Donnerstag, 17. August 2017

Stare - Von diesem Holunder werde ich wohl nicht mehr viel ernten ...




Als ich heute ein bisschen im Garten jäten und meine gerade angekommenen Balsamkräuter (keine Werbung!) in die Erde setzen wollte, traute ich meinen Augen kaum. Aus dem Holunder erhob sich ein gewaltiger Schwarm Stare. Schätzungsweise wenigstens 60, wenn nicht mehr! - Vom Haus aus hatte ich davon leider nichts wahrgenommen. Derzeit halten wir möglichst alles geschlossen, zum einen wegen der zahllosen Mücken, zum anderen wegen der Wärme, denn es soll einigermaßen kühl im Haus bleiben.

Als ich weiter in Richtung Garten lief, erhob sich noch ein Nachschlag Stare von ca. 20 Exemplaren.

Wie schade, ich hätte davon so gerne Aufnahmen gemacht! Doch bis ich hinten im Garten angekommen bin, haben die Vögel mich längst gewittert.
Damals - im Waldgarten - war das deutlich anders - da ließen die Stare sich vor ihrem Abflug in den Süden unweit von der geschützt liegenden Terrasse auf der hohen Atlas-Zeder nieder, so daß ich sie problemlos im Auge behalten konnte.

Hier ist in einem Video aber zu sehen, wie die Stare sich über den Holunder hermachen.

Die Fotos wurde bereits am 28.7. nachmittags aufgenommen. Überall hängen nur noch vereinzelt Beeren in den Dolden. So etwas habe ich auch noch nicht erlebt!
Das war heute ein regelrechter "Überfall"! ;-) ;o)


Kommentare:

  1. Puhhh, na hoffentlich finden die meinen Holler nicht auch. Ich freue mich so, daß seit Jahren das erste mal wieder Beeren dran hängen. Ich habe alles zusammen, um wieder Saft zu machen. Die letzten Jahre gab es null Ernte, da alle Beeren kommplett am Strauch im grünen Zustand vertrocknet und verbrannt sind. Die werden mir wohl ein paar übrig lassen.... oder sie trauen sich hier ins Dorf nicht rein? Mal sehen. Wolltest du denn welche ernten? Im Video habe ich gerade gesehen, daß es wirklich unfassbar tolle Beeren waren. So dick sind unsere nicht und werden es auch nicht mehr. Sicher schmecken sie dann den Staren gar nicht.....

    Wünsche ein schönes Wochenende, liebe Grüße Achim

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    1. Hallo Achim,
      ich glaube, das täuscht mit der Beerengröße. Das Video ist aber nicht von mir! Ich konnte ja leider nichts aufnehmen, die Vögel waren zu schnell weg. Doch ich wundere mich schon eine ganze Weile, denn so etwas hatten wir noch nie, seit wir diesen Garten bewohnen.
      Unbedingt wollte ich aber auch keine ernten. Ich habe derzeit noch zu viel anderes um die Ohren, als daß ich den Nerv dazu hätte, Saft oder ähnliches daraus herzustellen. Außerdem ist das inzwischen ein höherer Baum, da muß man erst einmal heranreichen. Die Stare freut es. ;-) Ich hätte sie nur gern aus der Nähe abgelichtet. Schade!

      Ich wünsche Dir Starenfreiheit! Es muß ja nicht sein, daß sie Deinen Garten auch heimsuchen. Hier hat es auch unglaublich viele Mücken - in diesem Jahr ist mal wieder alles ganz anders. ;-)

      Liebe Grüße, Dir auch ein schönes Wochenende!
      Sara

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    2. Na dann haben die Stare wenigstens was zum Essen, wenn du ihn eh nicht erntest. Die brauchen ja Kraft für die Reise.

