Montag, 1. Februar 2016

Ein Ausflug zum Salzgitter-Höhenzug und eine Wasser-Burg



Wer hätte DAS auch gedacht, daß es hier auf einen Waldweg geht! Mitten im Wald! ;-) ;-)
Dieser typisch deutsche Schilder-Wald ist doch oft belustigend!



Das nun war unser Einstieg - an diesem Kiosk vorbei - zu unserem Wochenendausflug in diese Gegend, den Salzgitter Höhenzug Nord, der offiziell so allerdings nicht bezeichnet wird.

Salzgitter Höhenzug mit Wanderwegen

Kleine Ortskunde für alle, die diesen Ort nicht kennen: 
Salzgitter ist eine größere Stadt, die sich aus vielen einzelnen Städten bzw. 31 Stadtteilen zusammensetzt und liegt im nördlichen Harzvorland im Südosten von Niedersachsen. Durch die riesigen Eisenerzvorkommen, die schon um Christi Geburt bekannt waren, ist diese Gegend stark vom Bergbau geprägt aber auch durch Solequellen, wodurch diese Stadt auch ihren Namen trägt. Auch im Stadtwappen finden sich zwei Salzhaken, die mit der Salzgewinnung zusammenhängen. Heute existiert noch ein Thermalsolbad in Salzgitter-Bad.

Eigentlich wollte ich schon nach den ersten Leberblümchen Ausschau halten . . . doch darüber in einem separaten Post mal mehr. In unserem Garten waren schließlich die ersten Blüten bereits aufgegangen.  Doch kann ich vorab gleich sagen, wir haben dort KEIN EINZIGES blühendes Leberblümchen entdeckt!

Dafür empfing uns gleich am Anfang diese Kornelkirsche.



Nagellack uma Colour Effect green glitter - auch ich liebe den tollen Schimmer-Effekt und habe diesen Lack deshalb mal wieder hervorgeholt, denn derzeit ist es draußen immer noch so ziemlich grau-in-grau. ;-) Keine bezahlte Werbung, Verlinkungen meiner Nagellacke aus freien Stücken, damit ich später noch weiß, was ich jeweils auf den Nägel getragen habe!

Viel Moos - besonders auch Sternmoos besiedelt diesen Auewald. (Wobei es scheinbar noch eine weitere Art "Sternchen-Moos" (Sagina subulata) gibt, die jedoch nicht zu den Moosen zählt ...)


Doch dieses Moos - denn ich vermute, es ist Moos - mit der LebensbaumblattartigenStruktur, kenne ich leider nicht. Und müßte auch erst lange nachforschen, wofür mir die  Zeit fehlt. Daher verlinke ich hier eine spezielle Seite zu den Moosen, da kann sich gerne schlau machen, wer möchte.

Einführung in die Moose (Bryophyta)
Moose, Farne und Schachtelhalme 
Waldartenlisten der Farn- und Blütenpflanzen,Moose und Flechten Deutschlands



Einmal mit und einmal ohne den Größenvergleich in Bezug auf die farnartigen Strukturen



Mögliche Ziele ... Den Reihersee besuchten wir bereits 2013 - es wäre nicht ratsam gewesen, bei diesem derzeit extrem matschigen Boden ohne Wanderstöcke den von dieser Seite aus sehr steilen, abschüssigen Weg dort hinab zu nehmen.



Diesen See werden wir aber im Frühling oder Sommer wieder besuchen. Schließlich wachsen dort die sehr seltene Raue Armleuchteralge, seltene Orchideen sowie das Kleine Tausendgüldenkraut.




Der Zweck dieser Anlage erschloss sich uns nicht so ganz - es gluckerte darinnen recht lebhaft ... wie dieser Wald überhaupt von zahlreichen Bächen und Rinnsalen geprägt ist.
Hier in der Nähe fließt die Fuhse und vermutlich befanden wir uns hier in einem der Überschwemmungsgebiete der Fuhse.



Ein Lebensbaum - mitten im Wald .... ein seltener Anblick in unseren Wäldern!


Auch Eiben hatte es hier und es duftete außerdem herrlich nach Tanne . . .



Und so viele Misteln . . . von denen ich nur diese hübsch kugelige fotografierte ...






