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Mittwoch, 12. April 2017

Ich und meine Katzen ...



Auch ich hatte einmal Katzen. Meine erste Katze war die süße kleine Minka, die auf dem obigen Foto  auf dem Schoß meiner Mutter wie auch auf dem nächsten Bild als Baby mit mir zu sehen ist. Es war zu der  Zeit, als wir diesen Resthof bewohnten.

Eines Tages ging ich in den vorderen Garten und hörte plötzlich leise Schreie, wie von einem kleien Kind. Doch als ich genauer hinhörte, kamen mir die Schreie eher wie Vogelschreie vor - oder täuschte ich mich doch?  Jedenfalls kamen sie von oben, was mich wohl zu der Annahme brachte. Doch als ich am nahegelegenen hohen Baum hinaufblickte, konnte ich keinen Vogel entdecken. Mein Blick schweifte weiter umher - oben konnte nur noch  unser Nebengebäude, eine alte Schmiede bzw. deren Dach sein  und tatsächlich, plötzlich fiel mir auch schon ein winziges Kätzche entgegen, so schnell konnte ich gar nicht gucken .... weiter hörte ich es schreien und wupps fiel mir das nächste Kätzchen i die Arme - so ging es insgesamt drei Mal. Ach waren die süß!
Da der Nachbar, dem der Nachwuchs eigentlich  zustand, denn seine Katze brachte ihn in unserem Nebengebäude zur Welt, wollte die Jungkatzen nicht und so durfte sich jedes meiner Kinder ein Kätzchen aussuchen.


mit der damligen obligatorischen Dauerwelle ;-)
Minka war soooo süß! Aber sehr bissig von Anfang an!



Mein Ältester suchte sich "Willi" aus, so hieß Minka damals noch, denn sie war erst 2 Wochen alt und ich konnte das Geschlecht nicht bestimmen, das tat erst wenig später der Tierarzt. Unser Mittlerer suchte sich den kleinen "Teufel" aus, so wurde dieser kleine Feger genannt.

Dann fuhren wir einmal für 3 Tage nach Braunschweig und übernachteten dort. Während dieser Zeit glaubte ich die Kätzchen sicher, denn ihre Mutter versorgte sie bis dahin noch. Außerdem konnte mein Mann nach dem Rechten sehen und Wasser für die Kleinen rausstellen. Doch da hatte ich leider die Rechnung ohne den Wirt gemacht.

Als wir nach 3 Tagen wieder auf unseren Hof kamen, erschien mir die Atmosphäre seltsam ruhig. So ruhig, daß ich unruhig wurde und sofort nach den Kätzchen suchte. Nirgends waren sie zu entdecken. Die Katzenmutter wurde zwar gesichtet, aber sie war allein. Bangen Herzens kletterte ich auf den Dachboden der alten Schmiede. Alles war ruhig und dann sah ich sie plötzlich im Heu liegen - tot .... noch ganz frisch, Stroh im Schnäuzchen .... sie mußten gerade erst gestorben sein. Es war so traurig!

Nun hatte ich die schwere Aufgabe, meinen Kindern den Verlust zu erklären, das heißt, ich fand ja nur zwei der Kleinen, eins fehlte noch .... aber wo war diese Eine?

Als ich den Dachboden hinabstieg und aufs Haus zuging, lief ein kleines weißes Kätzchen quer über den Hof - es war Willi oder besser Minka, wie wir sie dann nannten, als das Geschlecht feststand.

Minka blieb also bei uns und zog später mit in unsere Stadtrandwohnung, als wir den Resthof wieder verließen. Doch dort fühlte sich diese Landkatze gar nicht wohl. Sie büxte aus und war wochenlang verschwunden. Ich glaubte nicht, sie jemals wiederzusehen.
Es wurden Aushänge überall angebracht und eines Tages sprach mich eine Nachbarin an, es wäre eine junge weiße Katze in der Nähe einer Gärtnerei gesichtet worden. Sofort machte ich mich auf den Weg und dort fand ich sie auch - voller Flöhe!

Ich nahm sie also wieder mit nach Hause und mußte erst einmal etwas gegen die Flöhe unternehmen. Wir gingen zum Tierarzt - man weiß schließlich nie, womit sie da draußen in Berührung kam und ich hatte zu der Zeit kleine Kinder!

Doch Minka blieb unzufrieden, wollte nur weg und verschmutzte die ganze Wohnung, so daß ich meine Mutter, die sich mit Katzen gut auskannte, bat, die Katze für eine Weile zu übernehmen, was sie gerne tat. Denn mit den kleinen Kindern hatte ich zu der Zeit wahrhaftig mehr als genug zu tun. Und so kam es, daß meine Mutter zu ihrer ersten Katze kam.

