Freitag, 13. Oktober 2017

­čśÄKein Bock auf Garten ­čśü




Oder h├Ątte ich lieber "keine Zeit f├╝r Garten" schreiben sollen?

Und auch wenn der heutige Titel etwas irritierend klingen mag, h├Ątte ich gestern am liebsten alles hingeschmissen,  als ich diese schrecklichen rosa Wurzelkn├Ąuel des Gilbweiderichs aus der Erde am nun dicht bewachsenen Zaun entfernen musste. Denn so gerne ich diese Pflanze auch habe, hier war sie in diesem Sommer ausgeufert und Wochen, ja Monate konnte ich wegen massiver M├╝ckenangriffe im Garten nichts tun. Jetzt hatte ich das Malheur ... es erging mir wie der G├Ąrtnerin aus dem G├Ąrtnerblog, einem der ersten Gartenblogs, also DEM Gartenblog ├╝berhaupt, nebenbei bemerkt...

In diesem Jahr habe ich wegen meiner langen Abwesenheit den Gilbweiderich nicht bl├╝hen gesehen - das obige Bild stammt daher aus dem Juni 2014!






Die Wurzeln, speziell die Wurzelabbruchst├╝cke, die sich ├╝berall beim Aufrechen verteilten, bekommt man kaum weg, vor allem nicht aus dem Wurzelwerk der dort wachsenden Str├Ąucher, daher werde ich den Gilbweiderich (Lysimachia) oder auch Goldfelberich wohl nicht ganz ausrotten k├Ânnen, zumindest aber von nun an versuchen, ihn im  Zaume zu halten.

In der Collage ist oben rechts ein Austrieb aus einer dieser Wurzeln zu erkennen.


So sieht es nach meiner Aktion in diesem Bereich nun aus - und wie gesagt, sind mit Sicherheit noch einige Wurzelst├╝cke im Boden vebrlieben. Es ist sehr schwierig, hinter die Wildrose und den Sommerflieder zu kriechen, um das Zeug aus der Erde zu bekommen! 

Oder wie handhabt Ihr so etwas? 

Ich kann mir schon vorstellen, wie einige Antworten lauten .... denn mancher wird solche Gew├Ąchse gar nicht erst zulassen! Ich wollte den Gilbweiderich aber. 2014 bl├╝hte er so sch├Ân! Und im Waldgarten wuchs der Gilbweiderich eher spartanisch.



Ich liebe diese bunten Dorf- Z├Ąune, wie diesen, den ich 2010 in unserem vorigen Wohnort aufnahm. Auch hier w├Ąchst der Gilbweiderich unmittelbar am Zaun, Strauchwerk dahinter oder daneben ...
Zu wild sollte es dennoch in meinem Garten am Zaun nicht wachsen! Einzig aus dem Grunde, weil das J├Ąten, das irgendwann erforderlich sein wird, sich zukompliziert gestaltet, wenn man sich  zwischen den Str├Ąuchern kaum bewegen kann.



Der  Gilbweiderich zeigte sich 2014 das erste Mal in unserem Garten und vermutlich wird es sich hierbei um den Punktierten Goldfelberich (Lysimachia punctata) handeln wegen der r├Âtlichen Mitte der Bl├╝ten, w├Ąhrend der Gilbweiderich des Waldgartens mit Sicherheit der Einfache (Lysimachia vulgaris) war. Es gibt jedoch zahlreiche Arten, so da├č ich den meinen nicht mit Sicherheit zu bestimmen vermag!


Der zu den Primelgew├Ąchsen (Primulaceae) z├Ąhlende Gilbweiderich soll urpspr├╝nglich aus der T├╝rkei stammen und ist eine altbekannte Heilpflanze, heute jedoch wohl kaum noch in Gebrauch. Ob dies auch f├╝r den Punktierten Gilbweiderich gilt, entzieht sich leider meiner Kenntnis.

Verwendung findet das bl├╝hende Kraut, welches Gerbstoffe, Kiesels├Ąure, Saponine und ├Ątherische ├ľle sowie viel Vitamin C enth├Ąlt und von Juni bis August gepfl├╝ckt wird. Man kann ihn als Gem├╝se essen oder einen Tee daraus trinken. Diese Angaben habe ich aus den verlinkten Seiten und ├╝bernehme daf├╝r keinerlei Gew├Ąhr! Bevor man Pflanzen zwecks Nahrung oder Heilung verwendet, sollte man sich 100 % sicher sein und notfalls einen Fachmann zu Rate  ziehen!


