerk entstehen würde!

Selbstverständlich habe ich das alles auch vorher schon gewusst und bin doch ganz bewusst dieses Risiko eingegangen, denn am Zaun stand eine abgestorbene kleine Eberesche  und sonst viele Meter lang NICHTS.

In die Nähe dieser Eberesche pflanzte ich damals die weiße Kletterrose 'Climbing Iceberg Schneewittchen' und setzte ein ganzes Stück weiter den Hopfen in die Erde, damit er recht bald den unschönen toten Baum zwecks Sichtschutz überwuchern sollte. Das tat der Hopfen dann auch! Denn die Kletterrose war zu dem Zeitpunkt ja noch sehr klein. Der Hopfen sah wirklich malerisch aus und bot Schutz vor neugierigen Blicken.
Gleichzeitig drückte er jedoch die tote Eberesche wie auch die Kletterrose mit seinem Gewicht und seiner unheimlichen Kraft tief zu Boden. So konnte es also nicht mehr weitergehen, denn die schöne Rose ist mir nun doch lieber als der Hopfen!

Deshalb mußte der Hopfen leider verschwinden.

Zum Glück hatte es in den letzten Tagen geregnet, so daß der Boden einigermaßen aufgeweicht war. Dennoch bekam ich selbst den Hopfen nicht aus dem Boden und mußte meinen lieben Mann bemühen.


Bewaffnet mit Spaten und Grabegabel schaffte er es dann, den "Übeltäter" aus dem Boden zu holen.
Und was der für meterlange Wurzeln hat!!!



Ein anderer Platz unseres Gartens kommt - nach reiflichem Überlegen - leider doch nicht infrage!
Sollten im kommenden Jahr noch Ausläufer austreiben, werde ich die evt. verbliebene Wurzel einfach aushungern, indem die Ausläufer abgestochen werden. Das funktioniert erfahrungsgemäß nach einiger Zeit ganz gut!
Einen Versuch wäre es jedoch wert, einen Ausläufer oder Hopfen-Sämling in einen Kübel nach Bonsai Art zu pflanzen. ;-) Der wächst dann eben so lange darin, bis er den Topf meinetwegen sprengt und so habe ich dennoch etwas vom Hopfen. :-) Wir wohnen allerdings auch in einer Gegend, in der wir Hopfen in der nahe gelegenen Natur finden können.

Ein ganz schöner Kavenzmann! Kennt Ihr den Ausdruck? Kann gut möglich sein, daß er nur hier in Niedersachsen verwendet wird. Ich habe jetzt ganz bewußt die scheinbare Falsch-Schreibung verwendet, denn nur so kenne ICH diesen Begriff! *smile* Mit der neuen deutschen Rechtschreibung habe ich es eh nicht so ... da gab es seinerzeit  zu viel Hin und Her - ein Wischi-Waschi - daher hab' ich da teilweise meine eigenen Regeln. http://www.greensmilies.com/ Und ich hatte immer eine SEHR gute Note in Deutsch! Nur mal so zur Klarstellung. Sicher vergisst man manches mit der Zeit, aber ich bin schließlich auch keine Lektorin, bei der es 100 % drauf ankommt, gell!


Diese doch schon herbstlich angehauchten Bilder liebe ich zwar so gar nicht, alles schon so nackt und kahl, braun und nur grün ... doch um  zu demonstrieren, wie arg der Hopfen die Rose wie auch den Ebereschen-Stamm niederdrückte, komme ich nicht umhin, dieses Bild hier einzufügen. Ganz krumm ist nun der Ebereschen-Stamm. Die Rose wird sich aber wieder aufrichten und ich werde ihr dabei helfen. Schließlich steht dieser leidige Laternenpfahl ganz in der Nähe und zumindest die Rose wird willig sein, sich von ihm in einer aufrechten Position halten zu lassen. :-)




Denn inzwischen ist diese Rose gut eingewachsen, hat einen dicken Stamm mit Nebenästen ausgebildet und blühte in diesem Sommer sehr reich an relativ gesundem Laub. Jetzt also wird der Hopfen dort nicht mehr gebraucht und ich freue mich schon sehr auf ihre hoffentlich reiche Blütenfülle im kommenden Jahr ...

