Mittwoch, 20. Februar 2019

Gestaltungsdrang und Gartenlust ;-)



Vorspann:
Dies muß ich wohl nach dem neuen Gesetz als *Werbung* deklarieren, auch wenn es absolut keine ist! Keiner hats bezahlt, niemand dazu aufgefordert - einzig eine Niederschrift, mehr für mich selbst, was ich gerne in diesem Jahr neu in meinen Garten aufnehmen möchte und aus welchen Quellen es bezogen werden soll ... wie auch immer - seis drum .... auch wenn es für mich nicht einsehbar ist und mein Freund Karl Lagerfeld hätte das genauso gesehen! Doch das letzte Wort ist, was private Blogger und Webseitenbetreiber bzw. rein private Posts betrifft, lange noch nicht gesprochen!



In diesen herrlichen frühlingshaften Tagen mit Temperaturen, wie sie unser Sommer manchmal nicht zu bieten hat, erwacht neue Gartenlust.
Und so habe ich gleich einmal den Rühlemann's Katalog, allerdings die Ausgabe von 2018, zur Hand genommen.

Rühlemanns kenne ich wohl schon, seit ich meinen ersten Garten hatte, ebenso Blauetikett Bornträger und auch der Syringa Duftpflanzen. Das waren die ersten Händler, die ich über irgendwelche Gartenzeitschriften ausfindig machte und die mehr oder weniger Bio-Saatgut boten, zumindest Samen, die es in keiner örtlichen Gärtnerei zu kaufen gab.

Mittlerweile sind noch einige hinzugekommen, wie der Hof Jeebel, dessen Adresse ich von unserem Achim/Achims Garten erfuhr.


Und da ich gerade den Katalog von Rühlemanns zur Hand habe, stachen mir einige Dinge ins Auge, die mein Begehren weckten ... unser Garten soll ja neben dem Erholungseffekt mit seinem parkartigen Charakter auch einige Pflanzen zum Essen und für die Gesundheit bieten.

Dennoch - der Garten ist eigentlich voll belegt... eigentlich ...

Aaaaber, da geht doch immer noch irgendwas ... man könnte dafür andere Gewächse entfernen, die doppelt vorhanden sind oder doch ein Stückchen Rasen opfern ...

Wie auch immer . . . hier liste ich einmal meine Favoriten aus jenem Katalog auf .... auf die Gefahr hin, dass ich für "verrückt" gehalten werde und meine Liste ellenlang wird. ;-) Wie sagt man beim Essen so schön, die Augen sind größer als der Magen und so ist es wohl mit Gärten auch ...
Lustig - habe ich doch kürzlich noch über Sigruns viele Samen leicht verständnislos den Kopf geschüttelt ;-) ;o) .... nein, nicht ganz, denn ich habe ja selbst einmal Samen gehortet, bis diese dann zu alt und keimunfähig wurden, weil ich nie dazu kam, sie zu verstreuen.... seither kaufe ich an Samen nur noch das, was ich im selben Jahr auch aussäen kann. Trotzdem bleibt immer mal ein Samentütchen übrig. Das jedoch streue ich konsequent in die Natur oder verschenke es, damit nichts bis nächstes Jahr herumliegt!

                                                                                                         
Mein Begehren aus besagtem Katalog fängt schon bei der Balsampappel an, die allerdings in einem Jahr bis zu 4 m wachsen kann - viel zu viel für unseren mickerigen Garten. ;-) Pappelknospen sind eine charakteristische Würze in der Wildkräuterküche, so heißt es auf der Seite. Vielleicht sollte ich also eher in der Natur nach Pappeln Ausschau halten ...

Das Wilde Basilikum (Tulsi) hatte ich schon einmal bestellt, allerdings für meinen Sohn. Nun werde ich es wohl nochmals kaufen.

Die Chinesische Teechrysantheme scheint mir eingegangen zu sein, daher werde ich auch diese Pflanze nochmals bestellen. Die Blüten besitzen Heilkräfte.

Faszinierend finde ich auch die Japanische Tee-Hortensie! Davon habe ich bis jetzt noch nie gehört. Doch Hortensien habe ich nun weiß Gott genug.

Überhaupt, aus welchen Pflanzen man Tee bereiten kann - das hätte ich jetzt teilweise auch nicht gedacht - z.B. Bergenien, Ihr?

Erdmandeln finde ich ebenfalls spannend.

Und die Gletscherraute stelle ich mir im Topf sehr dekorativ vor.

Der Kanadische Wildlauch bildet auch Brutzwiebelchen ähnlich dem Knoblauch aus, die auf Butterbrot genauso lecker schmecken sollen.

Und der schnittlauchähnliche Johannislauch kann sogar im Winter geerntet werden. So etwas hat auf jeden Fall in meinem Garten noch gefehlt!