Mit der Nase an der Erde entdeckt es sich dann so manches Tierchen, wie diesen Weberknecht - leider f├Ąngt man sich auch so manches ein, wie die kleine Zecke, die mir hinterher ├╝ber dem rechten Auge sa├č! Zum Gl├╝ck konnte ich sie gleich entfernen.
In unserem Garten gibt es kein Zeckenproblem, doch vereinzelt habe ich auch hier - vielleicht insgesamt 3 x in den 5 Jahren - auch schon einmal eine Zecke aufgeschnappt.


Um noch einmal auf den Titel meines heutigen Posts zur├╝ckzukommen .... Arti bewog mich mit ihrem Kommentar dazu, denn sie hat vollkommen recht ... und ich h├Âre es ja im eigenen Umfeld immer wieder:  "Keine Lust auf so viel Gartenarbeit!" "Keine Zeit!" "Zu viel Arbeit!" "Diese viele Arbeit!" (Letzteren Ausspruch h├Ârte ich mehrfach von unseren Vorg├Ąngern, obwohl die sich doch gar nicht so viel Arbeit mit dem Garten gemacht haben, wie wir es hier tun!

Arbeit ist eine Definitionsfrage bzw. wie gestalte ich mein Leben, welchen Dingen r├Ąume ich oberste Priorit├Ąt ein, welchen Dingen WILL ich obere Priorit├Ąt einr├Ąumen? Was ist mir wirklich wichtig!

Den einen mag t├Ągliches Grillen im Garten mit langen Sitz-Sessions und der entsprechenden stundenlangen Kommunikation  mit Nachbarn oder Bekannten wichtiger sein, wobei - wenn man diese Kommunikation einmal analysieren w├╝rde - liefe dies auf eine ewiggleiche Abfolge von sich wiederholenden S├Ątzen hinaus. Doch es steht mir nicht zu, dar├╝ber zu urteilen, es ist lediglich eine Feststellung!
Anderen sind viel Erwerbsarbeit mit ├ťberstunden wichtig, um sich teure und h├Ąufige Fernreisen leisten zu k├Ânnen neben all den anderen 'dringend notwendigen' Status-Symbolen. Denn wer hat schon so  viel Geld, wenn er nicht gerade geerbt hat oder so wohlhabend ist, um sich diese Reisen problemlos und ohne das ganze Jahr ├╝ber daf├╝r rackern zu m├╝ssen, zu g├Ânnen? Das sieht dann so aus, da├č die Lebensqualit├Ąt die ├╝brige Zeit des Jahres weitgehend gedrosselt wird - mit Tunnelblick wird "geschafft", wie man das so nennt  und dann - endlich der ersehnte  Urlaub und erst im Urlaub wird endlich "richtig" gelebt, zwei Wochen lang ... bevor die endlose M├╝hle des Malochens (und Klagens dar├╝ber!) weitergeht.... ;-)

W├Ąhrend Menschen wie wir versuchen, t├Ąglich 'richtig' zu leben ... unter anderem auch im Garten! 

Daf├╝r verwandeln sie ihre G├Ąrten lieber in Steinw├╝sten, denn in dem Falle wird der Garten zur zus├Ątzlichen Belastung. Wieder andere gestalten ihre Freizeit lieber anderswo als daheim, z.B. beim Sport, bei Aktivit├Ąten in der Natur (was ich einerseits durchaus verstehen kann, da ich selber gern in der Natur aktiv bin - und zwar au├čerhalb des Gartens!)

M├Âglichkeiten, sein Leben zu gestalten, gibt es unendlich ... selbst wenn man sich ehrenamtlich bet├Ątigt ...

F├╝r mich war Garten immer ein St├╝ck nat├╝rlicher Lebensraum, in dem ich abschalten und entspannen kann - ohne die Hektik und den Krach der Welt ... ein Refugium ...

Seht selbst ... gestern aufgenommen ... im Vordergrund die Hortensie 'Limelight' - im Hintergrund gl├Ąnzt der Gartenspiegel ...





PS:
Im Titel heute auch Smileys ...  darauf brachte mich Ursula/Elderbeary mit ihren sch├Ânen Ahornbl├Ąttern. Meine Tastatur des Computers (Windows 10) gibt das leider nicht her, auch per Klick, woraufhin die Zeichentabelle aufklappt, funktioniert das bei meinem Computer nicht. Mit dem Smartphone ist das jedoch kein Problem und so habe ich die Smiley mit diesem auch eingef├╝gt.

