Sonntag, 14. April 2019

Der Garten wird auf den Kopf gestellt ...



Und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn das ist nicht nur so dahingesagt ...
mich/uns nerven mittlerweile die Abertausend Ahornsämlinge, sie sind in diesem Jahr einfach eine Katastrophe! Wir können ganztätig  im Garten jäten und Land ist immer noch nicht in Sicht und das Tage um Tage .... so geht es einfach nicht mehr weiter, da schafft man nichts anderes mehr!



Überall im Garten kommen sie aus dem Boden hervorgesprossen und ehe man es sich versieht, sind sie so groß, wie das mit dem roten Pfeil markierte Mini-Bäumchen, wachsen dazu noch an den unzugänglichsten Stellen ...



Nun sind für mich weder Folie noch Kies eine Lösung!
Ich müßte dazu auch den halben Garten auskoffern lassen - dafür wächst überall zu viel und nicht alles will ich einfach wegwerfen oder neu einpflanzen müssen, manches ginge auch gar nicht, wie z.B. die Rosen, die schon sehr tief wurzeln!
Was her muß, ist also ein dichter Bodenbewuchs, damit die Ahornsamen erst gar keine Chance haben.

Im Terrassenbeet funktioniert das mit dem Efeu ja schon ganz prima! Nur will ich nicht den gesamten Garten voller Efeu, auch wenn das die beste Lösung wäre, was die vielen Sämlinge betrifft. Doch zwischen dem Efeu wächst eben auch anderes dann kaum noch.


Bild vom 4.3.19

Ich mag natürlich sehr das frische Efeugrün, wie es hier im Mai letzten Jahres zu erkennen ist. Es sieht viel schöner aus, als dieses olle stinkige Rindenmulch! Das zudem noch mit dem Auto erst mühsam herangeschafft werden muß, von den Kosten ganz abgesehen.

Das eine oder andere Kräutlein schummelt sich auch hier einmal dazwischen, doch weitaus weniger als in anderen Beeten und daher auch einfacher zu entfernen.



Mein Mann würde den wildgewordenen Garten ein von mir selbst erzeugtes Problem nennen, denn nach seinem Geschmack habe ich einfach zu viel gepflanzt.
Etwas Rasen, der dann auch we-sent-lich einfacher zu mähen wäre, ein paar Blumen und Büsche reichen doch ... aber nein, da muß Frau sich unnötig Arbeit beschaffen ... und dem Mann mit dazu.
So ganz unrecht hat er ja nicht 

Andererseits kommen ihm gerade die Heilpflanzen, die ich im Garten mit Argusaugen hüte, zugute, da er derzeit nicht ganz gesund ist.

Und da kam mir die Idee, speziell das Schöllkraut als Bodendecker für eines meiner Beete zu verwenden und all das andere langsam wachsende Zeug dafür auszureißen. So schlecht sieht das Schöllkraut nun wahrhaftig nicht aus, außerdem ist es immergrün, die Rosette bleibt auch im Winter. Es müssen ja nun wirklich nicht immer Kulturpflanzen sein! Und das Schöllkaut vermehrt sich schnell und gut. Es ist ein wunderbares Mittel gegen allerlei Leiden, angefangen von Hauterkrankungen bis hin zu Augenleiden und auch die Pharmaindustrie verwendet es in ihren Mitteln.

Das Gelb der Blüten ist freilich gewöhnungsbedürftig - auf gelbe Blüten bin ich nun mal nicht sehr scharf! Ich könnte sie allerdings beizeiten abschneiden, um sie nicht in größerer  Zahl ertragen zu müssen.