Später nahm ich dann noch einmal aus Mitleid 3 Jungkatzen vorübergehend auf, da sie getötet werden sollten, denn die Besitzer der Mutterkatze wollten sie nicht. Es fand sich auch niemand, der die Tierchen haben wollte. So erbarmte ich mich, obwohl ich inzwischen drei noch kleine Kinder hatte, der Jüngste war noch ein Baby. Arbeit hatte ich also mehr als genug, dazu noch 3 Katzen? Eine Schnapsidee! Aber es ging alles gut. Die 3 waren sehr lieb und sogar sauber. Ich brauchte mich kaum um sie zu kümmern. Sie bekamen einen Schlafplatz im Flur, wo sie sich ganz wohlfühlten. 

Doch dann nahm das Schicksal seinen Lauf, denn 2 der Katzen fanden inzwischen Interessenten (alle drei hätte ich nicht behalten wollen und können!), die diese nacheinander abholten. Als dann nur noch Maja übrigblieb, ging eine Veränderung mit ihr vor. Sie war plötzlich nicht mehr sauber und beschmutzte regelmäßig sämtliche Teppiche. Gern erledigte sie ihre Geschäfte auch unter den Betten unserer Kinder - all unsere Zimmer waren damals noch mit Teppichboden ausgelegt. Es stank erbärmlich und die Zeit für ständige zusätzliche Reinigungsaktionen hatte ich nicht. Wir konnten den Teppich nur noch herausreißen. Und so beschloß ich schweren Herzens, auch dieses Kätzchen fortzugeben. Meine Mutter zeigte sich interessiert, auch da Minka alleine war, was ja nicht so optimal ist und so zog dann auch Maja zu meiner Mutter und hatte es dort viele Jahre lang sehr schön. Sie wurde 16 Jahre alt!  Minka lebte leider nicht so lange, denn als sie 10 Jahre alt war, bekam sie sehr rasant wachsenden Krebs und erlag ihrem Leiden schon sehr bald. Sie war und blieb Zeit ihres Lebens eine etwas wilde und bissige Landkatze, aber dennoch hatten wir sie alle lieb, genauso wie Maja. 


Als Minka gestorben war, wurde Maja sehr ruhig und hatte keine Lust mehr zum Spielen oder auf viel Bewegung. Meine Mutter machte sich große Sorgen um sie. Eines Tages lief ihr die weiße Kitty zu. Niemand vermisste das Tier, so daß sie es behalten konnte. Nun waren es also wieder Zwei und Kitty ähnelte Minka rein optisch sehr, nur dass sie extrem schmusig und lieb war, ganz anders als die stets kratzbürstige Minka.

Aber auch Maja war teilweise kratzig und bissig, wenn auch nicht so sehr wie Minka. Am zutraulichsten war sie bei meiner Mutter, ihrer Mama. :-) mit der sie auf dem obigen Foto auf dem Sofa schmust. Abend für Abend drückte sie meine Mutter mit ihren Pfötchen so sehr, boxte mit ihrem Köpfchen gegen Kopf und Oberkörper meiner Mutter und umarmte sie - so etwas Inniges hatten wir noch bei keiner anderen Katze erlebt.

Wenn es auch einige Zeit dauerte, bis Maja Kitty "angenommen" hatte, aber ab dem Zeitpunkt waren sie dann oft unzertrennlich. Und die erhoffte Veränderung trat ein, Maja wurde wieder lebendig. Die junge verspielte Kitty animierte sie dazu.

Dann jedoch war auch Majas Zeit gekommen. Meine Mutter trug schwer daran. Seitdem ist Kitty alleine. Zunächst trug meine Mutter sich noch mit dem Gedanken, eine neue Katze aufzunehmen, doch das konnte ich ihr erfolgreich ausreden, denn was sollte aus dem armen Tier werden?
Ab einem gewissen Alter macht es einfach keinen Sinn mehr, denn die Wahrscheinlichkeit, daß das Tier einen überlebt, ist hoch und dann landet es dort, wo man es nie hat sehen wollen ... im Tierheim oder Schlimmeres ... 
Wer im Alter nicht mehr sehr gesund ist, hat auch  Mühe, sich um ein Haustier adäquat zu kümmern. Daher sollte man es sich wirklich und reiflich überlegen, ob man so einer Tierseele so etwas zumuten sollte! Denn allzu oft sind es rein egoistische Gedanken, die den Menschen dazu verführen, sich ein Haustier zuzulegen.


