Dienstag, 16. Mai 2017

Unkraut - Unkraut - Unkraut



In den letzten Posts schwärmte ich noch von meinen schönen Tulpen, von Neuzugängen im Garten und wollte jetzt eigentlich über die weiteren Neuzugänge berichten.
Doch dann ereilte mich am Muttertag ein  Hexenschuss und ich war erst einmal lahmgelegt.
Als ich gestern dann wieder vorsichtig eine Gartenrunde drehte, war ich erschrocken, was sich in der kurzen Zeit getan hatte ...
Auch diese Bilder müssen hier dokumentiert werden und sei es, um mir später eine Hilfe zu sein, wenn ich den Garten zum Mond schießen werde. ;-) Denn man hängt normalerweise ja doch an dem, was man da geschaffen hat!



Der Ginster steht in voller Blütenpracht - ja .... aaaber ....
unterhalb des Ginsters sieht es böse aus!  Das Leimkraut hat es an diesem zu dunkel werdenden Platz einfach nicht mehr ausgehalten, es ist verschwunden und wenn der Ehrenpreis 'Knallblau' nicht das selbe Schicksal erleiden soll, werde ich ihn schleunigst ausgraben und woanders hinpflanzen müssen. Und so langsam wird der Platz dann doch eng .... wenn ich nicht den gesamten Garten zupflastern will. Denn wir wollen das Gefühl der Park-Atmosphäre erhalten, dazu gehören unweigerlich Rasenflächen, welcher bei uns aus Wiese und zahlreichen Wildkräutern neben den paar Gräsern besteht.



Auch neben dem Ginster, ums Zaun-Eck herum, wo der weiße Flieder seinen Platz hat, schaut es derzeit wüst aus. Dieser schwere Boden ist schwer zu bearbeiten. Es sprießen viele Ackerwildkräuter, die ich im Garten nicht haben möchte! Und das mit einer Affengeschwindigkeit! Eben gejätet, schon sind sie wieder da!


Überhaupt frage ich mich so langsam, ob das mit dem Ginster so eine gute Idee war ... er ist schön, ja, wenn er blüht, doch die Blüte währt nur kurze Zeit und so richtig dicht wird der Zaun durch ihn an dieser Stelle auch nicht. Vielleicht wäre ein weiterer Kirschlorbeer doch die bessere Wahl? Auch für den optischen Eindruck?? So wie es jetzt aussieht, wirkt es mit dem  Unterbewuchs ziemlich zerfahren, was sicher auch daran liegt, dass einmal wieder gejätet werden muß.

Seltsamerweise will der Knoblauch, den ich an einigen Stellen des Gartens in den Boden steckte, speziell in diesem Garten nie blühen. Ich mochte immer so gern die Samen auf Butterbrot. Woran das nur liegen mag???? Stattdessen knicken seine Halme in alle Himmelsrichtungen - ein sehr unschönes Bild!


Einmal unter den Strauch gezoomt - auch Nigella Sativa haben sich hier angesiedelt - denn sonst soll nur das Vinca minor hier noch den Bodenbewuchs bilden.



Die zugewucherte Rasenkante beim Zaun ...



Die lilienblütige Tulpe ist inzwischen auch verblüht - in diesem Jahr hatte ich allerdings länger etwas von der Tulpenblüte - doch wenn sie dann so darniederliegen, wirkt das doch sehr unschön!
Zur Zeit mag ich meinen Garten deshalb am liebsten nicht betreten, zumal ich gerade nicht viel darin tun kann!


In der Apfelbaumscheibe wuchert es ... Mohn wächst darin, was er eigentlich nicht soll, zwischen dem Polsterphlox hat sich Hornkraut ausgebreitet.
Den Mohn werde ich der schönen Blüten wegen wohl eine Weile stehen lassen, doch eigentlich soll an dieser Stelle der Polsterphlox das Bild dominieren und kein Grünes Wirrwarr! Später kommt dann noch die zarte Blüte der kleinblütigen  niedrigen zweifarbigen Rosen hinzu, die in der Baumscheibe noch stehen.

Wenn der Mohn erst blüht, werden seine Blüten von dem Durcheinander hoffentlich ablenken, und vielleicht schaffe ich es ja bald, das Hornkraut aus dem Phlox zu entfernen und ein wenig Ordnung hineinzubringen . . .



Die 'Spring Green' sahen so aus, bevor sie ihre Blütenblätter fallen ließen - einen Tag später war es bereits mit der Pracht vorbei. Nach einem Starkregenfall von 30 Litern pro Quadratmeter.
Da als Beetbegrenzung hier der Lavendel wächst, passt es mit den Tulpen inzwischen nicht mehr so gut und ich werde sie wohl herausnehmen und an einen anderen Ort setzen, dieses Mal im Tuff. Da diese Sorte nicht ganz so standstabil ist!