Das Schöllkraut erreicht übers Jahr schon eine gewisse Höhe, wie das folgende Bild vom Mai 2014 zeigt, daher ist es gut zu überlegen, wo überall ich es wachsen lassen werde. Bislang durfte es nur ganz hinten im Garten wie auch am Terrassenhang stehen. Nur sind es derzeit etwas wenig Blättchen, die wir davon ernten können, so dass wir uns nun noch im Wald bedienen müssen.  Leider herrscht ausgerechnet in DEM Wald, in dem es gut wächst, das Eschensterben (verursacht durch einen Pilz) und ich kann nicht ganz sicher sein, ob dagegen - außer dem massenhaften Fällen der Bäume - nicht auch Mittel eingesetzt werden, die wir lieber nicht zu uns nehmen sollten! Denn was macht der Mensch gegen Schadpilze, na ? ? ?

Leider habe ich es schon einmal erlebt, dass die Bevölkerung nicht so informiert wird, dass es für alle offensichtlich ist, dass man sich lieber nicht an den Früchten des Waldes bedient!

Es soll ja - hoffentlich - bald wärmer werden und dann sprießt unser Schöllkraut - hoffentlich - ganz rasch ... so dass wir gar nicht erst auf "fremdes" angewiesen sein werden.





Im Bild ganz oben von Mai 2011 ist der Blütenstand in Großansicht zu sehen.

Ein Pflanzenkundiger kann dieses Heilkraut verwenden, wenn er die genauen Dosierungen kennt!    Entgegen dem, was die Pharma-Industrie gerne behauptet! Natürlich sind diese Pflanzen in Garten und Natur kostenlos und das kommt nicht jedem zupaß!
Aber wie gesagt - ich rate dem Laien davon ab, denn man muß schon SEHR genau wissen, was man tut! Im Post von 2011 war ich näher darauf eingegangen. Man hat das Schöllkraut wie auch andere Heilpflanzen schließlich seit Menschengedenken verwendet. Zu der Zeit hatten die Menschen gar nichts anderes. Unsere heutigen Medikamente gibt es ja noch gar nicht so sehr lange! Außerdem enthalten einige von ihnen auch nichts anderes als .... Pflanzen ...

Heute "züchtet" man mittels moderner Medizin eher lebende Leichname als gesunde alte Menschen.  Übertherapiert mit oft mehr als 10 Medikamenten, multimorbid und letztendlich durch den Chemie-Cocktail vergiftet - kein Wunder, wenn dann Nieren und Leber irgendwann ihren Dienst versagen ...

Wir nutzen lieber die großen Heilkräfte der Natur, wie auch die heilkundige Maria Treben, der französische Heiler Maurice Mességué, Pfarrer Kneipp und Pfarrer Künzle, der seine Gemeinde einst nur mit Heilpflanzen vor der schweren Grippeepidemie bewahrte. Da kein Arzt in seiner Gemeinde in den Bergen zugegen war, behandelte er die Leute selbst! Auch wenn auch das heute "selbstverständlich" angezweifelt wird, wie alles, was recht hat!

Aber so ist das, wenn man gegen den Strom schwimmt - das haben ja schon die vermeintlichen "Hexen" des  Mittelalters bei lebendigem Leibe zu spüren bekommen! Man kann von Glück sagen, dass es heute nur beim mündlichen oder schriftlichen Mobbing bleibt, wenn man von der Eigenbehandlung mit Heilpflanzen (die nicht jedermann geläufig sind!) berichtet und man nicht gleich auf dem Scheiterhaufen landet!!!

Da kommen mir Arbeiten wie diese gerade recht ...


Demnächst fahre ich mit anderen Heilkräutern fort ... es hat sich da so einiges ausgesamt bzw. ist am Wuchern, wie der Beinwell .... doch das in einem nächsten Post.

Freitag, 12. April 2019

Der Flieder beginnt zu blühen, aber es ist SO kalt!


Diese Fliederfotos habe ich am 12. April aufgenommen und unter dem Datum werde ich sie auch sogleich posten.

Am 8. April 2017 konnte ich nur sehr kleine Fliederknospen im Bild festhalten. Diese Vergleiche zwischen den Jahren finde ich immer sehr interessant!