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    3. Die Sträucher meiner Mutter sind inzwischen auch zu hoch zum Ernten. Daher verbinde ich das Ernten dann oftmals mit dem Formschnitt - ab mit dem Ast und dann ganz bequem am Boden pflücken ;-)

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  2. Hallo Sara,
    es ist schon schade, wenn einem die Vögel so alles wegfuttern...Aber Du wolltest/ konntest eh nicht ernten, das haben sie vielleicht geahnt...
    Bei uns haben sich die unterschiedlichsten Vorgelarten zuerst über die Früchte der Felsenbirne hergemacht. Aber das ist jedes Jahr das Gleiche. Das ist inzwischen so "eine Art Absprache" - sie die Felsenbirnenfrüchte, ich die Johannisbeeren und die Trauben...Aber in diesem Jahr war wohl nichts mit "Übereinkunft"...von den Speisetrauben habe ich gerade mal zwei Hände voll ernten können...alles andere haben sich die Vögel geholt...Na, wenn sie dann auch die Maden und die Raupen der Schädlinge verspeisen, soll es mir Recht sein...vertreiben werde ich sie jedenfalls nicht! Dafür mag ich sie zu sehr und erfreue mich immer wieder an ihrem Gezwitschere...

    Alles Liebe
    Heidi

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    1. Das ist schon schade, liebe Heidi, aber so viel Holunder hätte ich eh nicht ernten können. Es ist inzwischen ein mächtiger Baum geworden. Hätte ich jedoch die weiter unten hängenden Dolden ernten wollen, gerade diese sind auch großteils abgefressen worden. Aber wie auch immer, ich komme wohl nicht mehr dazu und ich gönne es den Staren von ganzen Herzen. Sie sind so ein schöner Anblick und so nützliche Tiere!

      Das finde ich ja putzig mit dieser "geheimen Absprache"! :-) Aber so etwas kenne ich auch. :-)
      Vielleicht haben die Vögel in diesem Jahr anderweitig Mangel, daß sie in die Gärten einfallen. Irgendeinen Grund hat es immer. Ich erinnere mich an Geschichten aus dem Amerika des vorigen Jahrhunderts, als auch Stare und Drosseln ganze Ernten vernichteten ...
      Wir brauchen die Vögel und es gibt ohnehin von einigen Arten schon viel zu wenige.

      Liebe Grüße und einen schönen Sonntagabend!
      Sara

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    2. Das liegt bestimmt an den Spätfrösten, dass der Tisch in der Natur in diesem Jahr nicht so reich wie sonst gedeckt ist und sie eher in Siedlungsgärten einfallen ...

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  3. Liebe Sara,
    ja, das kann passieren, bei uns kam der Holler erst gar nicht soweit, da der Frost sein übriges dazu getan hatte ....Ich freue mich aber auch über jeden Vogel, der noch erscheint, zumal es immer weniger werden ...
    Ich wünsche Dir einen schönen Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße,Claudia ♥

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    1. Wie schade, liebe Claudia! Der Frost hat unserem Holunder nicht geschadet. Es ist halt auch schon ein mächtiger Baum geworden.
      Ich freue mich auch über jeden Vogel!

      Liebe Grüße, einen schönen Sonntagabend!
      Sara

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  4. Ohje das ist natürlich ärgerlich, dass Euer Holunder so geplündert wird. Unsere Beeren brauchen noch ein wenig, sie sind noch nicht komplett schwarz, hoffentlich werden sie ein wenig verschont.

    Ich bin es allerdings gewohnt, dass die Vögel viele Beeren wegfuttern, besonders beliebt sind die Früchte der Felsenbirne. Wenn sie mir als kleine Gegenleistung dafür auch die Nacktschnecken wegfuttern, will ich mall nicht so sein, hihi ...

    Liebe Grüße
    von Anke

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    1. Ist aber nicht so schlimm, liebe Anke, weil ich so viel Holunder, wie da auf dem Baum wächst, nie im Leben verwerten könnte. Und ich komme wohl leider auch nicht mehr dazu, wenigstens einige der Beeren zu ernten. ;-) Insofern gönne ich es den Vögeln und sie können meinetwegen alles wegfuttern. Mir fiel es nur auf, weil es in dieser Form bei uns noch nie passierte.

