Freitag, 30. Oktober 2015

Pferdeäpfel und Tetanus




Auch Pferdeäpfel gehören durchaus in einen Gartenblog. Wer jetzt die Nase rümpft, sollte einmal an seinen Dünger denken! Früher verwendete man fast ausschließlich Pferdemist als Dünger. Zu diesem Zwecke schickte man oft sogar Kinder los (noch in den 50er Jahren) um Pferdeäpfel aufzusammeln. Dafür erhielten sie ein paar Groschen. Genauso wie für das Maikäfer-Einsammeln.
Das Aufsammeln geschah meist mit Schaufel und Eimer. ;-) Später gab es diese langen Greifzangen.

Wegen der Wurmgefahr sollte jeglicher tierischer Mist - bevor er aufs Feld aufgebracht wird - kompostiert werden!!! Das gilt für Gülle insbesondere!
In früheren Zeiten litten auch in unserem Land viele Kinder unter Würmern!

Pferdemist ist außerdem bekannt für Tetanus-Bakterien. Daher sind diese Erreger häufig auch im Straßenstaub zu finden. Auch in unserem Dorf liegen häufig Pferdeäpfel auf der Straße.
Seltsam ist jedoch, daß es sich diese Bakterien gerade in gut gedüngter Gartenerde gemütlich machen! Was schließe ich jetzt daraus?? Dünge nie mit Mist oder so ... 

Bodenfruchtbarkeit - Mist aufbereiten

Der Umgang damit sollte also sorgsam sein! Tetanus kann verheerende Auswirkungen haben, jedoch wird man heute, soweit ich weiß, im schweren Erkrankungsfalle in Heilschlaf versetzt. Ist ja auch grausam, dieses Leiden bei vollem Bewußtsein erleben zu müssen!

Tetanus - das sind die Symptome!


Die Pferdeäpfel lagen kürzlich beim Walken auf dem Waldweg.

Kommentare:

  1. für alle sollte es selbstverständlich sein den gesamten Impfstatus zu überprüfen, nicht nur für Pferde- Gartenliebhhaber.
    Es wird leider viel zu lasch gehandhabt, gerade bei Senioren.
    Als die Krankheiten noch akuter und damit bekannter waren war es viel mehr ein Gesprächsthema .
    Gut dass du mal die Schrecken der Synthome gezeigt hast und meist verläuft sie tödlich!
    Grüße von Frauke

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    1. tja, liebe Frauke, mit den Impfungen ist das ja so eine Sache. Ich hab' gar keinen Impfstatus und war, was das betrifft, nie erkrankt. Da spielt natürlich die Körperabwehr auch eine große Rolle. Und seit ich Buchwaldt gelesen habe und daß selbst geimpfte Personen schwer erkranken, bin ich persönlich von Impfungen bedient, zumal sie mir auch bisher nur geschadet hatten! Aber das muß jeder selbst entscheiden.

      http://www.narayana-verlag.de/homoeopathie/pdf/Impfen-Das-Geschaeft-mit-der-Angst-Gerhard-Buchwald.04654_1.pdf

      Liebe Grüße
      Sara

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  2. Ich habe noch nie Pferdeäpfel fotografiert!!!! :-)
    Gute Idee.
    Danke für die aufklärenden Worte.
    Ein schönes Wochenende wünsche ich dir.
    Liebe Grüße
    Kerstin

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    1. Ich auch noch nie :-) Aber alles ist einmal das erste Mal.
      Liebe Grüße
      Sara

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  3. Den Mist meiner Kaninchen bringe ich jetzt im Herbst oberflächlich auf den Boden und lass ihn den Winter über liegen, Wenn ich Tomaten pflanze gebe ich frischen Mist dazu , denn im Gegensatz zu Pferde-Hühner- oder Taubenmist kann man ihn auch direkt an die Pflanzen geben weil er nicht scharf ist.

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    1. Warum nicht, wenn man Kaninchen hat. Ich habe nur gelernt, Mist sollte man verkompostieren wegen der Gefahr, sich eine Helminthen-Infektion zuzuziehen. Aber wenn man die Gemüse nicht roh verzehrt bzw. sie sehr gut wäscht .... doch was Kaninchen betrifft, hab' ich keine Ahnung.

      Liebe Grüße
      Sara

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  4. Für stark zehrende Pflanzen wie Kartoffeln, Tomaten, Sonnenblumen oder Dahlien gibt es nichts besseres als Pferdemist. Klar ist aber auch, dass er nicht frisch sein darf, sondern gut verrottet sein muss.

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    1. Das glaube ich gern, Du Liebe! Aber für uns ist das nicht das Richtige. Wir sind im Garten mehr oder weniger auf Vegan eingestellt. ;-) Blüht zwar alles eine Nummer kleiner, geht aber auch.

      Liebe Grüße
      Sara

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