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Montag, 26. November 2018

Friedhofspflanzen am Totensonntag ...


Nicht nur Elke/Günstig Gärtnern weiß um die Geheimnisse des Inhalts der Friedhofs-Abfallbehälter .... auch wir kennen diese schon sehr lange.

Zunächst war es meine verstorbene Mutter, die mich schon in früheren Jahren mit allerlei schönen Pflanzen vom Friedhof versorgte, die andere Leute dort einfach weggeworfen hatten. Damit bestückte ich bereits meine ersten Gärten.





Viel später kam ich dann selber auf die Idee, einmal in den Abfallkörben nach Pflanzen zu schauen. Und WAS man da alles finden kann, wenn man Glück hat, auch schöne Gefäße oder Rosen-Reliefs, wie unter dem vorherigen Link! Obwohl diese inzwischen eher auf einen Teil des Friedhofs wandern, der eine Art Müll-Ablageplatz ist, auch für Grabsteine oder Grab-Elemente, die keiner mehr haben will. Ein großer Lagerplatz sozusagen, von dem man sich früher auch Komposterde gratis holen konnte.

Doch mittlerweile ist dieses Gelände eingezäunt, niemand kann sich dort mehr bedienen, selbst Bruchsteinstücke kann sich also niemand mehr einfach wegholen ....

Ein Teil dieses Geländes, das inzwischen eingezäunt ist:


Besuch auf dem Friedhof


Am Totensonntag, auch Ewigkeitssonntag genannt, stattete ich dem Friedhof mal wieder einen Besuch ab und nahm dabei auch die Abfallkörbe ins Visier. Und siehe da, auch jetzt, gegen Ende November, ist es längst noch nicht zu spät, fündig zu werden! Es hat eben nicht immer jeder zur gleichen Zeit die Möglichkeit, sein Grab zu versorgen, einige tun dies erst am Totensonntag, wie wir gesehen haben und dabei wird dann noch so Einiges entsorgt. Alles brauchbare Pflanzen, die im Garten gut weiter gedeihen!




Der schöne große Lavendel durfte jedenfalls in meinen Beutel, Lavendel geht immer - ich frage mich nur, was Lavendel auf einem eher norddeutschen Friedhof zu suchen hat???

Die Astern oder Chrysanthemen wollte ich nicht mitnehmen. Ich war mir nicht sicher, ob das dauerhafte sind und woran ich das erkennen kann.
kam ebenfalls mit. Die selbe Pflanze hatte ich schon in einer Schale. Sie soll winterhart bis -20 °C sein. Da bin ich ja gespannt!

Das Exemplar vom Friedhof pflanzte ich in einen Blumenkasten, dafür flog eine vertrocknete Heide raus. Ich habe in meinem Fotoarchiv gefunden, dass ich sie im September in die Schale pflanzte und werde die Mühlenbeckia, wie sie sich nennt, noch in einem zeitlich rückversetzten Post mit diesem Post verlinken.

Links im Kasten die auf dem Friedhof gefundene, rechts die von mir vor einiger Zeit gekaufte Pflanze. Den Pflanzkasten fand ich übrigens einmal auf dem Sperrmüll!

Wenn man die Augen offen hält, kann man viel Geld sparen, die Leute werfen wirklich SEHR viel und dazu gute und schöne Sachen fort! Besonders in den Vierteln, in denen die ärmeren Leute wohnen, wird schnell entsorgt. Und nicht alles ist "Müll"! Keine Ahnung, woran das liegt .... trennt man sich schneller und wechselt dadurch Wohnung und Einrichtung oder wird das Material nicht ausreichend geachtet - folgt man Trends rascher aus mangelndem Selbstwertgefühl ???

In Soziologie hörten wir einst an der Uni, die sog. Konsum-Materialisten (Sinus Milieus), bieten alles auf, um Statussymbole zu erwerben.
So widersprüchlich dieser Begriff auch tönt ... mir tun diese Menschen nur leid, denn sie vergeuden wertvolle Lebenszeit, in dem Streben nach Dingen, Material, dass sie sich - eigentlich - gar nicht leisten können! Dafür verzichten sie auf anderes, was ihnen besser täte, wie gesunde Ernährung als Beispiel ... und ein bisschen Sparsamkeit kann auch nicht schaden ... um vielleicht später dann sich die begehrten Dinge wirklich leisten zu können ...




Eine Glockenblume wanderte ebenfalls mit .... eine gleiche wächst schon in meinem Garten - folglich habe ich die Neue vom Friedhof dann auch in die Nähe gepflanzt. . .