Nun ist Kitty auch nicht mehr so gesund - immerhin steht auch sie jetzt im 16. Lebensjahr, wie damals Maja, deren Grab ich hier schon öfter (unter dem Label Katzen) gezeigt hatte. Es befindet sich aber leider im Waldgarten, dort können wir es nicht mehr besuchen.

Dünn ist die schneeweiße Prinzessin Kitty geworden und sie entwickelte zuletzt einen recht außergewöhnlichen Appetit - auf Kuchen zum Beispiel - den sie allerdings nicht darf. Doch meine Mutter hat Mühe, die Katze vom Tisch fernzuhalten. Geradezu aufdringlich will Kitty sich inzwischen über den Kuchen hermachen, wo sie früher nur die Nase rümpfte. Welch seltsame Wesensänderungen Katzen doch erleiden können, vielleicht so eine Art Alzheimer bei Katzen??? :-)

Das Leben mit einer alten kranken Katze ist nicht mehr sehr angenehm und genau das will ich hier zeigen. Ich kann mir gut vorstellen, daß einige dann sehr schnell mit der "Spritze" vom Tierarzt  zuzfrieden sind, denn wie heißt es so schön, ex und hopp - nur kein Leid mitansehen müssen, nur den Dreck nicht, den das Tier verursacht. Ein Haustier ist nur schön, wenn es kuschlig, eingermaßen sauber und vital ist .... wie viele Tiere einfach "entsorgt" werden, wo die Tierärzte "mitspielen", möchte ich nicht wissen! Dieses Vorgehen wird dann mit human entschuldigt. Klar, womit auch sonst, wenn man diese Umstände nicht möchte! Denn diese letzte Lebensphase bedeutet viel Arbeit, viel Unsauberkeit, genauso wie bei einem alten kranken Menschen auch! Und das soll sich die Welt ruhig einmal anschauen, bevor Haustiere angeschafft werden, denn auch diese Situation kann - sofern die Katze überhaupt so alt wird, eintreten, damit sollte man sich vorher schon beschäftigen, um zu wissen, ob ein  Haustier sich überhaupt für einen eignet.

Für uns eignete sich ein Haustier nicht wirklich!
Bei unseren Kindern hatten wir keinerlei Probleme mit deren Ausscheidungen, doch bei einem Haustier empfanden wir das stets ganz anders, tierisch eben. ;-)
Darin ist jeder Mensch anders und das haben andere Menschen gefälligst zu respektieren! Wir lieben Tiere sehr, aber viel mehr in der freien Natur! In Freiheit!
Jeder überlege sehr gut für sich selbst, ob er all das auf sich nehmen will.

Das Erbrechen tritt nun bald jeden Tag auf - meine Schwester tut mir echt leid, die damit immer zu kämpfen hat, neben dem Zusammenleben mit einer leidenden Mutter. Ich erlebe das Ganze ja mehr als Zuschauer und Besucher, aber wenn man ständig davon umgeben ist, kann das extrem belastend sein.

Zu diesem Thema - leidende, alte und sterbende Katze hat Silke, die ihre Katzen auf deren letzten Weg sehr liebevoll und engagiert bis zum natürlichen Ende begleitet hat,  in ihrem Blog ja schon ganz viel geschrieben..

Neben schönen Bildern von Katzen gehören auch diese Bilder zum Leben mit ihnen dazu und ich finde es wichtig, daß sie gezeigt werden! Denn es ist nicht immer alles nur plüschig, süß, kuschelig - mit Katzen oder anderen Haustieren. Das weiß zwar jeder, aber nicht alle glauben es auch und sind dann irgendwie überrumpelt, wenn es erst soweit ist ... dann ist der Gang zum Tierarzt, der  es "richten" soll, sehr schnell getan ... und die Tierärzte spielen mit, was bleibt ihnen auch anderes übrig, ähnlich wie bei den Abtreibungen. Wobei ich jetzt gegen niemand richten will, denn das muß jeder mit sich selbst ausmachen und seiem eigenen Gewissen! Ich verurteile auch niemand, der so entscheidet, möchte jedoch vor Augen führen, daß auch ein Tier auf ein lebenswertes Leben bis zum natürlichen Ende hat! Ganz genauso wie ein  Mensch auch!

Ein Tier kann sich  nämlich noch viel weniger gegen einen gewaltsamen künstlich herbeigeführten Tod wehren, wie wir Menschen!

Auch die meisten Menschen wollen wohl keine Todesspritze - das weiß ich auch aus berufenem Munde - die meisten lehnen es am Ende ab, selbst die sog. palliative Sedierung, die nicht unmittelbar zum Tode führt, sondern wollen das Ende ganz bewußt erleben und auch die Zeit davor! Wollen so lange wie nur möglich, am Leben teilhaben!