Ich nehme an, moderne Tablets oder Notebooks k├Ânnen ebenfalls diese Smileys
bzw. moderne Tastaturen haben sogar eine Smiley-Taste eingebaut? Denn was das betrifft, ich benutze eine ganz gew├Âhnliche "althergebrachte" Tastatur f├╝r meinen Windows-Computer.

. . . und auch heute wieder Smartphone-Fotos! 

Kommentare:

  1. Hallo Sara,
    Goldfelberich ist bekannt daf├╝r, dass er sich rasant ausbreitet und G├Ąrtner/innen zur Verzweiflung bringen kann. Deshalb habe ich sehr darauf geachtet, ihn niemals bei mir wachsen zu lassen. Jedoch haben Staudensonnenblumen den gleichen Effekt und die haben sich unbemerkt in einer Gartenecke ausgebreitet. Obwohl, so ganz unbemerkt sind sie mit ihrer H├Âhe bis zu 2 Metern ja nicht. Jedenfalls habe ich diese Gartenecke gerodet und dabei kr├Ąftig geschwitzt und geflucht. Es kommen immer noch neue Triebe aus der Erde. Das hei├čt, ich habe nicht alle Rhizome erwischt.
    Man muss nicht st├Ąndig Lust auf Garten haben. Wir gehen manchmal auch tagelang nicht raus und machen stattdessen lieber Ausfl├╝ge. Dies ist mit ein Grund warum ich den Herbst liebe: Man muss nicht mehr t├Ąglich gie├čen.
    Liebe Gr├╝├če von Ingrid

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    1. Liebe Ingrid,
      ja da gibt es so einige Kandidaten, aber ich wollte ihn und nun mu├č ich sehen, da├č ich ihn k├╝nftig immer in Schach halte. Die Topinambur wachsen ├╝brigens auch bei mir, weil wir sie essen wollen.

      Ich denke auch, sooo viel Arbeit ist das auch wieder nicht, man darf sich eben nicht verr├╝ckt machen! Und reine Stein- bzw. Kiesg├Ąrten machen auch Arbeit, unangenehme aus meiner Sicht, da man dann auf den Knien auf spitzen Steinen auch das Unkraut herausj├Ąten mu├č.

      Stimmt, im Herbst mu├č man nicht mehr viel gie├čen. Allerdings brauchte ich das in diesem Sommer auch so gut wie nicht. Nur an der Terrasse die T├Âpfe, doch die brauchen im Winter schlie├člich auch Wasser, wenn auch deutlich weniger.

      Liebe Gr├╝├če
      Sara

      L├Âschen
  2. Da muss ich dir mal etwas erz├Ąhlen...in meinem ersten fr├Ąnkischen Garten hatte ich den Goldfelbrich und war daher gewarnt, was er anrichten kann. In Freiberg habe ich dann alles vermieden, ihn anzupflanzen oder mir schenken zu lassen. Was muss ich sagen....er wuchs dann trotzdem bei mir. Er war ein blinder Passagier von deiner Mauretanischen Malve. Aber unten am Hang hat mich das eher erfreut, als gest├Ârt. Nun...jetzt wird er allerdings gerodet sein...
    LG Sigrun

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    1. Tja, bei mir stellte er sich ja auch von allein ein. :-) Er will eben da hin, wo er hin will.
      Oh und dann noch von mir, na, das war keine Absicht! *lach*
      Aber bei mir kriege ich ihn eh nicht mehr weg, denn am Zaun sitzt er zwischen den Wurzeln der Geh├Âlze. Da mu├č ich nun mit leben und ihn immer mal ausrupfen, da wo ich ihn nicht haben will. So wird sein Wurzelwerk schlie├člich auch geschw├Ącht.

      Liebe Gr├╝├če
      Sara

      L├Âschen
  3. Da unter den B├╝schen ist doch ein guter Platz f├╝r den Goldfelberich. Der entwickelt einen dicken Teppich, so dass du dir dort das J├Ąten zuk├╝nftig sparen kannst.
    Ich habe ihn am Bach und rund um unseren Weidendom, wo er daf├╝r sorgt, dass es im Fr├╝hsommer h├╝bsch bl├╝ht, sich kein Unkraut breit macht und der Boden beschattet ist. Ich steche nur die Au├čenbereiche ab, wenn er zu weit ins offene Beet will und mag ihn ansonsten sehr!