. . . zu Füßen eines kleinen  Tännchens, das auch einmal vom Friedhof stammte, in diesem Jahr allerdings unser Weihnachtsbäumchen wird. Es wird zu diesem Zweck in einen Topf gepflanzt und später hoffentlich an einem anderen Platz im Garten wieder weiterwachsen, denn an seinem jetzigen Ort kann es ohnehin nicht verbleiben.



Und - ist das nicht auch eine Wolfsmilch??  Farblich würde diese nicht in dasselbe Beet passen, deshalb habe ich sie an den Zaun zu der anderen Wolfsmilch gesetzt.

Beim Googeln fand ich Rouys Wolfsmilch 'Ascott Rainbow' und eventuell habe ich mir diese jetzt eingehandelt. Die Blüte ist ja wunderschön!!!





In diesem Abfallbehälter hatte sich die Wolfsmilch versteckt, von der ich ausgehe, das die Pflanze eine ist - ebenso ein Bärenfellgras, das natürlich auch mitwanderte.
Wohingegen der Buchs mir zu verdächtig aussah - selbst die grünen Teile konnten mich nicht reizen. ;-)


Der Pflanzort des Bärenfellgrases - neben dem schon vorhandenen unterhalb des Reineclauden-Baumes, da dort die passenden Bedingungen für Lavendel und auch Gräser herrschen.



Bei diesem Gewächs, das wie ein kleiner Strauch wirkte, war ich mir unsicher ... ich kenne es nicht und ob es im nächsten Jahr wiederkommt??? Daher beließ ich es an seinem Ort.





Wie unschwer zu erkennen - auch am Totensonntag war useligstes Novemberwetter ...


Auch hier - überall Laub-Berge ...



Die malerischen (noch!) Seiten unseres  Hauptfriedhofs ...





Die Beute bei uns daheim dann im Dunkeln mit Terrassenbeleuchtung per Handy aufgenommen ...




PS: Dass man für einen Friedhof keine Werbung macht, versteht sich von selbst, oder?! Das empfände ich zutiefst unenthisch, einen solchen Post als Werbung zu kennzeichnen! Punkt!

18 Kommentare:

  1. Stimmt, wenn so ein Post nun auch noch als Werbung gekennzeichnet werden müßte ;-) Aber wer weiß das schon zur Zeit, wie Gerichte da entscheiden …

    Da hattet Ihr ja am Sonntag etwas angenehmeres Wetter als wir! Ich wollte eigentlich nach unserer Rückschnitt-Aktion vom Samstag am Sonntag noch etwas nachräumen, damit der Südhof zumindest wieder begehbar ist. Aber da war es mir zu feucht. Gestern war es da schon angenehmer, aber nach 2 Stunden hinter dem Haus war ich dann doch zu kalt, um auch noch auf dem Hof weiterzumachen. Vielleicht gibt es ja heute noch Gelegenheit dazu …
    Jedenfalls ist es genau diese Stimmung, die Du hier im Post zeigst, die mich gestern so im Garten faszinierte: ein paar Vögel zwitscherten, grau, aber fast windstill, gedecktere Farben, Vergänglichkeit und meist diese himmlische Ruhe …
    Ich denke mir, am Montag waren da wieder reichlich Gerätschaften auf dem Friedhof im Einsatz, denn das Laub musste ja weg, die Container geleert und zum Laubsaugen gab es bestimmt auch noch reichlich Flächen ;-) Ich denke da nur an den feuchtkalten Januartag, als die Urnenbeisetzung meiner Großmutter kurz vor der Mittagszeit auf der grünen Wiese war und rund herum die Kettensägen die alten herrlichen Bäume zerstückelten. Ob die Gärtner dort bei größeren Erdbestattungen mal in weiter entfernten Gebieten arbeiten - oder geht Arbeit immer vor? Ich kann mich jedenfalls an Wochentagen eigentlich nur daran erinnern, dass es dort damals zumindest auf dem Weg zum Grab meines Großvaters ziemlich laut war. Und wenn nicht die Gärtner, dann die vorbeifahrenden Züge …

