Sonntag, 7. Februar 2016

Wie ein Tag im Frühling ☼ ☼ ☼ ☼ ☼



So wie heute kann es bleiben - wir waren unheimlich produktiv von Mittags bis Sonnenuntergang und ohne Pause! Endlich nicht mehr allzu matschig im Garten, so daß ich mit den Aufräumarbeiten beginnen konnte, um den Garten frühlingsfrisch zu machen.

In die Hände gespuckt, den Spaten gegriffen und los ging's . . .




Es wurde also nicht nur aufgeräumt sondern auch Löcher gebuddelt und schon verpflanzt . . . zwei Hortensien fanden hier einen neuen Platz. Denn in diesem Beet standen die Gehölze viel  zu dicht. Anfangs war das kein Problem, doch inzwischen würde die Hortensie 'erdrückt' werden - hätte sie keinen Entfaltungsraum mehr.

In die Nähe der Rambler-Rose 'Lykkefund' zogen somit diese Schöne sowie diese Teller-Hortensie, die ganz hinten im Garten in der Nähe des Gartenhauses wuchs und die hier noch im Topf zu sehen war. Dort hinten in dem sehr steinigen, stark verdichteten Boden haben Hortensien Mühe, sich  zu entfalten. Doch hier - neben dem Reineclauden-Baum werde ich sie sogar vom Fenster aus bewundern können.


Erstes Bild der Collage: nachdem die Hortensien eingepflanzt waren. Und das zweite Bild etwas später, als ich dann noch einen weißen Milchstern sowie ausgewachsene Traubenhyazinthen, die zuvor im warmen Wohnzimmer standen, mit in dieses Beet gesetzt hatte. Es war so warm heute, daß diese beiden 'Wohnzimmerpflanzen' ausreichend Zeit hatten, sich zu akklimatisieren.

Rechts im oberen Bild der Collage sind die feurige Magnolie und die hohe Korkenzieherweide zu erkennen. So langsam verändert sich an dieser Stelle also das Bild . . .  doch die Hortensien erreichen nur eine moderate Höhe und dafür war dieser Platz ideal, vor allem noch frei - zum Rasenmähen wird es auch nicht zu eng!


Einer für mich und einer zum Verschenken - Milchsterne - Ornithogalum. Daß ich weiße Blüten ganz besonders liebe, brauche ich ja nicht mehr zu erwähnen. 



Ein dunkler Krokus - ebenfalls aus einem Glas im Wohnzimmer - zog in dieses Beet in die Nähe der weißen Stern-Magnolie. Im Bild ist das Loch zu erkennen, aus dem ich die dunkelviolette Hortensie gehoben hatte. Ich muß demnächst Blumenerde besorgen, um die Löcher zu verfüllen.



Das Lungenkraut scheint schon früh in diesem Jahr zu blühen. 2015 trug es erst im März Knospen!


Begeistert bin ich auch vom Frühlings-Alpenveilchen, das zuverlässig blüht! Ich wagte kaum, darauf zu hoffen . . . Ein schöner Anblick wird das, wenn es sich ausgebreitet haben wird inmitten des großen blauen Immergrüns Vinca major unterhalb der hohen Weide. Solche Gewächse, die auch bei relativer Kälte zu blühen beginnen, lasse ich mir gefallen!

Lichtblicke im Winter . . . 



Bei Renate Waas kann man auch gerade die Alpenveilchen blühen sehen.  Und bei Lykka/Im Garten und am Wegesrand geht es um das Alpenveilchen als 'Heidekraut des Gartens' - zählt es doch zur Ordnung der Heidekrautartigen.

Nun hoffe ich, daß es sich etablieren wird. Blühen tut es ja schon einmal, jetzt muß es sich nur noch versamen was lt. Renate einfach sein soll. An seinem Standort, der hohen Korkenzieher-Weide steht es jedenfalls trocken und geschützt, ganz seinen Bedürfnissen entsprechend.

Die Pflanzschilder belasse ich im Übrigen noch längere Zeit an ihrem Ort. Erst wenn die Pflanzen sich dann irgendwann fest etabliert und vermehrt haben, entferne ich sie. Meist übernimmt die Natur diesen Dienst und ich finde die Schilder dann irgendwo im Garten an ganz anderen Stellen, hebe sie auf und bewahre sie in einem großen Glas auf.