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    1. Im Prinzip schon, doch dort soll ja noch anderes wachsen und das ├╝berwuchert er komplett. Ich m├Âchte gerne niedrige Bodendecker und dahinter die etwas h├Âheren Stauden. Aber gut, die Pflanzen tun nicht, was sie sollen oder wir Menschen uns w├╝nschen, daher mu├č unsereins dann ordnend eingreifen. Beim Gilbweiderich ist das doch eine ziemliche Arbeit. Da ist mir der Beinwell lieber, den ziehe ich bei feuchtem Boden einfach heraus, aber die r├Âtlichen Wurzeln des Gilbweiderichs leisten z├Ąhen Widerstand. Au├čerdem brechen sie in St├╝cke und wer wei├č, wo sich dann die n├Ąchste Pflanze breit mache.
      Dennoch wird er bleiben, zumal er sich bis an den Stamm der Geh├Âlze eingenistet hat. Aus deren Wurzelwerk kann ich ihn nie und nimmer entfernen. Nun wird er eben von mir mehr in Schach gehalten.

      An einem Bach stelle ich mir das sehr sch├Ân vor! Ausreichend Platz mu├č man haben ... im vorigen Garten, dem eigentlichen Waldgarten, wuchs er auch, dort gab es viel Platz f├╝r ihn.

      Viele Gr├╝├če
      Sara

      L├Âschen
  4. Liebe Sara,
    ich habe auch seit nun knapp 3 Jahren Goldfelberich in meinem Beet. wenn er verl├╝ht hat, wird gleich, bevor ich ihn abschneide, mindestens die H├Ąlfte herausgemacht, so bleibt es - bis jetzt - gut im Rahmen!
    Ich w├╝nsche Dir ein wundersch├Ânes Herbstsonnenwochenende!
    ♥ Allerliebste Gr├╝├če, Claudia ♥

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    1. So mu├č ich das k├╝nftig auch handhaben, liebe Claudia. In diesem Jahr war ich lange nicht daheim, da ist einiges im Garten ausgeufert, zumal es so feucht war und alles bestens wachsen konnte. ;-)

      Dir auch ein wundersch├Ânes Wochenende, das Wetter soll gut werden, wir hatten es heute schon sehr sch├Ân!

      Viele liebe Gr├╝├če
      Sara

      L├Âschen
  5. Liebe Sara,

    dass dich diese Arbeit mit dem "invasiven" Goldfelberich gestre├čt hat - und ├╝berhaupt, dass man irgendwann bei einem gro├čen Garten an den Punkt kommt, wo man am liebsten alles hinwerfen w├╝rde - das kann ich mir gut vorstellen ... es ist nat├╝rlich eine gro├če Freude, aber zugleich eben auch enorm viel Arbeit, und wenn man dann noch mehr Verpflichtungen hat und Dinge, um die man sich sorgt, dann kann es schon mal zuviel werden.

    Die Steing├Ąrten ..da bin ich ja auch sehr zwiegespalten. Manche finde ich einfach nur h├Ą├člich. Ich verstehe, wenn die Menschen "keine Zeit" f├╝r Gartenarbeit haben - d.h. sie ihre Zeit einfach lieber anderweitig verbringen wollen. Selbst hab ich soviel "um die Ohren", sowohl verpflichtende Arbeit, als auch private Interessen, Kontakte ..dass Gartenarbeit da nicht viel Raum einnehmen kann. Unser Garten bzw. der Gr├╝nraum rund ums Haus ist einigerma├čen "Selbstl├Ąufer", aber auch der will ab und zu geschnitten und einged├Ąmmt bzw. gepflegt werden. Ehrlich gesagt habe ich dazu oft auch keine Lust. Und zumindest alle zwei Jahre investieren wir in eine G├Ąrtnerin, die z. B. die riesenhohe Lebensbaumhecke schneidet und die vielen Bodendeckerrosen fachm├Ąnnisch runterschneidet, etc ...