19 Kommentare:

  1. Liebe Sara,
    so liebe Miezen hattest Du!
    Ich wünsche Dir einen wundervollen Tag und ein frohes Osterfest!
    ♥ Allerliebste Grüße,Claudia ♥

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    1. Alle Drei waren und sind ganz Liebe, liebe Claudia, auch wenn Kitty eine kleine Kratzbürste war. Sie war ebe wie sie war - geprägt durch das Land und ihre Vorfahren. Ich habe es ihr nicht übelgenommen.

      Viele liebe Grüße und auch Dir ein frohes Osterfest!
      Sara

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  2. Guten Morgen liebe Sara,
    ein sehr aufrüttelnder und nachdenklich stimmender Post (ich werde ihn mir auf jeden Fall nochmals durchlesen bei gegebener Zeit).
    Ein Tier nur zu "erlösen", weil es älter, schwächer und nicht mehr so sauber ist das befürworte ich auf keinen Fall.
    Aber ich denke auch bzw. bin davon überzeugt, das man merkt, wenn das Tier so leidet unter Schmerzen, das dann der Tag des Abschieds naht.
    So war es mit unserem Strolch, lange trotzte er dem Krebs, bis er eines Tages aufhörte zu lachen. Der Vorwurf den ich mir (auch heute noch manchmal mache) ist der, das ich es immer wieder hinausgezögert habe mit ihm zum TA zu fahren.
    Er war als er wusste um was es ging so glücklich und entspannt wie lange nicht mehr, leckte noch einmal die Hand ... naja nahm Abschied.
    Liebe Grüße sendet
    Kirsi

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    1. Liebe Kirsi,
      das ist sicher sehr unterschiedlich, wie wir es ja auch bei den Katzen meiner Mutter erlebt haben. Weiter unten in den Kommentaren schrieb ich es schon, wie es bei Minka war. Sie starb trotz Krebs ganz friedlich. Man muß das wirklich abwägen, was das Beste für das jeweilige Tier ist. Minkas Abschied war denn noch ganz eindrucksvoll, sie führte meine Mutter noch an all ihre vertrauten Lieblingsplätze in der Wohnung mit bedeutungsvoller Gestik und Mimik und dann legte sie sich hin und schlief ein. All das wäre mit einer Spritze nicht mehr passiert. Es ist sicher sehr schwer zu entscheiden und jeder Haustierhalter wird sein Tier am besten kennen. Bei Silke/Wildwuchs unter Aufsicht und Graue Katzen hast Du sicher auch schon vom Abschied auch vom Kater damals gelesen. Manche Katzen können noch viel Lebensfreude trotz des Leides in der letzten Lebensphase haben. Genauso wie auch Menschen. Sogar bei meiner Mutti sehe ich das immer wieder. Es gibt Tage, an denen sie nur klagt, an anderen ist sie unternehmungslustig und vergisst einfach, daß sie kaum noch sehen kann. Sie genießt solche Tage noch sehr und das ist sehr schön, zu sehen.

      Alles Liebe
      Sara

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  3. Liebe sara, dies ist wohl einer der wichtigsten beiträge wenn es "um Tierhaltung geht"!
    es ist nun mal logischerweise nicht alles Gold was glänzt und nicht alles Friede/Freude/Eierkuchen wenn man mit anderen lebewesen zusammenlebt und mit ihnen ein Teilstück des Lebens zusammen geht. Auch Krankheit und Siechtum gehört (wie beim alten menschen) dazu es auszuhalten wenn das Alter kommt und die Hirnmasse geht.
    es gibt demente Katzen, ähnliche Krankheiten wie beim menschen wie Diabetes und Überfunktionsstörungen der Schilddrüse, Überempfindlichkeiten an Haut und Magen und tausend andere befindlichkeiten die sich verändern und verstärken können sobald der Lebensgefährte Tier das Alter übersteht.
    Du hast das eindrucksvoll geschildert.
    Jeder, der sich ein Tier anschafft ob gewollt oder unbeabsichtigt sollte sich darauf einstellen dass er sich damit auch schlechte zeiten ins Haus holt.Urlaub muss überbrückt werden. Kosten tut`s auch und das nicht wenig wenn sie krank werden. Das möchte natürlich nicht so sehr gerne im Bewusstsein sein wenn man sich ein Tier anschafft.Und damit auch die Jahre die man mit ihm verbringt.
    Verantwortung, Empathie,Vorsorglichkeit & Mitleid sollte immer bewusst sein.
    Die Todespritze aus Bequemlichkeit oder weil es sich "nicht mehr lohnt" ist keine Alternative und mehr als verwerflich und zeugt davon dass man nur egoistisch an sich denkt.
    Jedes Lewesesen bleibt nicht immer jung, unschuldig und bequem und wer die verantwortung nicht tragen kann oder will, sollte sich kein Tier egal welches anschaffen.
    herzlichst Angel...

