Samstag, 12. November 2016

Januar 2009



Novemberbilder gab es schon, doch Silke/Wildwuchs unter Aufsicht (die wieder postet, worüber ich mich sehr freue! Denn Silke war mit eine der ersten, der ich bei Blogger begegnete und durch die ich erst auf die Idee kam, es mit einem Gartenblog zu versuchen ...) brachte mich nun darauf, einmal Winterbilder unseres Hauptfriedhofs zu posten. Denn wir haben sicher - anders als die anderen Leser hier, eher eine Beziehung zu dieser Location, da wir aus dieser Gegend stammen.


Eingang der neogotischen Friedhofskapelle von Ludwig Winter
(Quelle Wikipedia)


2009 war das schneereichste Jahr, das ich an diesem Ort fotografisch festgehalten habe. In früheren Jahren fotografierte ich dort überhaupt nie, außer vielleicht das Grab meines Vaters. Etwas anderes zu fotografieren, wäre mir nie in den Sinn gekommen, auch da es damals teuer war.

In dem Jahr war es sehr eisig und es lag sehr viel Schnee. Eiskristalle und Zapfen fanden sich überall. Und es war mächtig kalt. Eigentlich wurde uns für dieses Jahr ja ein ähnlich strenger Winter vorausgesagt, zumindest, wenn ich dieser Twitter-Meldung Glauben schenken darf.


So waren denn auch einige Grabsteine halb oder ganz im Schnee versunken.


Ein Ginkgoblatt mit ganz bestimmter Bedeutung ...

Am Friedenspfad des Katholischen Friedhofs (auf dem Hauptfriedhofs-Gelände) sind Steine mit einem Ginkgoblatt gekennzeichnet, denn dieser war die erste Pflanze, die nach dem Hiroshima-Atombomben-Drama wieder wuchs! (aus 111 Orte im Braunschweiger Land, die man gesehen haben muß).




Ein einsames Grablicht - das Grab läßt sich nur erahnen ... ganz bewußt habe ich den Farbstich nicht entfernt, weil ich der Ansichtbin, dass im Weiß-Blau das schwache Licht der Kerze besser herauskommt. Die Aufnahmen entstanden damals mit einer Panasonic DMC-LZ1, mit der ich schon sehr zufrieden war! Die Bilder waren überwiegend von besserer Qualität als die der Sony Cybershot DSC-H10* , die inzwischen  kaputt ist.


Diese Figur, die irgendwer dort platziert hatte, fiel inmitten des Schnees auf. Inzwischen habe ich sie dort nicht mehr gesehen - es gibt leider immer wieder "Schnäppchenjäger" auch auf Friedhöfen.


Die Betende aus einer anderen Ansicht noch einmal - Aufnahmen vom 20.11.2011 - zu der Zeit war sie da noch . . . 




Und jetzt noch einmal der vermisste Kasten ... dieses Mal im im tiefen Schnee ...



Die Hecken trugen an diesem 11. Januar 2009 gegen 15:50 h dicke Schneekappen. In der untergehenden Sonne war das ein wunderschönes Schauspiel. So kann sogar Winter einmal schön sein! Wie im Bilderbuch und sogar nicht matschig-grau!




In den meisten Jahren lag im Januar kein Schnee, auch im November nicht, doch im Januar 2016 waren da zumindest Schneereste. Doch das folgende Bild stammt auch aus 2009!


Manchmal sieht selbst der Abfall dekorativ aus. ;-)


Und damit endet nun meine kleine winterliche Rundreise - mehr winterliche Bilder aus 2009 besitze ich nicht! In den Jahren danach wurde dann wohl die Kettensäge angelegt, denn wie Silke hier schreibt, wurden im Jahre 2011 gerade die großen Bäume gefällt.

2011 gibt es bei mir nur von August/September/November und Dezember Bilder. Kann sein, dass ich dann auch einmal Arbeiten an Bäumen fotografiert habe.  Es hatte sich in der Zeit ja vieles sehr verändert. Am meisten vermisste ich ein großes Rondell mit wunderbaren Rispen-Hortensien, die einfach ausgebuddelt und entsorgt wurden! Das werde ich wohl nie begreifen! ;-)

Zu den Rotlaubigen werde ich dann demnächst noch schreiben .... sofern nicht wieder etwas dazwischen kommt .... bislang habe ich aber alles Wesentliche immer noch gepostet.

