Mittwoch, 22. Mai 2019

Anonyme Leser, Weigelien, Hopfen, goldene Käfer ...




Zuallererst möchte ich mich auch hier bei "Anonym" bedanken - denn nicht alle stillen Leser zählen zur Sorte der Trolle - ganz im Gegenteil! So manche wertvolle Information erhielt ich sogar noch nach Jahren in den Tiefen meines Blogs von solchen Lesern, die ihren Namen zwar nicht nennen mochten, mir aber ungemein weiterhalfen. Wie gerade bei diesem Post von 2010 geschehen. Ich habe allerdings die Kommentare auch für ALLE wieder freigeschaltet, allerdings gehen sie immer erst in die Moderation, da ich sie nicht ständig kontrollieren kann.

Der Masuren-Post wird etwas mehr Zeit beanspruchen, aber die aktuellen Gartensituationen warten nicht, ich bin ohnehin schon zu spät dran, eigentlich poste ich immer datumgenau, was mir derzeit nicht ganz gelingen will.
Aus diesem Grunde erst einmal Garten, doch zum Wochenende werde ich den anderen Post sicher fertigstellen können.



Für Silke (Wildwuchs unter Aufsicht) meine Weigelie ... ein weiteres Exemplar, das an der Terrasse seinen Platz zwischen Eberesche und hoher Tanne hat, blüht noch nicht, der Strauch steht inzwischen vermutlich zu schattig.

In Masuren habe ich eine gigantische Weigelie sehen können, leider waren die Knospen noch ganz winzig und fest verschlossen.

Das folgende wie auch das Bild von ganz oben wurden am 13.5. gegen 20:38 h fotografiert.




Weigelie und Clematis montana nahe beieinander ... Letztere in ihrer ganzen Fülle



Ebenso für Silke mein Hopfen, den ich im Vorjahr in einen größeren Topf als im Jahr davor pflanzte. So hat er mehr Platz, trocknet nicht so leicht aus  und entwickelt sich besser. Anfangs wuchs er am Zaun in der Gartenerde. Doch dank Silkes Hinweis habe ich ihn lieber wieder herausgenommen und seitdem bereichert er dennoch meinen Garten, kann aber nicht ausufern. Nun rankt er in die Drachenweide hinein. Ich muß dann nur aufpassen, dass er sich nicht versamt, so wie hier.

In der Collage sind unterschiedliche Zeiten zusammengefaßt. Das obere Bild ist ganz aktuell.  Die Aufnahme unten links mit dem Rankgerüst stammt vom 12.4. um 19:23 h.





Auch ein grün-goldener, jedoch von anderem HabitusFür einen Minzblattkäfer war er eigentlich ein wenig klein.


Das kleine Sauerkirschbäumchen hängt inzwischen voller kleiner grüner Früchte. Diese Aufnahme  ist vom 15. Mai, da waren es noch nicht ganz so viele ...


Doch wo es gut gedeiht, ist der Feind nicht weit ...


Sonntag, 19. Mai 2019

Bei der Rückkehr Schnee ...


Heute melde ich  mich zurück aus unserem Kurzurlaub, der uns quer durch Polen und Masuren führte. Es war zum Teil eine Reise in die Vergangenheit, wir besuchten das große Gut in Wiesenburg (heute Przysiek), auf dem meine Mutter einst geboren wurde und fuhren von dort aus weiter ins Ermland/Masuren, wo wir unsere das Haus unserer neuen Schwiegertochter kennenlernten.
Auf Instagram habe ich schon einige Bilder gezeigt - es wird hier im Blog noch ein separater Beitrag folgen, in dem es ausschließlich um unsere Reise geht.

Daheim wieder angekommen, war es zunächst noch genauso kalt wie in Masuren, doch das legte sich bald und heute hatten wir den ersten richtig schönen sommerlich warmen Tag mit 22 Grad.  Zum Glück erwartete uns also kein "echter" Schnee sondern nur Blüten-Schnee :-)  der von der Eberesche herabregnete ...



Hier ein paar Bilder von heute ... es war richtig schön, den Garten zu genießen .... Nachdem wir so lange mit dem Auto unterwegs gewesen waren, tat es einmal gut, nur Zuhause zu sein. ;-)

Sonntags arbeitet man zwar eigentlich nicht, außer der Beruf bringt es mit sich (ja ein christlicher Ruhetag in der Woche ist mir heilig!), aber da Garten"arbeit" ja nicht als echte Arbeit zählt, waren wir so frei, heute im Garten zu schaffen ohne auf die Uhr zu schauen ... allerdings mit etlichen Pausen, in denen wir uns anderen Dingen widmeten. Essen und trinken muß man schließlich auch mal ... 