    Auf jeden Fall hast Du ja reiche Beute gemacht ;-) Es wäre wirklich schade um die Pflanzen sie dort als Biomüll verenden zu lassen. Aber warum kein Lavendel auf einem Grab? Inzwischen haben sie dort doch so durchgeholzt, dass es auch reichlich sonnige Flächen gibt. Außerdem ist er doch einigermaßen trockenheitsverträglich und blüht nach einem Rückschnitt idealerweise 2x im Jahr. Nur vermutlich wird bei der Bepflanzung daran nicht gedacht, dass ein Lavendel mit etwas Pflege dann einige Jahre als Grabbepflanzung funktionieren könnte - bis er irgendwann zu sehr verholzt …
    Tja, Grabbepflanzung. Wir müssen das Thema in OS ja auch noch in Angriff nehmen. Gut, dass wir im letzten Jahr nicht dazu gekommen sind. Das wäre dort alles vertrocknet oder verbrannt, da das Grab vollsonnig an einem Hügel liegt. Da sollten die Erfahrungen dieses Jahres auf jeden Fall mit einfließen, damit es langfristig ( noch für fast 20 Jahre ) pflegeleicht bleibt. Auch wenn ich sonst kein Fan davon bin, macht es dort - unter den vorliegenden Umständen, wahrscheinlich Sinn mit viel Kies oder Grabplatten zu arbeiten und sich auf immergrüne langsam wachsende Formgehölze zu beschränken, die mit wenig Wasser auskommen. Eventuell wäre Lavendel da vielleicht gar nicht so schlecht, um etwas blau-graue Farbe und violette Blüten aufs Grab zu bekommen. Danke für den indirekten Tipp ;-)
    LG Silke

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    1. Naja, wettertechnisch fand ich es ziemlich kalt-feucht. Geregnet hat es allerdings nicht. Aber wir waren nach mehr als einer Stunde so ziemlich durchgefroren, trotz warmer Bekleidung!

      Hier scheint heute übrigens die Sonne und daher bin ich auch gleich wieder weg ...

      Und das kann gut möglich sein, dass die Friedhofsgärtner wieder zugange waren, obwohl manchmal die Laubhaufen auch längere Zeit dort liegen.

      Ich finde es auch pietätlos, wenn während einer Bestattung die Kettensägen rattern!

      Die Züge hört man dort natürlich immer, wenn sie vorbeifahren, aber ansonsten gibt es durchaus auch stille Phasen. Die Bäume schluckten natürlich viel Schall. Verkehr war an der vorbeiführenden Straße aber schon immer sehr viel.

      Mit dem Lavendel meinte ich es so, dass er eher in südlicheren Gefilden als dauerhafte Pflanze passender ist, also zur Region passt. Lavendel in Frankreich auf Gräbern stelle ich mir dagegen wunderschön vor!
      Auf dem Friedhof gibt es doch noch viele dunklere Ecken, die sich für Lavendel sicher nicht eignen und bei den weggeworfenen Pflanzen handelt es sich allerdings meistens um Schalen-Bepflanzungen, die danach sowieso entsorgt werden, weil zu jedem Fest oder Jahreszeit heutzutage eine andere Bepflanzung gewählt wird. Das sieht man schon an miteinander verwachsenen Pflanzen, die da im Container landen.

      Wir haben unser Grab mit dauerhaften Gewächsen bepflanzt, nur zu den Gedenktagen bringen wir Blumen als Strauß oder ein Gesteck dorthin. Über die Pflanzen freue ich mich jedenfalls und bin besonders auf die Wolfsmilch und ihre Blüte gespannt!

      Wenn man, wie Ihr, so weit für die Grabpflege fahren muß, würde ich mich wohl auch für großteils Kies entscheiden heutzutage. Es gibt schöne Misch-Formen (Pflanzen-Kies). Vielleicht poste ich mal solche Bilder, wenn ich mal wieder Zeit dafür habe. Das kann sehr schön aussehen und ist bestimmt relativ pflegeleicht. Wobei auch der Kies natürlich nie so bleibt wie er anfangs ist. Das darf man nicht unterschätzen. Dann wären Platten sicher sinnvoller.

      Liebe Grüße
      Sara

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    2. @Silke
      Meine Schwester, die heute noch einmal dort war, hat wohl Gärtner gesehen, allerdings waren auch heute noch Pflanzen in den Abfallbehältern. Damit lassen sie sich womöglich noch Zeit. Es gibt vielleicht noch vieles andere, was vorrangig zu erledigen ist?

      Liebe Grüße
      Sara

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  2. Was für ein schöner Friedhof... Vom Friedhof haben wir noch nie Pflanzen mitgenommen, wir kaufen aber häufig aus Mitleid Pflanzen im Abverkauf und freuen uns, wenn sie wachsen. Ich freu mich, dass Du den Pflanzen ein neues Zuhause gibst. Die Wolfsmilch, die Du gefunden hast, ist wunderschön. Ich habe von meiner Mama eine geschenkt bekommen, die sie kräftig vermehrt hat. Sie ist wirklich eine tolle Pflanze.