Und einmal ins Beet gezoomt ... hier wächst einfach alles, neben glatter Petersilie der Lavendel, Nachtviolen, Margeriten, Rosen .... die Vergissmeinnicht werden bald verblühen, dann kann ich sie entfernen  . . . doch so wie es derzeit aussieht, ist es ein Bild zum Weinen. ;-)



Jämmerlich stehen die Tulpen 'Foxtrott' da - gestern habe ich ihre traurigen Köpfe abgeschnitten! Doch sie werden an dieser Stelle bleiben, denn dieses Tulpenrund unterhalb der dunklen Tulpenmagnolie möchte ich nicht missen und nehme eine  Zeitlang das unschöne Aussehen an dieser Stelle eben in Kauf. Und den Gartenschlauch, der da liegen blieb, darf man sich auch gerne wegdenken. ;-) :-)




Ganz hinten am Zaun, wo die zweite Waldmeister-Fläche gedeiht - unterhalb des Ahorn-Baumes wächst nun vieles auch wild durcheinander. Was wird sich an dieser Stelle behaupten? Der Waldmeister, das Salomonssiegel oder auch der Wunderlauch? Eigentlich möchte ich auf keine dieser Gewächse verzichten .... Pflanzensammler unter Euch kennen das!  Aber dekorativ geht anders. Zu allem Überfluss mischt sich dann der Giersch hier auch noch drunter, wenn auch nicht so schlimm wie im anderen Waldmeisterfeld, welches neben dem Gartenhaus seinen Platz hat.


Unterhalb des Holunders erstreckt sich ganz hinten am Zaun das zweite Waldmeisterfeld, dass vor lauter Giersch kaum zu erkennen ist. Auch hier hinten sind wieder einige Verschönerungsarbeiten notwendig. Es wäre mir lieber, wenn hier Bodendecker wachsen würden, die unbehelligt von Giersch und anderen unschönen Einflüssen gedeihen würden. Doch das bleibt wohl der Wunschtraum der meisten Gärtner.



Zu allem Überfluss dann die Frostschäden .... der Ginkgo macht noch keine Anstalten, neu auszutreiben


Doch Reineclauden wird es, wie es aussieht, in Hülle und Fülle geben, und auch der kleine Sauerkirschbaum bildete bereits Mini-Früchte aus. Und selbst der verloren geglaubte kleine Walnußbaum im Vorgarten treibt nun endlich neue Blätter, nachdem die ersten Ansätze erfroren waren.



Doch Positives gibt es auch zu vermelden - mein Mann bot inzwischen von sich aus an, einen "kleinen" Kompost nur für Grünzeug auf der anderen Seite des Gartenhauses zu errichten, unterhalb des Holunderbaumes. Hier haben wir zunächst nun einen Auffangbehälter für dieses Grünmaterial aufgestellt. Demnächst wird er ein fertiges Metall-Silo besorgen und dann brauchen wir nicht mehr ganz so viel von der wertvollen Biomasse zu entsorgen! Es tat mir immer sehr leid um das viele wertvolle Material!
Im Garten war zwar ein - großes - Kompostsilo vorhanden, doch an der Stelle, wo es stand, auf der anderen Seite neben dem Gartenhaus, ist absolut kein Platz dafür, um es zu bewirtschaften. Zudem geht "richtiger" Kompost, auf den auch Küchenabfälle kommen, in diesem Garten nicht, weil sich oberhalb Fenster des Nachbarhauses befinden. Feine Nasen empfinden diese Gerüche als sehr unangenehm und zwar auch dann, wenn Urgesteinsmehl oder Ähnliches darüber gegeben wird! Das würde mir - ganz ehrlich - nicht anders gehen, wenn ich oberhalb eines Komposts mein Schlafzimmerfenster hätte!


Es gibt also viel zu tun in nächster Zeit ..... ;-) Ihr wisst nun also, womit ich meine freie Zeit demnächst und wo ich sie verbringe. 

PS: Die Labels, die ich eine Zeitlang auf einer separaten Seite ausgelagert hatte, habe ich inzwischen wieder ganz unten rechts auf der Startsite meines Blogs integriert. Ich werde ohnehin in absehbarer Zeit zu Wordpress wechseln, da ist es nun auch gleichgültig, wenn dadurch evt. minimale Funktionseinbußen entstehen, denn der Blog funktioniert eh nicht mehr so wie er soll durch Bloggers https und http-Mix. ;-)