Der Lavendel fesselte mich denn auch - so viele Sorten im Angebot!
Auch der Zimmerlavendel hat es mir angetan. Denn das ist doch das, was im Winter fehlt - Lavendelduft! Zumal er nahezu das ganze Jahr über blühen soll. :-) Mit wenig Licht kommt die Pflanze überdies aus, was will man mehr!

Vom Schopflavendel wird die Sorte "Papillon" als sehr frostverträglich deklariert - vielleicht sollte ich es damit auch einmal versuchen, denn bisher gingen mir alle Schopflavendel, die ich je kaufte, ein! Ich mag die Blüten einfach so gern!

Auch mit der Mariendistel liebäugele ich schon sehr lange - aber ob dafür wirklich Platz im Garten ist??? Und mit Saatgut ist es bei mir auch immer so eine Sache, lieber kaufe ich Pflanzen!

Die Karibische und auch die Teppich-Poleiminze (letztere ist allerdings giftig bzw. nicht für den Genuß bestimmt!) sind bei mir eingegangen, die werde ich mir in jedem Fall nachbestellen.

Die Teppich-Poleiminze sollte in den Rasen einwachsen und mir beim Darüberlaufen Duftwolken bescheren. :-) Ich hoffe, das klappt auch!

Dann würde mich der Mönchspfeffer noch interessieren.

Eine Brautmyrte war auch schon sehr lange mein Wunsch - sie ist wohl schwer aufzutreiben - vor Ort habe ich sie noch nie gesehen!

Von  Pechnelken sprach meine Mutter früher - vielleicht sollte ich mir eine in den Garten holen ...

Und statt des großen Wohlriechenden Odermennigs, der ja in meinem Garten wächst und den ich fälschlicherweise einst bestellte, möchte ich auch gern noch den kleinen Odermennig ansiedeln.

Die Bertramsgarbe ist mir auch ausgegangen, doch die gefüllte Form, die ich suche, gibt es dort nicht, die muß ich anderweitig bestellen.

Ganz wichtig aber die Bittere Schleifenblume, die auch schon sehr lange auf meiner Liste steht.Vor Ort kann ich sie nie bekommen, nur die Zierformen.

Das einfache Seifenkraut suche ich auch schon lange, bislang begegnete mir immer nur die gefüllte Form, die ja auch in meinem Garten wächst.

Ganz wichtig ist für mich der Baumspinat, den ich letztes Jahr in der Stadt per Zufall entdeckte. Dieses dekorative Gewächs mit Verblüffungseffekt möchte ich mir keinesfalls entgehen lassen!

Dann bin ich auch schon fast durch ... mal schauen, was ich von der obigen Aufzählung verwirkliche werde/kann  ...  natürlich gefällt mir auch die Schneckenbohne mit ihren gehäuseförmigen Früchten, aber man kann nicht alles haben - unser Platz ist begrenzt. Und wer weiß, wie dieses Jahr die Wetterbedingungen werden ...


Sollte mir noch nachträglich etwas einfallen, werde ich das dann noch nachfügen.

Zum Beispiel träumte ich bereits 2016 rotlaubigen Gehölzen  ... auch da ist mein Bedarf noch nicht so ganz gedeckt - lieber entferne ich dafür eine dieser Wildrosen am Zaun!



Ansonsten - was den Gestaltungsdrang betrifft ... mein Garten soll keine Gerümpelhalde werden! Ich finde nichts schlimmer, als Gärten voller altem Hausrat, wo nichts wirklich zusammenpasst. In Nachbardörfern habe ich solcherlei schon beobachten können - auf mich wirkt das eher abstoßend!
Selten einmal finden sich Gärten, in denen diese Dinge tatsächlich mit dem Bewuchs und der sonstigen Gestaltung auch tatsächlich harmonieren. Doch dazu gehört die große Gabe der Gestaltung, wie sie leider nicht jedem zu eigen ist. Bei mir würde das auch leicht überfüllt wirken, daher beschränke ich mich auf wenige Dekorationsobjekte. Immer soll es auch etwas Außergewöhnliches sein.

Für dieses Jahr habe ich schon eine tolle Idee, die ich selbst basteln werde, sofern mir dies auch gelingt. Ich benötige dafür nur noch etwas stärkeres Metallblech ... wenn es soweit ist, werde ich mein DIY hier gerne posten.


Blütenkränze aus Beton - nicht nur für den Friedhof schön ...


Samstag, 16. Februar 2019

Heute vor einem Jahr . . .


. . .  ging meine liebe Mutti im Alter von 89 Jahren heim.
Ich hoffe, es geht ihr dort, wo ihre Seele sich jetzt befindet, besser als zuletzt in ihrem Erdenkleid.

DIE LIEBE HÖRT NIEMALS AUF ...

Freitag, 15. Februar 2019

So ein herrlicher Tag!