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    1. So ist es, liebe Angel. Wenn man ein Tier nur unter dem Aspekt des Kuscheligen oder dass man einen Hund zum Ausgehen hat, ins Haus holt, ist das kaum der richtige Weg! Es landen ja auch mehr als genug Tiere wieder im Tierasyl, die ausgesetzt wurden.
      Ein Problem ist auch die heutige Fütterungsweise - ich bin überzeugt, daß die Tiere kaum an Krankheiten wie Diabetes leiden würden, wenn sie nicht mit all den Präparaten gefüttert würden. Im Zoo würde man den wertvollen Tieren so etwas niemals geben! Aber der Haustierhalter glaubt gern, was ihm die Werbung verspricht. ;-)

      Und die Kosten sollte man in jedem Fall VORHER mit einplanen, alles andere wäre zutiefst inhuman und reiner Egoismus!

      Daher sind wir glücklich ohne Haustiere, denn es gibt schon viel zu viele Tiere, die gezüchtet werden und später im Straßengraben landen. Das muß man nicht unterstützen. Und wir könnten eine adäquate Betreuung auch nicht gewährleisten, weil wir unser Leben nicht nach einem Tier ausrichten können. - Traurig um all die, die im Tierheim ihr Dasein fristen müssen!

      Liebe Grüße
      Sara

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  4. ein sehr schöner, aber auch trauriger Post.
    ja, man sollte sich vorher überlegen, dass ein Tier auch Arbeit bedeutet und nicht immer so niedlich und süß bleibt. und dass ein Tier auch alt und krank wird. unser Garfield hatte irgendwann eine Abneigung gegen sein Katzenklo - sei es, weil er es einfach nicht mehr wußte oder aber Schmerzen hatte, die er damit in Verbindung brachte - er hat sich dann unsere Badewanne ausgesucht .... nun ja, immerhin war es mit relativ wenig Aufwand wegzuputzen....
    allerdings bin ich der Ansicht, wenn es keine Hoffnung mehr gibt und die Qual zu groß wird, sollte man dem Tier Erlösung geben - unser Garfield erstickte langsam, bekam kaum noch Luft und das Wasser im Körper wurde immer mehr, alle Arznei half nicht mehr. das konnten und wollten wir ihm nicht antun.
    liebe Grüße
    Manu


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    1. Stimmt! Im Normalfall macht man das auch - nur diese Katzen fielen mir im wahrsten Sinne des Wortes in die Hände. ;-) Als wir noch auf dem Land wohnten, war das mit Minka absolut kein Problem, da wir eine Katzenklappe im Haus hatten, wo sie ständig ein- und ausgehen konnte. Auch waren da noch keine 3 Kinder auf der Welt. Doch als wir in die Stadtrandwohnung im 1. Stock umzogen, begannen die Probleme und Minka büxte uns aus. Es war ihr bei uns in der Enge der Wohnung ohne stets hinaus zu können mit den 2 kleinen Kindern wohl einfach "zu eng". Daher übernahm meine Mutter sie dann, wo sie sich auch sehr wohl fühlte.
      Und eben auch deshalb nehme ich wohlweislich kein Haustier mehr, denn ich könnte mich nicht in der Form drum kümmern, wie es notwendig wäre. Seit die Kinder aus dem Haus sind, schätze ich meine Freiheit einmal um so mehr. Denn durch Kinder ist man ja ähnlich angebunden wie durch Haustiere und das will ich jetzt die nächsten Jahre einfach genießen. :-)
      Ein qualvolles Ersticken ist natürlich kein "schöner" Tod, da sollte man sicher etwas unternehmen. Aber jedes Sterben ist ja anders. Manche schlafen auch einfach ein, wie einige Menschen auch.

      Liebe Grüße
      Sara

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  5. Mal schauen, ob ich mich jetzt zu Ostern mal aufraffe, weiter zu posten und auch in die Vergangenheit. Im Moment drücke ich mich noch immer davor, denn da fehlt plötzlich so viel im Leben - wohl auch, da die letzten Wochen mit ihr so intensiv waren.