Kommentare:

  1. Oh ja, an das Hortensien-Rondell kann ich mich auch noch gut erinnern. Meine Mutter wollte danach unbedingt auch so eine Rispenhortensie im Garten haben ;-) Schade, dass das entfernt wurde. Aber genauso erinnere ich mich an Zeiten, wo die riesigen Rhododendren gnadenlos gekappt wurden. So gesehen, war ich wohl auch häufiger dort, wenn es kein Ort der Stille war - zumal weiter hinten ja auch oft die Eisenbahn vorbeirattert.

    Tja, fotografieren auf Friedhöfen. Da sind mir Deine Bilder wirklich lieber.
    Bei uns gibt es nur zahlreiche Fotos vom noch leeren Urnengrab meines Großvaters am Tag der Trauerfeier. Und Fotos von anderen Gräbern gleich nach der Beisetzung aus der Familie meiner Großmutter. Das fand und finde ich noch immer sehr befremdlich. Aber meiner Großmutter waren diese Bilder viele Jahre sehr wichtig.
    Vor einigen Tagen waren wir auf einer Trauerfeier mit Urnenbeisetzung. Was ich schön fand, war der auf der Erde liegende kleine Blumenkranz, durch den die Urne beigesetzt wurde. Alle anderen Abschiedsgestecke, Kränze etc. aus der Trauerhalle hatten gar keinen Platz auf der Grabstelle. Da musste ich auch daran denken, dass sich die Verstorbene sicherlich zu Lebzeiten mehr über die Blumen gefreut hätte …
    LG Silke

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    1. Ja, ich glaube, darüber schrieben wir schon einmal. Das sah so wunderschön aus! An das Kappen der Rhododendren erinnere ich mich wiederum nicht. Wir waren wohl zu unterschiedlichen Zeiten dort.
      Stimmt schon - die Eisenbahn und auch vorn die Helmstedter Straße. Und doch, finde ich, hatte man, zumindest in früheren Jahren, als der Bewuchs noch dichter war, ein gewisses Gefühl der Stille.

      Früher haben wir auch nur die Gräber als solche fotografiert, irgendwann als das digitale Fotografieren aufkam, eigentlich ab 2009 - denn davor existieren keine digitalen Friedhofs-Fotos - ging es dann los, auch anderes abzulichten.

      Es war einfach so üblich, diese Bilder zu machen. Ich habe auch so meine Probleme, bei Trauerfeiern zu fotografieren. Irgendwie paßt das nicht. Das Gleiche gilt für mich übrigens auch für eine Geburt! Das sind die intimsten Dinge, die andere Menschen nichts angehen und die man nicht mit der Welt teilt! - Aber bei uns war es damals auch so üblich, den Sarg mit Blumenschmuck und später das Grab abzulichten.

      Diese Gedanken kommen mir auch immer in den Sinn - auch bei einigen Gräbern, wo ich mich frage, ob diejenigen zu Lebzeiten genauso viel für denjenigen "übrig" hatten, wie nach seinem Tode, wenn die Gräber opulent geschmückt werden. ;-)

      Liebe Grüße
      Sara

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  2. Hallo Sara,
    ich war erschrocken, als ich Dein Titelbild sah. Schnee mag ich nämlich gar nicht und zuerst dachte ich, es hätte bei Euch so viel geschneit. Dann habe ich weitergelesen und - zum Glück - zeigst Du alte Aufnahmen von 2009.
    Deine Winterbilder sind sehr stimmungsvoll und auf jeden Fall wert, hier gezeigt zu werden.
    Liebe Grüße von Ingrid

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    1. Das glaube ich, liebe Ingrid. ;-) ;o) War nicht meine Absicht - ich wollte nur kein typisches Friedhofsbild an die erste Stelle setzen ... und ich schrieb ja auch von Januar 2009. Diesen Post werde ich später auch unter 2009 paßgenau einsortieren, denn da gehört er hin.
      Wir hatten heute Rauhreif, was sehr schön aussah und Nebel. Schnee gibt es bei uns noch nicht. Bin auch nicht traurig drum.
      Danke und liebe Grüße
      Sara