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    1. Das kenne ich auch. Allerdings habe ich eigentlich genug Pflanzen und will jetzt nicht mehr viel dazukaufen, weder auf die eine noch auf die andere Weise. Doch wenn es Pflanzen zu "retten" gilt, bin ich natürlich dabei. :-)
      Auf die Wolfsmilch bin ich schon gespannt! Ich habe ja die rotlaubige Form, sie vermehrt sich in zwischen auch schon.

      Liebe Grüße
      Sara

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  3. Liebe sara welch Schätze du dir dort ausgesucht hat, (wer um Himmels Willen schmeisst so schöne Pflänzchen weg?) - wirst du wahrscheinlich erst erfahren wenn sie eingesetzt und Füßchen in der Erde bekommen haben.
    Verschwendung pur was man so auf manchen Friedhöfen entdeckt...
    ein schöner Post mit wunderschönen Pflanzbildern..
    lieben Gru´ß
    angelface

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    1. Liebe Angel,
      das ist einerseits unverständlich, andererseits aber gibt es heute so viele anonyme Gräber, auf denen dann dennoch Schalen stehen, die bepflanzt sind. Wohin dann mit diesen Pflanzen?? Die landen dann im Müll, wenn derjenige sie nicht mit heim nimmt, weil er keinen Garten hat.

      Besser wäre eine dauerhafte Grabbepflanzung und ab und an mal ein Blumenstrauß oder Gesteck zu den Festtagen.

      Aber nun ist es wie es ist und ich habe noch ein paar von ihnen "retten" können.

      Liebe Grüße und bis bald!
      Sara

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  4. Liebe Sara, da hast Du ja ganz schön viel gefunden am Friedhof. Ich habe von dort noch nie Pflanzen mitgenommen, das wäre in unserer kleinen Gemeinde auch gar nicht möglich. Viel zu auffällig. Ich drück Dir die Daumen, dass alles gut anwächst.

    LG Kathrin

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    1. Och, damit habe ich kein Problem, was andere Leute denken, ich mache mein Ding! Aber auf unserem Friedhof gab es auch schon den Fall, dass da jemand vom Personal quasi aus der Hecke sprang, als hätte man etwas gestohlen, was ja nun nicht der Fall ist! So etwas möchte man in der Tat nicht erleben!

      Danke und liebe Grüße
      Sara

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  5. Liebe Sara,
    das stimmt nachdenklich, was alles fortgeworfen wird. Auf dem Friedhof habe ich noch nie nachgesehen. Mich regt schon die Bepflanzung in den fünf Rabatten bei uns im Dorf auf, weil sie zweimal jährlich herausgerissen und entsorgt wird. Zum Glück bin ich oft vor Ort und sehe es und kann so einige Pflanzen oder Blumenzwiebeln retten. Sie wachsen dann bei uns in der Böschung weiter.
    Dir einen angenehmen Dienstag und
    liebe Grüsse
    Eda

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    1. Liebe Eda,
      so ist es. Ich komme ja nun ab und an mal zum Friedhof und da fällt mir sowas natürlich ins Auge. Um manche Pflanzen ist es einfach schade. Dafür komme ich seltener in die Stadt, jedenfalls zu solchen Zeiten, wenn dort die Rabatten neu gemacht werden. In unserem Dorf gibt es so etwas nicht. Wenn da etwas zur Dorfverschönerungbeigetragen wird, machen das die Anwohner selber.
      Ich finde diese Verschwendung auch schade. Wenn sie wenigstens die Pflanzen anderswo solange "einlagern" würden, bis sie sie wieder auspflanzen ... aber Du konntest ja einige davon retten, um so besser!

      Liebe Grüße und auch Dir noch einen schönen Dienstagnachmittag
      Sara

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  6. Hallo Sara,
    das finde ich gut, dass du hier auch deine Beute vorführst!
    Du hast ja auch wahre Schätze gefunden. Was ist denn bloß die Pflanze zwischen den beiden Glockenblumen in dem Müllbehälter? Das sieht auch vielversprechend aus.
    VG
    Elke

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    1. Danke, liebe Elke! Ist doch schade um diese Pflanzen und warum soll man sich da nicht bedienen. Vielleicht mag der einen oder anderen unheimlich bei dem Gedanken sein, in Friedhofserde gewachsene Pflanzen mit heimzunehmen ... das geht ja fast ins magische, solch Gedankengut! Und ich muß gestehen, früher war es mir auch nicht ganz geheuer, nun, aber Erde ist Erde und man kann sich die Hände waschen oder gleich Handschuhe anziehen ...