Der Winterschutz für die weiße Japan-Anemone, die schon so schöne Knospen ausgebildet hatte, war ziemlich überflüssig, denn der obere Teil ist dennoch vertrocknet. Sie treibt von unten her aber schon wieder aus!


Alle Knospen und Jungtriebe vertrocknet!



Hanfpalme und Olivenbäumchen sahen gar nicht mehr gut aus. Den Olivenbaum mußte ich gleich entsorgen, da war Hopfen und Malz verloren, bei der Hanfpalme besteht noch Hoffnung, deshalb kam sie ins Gartenhaus. Doch das wird mir eine Lehre sein - künftig werde ich nichts zu Überwinterndes in Töpfen mehr anschaffen, sonst müßte ich solche Pflanzen mit Winterbeginn ohnehin wegwerfen, wie es bspw. meist auf dem Friedhof geschieht. Immer schade drum, aber leider kaum zu ändern, wenn man solche Pflanzen möchte.

Ach wie schön ist dieser Mooskuchen . . . und das ganz ohne mein  Zutun verwandelte sich der gemeine Betonkuchen in solch ein malerisches Objekt!


Auf diesem Bild mag es nicht so zu erkennen sein, doch ist gerade dieser leicht abschüssige Weg trotz der Grassoden sehr matschig. Die beiden Wegplatten, die noch von den Vorgängern stammen, nützen da kaum. Wir überlegen, hier größere und ein paar mehr Platten zu legen, denn Kies wäre hier wohl auch keine Lösung, so mein Mann, der Herr Ingenieur, der es wissen muß. Und Kies ist ja auch nicht gerade pflegeleicht - wenn ich da nur an das Unkrautrupfen denke, womöglich im Knien auf spitzen Steinen.... ;-)

Ich weiß, das Bild erinnert nun fast an den 12tel-Blick, für den ich leider keine Zeit mehr fand .... überhaupt zu regelmäßigen Blog-Aktionen .... da geht dann das Privatleben im RealLife vor!



Blau neben Rot . . . wenn die Heuchera/Purpurglöckchen sich hier gut machen, werde ich noch  einige dazu setzen. Für mich gehts auch in Richtung pflegeleichter Garten. Mehr dauerhafte Stauden für eine hübsche Bodenbedeckung und wenig Unkrautrupferei und Aufräumarbeiten von Einjährigen.


Außerdem wurden sämtliche Nadelgehölze heute von mir erstmalig in diesem Jahr gedüngt, ganz wie ich das vor kurzem erfahren habe, daß die erste Düngung bereits im Februar erfolgen soll!

Mein lieber Mann war indessen nicht untätig und spürte den Mäusen nach ;-) Wir fanden noch einige Mauselöcher mehr, alle ganz dicht am Haus gelegen.
Dort grub er ein Stück weit den Boden auf. Schon enorm, welch große Hohlräume allein durch Mäuse entstehen können!

Hier ein Loch in Richtung Gartentor . . .



Am Gas-Kanaldeckel, den sie auch großräumig untergraben haben bis unter die Hauswand.




Mein Mann verfüllte das Ganze dann mit Zement und nun hoffen wir, die kleinen Biester vertrieben zu haben. Ella aus Canada hatte gerade auch eine Mäuseplage und berichtete darüber in ihrem Blog.

Ich vergaß, zu erwähnen, daß mein lieber Mann den restlichen Zement noch in Formen goß, die später Platten bzw. Deko-Objekte für den Garten werden sollen. U.a. besitze ich jetzt eine Rosenform (denn die gekaufte Beton-Rose war nicht frost-resistent - ein Reinfall - denn sie war verhältnismäßig teuer!) Und jetzt mache ich mir meine eigenen Beton-Rosen!

Mein Mann hat die Silikon-Backform in eine alte Salatschüssel gestülpt und den Beton in die Silikonform hineingegossen. Nun muß alles nur noch fest werden. Ich werde berichten!








Dann gab es noch einen Anlaß zu besonderer Freude, denn Sigrun's (Steiniger Garten) Brief mit der selbstgestalteten Samentüte erreichte mich. Eine wunderschöne Zeichnung! Danke, liebe Sigrun!!!

Die Samen werde ich dieses Mal u.a. auch mal an den Vorgartenzaun säen und in die straßenseitigen Baumscheiben. Das wird bestimmt sehr prächtig aussehen. Nur schade, daß ich das Resultat dann erst im kommenden Jahr bewundern kann.