      Liebe Grüße und einen schönen Sonntagabend!
      Sara

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  5. Liebe Sara,
    zuerst noch einmal ganz herzlichen Dank für Deine Bemühungen. Es ist wohl eine Schneebeere (oder eine Unterart), ich warte mal bis zum Herbst, ob sie denn dann auch diese Knallerbsen bekommt, dann weiß ich genau Bescheid.
    Eva schickte mir einen Link einer Baumschule da ist so eine Purpurbeere, die könnte es wohl auch sein.
    Vielleicht habe ich ja Glück und irgendeiner in der Gemeinde weiß doch etwas (ich hoffe meine Frage ist dort nicht in Vergessenheit geraten).

    Soooo viele Stare das muss wahrlich ein toller Anblick gewesen sein, vielleicht kommen sie ja nochmal wieder.

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende wünscht Dir
    Kirsi

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    1. Liebe Kirsi,
      ich habe gerade die Schneebeeren, die ich heute sah, in meinen neuen Post gesetzt.
      Knallerbsen in dem Sinne werden das nicht sein, diese Beeren sind viel kleiner. Ob sie auch knallen, weiß ich daher nicht. Die Großen tun es auf jeden Fall.

      Schade, daß ich nicht viel von den Staren sah, nur den Schwarm, als er gerade abhob und einige weitere sich danach rasch erhoben. ;-) Ich hätte sie gern alle auf dem Baum sitzen sehen. Leider kam ich zu spät. Vom Haus aus ist das bei uns nicht mitzukriegen im Vorfeld ... Aber ich werde demnächst, wenn ich den Garten betrete, klüger sein. ;-) ;o)

      Liebe Grüße und noch einen schönen Sonntagabend!
      Sara

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  6. Hallo Sara,
    wenn es ginge, dann könntest Du die Stare zu uns in den Pfälzerwald schicken. Hier hängen die Holundersträucher voller Beeren und alle Stare könnten satt werden, ohne Deine Ernte zu gefährden.
    So ist Natur: Unberechenbar. Bei mir haben Amseln die Stachelbeeren geklaut. Mit viel Mühe konnte ich für mich eine Hand voller Beeren retten. Aber ich gönne es den Vögeln, denn sie haben es nicht leicht. Ihr Lebensraum schrumpft immer weiter und dann noch die wochenlange Dürre in den Monaten Mai und Juni.
    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende.
    Liebe Grüße von Ingrid

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    1. Liebe Ingrid,
      das würde ich gern tun, wenn das möglich wäre. ;-) :-)
      Wir hatten früher auch nie so viele Stare, zumindest in den letzten Jahren.
      Von meinen Stachelbeeren konnte ich einige ernten. Dafür haben sie die Kirschen verputzt. Ich war aber ohnehin nicht daheim. Mein Mann hat mir einige aufgehoben, so daß ich ein paar wenige verkosten konnte.
      Ich gönne es den Vögeln auch, wir sind auf sie angewiesen.

      Liebe Grüße und einen schönen Sonntagabend!
      Sara

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  7. Liebe Sara,
    Jaja, die Stare sind sehr frech.
    Wir hatten Mitte der 90er Jahren solch ein toller Pergola für unseren Trauben.
    Wo ich jedes mal mit einen vollen Eimer voller Unkraut entlang lief, bewunderte ich die Pracht and Früchte die bald reif sein würden.
    Aber auch die sind überfallen worden und es war kein einziger übrig für uns! Nur die nackten Ästchen... Also haben wir längst keine Trauben, Beeren oder sonstiges. Es ist zu peinlich an zu sehen, und nach soviel Arbeit.
    Ich habe auch nur zwei mal Holunderbeeren Marmelade machen können wo es noch möglich war. Die Vögel liessen sie uns noch.
    Ganz lieber Gruß zum Wochenende!
    Mariette

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    1. Liebe Mariette,
      sie werden sicherlich hungrig gewesen sein. Wer weiß, warum sie die Gärten aufsuchen, das muß Gründe haben. Jedes Jahr ist das bei uns jedenfalls nicht der Fall.