Zunächst bearbeitete ich die Terrasse und jätete, was hier zu jäten war. Auch die Randsteine wurden versäubert, die überstehenden Pflanzen wie Efeu und Vinca minor gestutzt.
Was für ein schöner geschlossener Anblick! Vom Efeu bin ich immer wieder begeistert, denn da kommt kaum ein "Unkraut" auf! Nur weiter rechts im Bild soll eigentlich das Vinca minor den Platz einnehmen, doch das tut es bislang nicht so, wie ich mir das wünsche. Es ist nicht so trockenheitsverträglich wie die größere Verwandte Vinca major! Diese wächt sogar unter der hohen Weide, einem sehr trockenen Ort!
Sollte das Vinca minor weiterhin so vor sich hin kümmern, werde ich den Efeu einfach nach rechts weiterwachsen lassen ... Es ist sonst nicht zu schaffen, wenn es überall wie wild wuchert, denn gerade an der Terrasse möchten wir doch einen netten Anblick genießen und keinen wildgewordenen Wildwuchs!



Das Vinca major umblüht die hohe Korkenzieherweide mit dem Gartenspiegel.


Der Terrassenhang war wieder knochentrocken, so dass ich heute wieder zum Schlauch greifen mußte. Während unserer Abwesenheit betreute ein Sohn Haus und Garten, so dass bei unserer Rückkehr alles in gutem Zustand war.

Zwischenzeitlich kümmerte sich mein Mann um die Rasenkanten (eigentlich müßte es in unserem Falle ja "Wiesenkanten" heißen  - bei dieser hat er es ein wenig zu gut gemeint .... aber Gras und Wildkraut wächst ja immer schnell wieder nach ...


Mit der Kamera wanderte ich quer durch den Garten  . .

Vom Flieder hatten wir in diesem Jahr nicht viel. Zum einen trug er weniger Blüten als im vergangenen Jahr, was auch an meinen Schnittmaßnahmen lag, zum anderen war er bereits braun, als wir zurückkehrten, während der Flieder in Masuren gerade erst zu blühen begann. Dennoch habe ich weitere Stämme einkürzen müssen, er ist einfach zu hoch für die Terrasse geworden, und einige Stämme vergreisen und verkahlen bereits.


Die Stare waren schon vor unserer Abreise zurück. - Damit die armen Tierchen bei der Kälte, die zu der Zeit noch herrschte, genug zu beißen hatten, behängte ich den Garten an vielerlei Stellen mit überdimensionalen Meisenknödeln, Meisenringen und Futterautomaten. Es wurde gut zugelangt, die meisten Futterstellen waren leer, als wir nach knapp einer Woche zurückkehrten.


Doch was sind das für zwei Hübsche? 

Aus der Deckung heraus gerade noch geschafft, sie im Bild festzuhalten; eigentlich waren es Drei, einer war bereits geflüchtet ... Aufnahme von heute!



Die ersten Rosen blühen inzwischen auch. Die Kletterrose 'Climbing Iceberg Schneewittchen' zeigt 2 ganz wundervolle Blüten. Ich kann mich  nicht erinnern, dass sie jemals solche Blüten trug??!!?? Ihre blüten wirkten eher reinweiß oder cremeweiß.


Ob die Rosen es wohl schaffen, wie im letzten Jahr, am 24. Mai genauso üppig zu blühen? Bislang sieht es eher nicht so aus. Auch der Holunder macht noch keine Anstalten, wo er doch letztes Jahr um die Zeit bereits  in voller Blütenpracht stand.

Die Dünenrose ist bislang die Einzige, die bereits mehrere ihrer Knospen geöffnet hat. Aber das kann sich jetzt bei den sommerlichen Temperaturen sicher von Tag zu Tag schnell ändern.



Die wunderbare Miss Bateman



Und die kleinblütige Clematis montana mit dem wundervollen Vanilleduft ist in diesem Jahr überrreich mit Knospen und Blüten besetzt.




Der vor Gesundheit nur so strotzende Schneeball begeistert mich mit jedem Tag mehr! Und in diesem Jahr trägt er nun endlich auch richtig schöne große "Schneebälle".


Der Handvergleich demonstriert die Größe der Blütenbälle.



Kleine Sensation - die Strauch-Päonie aus dem Botanischen Garten blüht erstmalig, d.h. sie trägt nur eine einzige Knospe!" Unterhalb dieser blühen Maiglöckchen. Auch an anderen Stellen des Gartens wachsen Maiglöckchen. Es war ein Versuch, an welcher Stelle sie besser gedeihen und das ist eindeutig an dieser Stelle!