Leider hatte ich nie wirklich den eigentlichen Beginn der Fliederblüte in meinem Blog vermerkt, jedenfalls finde ich nichts.
Und so üppig wie noch 2015 wird der Flieder wohl vorläufig auch nicht mehr blühen, denn schon 2014 mußte ich mit dem Rückschnitt beginnen, weil er untenherum verkahlte, während er nach oben hin immer länger ausschoss. Jetzt nehme ich Jahr für Jahr einen alten "Stamm" - eher Stämmchen - heraus und versuche alles dauerhaft auf eine passable Höhe zu bringen.

Auch einen weißen Flieder (aus einem Ableger des bisher einzigen weißen Flieders am Zaun) siedelte ich inzwischen im Terrassenhang mit an. Ich mag es, wenn verschiedene Fliederfarben ineinander überfließen.





Ein Trieb der Rose 'Lykkefund' hängt sich hier so malerisch ins Bild vom Pflaumenbaum herab, in dessen Bereich ich da gerade stehe, um den Flieder aufzunehmen.

Bei dem Wetter alles grau-in-grau ... trotz der gutem Kameras keine besonderen Fotos ... doch dafür realistisch! Es ist gefühlt einfach viel kälter, ganz anders als im letzten Jahr, obwohl es da auch erst um den 22. April herum so richtig warm, ja heiß, wurde - das weiß ich deshalb so genau, weil ich zu der Zeit nach Essen fuhr, um ua. Helena Bonham Carter zu treffen.


Den Reineclauden-Baum habe ich am 11. 4. von oben aufgenommen - er blüht in diesem Jahr wieder ziemlich üppig - später werden die Rosen ihn ein weiteres Mal erblühen lassen.


Samstag, 6. April 2019

Foxtrott tanzt immer noch ...



Wen es wundert, dass ich immer noch hier bin ... ich fand leider noch nicht die Zeit zu wechseln, aber das wird kommen! Mein Alltag ist derzeit so angefüllt mit Aktivitäten, dass ich schon den Schlaf ausfallen lassen müsste, um all das zu erledigen, was zu den reinen Hobbies zählt. Und das geht ja nun gar nicht! Außerdem steht noch eine Reise an, auf die ich mich auch sprachlich vorbereiten muß.

Heute wieder einen Tag mit Garten"arbeit" verbracht - von Vormittags um 11 bis abends, bevor es dunkelte ... es war endlich einmal sonnig und an anderen Tagen war einfach keine Zeit.

Millionen Ahorn-Keimlinge!


Es gibt doch mehr zu tun, als man vorher immer glaubt ... vor allem die Millionen Ahorn-Keimlinge. Läßt man sie etwas länger stehen, sind es schon kleine Bäumchen, die nur noch schwer aus der Erde zu bekommen sind. Am liebsten würde ich den Ahorn-Baum, der am Ende des Gartens steht, fällen lassen!!! Andererseits spendet er natürlich reichlich Schatten und letztes Jahr war ich wirklich dankbar für diesen Baum, wie für jeden anderen auch.

Doch der Reihe nach ...


Die Tulpe Foxtrott blüht in diesem Jahr nicht so reich, wie in anderen Jahren. Das ist aber nicht der Witterung geschuldet sondern liegt höchstwahrscheinlich an den vielen Glockenblumen, die sich im Beet unterhalb der dunklen Magnolie ausgesamt haben.




Im guten Glauben, dass beide in Eintracht miteinander gedeihen, habe ich die Glockenblumen bei den Tulpen stehen lassen. Zu dicht bei einigen, die nun die Tulpen im Wachstum behindern. Also werden sie ausgerupft. Da nun aber sowieso keine Blütenknospen mehr erscheinen, kann ich mit dem  Ausreißen auch noch bis zur Blüte der Glockenblumen warten.



