Montag, 18. April 2016

Gedanken über Schädlinge und Nützlinge




Eine Hummel? Nur welche? Ich kann mir die Namen nie merken, aber mit der Tierwelt beschäftige ich mich auch weniger als mit den Pflanzen. ;-) Und jetzt extra lange recherchieren - das muß nicht sein, wer es weiß, darf das Tierchen gerne benennen, ansonsten bleibt es namenslos.



Da ich auch weiterhin meinen Buchbestand reduziere, habe ich ein älteres Buch, das ansonsten empfehlenswert ist, ausgemustert. Nützlinge und Schädlinge im Garten von 1986. Mein Buchcover zeigt die ältere Ausgabe, wobei es wohl immer wieder neu aufgelegt wurde, wenn ich das mit diesem Cover vergleiche. Nun, ich brauch's nicht mehr - alles was ich heute zu dieser Thematik wissen will, finde ich im Internet und alles andere ist auf der Festplatte im Kopf abgespeichert. ;-)
Entschleunigung sowie Entlastung von überflüssig gewordenen Dingen .... das praktiziere ich schon seit langem (viel länger als in meinen Blogs beschrieben) . . . auch wenn ich als "fehlbarer" Mensch (wie wir das alle sind) dennoch manchmal wieder neue Dinge anschaffe .... jedoch hält sich das in Grenzen. Alles schon einmal Dagewesene in lediglich modernerer Aufmachung muß ich nicht mehr haben! Das Wissen, um das es geht, bleibt - besonders was Garten und Natur betrifft - im allgemeinen das Selbe.

Und da das Buch Schädlinge und Nützlinge abhandelt, hier auch noch ein paar im Bild aus der letzten Zeit ...


Marienkäfer sonnen sich überall in unserem Garten ... Besonders ihre Larven sind überaus nützlich, denn sie können bis zu 50 Blatt- und Schildläuse pro Tag verputzen!!!! Marienkäfer ernähren sich u.a. von Blatt- und Schildläusen.

In diesem Zusammenhang entdeckte ich bei Wikipedia auch den Licht-Marienkäfer, den ich auch in natura schon gesehen habe und damals rätselte, was das wohl für ein Marienkäfer sei!
Oder den Vierundzwanzigpunkt- bzw. Luzerne-Marienkäfer - auch er begegnete mir schon mehrmals. Wie schön, daß sich das Käfer-Rätsel auf diese Weise so schnell hat aufgeklärt! Da wir in einem Raum mit noch relativ viel Landwirtschaft leben, wird dies des Rätsels Lösung für Letzteren sein! Während der Licht-Marienkäfer an den Wald gebunden ist - aber kein Wunder, wir bewohnten schließlich einen Wald-Garten und dieser lag auch in relativer Waldnähe. :-)


Und diese Herrschaften sind auch längst wieder aktiv. Ich kann mich nicht entsinnen, sie in meiner Kindheit einmal gesehen zu haben. Und ich war nur draußen, ein kleiner Naturforscher. Seltsam! Es würde mich interessieren, seit wann diese Wanzen erstmals - zumindest bei uns in Niedersachsen - gesichtet wurden!
Ihren Verbreitungsschwerpunkt haben sie - wie könnte es anders sein, in den Tropen und Subtropen,. Vermutlich sind auch sie einst hier eingewandert, wie die asiatischen Marienkäfer auch, die man inzwischen hier häufiger antrifft als unsere guten alten preußischen Marienkäfer. ;-)



Ein ziemlich fetter Regenwurm, den ich da versehentlich bei der Gartenarbeit vor kurzem ausgrub - in diesem Garten gibt es mehr als genug davon - andere müssen Regenwürmer extra kaufen. ;-) Ich könnte damit handeln. ;-) ;-)
Einige Exemplare, die unseren Garten besiedeln, scheinen schon sehr alt zu sein, so lang und dick wie sie sind. Aber mit Regenwürmern kenne ich mich im Speziellen so gar nicht aus!

Doch um dem Thema gerecht zu werden, habe ich einmal auf die Schnelle nachgelesen ....
So liegt die durchschnittliche Lebenszeit der Regenwürmer zwischen drei und acht Jahren,. Der sog. Tauwurm (oder auch Gemeiner Regenwurm Lumbricus terrestris) kann eine Länge von 9 - 30 Zentimetern erreichen, während der Kompostwurm (Eisenia fetida)eine Länge bis zu 13 Zentimeter erreicht.  Vielleicht ist der von mir an die Oberfläche Beförderte auch eher ein Kompostwurm? Obwohl wir keinen Kompost in unserem Garten beherbergen .... ??

Der  Kompostwurm ist sehr beweglich und flüchtet bei Störung allerdings sofort. Das habe ich an etlichen Abenden in diesem Garten damals öfter beobachten können. Es wirkte wie ein "Springen" dieser Regenwürmer! Um die Zeit sammelte ich Abend für Abend  Hunderte von Schnecken ein und so fiel meine Aufmerksamkeit auch auf die Regenwürmer, die gerade am Abend aus ihren Löchern kamen, doch immer sofort ruckartig verschwanden, wenn ich in ihre Nähe kam. Auch dort  hatten wir uuunzählige Regen- bzw. Kompostwürmer im Boden! Das sind einmalige Beobachtungen, die vergisst man nie! Wahrscheinlich suggerierten meine tappsenden Schritte im Gras den Würmern das Klopfen von Regentropfen 


In Deutschland sowie der Schweiz sollen zur Zeit 46 Arten Regenwürmer leben.