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Sonntag, 14. Oktober 2012

Wildwuchs und Vergänglichkeit

Die Rosenkugeln habe ich wohl kaum einmal in diesem Blog gezeigt. Nun wurden sie aus dem Boden genommen und warten auf ihren Platz im neuen Garten. Schließlich ziehen so einige Rosen mit um, die diese Stützen gut brauchen können.

In ihrem aktuellen Post sinniert Silke/Wildwuchs unter Aufsicht über ihren inzwischen wild wuchernden Garten, um die Vergänglichkeit der Dinge, den Lebensstil des modernen Menschen von heute . . . das möchte ich hier ein wenig aufgreifen. Denn Wucherndes, besser: voraussichtlich Wucherndes, wie die Bibernellrose, aber auch Anderes, bringe ich gerade in unseren neuen Garten ein. Wenn er uns nicht eines Tages über den Kopf wachsen soll, werden rechtzeitig Maßnahmen ergriffen werden müssen ... ich hoffe, das ist zu bewältigen, denn auch wir werden immer älter und damit verändert sich das Gartenverhalten mehr oder weniger, auch ganz ungewollt. Ich hoffe aber, daß gut 400 qm immer zu bewerkstelligen sein werden, wenn alles früh genug im Zaume gehalten wird. Doch weiß ich auch, daß es im Leben Zeiten gibt, die man so nie geplant hat und die dazu führen, daß man einen Garten schon mal ein halbes oder auch ein Jahr lang kaum bewirtschaften kann. Schon das kann ausreichen, um eine kleine Wildnis aus ihm zu machen, bei der man es später schwer hat durchzukommen. Das habe ich nach einer OP vor ca. 3 Jahren erlebt, nach der ich im gewohnten Stil im Garten leider nicht mehr weiterackern durfte! Vorher habe ich noch dicke Bäume ganz allein gefällt! Das geht jetzt leider nicht mehr! Und so etwas sollte man vorher bedenken - unverhofft kommt leider oft, das ist kein leerer Spruch!

Besser sollte ich überhaupt nur von mir allein schreiben, denn meine Männer sind nicht sooo die begeisterten Gartler. Wenn es um die Garten-Arbeit geht! - Dennoch spanne ich sie zuweilen bei mir zu schweren Gartenarbeiten ein. Denn sonst könnten wir keinen Garten haben!
Auf unseren nunmehr 400 qm werden wir, auch was die (noch!) Kargheit der Bepflanzung betrifft, bedeutend weniger Arbeit haben, was nicht heißt, daß dort keine schwereren Arbeiten zu tun sein werden. Denn wenn alles gut geraten soll, müßte, um nur ein Beispiel zu nennen, eine Wurzelsperre für Rosen wie manche anderen Gewächse eingebaut werden . . .

Der neue Garten im Überblick vom Zaun/Straßenseite aus betrachtet - hinten rechts befindet sich hinter dem Nadelbaum die Terrasse.



Im nächsten Bild ist die Terrasseneinfassung des neuen Gartens zu erkennen. Der Nadelbaum schirmt neugierige Blicke vom  Zaun her ab. - Rechts am Zaun die Korkenzieherweide.


Und dann der Blick auf die Terrasse mehr von der Seite vom Zaun aus . . . vorn links das müßte eine Magnolie sein. Vielleicht eine Stern-Magnolie? Darüber würde ich mich sehr freuen!


Auch Brennesseln wuchern stark, wenn man ihnen keinen Einhalt gebietet. Das haben wir hier im Niemandsland erlebt. Vorn  im Bild ist noch der Weisse Sommerflieder (der inzwischen im neuen Garten schon seinen Platz gefunden hat!) - dahinter - im Niemandsland - stehen die hohen Brennesseln. Eine Bärenarbeit in dem insgesamt sehr großen Waldgarten, der zeitlich wie energiemäßig kaum mehr beizukommen war! Zumal ich das alles alleine bewerkstelligen mußte!