Mit der Päonie habe ich dann ja wohl alles richtig gemacht. Nur am Standort ist es inzwischen ein wenig eng, aber das bekomme ich noch in den Griff.


Geburtstagsblümchen gab es nach der Rückkehr aus Polen auch ... Maiglöckchen dürfen in keinem Jahr fehlen.




Demnächst dann der Reisebericht ...

*journalistischer Beitrag, keine Werbung!*


Samstag, 4. Mai 2019

Bodendecker, die Giersch verdrängen ...



So ganz stimmt es also nicht, dass ich nun gar nichts Neues mehr für den Garten anschaffe. Denn wie ich ja schon ab und zu durchklingen ließ, hätte ich gerne andere Bodendecker als den Giersch, den ich zu manchen Zeiten überaus hässlich finde! Er ist außerdem sehr schwer zu entfernen und verdichtet den Boden zusätzlich. Das muß ich nicht haben und mit Aufessen ist es bei unserer Menge an Giersch, die ursprünglich vom Nachbarn herüberwanderte, wahrhaftig nicht getan! Giersch kann die Pest sein! Man bekommt ihn nur komplett weg, wenn man ALLES radikal ausgräbt, den Garten 40 cm tief auskoffert, neue Erde einfüllt und neu bepflanzt. Denn jedes Wurzelstückchen, das im Boden verbleibt, beschert eine neue Pflanze und jeder Strauch ist mit seinen Wurzeln unentwirrbar mit dem Giersch verbunden!

Immerhin ist der Giersch ein Mittel gegen Gicht ... das lässt doch hoffen, oder? Sollte unsereins jemals dieses Leiden heimsuchen, was ich kaum glaube, da wir keine toten Tiere essen, wäre DAS doch DAS Mittel der Wahl! ;-) ;o)

Der Giersch soll weg!


Wie auch immer ... der Giersch soll verdrängt werden, das wenigstens! Und Karen/Allergrias Landhaus gab mir hier den Tipp mit der Elfenblume (Epimedium) Frohnleiten.
Und durch  Karens Kommentar erinnerte ich mich wieder an einen männlichen Blogger, der eine Elfenblume in seinem Garten hatte, die sich ebenfalls stark als Bodendecker vermehrte. Leider wurde dieser Blog längst gelöscht.

Das ist, was ich suche, allerdings sollten zwischen diesen Bodendeckern auch Tulpen oder andere Zwiebelblüher blühen können und nicht ebenfalls verdrängt werden! Denn auf die schönen Blüten will ich nicht verzichten!!! Das sind wenige Eyecatcher, die ich auch vom Haus aus - sogar vom Sofa - sehen kann. Denn sonst ist unser Garten leider nicht so sehr vom Haus aus einsehbar.



Tulpen - noch im Verblühen schön .... doch welche Sorte sind diese "Schummel-Tulpen"?

Ich hab sie doch noch gefunden - 'Pastel friends' - eine tolle Sorte! Langlebig und im Ableben noch schön!

Elfenblume  'Frohnleiten'


Das ist jetzt nun kein Prachtexemplar, welches ich gekauft habe und auch nur eines, aber das reicht ja, um das Experiment zu starten. Mein Garten ist nach wie vor ein Versuchsgarten. Was gut gedeiht, darf bleiben, was Schwierigkeiten macht, fliegt raus!




Hier ist noch einmal der Waldmeister, der ganz hinten neben dem Gartenhaus wächst, zu sehen. Er wird sehr vom Giersch durchdrungen. Hoch aufragende Gierschblätter habe ich herausgerissen, aber alles kann ich hier unmöglich entfernen, dann würde ich den Waldmeister mit herausreißen. Wenn der Kirschlorbeer an dieser Stelle größer wird, erledigt sich das Problem wohl ohnehin mehr oder weniger von selbst. Wir brauchen diesen Sichtschutz an dieser sehr kahlen Stelle, und was sich unter seinem Schatten noch wohlfühlt, wird bleiben. Der Waldmeister ist ja sowieso schon ausgewandert und fühlt sich somit auch an anderen Plätzen wohl. Da brauche ich jetzt keine Sorge mehr um speziell diese Stelle haben. Es war nur der erste Pflanzort in diesem Garten für den Waldmeister.



Wunderschöne Elfenblumen


An den Elfenblumen gefällt mir ihr wunderwunderschönes Blattwerk so gut und auch, dass es ganzjährig hübsch bleibt! Die Blüten sind außerdem allerliebst! 2017 pflanzte ich meine erste Elfenblume, es folgten 2 weitere, wovon eine leider ausgegangen ist.