Diese grünen gummiüberzogenen soften Drahtbinder sind zwar nicht sehr dekorativ, erfüllen ihren Zweck jedoch ganz hervorragend. Mit Natur-Bast gibt es immer wieder das Problem des Zerreißens und wer will schon ständig seine Rosen neu aufbinden müssen??? Außerdem schont der Gummimantel dieses Drahtes die Rinde der Rosen!
Einige modernen Erfindungen haben nun mal Vorteile und die nutze ich dann auch sehr gern! Wenn die Rose später noch stabiler geworden ist, mag es ganz ohne dieses Bindematerial gehen oder dann reicht vielleicht auch Bast oder ein einfacher Bindfaden aus Naturmaterial aus.




Der bei dieser Aktion gewonnene Hopfen wurde überall in der Wohnung als Deko verteilt (so ein bisschen nach Méa's Vorbild) denn auch meine liebste Deko besteht eben auch aus natürlichen Materialien.  Obwohl ich schönes Glas und Porzellan freilich auch liebe wie überhaupt auch manchen modernen Zierrat. Ich mag nur nicht im Warenhaus leben! :-)



Den aromatischen Duft der Hopfenzapfen liebe ich jedenfalls sehr, und künftig werde ich  mir eben Hopfenranken aus der Natur besorgen.
 
 

Kommentare:

  1. Liebe Sara,
    so schön, wie der Hopfen ist, aber, manche Dinge muß man einfach im Zaum halten! Kann ich sehr gut nachvollziehen :O)
    Ich wünsche Dir einen schönen und glücklichen Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße , Claudia ♥

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  2. Liebe Sarah,

    ich glaube mit Hopfen sollte man genauso vorsichtig sein wie mit dem Knöterich. Ich mag sie eigentlich beide und als Sichtschutz sind sie ideal, aber für einen Garten wohl doch nicht geeignet, wenn man nicht gerade einen Park sein eigen nennt.
    Das Aushungern habe ich auch bei meinen Brombeeren versucht und es hat funktioniert. Anfangs sah es aus wie auf einer Plantage, soviel Sprößlinge sind aus dem Boden geschossen. Aber nun - nach einem Jahr - kommt kaum noch etwas.

    Liebe Grüße
    Jutta

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  3. Ich habe auch einen Hopfen und will ihn von einem alten Fass aus in die Kastanie wachsen lassen - allerdings ist er überhaupt nicht überbordend und agil eher zaghaft und zart. Mag vielleicht daran liegen dass er in dem Fass ausharren muss. Kannst ja noch einen tollen Kranz daraus winden ... sieht immer super schön aus und für den lieben Göttergatten ein Ruhekissen mit Hopfenzapfen - riecht nach Bier und lässt gut schlafen!! ;-)) Danke für Zeigen LG Marion

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    1. Das ist eine sehr gute Idee, liebe Marion. Vielleicht sollte ich auch nach einem alten Fass Ausschau halten. :-)
      Es gibt auch schwachwüchsige Sorten, wie ich schon gelesen habe.
      Für einen Kranz blieb nicht mehr ausreichend Hopfen, denn da ich den Hopfen schon vor kurzem etwas zurückgeschnitten hatte (diesen Teil hatte ich verschenkt), war nun der überwiegende Rest reichlich braun geworden. ;-) Aber für einen Kranz könnte ich mir aus der umgebenden Natur noch genug Hopfen besorgen.