Die meisten Tulpenblüten befinden sich noch im grün-weißen Stadium - lediglich zwei Blüten sind schon ins zarte Rosé übergegangen. Sie stehen wohl an der besonntesten Stelle.

Auch die vielen Muscari, die vom Seitenstreifen unterhalb des Terrassenhanges gern nach hier ausgewandert sind, werden an dieser Stelle nicht bleiben können, schließlich sollen sich in diesem Beet die Gedenkemein wie ein Teppich ausbreiten können.




Bilder von der Gartenarbeit wird es dieses Mal nicht geben - dafür einen kleinen Querschnitt, was alles blüht. Es reicht, wenn ich für mich notiere, dass wir außerdem die Baumscheiben am Gehsteig gejätet und den Zaun versäubert haben.



Außer dem Jäten der Ahornkeimlinge und des Giersch bin ich zu fast nichts anderem gekommen. Nur ein paar Wunderblumensamen kamen noch in einen Baueimer in die Erde.

Manchmal wächst einem der Garten buchstäblich über den Kopf!
Wie gut, dass ich es bisher nicht wahr gemacht habe, all diese Dinge zu bestellen! Es ist besser, wenn die Vernunft siegt! Weder ist noch ausreichend Platz vorhanden noch reicht die Zeit für all das. Doch ein bisschen träumen kann ja nie schaden ...



Und auch wenn ich mich dagegen ausspreche, nur von GartenARBEIT zu reden, graust es mir dennoch gerade davor, dass es bald schon wieder so aussehen könnte! Doch nicht wegen der Tätigkeiten als solchen sondern der mangelnden Zeit und das alles dann im Laufschritt erfolgen muß zwischen diversen Terminen. Das ist das Einzige, was ich daran hasse!

Die schönen Dichternarzissen, von denen noch einige neue hinzugekommen sind, so dass sie nun an mehrerne Stellen den Garten verschönern.



Überhaupt - die Narzissen ... 2016 habe ich sie in einem Narzissen-Post verewigt - nein falsch, ich habe den Post erst jetzt geschrieben und auf 2016 rückwirkend datiert!  Davon fehlen inzwischen schon einige. Doch höchstwahrscheinlich habe ich sie selbst dezimiert, indem ich an den Stellen herumngegraben und anderes eingepflanzt habe.

Nun geht es in die hinteren Ecken des Gartens ... welche Tulpen habe ich hier nur gepflanzt?? So sieht das dann aus, wenn man nicht mehr regelmäßig und fortlaufend Gartentagebuch führt. Irgendwo auf der Festplatte liegt bestimmt ein Foto der Packung. Ich muß die Zwiebeln letzten Herbst in die Erde gebracht haben.


Das erste Lilienhähnchen habe ich dort hinten auch schon entdeckt - es saß auf einem Blatt der Prachtglocke. Leider flog es rasch fort, so daß ich es nicht mehr einfachen konnte, aber ich werde wachsam sein.



An verschiedene Stellen des Gartens habe ich diese hübschen Wildtulpen gesetzt.




Die Tränenden Herzen sind auch schon sehr weit ... ein weißes wächst in der Mitte des Gartens in  Zaunnähe. Von den pinken Tulpen unter dem Pflaumenbaum erschienen dieses Mal auch nur 2 Blüten! 2017 waren das noch deutlich mehr! Ausreichend Blattwerk ist vorhanden, jedoch mangelt es an der Blütenbildung.


Tulpen, die am Terrassenhang blühen, zwischen den Japan-Anemonen.  Zuverlässig erscheinen sie Jahr um Jahr ...


Ein querliegender Ast des alten Flieders teilt den Hang von dem darunter liegenden Bereich mit den unzähligen Traubenhyazinthen.


Reineclauden-Blüte im Licht der Abendsonne ...


Damit für heute genug, auch wenn es noch sehr viel zu berichten gäbe ... allein die Zeit reicht nicht aus ...