'Purple Pixie' gefiel es leider nicht bei uns!



Dieses Exemplar wächst in der Nähe der Waldrebe bei der gerade blühenden Weigelia. Davor wächst derzeit noch Rucola, damit hier überhaupt irgend etwas wächst ... außer Giersch! Und zum Aufessen ist der Rucola schließlich genauso gut!


Empfehlungen für Bodendecker, die Giersch verdrängen


Sigrun/Bergblumengarten gab mir noch als Empfehlung den Rauling (Trachystemon) oder das Brandkraut, die ebenfalls den  Giersch verdrängen könnten. Über den Rauling hatte Elke/Günstig gärtnern schon berichtet. Die Pflanze hat ja ganz schöne große Blätter, mir ist allerdings, wie ich schon anführte, wichtig, dass Zwiebelblüher an der Stelle, wo der meiste Giersch wuchert, hindurchblühen können. Nicht über die ganze Fläche, jedoch stehen einige da, die ich genau dort nicht missen möchte! 

Wichtig wäre mir auch, dass die Bodenbedeckung im Winter nicht jämmerlich aussieht. Der Rauling ist leider nur sommergrün. Für den Bärlauch, den ich auch im Garten versuche anzusiedeln, gilt das Gleiche. Er vermehrt sich bislang nicht so, wie ich das wünschte; seine Blätter werden schon früh gelb ...
Vielleicht breitet der Bärlauch sich auch deshalb nicht so gut aus, weil  die Elaiosomen seiner Samen nicht von den Ameisen verbreitet werden sondern durch Anhaftungen von Lehm an Tierfüßen. Wir haben ja relativ erfolgreich manche Tiere vergrämt. ;-) Obwohl wir nun sogar einen Haus-Igel haben. :-) Bliebe noch das Brandkraut. Auch das findet sich in Elkes Blog.

Es soll Horste über ein ausgedehntes Wurzelsystem bilden.  Dekorativ schaut es schon aus und Stengel und Blätter behalten ihre Farbe bis in den Winter, schon mal ein Pluspunkt! Doch es scheint etwas hoch zu wachsen. In der Rabatte, die ich mit Bodendeckern bewachsen lassen will, stehen ja auch Tulpen, die wohl in hohen Bodendeckern sowie  zu dichtem Wurzelwerk verkümmern und untergehen.
Ich überlege gerade, wo ich es pflanzen KÖNNTE, denn für so hohe Pflanzen ist der Garten eigentlich schon zu voll ...  zumal wenn es sich so stark verbreitet ... 

Weiße Veilchen


Aber vielleicht bewächst ein Teil der Fläche ja auch komplett mit den weißen Veilchen? Wo vorher erst eine kleine Anzahl an der Basis der Forsythie wuchs, sind nun 3 Stellen daraus geworden. Fleißige Ameisen! Glockenblumen lieben diesen Ort ebenfalls. Nach der Blüte wird der Großteil jedoch von diesem Ort entfernt werden.



Hier einmal ein Bild von der Rabatte am Zaun zum Nachbarn - hier ist gut zu erkennen, woher der Giersch uns beehrt. Hier hinten - in der Nähe des Gartenhauses - stehen eine Stachel- und eine Schwarze Johannisbeere, wenige erdbeeren, 2 unterschiedliche Sauerampfer und die Vergissmeinnicht stellen sich jedes Jahr an anderen Stellen ein. Sogar ein Sommerflieder hat sich in der Nähe der Wand des Nachbarn ausgesamt. Hier wird er nicht bleiben. Ich warte ab, ob er in diesem Jahr bereits blühen wird. Denn doppelte Sommerflieder brauche ich nicht. Sollte es jedoch eine andere Farbe sein als die, die ich schon besitze, wird er wohl auch noch einen Platz an anderer Stelle bekommen. Auch die Minze wuchert hier, das hat all die Jahre prima geklappt! Dennoch kommt immer wieder der Giersch dazwischen. Doch ist an dieser ohnehin schon "bunten" Stelle nicht ganz so dramatisch. 
Mein lieber Mann hat vor kurzem den Rand der Rabatte schön sauber abgestochen. Ich war wirklich sehr erstaunt über diesen Eifer! Endlich sieht es halbwegs ordentlich aus! In der Wiese sind ein paar Butterblumen (Löwenzahn) zu erkennen. Da kann man machen, was man will, bis jetzt half gegen den Löwenzahn auch das regelmäßige Ausstechen nicht. In der Wiese wächst er leider sehr niedrig gedrungen, so dass er für Nahrungs- oder Heilzwecke kaum zu verwenden ist, da wir und die Tiere darauf herumtrampeln. ;-)