      Hmmn, Glockenblumen im Müllbehälter sehe ich jetzt gar nicht. Ich habe zwar eine mitgenommen, aber die erkenne ich jetzt beim besten Willen nicht mehr heraus. Vielleichst kannst Du mir mal weiterhelfen, wo genau Du diese Pflanze siehst?

      Ich hätte noch Astern genommen, weiß aber nicht, woran ich erkenne, ob es dauerhafte Astern sind.

      Liebe Grüße
      Sara

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  7. oh jaa..
    vom Friedhof habe ich auch schon Pflanzen mitgenommen
    es wird wirklich viel weggeworden
    die meisten haben auch keine Ahnung was sich hält und was nicht
    die Pflanze die du nicht kennst sieht nach einer Diplandia aus
    auch so eine "Modepflanze" für den Friedhof
    man kann sie überwintern
    aber sie ist nicht frosthart und etwas heikel
    ich habe 2 vom Friedhof schon zwei mal über den Winter gebracht

    eine gute Ausbeute hast du mitgebracht..
    und schöne Fotos ;)

    liebe Grüße
    Rosi

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    1. Stimmt! Ich glaube, viele machen sich da keine großartigen Gedanken. Sie kaufen eine Blumenschale, um ein Grab zu schmücken, vielleicht zu einem Geburtstag oder anderem Festtag und später, wenn die Pflanzen nicht mehr "schön" aussehen, kommt das Ganze eben auf den Container, denn wozu sind die Container sonst da?
      Und jeder hat ja auch nicht die Möglichkeiten, Pflanzen zu überwintern. Viele Leute bewohnen nur Wohnungen, auch ohne Balkon!

      Eine Dipladenia hatte ich auch schon und da muß ich Dir zustimmen, meine bekam ich auch nicht mehr über den Winter. Unser Haus ist leider ungeeignet. Da kann ich dann auch nur passen und muß sie wegwerfen, so schade es auch ist.

      Danke und liebe Grüße
      Sara

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  8. Man hört die Pflanzen in den Abfallkörben um Hilfe rufen, aber ich kann nicht allen ein Asyl bei mir im Garten anbieten.
    Wir haben unser Grab auf eine Dauerpflanzung umgestellt. Saisonpflanzen setze ich nicht mehr. Deshalb gehe ich nur noch selten ans Grab. Meistens zum Unkrautrupfen und abschneiden von Verblühtem.
    Es ist erstaunlich, wie viel Geld die Leute für Pflanzen ausgeben, die nach kurzer Zeit wieder weggeworfen werden. Sie könnten öffentliche Grünanlagen verschönern, anstelle auf einer Deponie zu vergammeln.
    Liebe Grüße von Ingrid

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  9. Meine Geschichte dazu: Vor 27 Jahren, in meiner allerersten ersten Klasse wünschte ich mir von den Pflegschaftsmüttern einen großen Adventskrank, der von der Decke über meinem Pult hängen sollte. Wie groß der dann ausfiel, war eine Überraschung. Und eine Mutter gestand mir dann, dass der Kranz vom Friedhof sei, und sie die kahle Seite einfach mit neuem Grün umwickelt hätten. Ich solle aber bitte, bitte, nichts den Kindern davon sagen.
    Die schmückten mit mir den Kranz mit Wunschsternen für die Adventszeit, ich sorgte für die Kerzen, ganz klassisch in Rot und die Schleifen.
    Ab da haben mir die Mütter jedes Jahr den Strohkranz vom Friedhof neu "begrünt". Und auch die Mutter des nächsten Jahrgangs hat dafür ihr Gartengrün geplündert. Und ich habe immer in mich hinein gegrinst, wenn ich an die Herkunft des großen Gesellen über meinem Kopf gedacht habe.
    Eine schöne Vorweihnachtszeit!
    Astrid

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    1. Also, verschenkt hätte ich allerdings nichts vom Friedhof! Aber gut, wenn das Geld sehr knapp ist ...und warum soll man auch so etwas nicht wiederverwerten. Wir sind eben eine ganz schlimme Wegwerfgesellschaft, jammern aber über Umwelt & Co. Nur das Jammern hilft eben nicht, wenn man nicht seine Augen öffnet und seinen Kopf anstrengt. Gut und solange keiner etwas von der Herkunft weiß. ;-) ;o) Denn manche empfinden es eben doch als ein wenig "makaber", weil Friedhof, Tod, Leichen ... diese Assoziationen ... ich will das nicht weiter ausdehnen .... und ich kenne das von früher auch, dass ich so dachte ... doch Erde zu Erde, denn letztendlich bestehen wir daraus ...

      Liebe Grüße und einen schönen 1. Advent!
      Sara

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