    Ich w├╝nsche dir, dass deine Freude an der Gartenarbeit nicht grunds├Ątzlich getr├╝bt wird, und dazu ein rundum sch├Ânes Wochenende mit viel Sonne :)

    Ganz liebe Gr├╝├če
    Birgit

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    1. Liebe Birgit,
      wenn man ganztags berufst├Ątig ist und wom├Âglich ├ťberstunden machen mu├č, ist das schon sehr viel, zumal die beruflichen Anforderungen heute gestiegen sind und der Stresspegel ist viel h├Âher als in fr├╝heren Zeiten, durch unser gesamtes modernes Leben. Es ist nat├╝rlich eine Frage der Priorit├Ąten, was einem wichtiger ist. Wenn ich Garten"arbeit" nicht m├Âgen w├╝rde, h├Ątte ich mit Sicherheit keinen Garten. Ein Haus brauche ich nicht zwingend. Es gibt auch sch├Âne gro├če Wohnungen. F├╝r ich ist das G├Ąrtnern, wie ich es lieber nenne, eher eine Besch├Ąftigung, bei der ich die Natur noch intensiver beobachten kann. Mir w├╝rden so Kleinigkeiten,w├şe bestimmte K├Ąfer oder die eingekapselten Regenw├╝rmer als Beispiel wohl nie auffallen, wenn ich mich damit nicht besch├Ąftigen w├╝rde. Aber einiges an Arbeit ist echt schwer und wirklich auch viel, so da├č ich manchmal auch schon ├╝ber einen "G├Ąrtner" nachgedacht habe. Aber solche, die man sich leisten kann, sind keine gelernten G├Ąrtner und schneiden die Geh├Âlze oft nicht fachgerecht und in dem Sinne, wie man es gerne h├Ątte. Daher verzichten wir lieber darauf.

      Einen so hohen Lebensbaum zu schneiden, ist schon ein Akt! So eine hohe Leiter h├Ątten wir wohl auch nicht, da wir alles einigerma├čen niedrig halten und was zu hoch ist, da m├╝├čte tats├Ąchlich eine Firma mit ausfahrbarer Leiter ran, wie an die hohe Weide. - Ich hoffe, unsere Geh├Âlze am Zaun werden nicht zu hoch, denn das d├╝rfen sie in unserem Dorf nicht. Wenn ich sie j├Ąhrlich regelm├Ą├čig beschneide, passiert das sicher auch nicht. Aber man braucht nur einmal aus dem Tritt zu kommen und schon ufert das Wachstum aus ... Aber noch gebe ich die Hoffnung nicht auf, den Garten im Griff zu behalten. ;-)

      Fast immer hatte ich im Leben G├Ąrten und oft auch keine Zeit. Als meine 3 Kinder noch klein waren, blieb daf├╝r auch nur wenig Raum und vieles verwilderte. Ich habe das nicht so eng gesehen und zum Gl├╝ck hatten wir Nachbarn, die damit leben konnten. Was ja leider nicht immer der Fall ist.

      Ein Garten ist f├╝r mich nur ein Garten, wenn er einen gewissen Erholungswert hat, man sich darin entspannen kann, ohne auf dem Pr├Ąsentierteller zu stehen. Es gibt allerdings Zeitgenossen, die das scheinbar ganz anders empfinden. In der Nachbarschaft sind auch Menschen, die sich, wie es aussieht, auf einem "nackten" Grundst├╝ck, das alle voll einsehen k├Ânnen (es besteht praktisch nur aus Kies und Rasen), pudelwohl f├╝hlen. Doch was macht man auf solch einem Grundst├╝ck? Herumstehen ... auf der Terrasse sitzen ... und Unkraut zupfen ... F├╝r uns w├Ąre das nichts. Ich brauche ein Refugium ... sch├Ân bewachsen, lauschige Ecken, wo man f├╝r sich alleine sein kann, ohne st├Ąndig von Passanten angesprochen zuwerden. Ich neige eher zum wild-romantischen Garten. Nicht zu wild und ausufernd, aber doch nicht wie Klein-Versailles. ;-) :-) Und ich liebe die Pflanzen-Vielfalt. Wenn alles so wunderbar bl├╝ht ... all diese D├╝fte und nat├╝rlich die heilkr├Ąftigen Pflanzen, die ich ernte und verwende, da sie bei mir nicht mit Giften gespritzt werden.