Auch die Tonnen von Blattmassen im Herbst fallen künftig fort. Diese haben jedoch weitgehend meine Männer weggeschafft.


Genauso wie wir keinen Feuerdorn mehr haben werden - denn seine Stacheln machen jedem Reifen - sei es von Schubkarre oder Fahrrad - den Garaus! Wir schafften uns aus diesem Grunde eine Schubkarre mit Vollgummireifen an. - Wenn seine Blüten auch hübsch aussehen und auch die orangenen Beeren später im Jahr . . . 


Fonts HammerKeys + High Tower Text

Andererseits habe ich mich entschieden, die Dünenrose mitzunehmen. Auch ihre Stacheln können sehr lästig werden . . . von den späteren Wildaustrieben ganz zu schweigen (denn ich befürchte, ich werde keine Wurzelsperre bekommen .... denn selbst einbauen kann ich diese leider nicht). Meine Herren würde eher den Standpunkt vertreten, auf ALLES, was "unnötige" Arbeit macht, im Garten von vornherein zu verzichten, als solche Aktionen, wie Wurzelsperren einzubauen, in Angriff zu nehmen. ;-)

Auch die Kerrie ist so ein Fall - ohne Wurzelsperre ufert sie ins Unendliche aus. So schön wie ihre gelben Blütenbällchen auch sind, möchte ich sie im neuen Garten denn doch nicht mehr haben!


Dafür dürfen Japan-Anemonen mit umziehen, auch wenn sie ganze Horste bilden. Doch nicht in jedem Garten wuchern sie so! Das weiß ich aus früheren Gärten noch. Es kommt bei alledem immer sehr auf die abiotischen (Umwelt-)Faktoren einer Biozönose an!


Den Sibirischen Beinwell (auch Futter-Beinwell oder Symphytum x uplandicum) bzw. Kaukasischer Beinwell (da fehlt mir leider das Fachwissen!) hätte ich schon sehr gern - allein schon wegen seiner dekorativen blauen Blüten! - Ich weiß auch, wo ich diesen finden kann! Aber von meinem Beinwell wird trotz seiner Größe auch ein Stückchen mitwandern. :-)



Und trotz aller Bedenken der vorzeitigen Überfülle reizt es mich, noch so Einiges mehr in den neuen Garten überzusiedeln, wie diesen Cotoneaster (wegen seiner schönen Herbstfärbung). Doch wohin mit all diesen Pflanzen, wenn ich ja - wie vorgesehen - nur die Ränder am Zaun entlang bepflanzen will? Und nichts ausufern soll??


Und immer noch mehr Pflanzen

 - das ist schon die dritte oder vierte Ladung, die im neuen Garten Einzug halten soll - ganz zur "Freude" meiner Männer ;-) Denn mein Ehemann glaubte ursprünglich, mit ca. 10 Töpfen/Pflanzen aus dem jetzigen Garten sei es getan .... er hatte nicht mit frau gerechnet, die ja geschickt vorgehen muß.... denn wenn ich all meine Ideen sofort verraten hätte, wäre ja nie etwas aus dem Pflanzen-Umzug geworden! ;-)

"Wozu brauchst DU denn die ganzen Pflanzen - im Garten ist doch genug drin!" O-Ton Sohnemann! Ja, was soll frau DAZU NOCH sagen???!!! ;-) :-)

Aber so kahl am Zaun entlang, der Garten komplett den Blicken der vorbeigehenden Passanten preisgegeben - das geht schon mal gar nicht! Amphoren gehen trotzdem . . . 



Und zum Schluß noch ein kleiner Einblick in einen unserer früheren Gärten (vor allem für Silke!) - der inzwischen längst von jemand anderem beackert wird und das in ganz vorzüglicher Weise! Selbst die Zecken sind so gut wie ausgestorben . . . Ja, die Clematis ist noch von uns . . . und auch Buchs gab es bei uns schon . . . 