    Ich hoffe Kitty schafft es alleine … Denn unser Tierarzt hatte vor einigen Wochen mal gesagt, dass es bei Katzen, die ständig erbrechen schnell kritisch wird - da leiden wohl die Leberwerte.
    Das Problem mit dem Erbrechen hatte unsere Maus ja kaum - sie hat dann irgendwann einfach aufgehört zu fressen, doch getrunken hat sie noch 1 1/2 Stunden davor. Allerdings wohl nur, da wir ihr in den letzten Tagen ständig das 'Heilwasser' reichten, nachdem sie sich sogar noch über den Zaun zum Teich im Nachbargarten aufgemacht hatte. Es ist wirklich erstaunlich, wie viel Energie so totkranke Katzen noch aufbringen können, wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt haben bzw. noch Ziele haben ...
    LG Silke

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    1. Ja, das kann ich mir gut vorstellen, liebe Silke!
      Das mit Kitty - da werden wir sehen. Sie soll nicht unnötig leiden müssen! Bis jetzt ist es aber noch nicht so weit. Sie ist zwar krank, aber noch nicht todkrank im äußersten Sinne. Das Erbrechen ist auch nicht täglich aber doch öfter mal. Appetit hat sie sehr viel, viel mehr als früher. Gestern brachte ich meiner Mutter einen Goldlack mit und sie stürzte sich gleich auf ihn, um ihn anzuknabbern. Alles muß man vor ihr in Sicherheit bringen, auch Kuchen neuerdings. ;-) ;-)

      Das mit dem Heilwasser ist ja witzig! Was beinhaltet dieser Teich denn für ein Wasser?

      Ja, die Energie bleibt lange, das habe ich bei den anderen beiden Katzen auch erlebt. Minka, die erste Katze vom Land führte sogar meine Mutter, als es dann endgültig ans Sterben ging, in der gesamten Wohnung herum, noch einmal an alle altvertrauten Plätze mit einem Blick voller Abschied. So können Katzen sein! Erst dann legte sie sich nieder und starb ganz friedlich in den Armen meiner Mutter. Eigentlich hatte sie noch auf meine Schwester gewartet, aber diese war unterwegs und schaffte es nicht mehr rechtzeitig.

      Liebe Grüße
      Sara

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    2. Dann braucht sie aber wirklich Grünzeug, auch wenn sie es teilweise wieder ausbricht. Bei Allegra kommt auch selten Fell mit raus, aber sie war ja schon immer unser Grase-Schäfchen. Und auch Maus hatte in den letzten Wochen vor ihrem Tod - bevor sie das Fressen ganz einstellte häufiger als sonst am Gras geknabbert.
      Wenn Kitty noch nicht alles was sie frißt wieder ausbricht, ist das ja noch im erträglicheren Bereich. Das hatte ich dann falsch verstanden. Allegra hatte auch schon häufiger solche Phasen. Da war es meist das Trockenfutter, was wieder hochkam, da sie es ja nicht mehr kauen kann. Aber ohne diese 'Bonbons' ist sie richtig unglücklich.
      Vom Kuchen hast Du ja schon häufiger geschrieben. Ist das nun der Zucker, Hunger allgemein oder vielleicht die Sahne, die sie lockt? Unser erster Kater hatte als Katzenkind mal unbemerkt die Sahne von der Festtsgstorte abgeschleckt. Allegra mag lieber Joguhrt und Maus liebte Parmesan.
      Und wenn ich mir die Fotos von Kitty anschaue, dann kann ich mir gut vorstellen, dass sie jetzt ständig Hunger hat.

      Das 'Heilwasser' ist eigentlich nur ein Gemisch aus einem schattig gelegenen kleinen Betonbecken mit Sumpfschwertlilien und Regenwasser vom Dach. Aber anscheinend war es bekömmlicher als unser Teichwasser. Denn sonst wäre die Maus nicht 2x an einem Tag über den Zaun geklettert, um dort zu trinken ...

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  6. Liebe Sara,
    schöne und auch nicht so schöne Zeilen und Zeiten. Das gehört zum Leben wohl dazu.
    Als ich noch Pferdestallbetreiber war, hatte ich dort mal einen Wurf Kätzchen von einer umherstreunenden Katze. Eine schöne dreifarbige Katze nahm ich für uns mit nachhause, ein getigertes Katerchen bekamen Nachbarn. Schon am Tag darauf waren die restlichen Kätzchen weg. Keine Ahnung, ob von Mutter oder Vater verschleppt. Unsere Katze war eine echte Zicke und terrorisierte unseren Hund. Es war so schlimm, das wir sie getrennt wegsperren mussten, wenn wir außer Haus waren. Uns gegenüber war sie auch reichlich kratzbürstig. Als wir sie einmal von einem Baum in der Nachbarschaft retteten, war der Dank ein Kratzer quer mit der Pfote über den Hals. Nachbars Kater dagegen wurde ein richtiger Schmusebär und hat viele schöne Jahre gehabt. Unsere Kratzbürste fand es dann wohl auch doof bei uns und ist ausgewandert. Wir vermuten, sie ist in ein Handwerkerauto gestiegen und mit ihm entschwunden. Zu der Zeit waren noch reichlich Bauarbeiten in der Straße und stets offene Autos.
    Liebe Grüße
    Karen