      L├Âschen
    2. zu lang, der Kommentar. ;-) ;o)

      Wenn ich einmal nicht mehr in der Lage w├Ąre, den Garten einigerma├čen zu bewirtschaften, w├╝rde ich lieber in eine Wohnung ziehen. Ich wei├č aber von Leuten, die ihren Garten in diesem Fall ausbaggern lie├čen und daraus eine "W├╝ste" machten, weil sie nicht wegziehen wollten, aber keine Energie mehr f├╝r den Garten hatten. Das finde ich so unglaublich schade - all die sch├Ânen Pflanzen ... da werden ganze Oasen vernichtet!
      F├╝r mich ist so etwas lediglich noch ein Grundst├╝ck mit Wohnm├Âglichkeit, dann wohne ich lieber gleich in einer Etagen-Wohnung und ├╝bergebe das Haus an Menschen, die gern einen Garten beackern m├Âchten. So hat man insgesamt viel weniger um die Ohren im Alter. Sch├Âne Blumen, Geh├Âlze etc. kann ich mir auch in der Stadt anschauen ohne die Arbeit damit zu haben. Bleibt viel mehr Zeit f├╝r Kulturelles, Reisen ... die Sorgen mit H├Ąusern, Dachreparaturen und was mit den Jahren alles so anf├Ąllt, fallen auch weg. Und in unseren Parks ist es im Fr├╝hling/Sommer auch wundersch├Ân. In den letzten Jahren bin ich dort ├Âfter in der sch├Ânen Jahreszeit. Man begegnet immer netten Leuten - es ist nicht so einsam wie auf dem Dorf. Obwohl es hei├čt, dort kennt jeder jeden ... ;-) und man ist nicht mehr aufs Auto angewiesen! Was mit zunehmendem Alter immer wichtiger werden kann wegen der Augenerkrankungen, an denen der gr├Â├čte Teil der Menschen ab einem gewissen Alter leidet, die Computergeneration vermutlich noch eher.
      Und manchmal w├╝nschte ich mich dann tats├Ąchlich in eine dieser wundersch├Ânen Altbau-Stadtwohnungen. Allerdings sind die f├╝rs Alter wohl weniger geeignet, da meist ohne Fahrstuhl und mit vielen oftmals steilen Treppen. ;-)

      Aber warten wir's ab ... meine Gro├čmutter lebte bis ca. zu ihrem 75. Lebensjahr auf ihrem Grund und Boden, dann mochte sie nicht mehr und zog in eine Stadtwohnung ... so kann es gehen ... und da h├Ątte ich ja noch ein bisserl Zeit ;-) ;o)

      Ich w├╝nsche Dir auch ein wundersch├Ânes Wochenende mit viel Sonnenschein! Bei uns war es heute schon sehr sch├Ân und so kann es von mir aus noch lange bleiben! Goldener Oktober ...

      Viele liebe Gr├╝├če
      Sara

      L├Âschen
  6. Liebe Sara, ich habe im Grazer Garten schon einige Bekanntschaften mit sich unentwegt ausbreitenden Pflanzen gemacht und war sehr bedacht solche nicht auch in Salzburg zu haben. Im Garten gibt es ohnedies schon sehr viele Winden, denen man nicht Herr wird und die alles ├╝berwuchern.

    LG Kathrin

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    1. Ja, liebe Kathrin, es breiten sich viele Pflanzen aus, wenn man nicht aufpasst. Da m├╝├čte man sich extrem beschr├Ąnken, das will ich auch wieder nicht. Mein Garten soll naturnah sein, damit alles im ├Âkologischen Gleichgewicht bleibt und ich keine Gifte einsetzen mu├č. Daher geht es ohne Knochenarbeit eben doch nicht ab. Mal schauen, wie lange ich das noch mache. ;-) ;o)
      So schlimm ist es auch wieder nicht. Heute war ich im Garten und mu├č eigentlich nur noch eine kleine Fl├Ąche am Zaun ├Ąhnlich bearbeiten, doch dort sind es die Japan-Anemonen, die sich zu sehr ausbreiten. Auf sie m├Âchte ich aber auch nicht verzichten. Wenn alles in voller Bl├╝te steht, ist es doch ein prachtvoller Anblick, den inzwischen viele Leute bei uns bewundern. :-) Wen man an den nackten Garten denkt, der das vorher war.