      Aber es kann schon ärgerlich sein, wenn man nach viel Mühe mit leeren Händen dasteht! Wie bei Dir mit den Trauben! Das Gleiche war ja sogar bei unseren Sauerkirschen. Nun trägt der Baum ohnehin noch nicht viel, da er noch jung ist. Und ich hätte nie gedacht, daß sie auch an saure Kirschen gehen! Denn im Waldgarten ging nicht ein einziger Vogel an den dortigen Sauerkirschbaum!
      Nun schützen wir das Bäumchen mit einem Netz, damit ich wenigstens ein paar Kirschen habe. In diesem Jahr war ich aber einige Wochen nicht zuhause, so daß ich sowieso keine Kirschen essen konnte. Mein Mann hat mir aber ein paar aufgehoben.

      Liebe Grüße in den Sonntag!
      Sara

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  8. Wenn Stare kommen, dann leider in Massen....ich kenne das aber bisher nur bei Kirschbäumen, die nach so einem Überfall keine Kirschen mehr am Baum hatten. Dabei ist der Holunder noch nicht mal reif......
    LG Sigrun

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    1. Dann reift bei Euch der Holunder aber spät! Bei uns ist er schon reif, das hier sind ältere Fotos.

      Liebe Grüße
      Sara

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  9. Ich habe das zwar noch nicht erlebt, obwohl die Stare sich abends bei unserem Nachbarn im alten Wallnußbaum versammeln - unsere Sträucher sind wohl auch nach über 20 Jahren noch zu klein :-( Aber meine Mutter hatte mir davon erzählt, wie sie vor einigen Jahren im Vorgarten binnen weniger Minuten den Holunder geplündert hatten. Daher sind wir immer im Zwiespalt, ob wir ernten sollten oder ob der Fruchtertrag für die Tiere am Strauch bleiben sollte …
    LG Silke, die jetzt aber eher im Katzenkinderfieber ist, nicht zum Posten kommt, da der Laptop überquillt, aber zumindest noch einiges zu Deinem Kommentar geschrieben hat ;-)

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    1. Das habe ich auch noch nie erlebt - bisher trugen die Holunder im Umkreis immer üppig, so weit ich mich erinnern kann! Jetzt sind die restlichen Beeren an den Dolden oft schon vertrocknet. Wahrscheinlich wurden sie angepiekst. Aber der Holunder ist eh zu hoch und er soll auch ziemlich hoch bleiben - ein guter Sichtschutz gegen das dahinter stehende Haus. ;-) Denn sonst könnten wir es auch so handhaben, wie Du weiter oben geschrieben hast und wie wir es jetzt auch mit dem Pflaumenbaum tun, denn der soll nicht allzu hoch werden. Da werden dann ganze Äste rausgeschnitten, soweit die Rose 'Lykkefund' noch guten Halt im Baum hat.
      Bei uns wachsen die Bäume "wie auf Hefe" ;-) - so war das in unseren bisherigen Gärten auch nie, aber das hier ist überaus fruchtbarer ehemaliger Ackerboden. Darin gedeiht eigentlich alles recht prächtig.

      Ja, da hast Du, habt Ihr nun Euer Tun! Bis die Kleinen groß und "vernünftig" sind, vergeht schon so einige Zeit - aber die Zeit will man schließlich auch genießen.
      Bin gespannt, wenn Du später die ersten Bilder zeigst.

      Liebe Grüße und viel Freude mit den Kleinen!
      Sara

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