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    1. Schon seltsam mit Katzen, liebe Karen. Aber ich las es schon in anderen Blogs. Die Jungen werden wohl gern mal irgendwohin geschleppt, z.B. auf fremde Dachböden. ;-) Wie es ja bei uns auch der Fall war auf dem Boden unserer damaligen alten Schmiede, einem Nebengebäude.
      Und wie unterschiedlich sie charakterlich auch sein können! Minka, die Landkatze war wirklich auch sehr kratzbürstig. Sie hat mich JEDES Mal gekratzt, wenn ich auf Besuch kam, doch ich hatte sie trotzdem lieb, sie war ja sowas wie mein drittes Kind damals :-) als ich erst 2 Kinder hatte ... bis sie dann zu meiner Mutter kam.
      Ich trug die kleine 2 Wochen alte Kitty ja sogar im Schal am Körper, weil sie eine Zeitlang nicht mehr fressen wollte, war also anfangs ihr Mama-Ersatz. Trotz alledem kratzte und biss sie mich fröhlich. Diesen "Dank" kenne ich also auch *lach* - wie ein ungezogenes Kind! ;-) :-) Es sei ihr vergeben ... ;-)

      Die andere beiden Katzen waren ganz anders. Vielleicht brauchen Landkatzen auch andere Gene, die immer draußen leben. Über unserem Grundstück kreisten manchmal Raubvögel, wenn die jungen Katzen draußen waren. Ich kann mir gut vorstellen, wie manchmal Kämpfe der Elternkatzen mit diesen Vögeln entstehen.

      Liebe Grüße
      Sara

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  7. Liebe Sara,
    das Leben mit einer Katze ist eine Bereicherung, finde ich jedenfalls. Die Jahre, in denen das Tier gesund ist, sollte man genießen. Natürlich gehören auch Putz- und Waschaktionen dazu. Bis auf meinen ersten Kater (der kam eines Tages nicht mehr nach Hause) habe ich alle meine Katzen bis zu ihrem Tod begleitet. Es bricht einem das Herz, wenn die Katzen hinfällig werden und man hofft immer auf ein Wunder. Irgendwann ist klar, dass dieses Wunder nicht mehr passiert und man diesen einen gefürchtete Telefonanruf beim Tierarzt tätigen muss. Dieser Weg ist mit das Schwerste, was ich mir nur vorstellen kann, aber manchmal muss man ihn beschreiten. Aus Bequemlichkeit ein Tier zu töten, was man doch angeblich geliebt hat, trifft bei mir verständlicher Weise auf keinerlei Verständnis.
    Ich hoffe, die Kitty wird wieder gesund. Aber bei euch ist sie ja in verantwortungsvollen Händen.
    Alles Liebe und Gute und
    viele liebe Grüße
    Ursula

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    1. Liebe Ursula,
      ich mag Katzen auch sehr, doch bei uns zuhause können wir keine Haustiere halten, denn dafür sind wir zu viel unterwegs und ist unser Leben zu unregelmäßig. Um ein Tier muß man sich zuverlässig und regelmäßig kümmern können. Das war bei meiner Mutter eher gegeben. Und da hatte ich dann auch noch etwas davon, wenn ich die Tierchen immer mal besuchen konnte.

      Ja, es ist traurig mit anzusehen, wenn die Tierchen alt und gebrechlich werden, genauso wie es beim Menschen auch ist. Ich habe ja derzeit 2 "Fälle" vor Augen, Kitty und auch meine Mutti, die immer so stark war - das tut weh, mitanzusehen!
      Die Katzen meiner Mutter starben bisher ohne tierärztliche Hilfe auf natürlichem Wege. Bei einer von beiden hätte ich es mir im Nachhinein betrachtet, wirklich überlegt. Aber da war es eh schon zu spät und solche Dinge passieren auch immer gern am Wochenende. Jeder Tod ist anders.