      Liebe Gr├╝├če und bis bald!
      Sara

      L├Âschen
  7. Liebe Sara,
    f├╝r die "Farbe" klicke ich das 5. Symbol links vom Smilie an. Es ist das gro├če unterstrichene A, womit man die Schriftfarbe ver├Ąndern kann. Ich habe einen ganz normalen Laptop und arbeite noch mit Windows 7. Heute war es wirklich sehr angenehm, sich drau├čen aufzuhalten. Das habe ich genutzt und Blumenzwiebel gesteckt ;-)))
    Viele liebe Gr├╝├če
    Ursula

    AntwortenL├Âschen
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    1. Hmm, WO befindet sich denn das Smiley? Auf Deiner Tastatur? Bei mir gibt es da keines. W├Ąre interessant zu wissen! Ein Notebook habe ich auch, allerdings mit Win 10. Aber auch da sehe ich nirgendwo ein Smiley, daher ist es mir ein R├Ątsel, wo das sein soll?

      Ich habe ├╝berall noch keine virtuelle Tastatur, au├čer auf dem Tablet zus├Ątzlich, aber das l├Ąuft ebenfalls mit Windows 10 und hat auch keine Smileys. ;-) ;-)

      Und vor allem, wo findest Du denn das Ahornblatt?? Ich habe meine Smileys einfach per Smartphone eingef├╝gt. Die Sonderzeichen sind ja nur schwarz und werden bei mir auch nicht bunt und viel zu klein au├čerdem.

      Sch├Ân, da├č Du heute im Garten werkeln konntest!
      Drau├čen war ich auch, aber nur eine Weile im Garten, dann im KH bei meiner Mutter, sie mu├čte schlie├člich auch mal hinaus. Mal gucken, wie es morgen wird.

      Viele liebe Gr├╝├če
      Sara

      L├Âschen
    2. Also, ich habe es gerade noch einmal - wie unter diesem Link beschrieben - versucht - meintest Du das vielleicht?

      http://www.tastatur-taste.de/sonderzeichen-tastatur/

      Mit der 'charmap' - Eingabe klappt ja dann das Sonderzeichenfenster auf. Ich kann aber per Klick kein Sonderzeichen einf├╝gen, das geht nur, indem ich das Sonderzeichen, z.B. ein Smiley, in die Betreffzeile ziehe. Dort habe ich versucht, es nach Deiner Beschreibung einzuf├Ąrben, das klappt aber nicht. Farbe geht bei mir im Blogger-Editor nur im Texteditor, nicht jedoch in der ├ťberschriftzeile.

      Du kannst zaubern, liebe Ursula, anders kann ich mir das nicht erkl├Ąren *lach*
      Tja, WIE machst Du das nur??? Ich bin ratlos!

      L├Âschen
  8. Liebe Sara,

    Du schreibst mir aus der Seele - nicht zum ersten Mal. Mir geht es gerade sehr ├Ąhnlich. Ich verbringe viel Zeit neben der Arbeit bei meiner Mutter und im Krankenhaus und der Garten macht was er will. Meiner ist ja auch eher wildromantisch, so hin und wieder w├Ąre aber ein bisschen Arbeit ├╝ber Sommer gut gewesen, dann w├╝rde sich die Arbeit in Grenzen halten.. Ich hab kaum das m├Ąhen geschafft, auch weil es so viel geregnet hat. Mein Gem├╝sebeet ist wieder ziemlich verwildert, vorne bin ich inzwischen einmal rum, es m├╝ssen aber noch einige Zwiebeln versenkt werden.

    Irgendwie ist jedes Jahr was. Dieses Mal ist es aber besonders schlimm. Ich wei├č gar nicht, ob ich ├╝berhaupt mal so richtig Zeit und Ruhe hatte, um entweder einfach mal zu genie├čen oder doch zumindest ganz in Ruhe was im Garten zu arbeiten. Das erdet immer, finde ich - im wahrsten Sinne des Wortes. Aber nur, wenn einem nicht gleichzeitig die Arbeit ├╝ber den Kopf w├Ąchst.

    Ich hoffe, das stabilisiert sich alles mal wieder. Sowohl mit unseren M├╝ttern als auch mit den G├Ąrten...

    Einen sch├Ânen Sonntag w├╝nsche ich Dir !

    Ganz liebe Gr├╝├če von Birgit

    AntwortenL├Âschen
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    1. Liebe Birgit,
      das ist wirklich sehr stressig! Aber ich habe zum Gl├╝ck keinen Vollzeit-Arbeitstag, denn das stelle ich mir noch weitaus anstrengender vor mit t├Ąglichen Krankenhausbesuchen! Man geht ja auch nicht mal eben nach einer Viertelstunde wieder.