5 Kommentare:

  1. Ich wage es dich daran zu erinnern, dass du mal geschrieben hast, du willst einen pflegeleichten Garten mit großem Rasen und einigen edlen Amphoren.
    Lieben Gruß
    Elke

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    1. *lach* - ja noch bin ich dabei, nur den Rand zu bepflanzen. Für die Mitte bräuchte ich einige Helfer, das kann ich allein auch nicht mehr bewältigen. So wird es dabei bleiben und die Amphoren werden kommen . . .

      Ich glaube, wenn wir erst dort wohnen, werde ich den Garten mit ganz anderen Augen betrachten. Vorher hat man immer so seine Vorstellungen. Doch die (Garten-)Realität schaut dann ganz anders aus. Da ist schon mal dieser gelbblühende Klee, der wohl sehr lästig werden kann. Wer weiß, was er verhindert, wie er sich auswirkt, wenn man kaum imstande ist, ihn zu beseitigen. Und Herbizide kommen bei uns auf keinen Fall zur Anwendung!

      So wird es immer auch bei einigen Garten-Träumen bleiben ... und das hört wohl nie auf. ;-) :-)

      Liebe Grüße
      Sara

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  2. es soll doch auch dein Garten werden, sei mutig und verpflanze deine Lieblingspflanzen, aber schütze dich vor lästigen Wucherpflanzen; allerdings spiel auch der Boden eine große Rolle
    Und mache Dir einen guten Plan, in Etappen sieht es nicht zuviel aus, aber mir kammen die Ideen leider nur etappenweise--

    wir haben hier z. B. alle Nadelgehölze und Konifereren nach nund ausgebuddelt, die Terasse war auch so zugewachsen wei bei Dir , nun ist offen zum Garten, und dort in der Sonne kann es blühen!
    Setze doch lieber an den Zaun eine Hecke aus Blüh-und Fruchtgehölzen , meine Favorit ist allerdings Liguster, sehr schmal zu beschneiden, sehr dicht auch im Winter und das weiche Holz schafft jede Heckenschere!
    Schaffe dein eigenes paradies und nicht das deiner Vorgänger!
    liebe grüne Gartengrüße von Frauke

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  3. hallo liebe sara,

    zunächst einmal alles gute fuer den bevorstehenden umzug!
    es ist immer wieder interessant und bereichernd deine posts zu lesen!
    z.b. wusste ich bislang nicht, was fuer eine sorte beinwell wir im garten haben. ich wusste nur dass es nicht der echte ist.
    dank dir weiss ich nun dass es der kaukasische beinwell ist, welcher mit seinen zauberhaften himmelblauen blueten hier ueberall wuchert!

    alles liebe und gute
    karin

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  4. Liebe Sara
    Ein sehr interessanter Post! Und ich erlebe es derzeit in Nachbars Garten, wie schnell Wildwuchs enstehen kann. Vor einem Jahr war das 10 Aren grosse Grundstück noch wunderbar und toll im Schuss. Und vor einem Jahr sind die neuen Nachbarn eingezogen, welche nur gerad ein paar Mal den Rasen gemäht haben, das war alles und jetzt, ja jetzt steht der Garten am kippen zur Wildnis. Ich mag ja das Wildromantische. Es darf auf keinen Fall gepützelt sein, aber einfach alles der Natur zu überlassen (insbesondere auch an der Grenze zu Nachbars Grundstück), tja, das kanns ja auch nicht sein. Dein neues Reich gefällt mir jetzt schon und dann mit deiner Hand gepflegt, wird der Garten seine Bestimmung wieder aufnehmen, eben für euch, für dich. Ich bin mir sicher, es wird sehr bald so richtig DEIN Garten sein - etwas ganz anderes wie der Waldgarten und doch auch etwas ganz Besonderes. Es erinnert mich etwas an den unsrigen Garten, von der Grösse her. Ich bin sicher, das passt einfach.
    Hebs guet und sei lieb gegrüsst
    Ida
    ... übrigens, die Rosenkugeln sind wunderschön!

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