      Erstaulicherweise berappelt Kitty sich immer wieder und kann sogar noch wie ein junges Fohlen springen. Bei alten Menschen ist es ähnmlich, einen Tag so, den anderen so. Man weiß nie, wie es am nächsten Tag sein wird. ;-)
      Gesund wird Kitty wohl nicht mehr werden können, genauso wie meine Mutter, aber daß sie auf noch erträgliche Weise den Rest ihres Lebens verbringen kann, das wünsche ich ihr auch. Natürlich ist sie auch in tierärztlicher Überwachung. Nur das letzte Mal in der Tierklinik mußte man sie nach Hause schicken, weil sie dort gar nichts mehr zu sich nehmen wollte. ;-) Manchmal sind eben auch Tierärzte machtlos. Vielleicht auch besonders bei Katzen, die ja für ihren Eigensinn bekannt sind. ;-) ;o)

      Liebe Grüße
      Sara

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  8. Liebe Sara,
    das Leben mit Katzen ist erfreulich und manchmal auch traurig.
    Deine Zeilen zeigen das. Man sollte die tiere auf keinen Fall
    leiden lassen. Sie kann man erlösen - das haben die Tiere uns voraus.
    Einen angenehmen Wochenteiler wünscht Dir
    Irmi

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    1. Es ist wie bei uns Menschen, liebe Irmi, ein Auf und ein Ab. In der Natur sterben die Tiere auch ohne Eingriff und unsere bzw. die Katzen meiner Mutter hatten ähnlich wie Silke's Kater trotz alledem noch Freude an ihrem kärglichen Leben am Ende. Nur wenn das Leid allzu schmerzhaft ist, denke ich auch, daß man dann etwas tun kann. Ansonsten halte ich mehr davon, der Natur ihren Lauf zu lassen, wie ich es als Mensch auch haben wollen würde, ähnlich wie bei allen künstlichen Eingriffen bei Geburten, die längst nicht immer zum Vorteil sind für beide Seiten.

      Liebe Grüße und ich wünsche Dir schon mal ein schönes Ostefest, sollten wir bis dahin nicht mehr voneinander hören!
      Sara

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  9. Liebe Sara,
    ich bin bei Dir vorbeigekommen, um Dir schöne Osterfeiertage zu wünschen. Dabei habe ich ein bisschen in Deinen Einträgen und Bildern geschwelgt. Ja, der Frühling mit seinen vielen Blüten ist einfach wundervoll! Ich liebe ihn jedes Mal aufs Neue. Ohne den Winter würden wir uns doch gar nicht so sehr auf ihn und über ihn freuen.
    Ja, die Haltung von Katzen beinhaltet auch die Krankheiten und den Tod. Meine Blacky und Teddy konnten eines natürlichen Todes sterben. Es war jedoch sehr schrecklich für mich, sie so leiden zu sehen. Auch wenn ich ihnen ein bisschen mit Bachblüten helfen konnte. Die eine Mohrle, die den Tumor am Rücken hatte, haben wir jedoch vom Arzt erlösen lassen. Sie konnte nicht mehr laufen. Das ist anders als beim Menschen, wo es Gehhilfen und Rollstühle gibt. Bei ihr war es aber ein schreckliches Leiden, und da zusehen zu müssen, war auch sehr schwer für mich.
    Es ist schwer, hier als Katzen-Besitzer abzuwägen, was fürs Tier das Beste ist. Ich bin für es verantwortlich, ich muss auch für sein Wohlbefinden und seine Gesundheit sorgen. Sonst hätte ich mir kein Tier anschaffen dürfen.
    Da hast Du sehr recht.
    Beim Menschen bin ich ohne Wenn und Aber gegen die "Sterbehilfe". Es ist ein zu umfassendes Thema für einen Kommentar, aber ich finde, wir sollten nicht Gott spielen.
    Trotzdem ich kaum noch blogge, denke ich oft an euch Bloggerkolleginnen und -kollegen.
    Und ich wünsche Dir von Herzen ein Frohes Osterfest und friedliche und besinnliche Tage.
    Alles Liebe, Irmgard

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    1. Liebe Irmgard,
      entschuldige bitte, wenn ich erst heute zum Antworten komme. Gelesen hatte ich Deinen Kommentar schon und auch Deinen Blog aufgerufen, aber es blieb bei dem frommen Wunsche. Du kennst das zeitliche Problem ja auch!
      Und ich freue mich, daß Du hierhergefunden hast!
      Wenn ein Tier sehr oder unermesslich leiden muß, sollte man schon etwas unternehmen, das denke ich auch.
      Nun kann ich Dir nur noch einen schönen Rest-Feiertag wünschen und denke, auf dem einen oder anderen Wege lesen wir uns immer wieder. Später besuche ich Deinen Blog noch.

      Alles Liebe für Dich, viele liebe Grüße
      Sara

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