      Ich dachte auch, Du lebst nicht allein, kann denn Dein Mann nicht auch einen Teil der Gartenarbeit ├╝bernehmen? Meiner m├Ąht z.B. den Rasen, weil mir das mit unserem M├Ąher eh zu schwer w├Ąre. An K├Ârperkr├Ąften mangelt es zwar nicht, aber ich darf es aus medizinischen Gr├╝nden leider nicht! So sind eben auch die Herren der Sch├Âpfung gefragt, sich zu beteiligen, da bestehe ich drauf! Sonst k├Ânnen wir keinen Garten haben und m├╝ssen in eine Wohnung ├╝berwechseln.

      Aber tr├Âste Dich, es kommen ja auch wieder andere Zeiten. Als meine Kinder noch klein waren, hatte ich auch kaum Zeit, den Garten zu genie├čen. Damals tr├Ąumte ich - im Gegenteil - von der Zeit, wenn das endlich einmal m├Âglich sein w├╝rde. Es dauerte noch Jahrzehnte! Mit kleinen Kindern, wenn man nicht gerade sehr gut betucht ist und noch Gro├čeltern mit zu versorgen hat, kann man kaum an sich denken, das ist ebenso anstrengend.

      N├Ąchstes Jahr wird es gewi├č wieder besser.

      Bei meiner Mutter gab es ja auch solche und solche Zeiten und ganz ohne Frage m├╝ssen da einfach fremde Hilfskr├Ąfte mit eingespannt werden. Allein schafft man es nimmer! Daf├╝r m├╝ssen auch M├╝tter ein Einsehen haben! Wenn sie das nicht mehr k├Ânnen, mu├č man es selber entscheiden! Denn es ist niemandem gedient, wenn die Tochter zusammenklappt, denn dann m├╝ssen sich schlie├člich komplett fremde Leute um die M├╝tter k├╝mmern! Ich habe so einen Fall einmal erlebt, wo die Tochter mit 54 Jahren noch Jahre vor der Mutter starb, da sie sich zu aufopferungsvoll um die Mutter gek├╝mmert hatte. DANN ging es pl├Âtzlich auch, dann kam die Mutter sogar in ein Heim, was immer vermieden werden sollte und das ganz ohne Besuche der Tochter, die schon vor ihr unter der Erde lag. So soll es nicht sein! Meinen Kindern w├╝rde ich so etwas niemals antun wollen.

      Ich hoffe, Du findest langfristig eine L├Âsung. Bin jetzt aber gar nicht mehr auf dem Laufenden, da ich ja selber viel um die Ohren habe, derzeit mit den t├Ąglichen Besuchen. Aber das wird ja nicht ewig andauern ...

      Viele liebe Gr├╝├če und viel Kraft!
      Sara

      L├Âschen
  9. liebe sara, wenn ich mir so deinen wildwuchernd-romantischen Pflanzenbewuchs ansehe und immer wieder dar├╝ber staune WIE du das alles - Trotz aush├Ąusiger Arbeit schaffst, dann sehe ich in mein Gr├╝n vor der Eingangst├╝r und denke, nein, so hoch wird es nie wenn ich rechtzeitig an all die knorrigen B├Ąume geh, aber rechtzeitig heisst - wie du ja selbst feststellst - kommt man nie dazu oder es ist unm├Âglich weil die Gew├Ąchse einem schon l├Ąngst ├╝bern Kopf wachsen. Sie sehen wundersch├Ân aus, deine Rabatten" am gartenzaum aber ich m├Âcht da nicht durchkriechen , meine Knie w├Ąren dazu alles andere als geeignet, so sehr ich auch Gartenarbeit liebe, ...
    es macht so sch├Ân den Kopf von Gedanken frei wenn man wie wild in der Erde gr├Ąbt und pflanzt,ackert und s├Ąt, ich m├Âchte meinen wilden Garten der im Grunde nur gem├Ąht und dann sp├Ąter etwas geordnet wird, niemals mehr missen!
    geniesse ihn aber am meisten wenn ich mich mitten in die Wiese lege und meinen Liegestuhl anweise MICH mal zu pflegen! :-))
    ich w├╝nschte mir auch dass so einiges einfacher w├Ąre bei der Gartenarbeit , liebe sie aber dennoch denn sie entsch├Ądigt f├╝r manch tr├╝be Stunden...ohne!
    herzlichst angelface

    AntwortenL├Âschen


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