6 Rundwanderwege zu den Stempelstellen 

Landmarken dieser Gegend 

Wilde Wasser zähmt der Wald

Geopfad Salzgitter-Bad 





Und was mögen das wohl für Kästchen sein?



Im Wald war es ziemlich matschig - es war auch flora- oder faunamäßig noch nicht allzuviel zu sehen, zumal sich das Wetter nicht sehr angenehm zeigte. Nasskalt und es  fing bald schon an zu regnen.  Überall bildeten sich Rinnsale, das Wasser plätscherte von den Höhenlagen in die Tiefe und weichte den Boden auf.

Holzpolter begegneten uns links und rechts des Wegesrandes.



Irgendwann verließen wir den Wald dann wieder und schauten uns im Ort um. Dort besichtigten wir die Wasserburg, die wir 2013 schon einmal besuchten. Wahrscheinlich habe ich damals im Blog jedoch darüber nichts gepostet.

Diese Burg ist schon sehr alt, sie wurde ca. 1000 erbaut.



Von dieser Burg habe ich von der Außenseite eine Panorama-Aufnahme per Smartphone gemacht, die wohl einigermaßen gelungen ist. Unter den Verlinkungen sind einige weitere Bilder zu sehen!


Und da es von 2013 hier noch keine Bilder gab, gibt es heute eine Gegenüberstellung - das obere Bild der folgenden Gebäude wurde jetzt aufgenommen, das Bild darunter im September 2013.




Im nächsten Gebäude war ehemals ein Pferdestall, der im September 2013 wohl noch nicht fertig renoviert war. Er dient nun Veranstaltungen. Auch ist im Gebäude ganz links im Bild nun eine Turnhalle, die sog. Burg-Sporthalle, untergebracht. Ihre Lage ist auch auf dieser Karte einsehbar. Wir wurden darauf durch laute Kinderstimmen und lebhafte Geräusche aufmerksam.



Schöne Ideen, was sich  aus einer verfallenden Burganlage so machen läßt.




Ebenfalls Bilder aus 2013: 

Zu welchem Zwecke dieser Unterstand wohl gedient haben mag? Ob er Pferden Schutz gab? Oder den ersten Benzin-Karossen? So wie heute?




Und es gibt auf diesem Gelände offensichtlich noch immer Handlungsbedarf, wie dieser alte Schafstall zeigt ... doch die weitere Instandsetzung würde 8,7 Millionen Euro verschlingen . . .



Fonts Segoe Print & Jester


Da hat mein lieber Mann wohl nicht bedacht, daß der uralte Baum etwas sehr weit weg ist ... und damit ich selbst auch - andererseits sollte dieser Methusalem ganz aufs Bild, was anders kaum möglich gewesen wäre. Nur zum Größenvergleich habe ich mich danebengestellt . . .



Daher hier noch einmal ein Bild aus der Serie als Auszug - leider nicht sehr scharf - die Entfernung war für die defekte Bridge-Cam einfach zu groß. Doch man sieht hoffentlich das nun schulterlang gewordene Haar . . . Wanderstiefel waren obligatorisch - ebenso warme Hosen, eine warme Steppjacke, denn die Temperaturen  bewegten sich hier um den Nullpunkt! Und alles in meiner Lieblingsfarbe. :-) Nur das Untendrunter war freilich nicht schwarz. Und auch die Stiefel nicht. Diese Stiefel sind hier noch einmal besser zu erkennen. Mit den längeren Haaren bin ich jetzt schon sehr zufrieden, denn sie wirken viel mädchenhafter. Kurzes Haar hat doch oft was Androgynes.




Und auch das kleine Häuschen nahm ich bereits 2013 auf - nur aus einer anderen Perspektive . . .


2013 konnte ich jedoch so Einiges nicht fotografieren, wie den Innenhof mit dem schönen Torbogen. Vielleicht hatte ich den Post auch deshalb auf später verschoben . . .



Überall hingen hier Ketten mit Lampen . . . ob noch von Weihnachten oder aufgrund von Veranstaltungen, vermag ich nicht zu sagen.




Seit 1986 kümmert sich ein Förderverein um diese Burganlage. Und hier finden auch immer wieder Events statt.

Alles in allem eine interessante Gegend, in der wir in der Vergangenheit auch die Nachbarorte bereits besuchten, worüber ich an verschiedenen Stelle bereits berichtete, so wie hier oder hier und hier oder auch hier und hier.