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    2. @ Sara
      Ja, heute war es in Eurer Gegend gegen Mittag bei -1°C zauberhaft. Wir fuhren über SZ nach WF und dort war es teils neblig, etwas kam die Sonne durch, und alle Bäume & Felder hatten Rauhreif. Ich überlegte einen Moment lang, ob ich aus dem Auto heraus die noch teils belaubten Straßenränder fotografieren sollte. Im Nachhinein ist es schade, dass ich es nicht gemacht habe. Denn solche herbstlichen Winterstimmungen gibt es recht selten.
      LG Silke

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    3. Das geht mir manchmal auch so, denn gerade an den Straßenrändern sieht es manchmal sehr reizvoll aus. Doch nicht überall kann man gut halten und einen Unfall will ich nicht riskieren.

      Liebe Grüße

      Sara

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    4. Ich war auf dem Weg nach WF ja nur Beifahrer. Aber irgendwie war ich da noch nicht so richtig in Fotolaune. Das kam erst später in BS, aber da arbeite ich noch an der Fotoauswahl ;-)

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  3. Liebe Sara,
    an diesen Winter kann ich mich ebenfalls noch gut erinnern, auch an die Freude meiner Mädchen (für Kinder ist Winter eben doch eine große Lust)!
    Meinen ersten Schneeeinbruch habe ich ja bereits geteilt, ihr hattet gar nichts - so weit seit ihr doch gar nicht weg. Und dieses Jahr soll es wieder kalt werden, na da bin ich ja mal gespannt.
    Friedhöfe mag ich auch sehr gerne, das nächste Mal nehme ich auch eine Kamera mit, wenn ich bei meinem Vater bin. Allerdings liegt er unter einer großen grünen Wiese in Soltau auf dem Waldfriedhof, aber Motive werde ich da schon finden :)
    Die Licht- und Schattenbilder gefallen mir ganz besonders gut, harmonisch und ausdrucksstark!
    Ein schönes Wochenende und liebe Grüße
    Kirsi

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    1. Das ist wohl wahr, liebe Kirsi. Meine haben das auch immer geliebt. :-) Aber auch ich fand speziell diesen Winter sehr schön, obwohl ich kein Winterkind bin. Es war der erste Winter seit 1978/79, der so kalt war und wo es genausoviel Schnee hatte - dazu diese langen Eiszapfen, auch an unserem damaligen Haus. Alles sah so märchenhaft aus. Wie im Bilderbuch. Ich fand damals sogar, daß dieser Winter heilende Kräfte besaß. Sicher für mich ganz persönlich, denn ich war im Jahr zuvor sehr krank und gerade von einer OP genesen. Damals begann ich auch mit diesen Blogs hier bei Blogger, als ich das Haus zunächst nicht verlassen konnte.

      Na, ich bin auch gespannt. Einen Märchenwinter gerne mal, aber keinen Griesel-Grau-Schneematsch-Winter. ;-) Regen ist ja auch nicht das Wahre oder gar Eisregen.

      Bestimmt wirst Du Motive finden. Vielleicht gehe ich im Winter auch noch einmal hin, wenn es wirklich schneien sollte .... besonders vor Sonnenuntergang ist eine gute Zeit. Die Lichtreflexe im Schnee sind wunderschön. Damals habe ich noch nicht sehr viele Bilder gemacht. Heute wäre das wohl anders. ;-)

      Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
      Sara

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  4. In dem schneereichen Winter, liebe Sara, war ich im KLG und in der Stadt unterwegs. Bis zum Friedhof bin ich nicht gekommen, obwohl ich gerne auf - alten - Friedhöfen bin. Ja, das mit den Schnäppchenjägern auf den Friedhöfen ist schon schlimm. Dass die Diebe sich nicht schämen! Aber die holen nachts auch Blumenkübel vor der Haustür weg. Dein Post hat mich angeregt, auch mal, wenn wir Schnee haben, über den Friedhof zu gehen. Da wüßte ich schon einige Motive. Ein schönes Wochenende und liebe Grüße, Edith

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  5. Liebe Edith, es war damals auch wirklich sehr kalt. Aber das hatte mich gerade gereizt, dort Aufnahmen zu machen. Vielleicht hast Du ja in diesem Jahr auch Glück mit dem Schnee und kannst dort fotografieren.

    Liebe Grüße
    Sara

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