16°C postete ich heute in meiner Story auf Instagram. Und fast schon sommerlich war es heute auch bei uns - ein herrlicher Tag, wie man ihn sich schon lange herbeigesehnt hat. Da kamen auch die kleinen Mitbewohner des Gartens zum Vorschein, um die intensiven  Sonnenstrahlen zu genießen.

Der beste Anlass, sich heute einmal fast ausschließlich dem Garten zu widmen und das mit nackten Armen und Beinen! Zu tun gab es genug ... U.a. habe ich die Beete ein wenig vom Laub befreit, nicht komplett, denn es soll ja Mulch liegen bleiben. Doch ich hatte die Blätter sehr dick aufgetragen. Insbesondere die Beetränder habe ich nun ein wenig freigeharkt. So kommen die Zwiebelblüher bessser zur Geltung.


Der Marienkäfer hatte sich dieses vertrocknete Blatt ausgesucht, dass an einer Steinplatte hing, die am Gartenhaus lehnte ...
Diese kleinen Entdeckungen sind es, die einen Tag im Garten so erholsam machen.  Und selbst das Laubfegen war heute Erbbaung für mich. So etwas können freilich Passanten, die mich 2 Tage hintereinander mit dem Laubbesen hantieren sehen, so gar nicht verstehen! Da tauchen dann gleich  Fragen auf, wann man denn endlich fertig sei. ;-) 
Ein Garten wird niemals fertig ... hätte ich antworten sollen ... aber ... geschenkt .....


Ein Summen und Brummen herrscht schon seit Tagen im Garten - heute waren ganz besonders viele lebendige Flugobjekte unterwegs ...




Und dieses süße Amseltier saß im Vogelfutterhaus, keinen Meter von mir entfernt - ich konnte es mit dem Smartphone filmen. Vielleicht jene Kleine, die ich letztes Jahr in der Hand gehalten habe.


Ja, zeitweilig ist es bei uns wirklich laut an der Straße .... einer der Nachteile, an die man sich nie gewöhnt ...





Die Winterlinge haben ihre Blüten tagsüber nun weit geöffnet.


2016 herrschten wohl ähnliche Verhältnisse. Damals düngte ich die Tannen auch bereits im Februar, was ich heute wieder getan habe. 2018 kam ich dazu erst im März. Wieder ein Punkt in der To-Do-Liste abgehakt! 

Außerdem jätete ich ganz hinten im Garten schon ein wenig, beschnitt den Efeu, damit er nicht ins Beet rankt und versäuberte auch das Große Immergrün Vinca major, das rings um die Korkenzieherweide wächst. Seine langen Ausläufer werden immer so gestutzt, dass lediglich die Baumscheibe bewachsen bleibt. Sobald das Gras wächst, übernimmt diesen Job dann der Rasenmäher. Sehr praktisch! ;-)

Und überall Millionen von Ahorn-Samen, von denen ich wieder etliche aufgefegt und entsorgt habe.
Mein Mann will aus dem Grunde in diesem Jahr das Laub vom Kompost nicht verwenden, weil auch das voller Ahornsamen steckt. Ich meine, die verrotten, aber vielleicht doch nicht so schnell - bei unserer Art der Kompost"wirtschaft"???



Im folgenden Bild ist die Baumscheibe der Korkenzieherweide zu erkennen mit dem an der Weide befindlichen Igel-Nest aus Zweigen. Vorn im Bild streckt die dunkle Tulpenmagnolie vorwitzig einen Zweig ins Bild. ;-)

In diesem Bereich geht der Rasen bzw. die Rasen-Wiese teilweise gern aus, wenn es sehr trocken ist, wie letzten Sommer. Ein wenig ist wieder nachgewachsen - schließlich hat es bei uns fast den ganzen Winter lang geregnet. ;-) Uns stört es nicht, denn wir wollen keinen Englischen geschlossenen Rasen und jedes Wildkräutlein, dass sich von selbst einstellt, ist herzlich willkommen, bis auf wenige Ausnahmen!


Zwischenzeitlich war auch ein Schneeglöckchen am Rande der Baumscheibe der Magnolie erschienen. Die ersten  Tulpenspitzen sind auch schon sichtbar. Später werden sie wieder einen farbenprächtigen Tanz rings um die feurige Magnolie aufführen. Noch ist von alledem nichts zu ahnen - es ist doch noch sehr braun-grün! ;-) Die folgenden Bilder nahm ich bei untergehender Sonne nach 17 Uhr auf.


Ein selbst ausgesamter Ableger eines Kirschlorbeers fand ganz hinten am straßenseitigen Zaun seinen Platz nahe der jetzt dort noch wachsenden Wildrose, die später entfernt wird. So  wird der Zaun dann auch an dieser Stelle eines Tages weniger einsehbar sein. Kirschlorbeerbüsche sollen nur an einigen wenigen Stellen des Zaunes wachsen, so dass ein gewisser Sichtschutz auch im Winter gegeben ist.  Es bleiben noch genug Wildrosen, zumal das sehr opulente Büsche werden.