      Hihi, die Idee mit dem Ruhekissen ist auch nicht verkehrt. :-) Aber auch ich liebe den Geruch nach Hopfen.
      Ich danke Dir noch einmal sehr herzlich, vor allem für die Idee mit dem Fass!!! ♥♥

      Liebe Grüße und einen schönen Wochenstart
      Sara

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  4. Hallo Sara,
    wir haben auch einen Hopfen im Garten, der meterlange Ranken bildet. Damit er nicht alles überwuchert, schneiden wir sämtliche neuen Austriebe im Frühling ab. So konnten wir ihn etwas im Zaum halten.
    Liebe Grüße von Ingrid

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    1. Liebe Ingrid,
      ich habe schon gehört, daß das nichts nützen soll und der Hopfen wirklich den gesamten Garten durchdringt. Das wollte ich uns dann doch ersparen. Aber die Idee mit dem Fass ist wirklich nicht schlecht. Wenn ich zufällig einmal eines sehe, für das ich nicht 100 Euro blechen muß, mache ich das. :-)

      Liebe Grüße
      Sara

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  5. Liebe Sara,
    jetzt habe ich doch ein wenig schmunzeln müssen: denn genau das habe ich heute gemacht - unserem Hopfen die sämtlichen Triebe abgeschnitten. Allerdings habe ich das Wurzelwerk (noch) nicht entfernt, denn auch wenn er wirklich wuchert, gefällt mir sein Grün samt den Hopfenfrüchten immer noch gut. Richtig klasse Deine Idee, den Hopfen als Deko zu verteilen, denn wie Du mag ich den Geruch sehr gerne.
    Ja, bei uns ist es auch schon herbstlich und auch unser Garten ist jetzt auf Herbst eingestellt. Und von unserer Gartenarbeit heute habe leider nicht so viele schöne Fotos gemacht wie Du, nur von dem was letztlich auf dem Anhänger für die Deponie war und das war ganz schön viel :)
    Liebe Sara, vielen Dank für all Deine wunderbaren Zeilen, es bedeutet mir sehr viel, was Du schreibst und ich schätze es außerordentlich.
    Alles Liebe von Rena
    www.dressedwithsoul.com

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    1. Ach, ich mag den Hopfen ja auch so gern und mir blutete eigentlich das Herz, liebe Rena. Nur habe ich inzwischen so viele schöne Pflanzen und gerade dort an der Stelle wächst eine herrlich weißblühende, duftende Kletterrose, das konnte so nicht bleiben. Deshalb entschloss ich mich schweren Herzens. Obwohl ich überzeugt bin, daß der Hopfen im nächsten Jahr aus der Restwurzel, die im Boden verblieb, fleißig wieder austreiben wird. Hopfen soll Meter tief Wurzeln bilden, habe ich gehört. Und dann kann ich von dem, was da nächstes Jahr wächst einen Teil in ein Fass oder Ähnliches pflanzen. Die Idee finde ich nämlich großartig!

      Tja, bei mir ist es der Garten, von dem ich Fotos mache, ich hab' ja niemand, der mich mal so schön in Szene setzt, wie Dich :-) Aber vielleicht kommt das ja nochmal, wer weiß ... ich wäre dem durchaus aufgeschlossen, auch wenn mein Kleiderschrank sicher nie große Ausmaße annehmen wird. Doch darum ginge es mir auch gar nicht ... einfach dann und wann mal ein Bild von mir ...
      Ganz so viel Hopfen hatten wir, glaube ich auch nicht, wie Ihr. Ginge bei uns an der Straße auch nicht ...kleines Dorf ;-)
      Und jetzt bin ich wieder daheim, es war SEHR SEHR schön, Du weißt ja, wo ich war ... und Deine Antwort hat mich auch erreicht, ich freue ich sehr darüber!

      Viele liebe Grüße
      Sara

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  6. Liebe Sara,

    das sind so die Probleme, wenn manche Pflanzen zu sehr wuchern. Da muss man ständig hinterher sein, das kenne ich nur zu gut.

    Deine Hopfen-Deko schaut sehr schön aus.

    Liebe Grüße
    von Anke

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    1. Stimmt, liebe Anke. Besonders wenn es nicht der richtige Platz ist, an dem die Pflanze wächst. Mal schaun, wie das im nächsten Jahr dann sein wird. Ich liebe Hopfen sonst sehr, aber dann sperre ich ihn wohl nur noch in ein etwas größeren Gefäß ein, da kann er mir - hoffentlich - nicht entweichen. :-)

      Liebe Grüße
      Sara

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