Samstag, 12. November 2016

Zaubergarten





Rotlaubige Gehölze müssen noch immer warten ... denn die heutigen Impressionen waren einfach zu schön, um sie auf später zu vertagen. Denn . . .








. . . eine märchenhaft angehauchte Welt empfing mich heute, als ich den Garten betrat. Den Nebel hatte ich zuerst bemerkt und als ich genauer aus dem Fenster schaute, entdeckte ich die vielen weißen Fäden und glitzernden Zweige an den Bäumen. Schnell lief ich mit der Kamerains Freie, um diese Schönheiten festzuhalten, bevor sie wieder verschwunden waren, was manchmal schnell gehen kann.



Eine letzte Vexiernelke verteidigt noch tapfer ihre Blüte. Süß schaut sie aus, fast wie eine überzuckerte Blüte zum Verspeisen.  Schon ewig hatte ich mir vorgenommen, einmal Blüten zu kandieren. Nicht weil ich sie so - überzuckert - essen wollte (das klappt bei mir auch problemlos ganz ohne Zucker, z.B. im Salat!) sondern weil sie so dekorativ winterlich aussehen. *** Mal vormerken fürs nächste Jahr ***

Waldgartenrosen, vom vorderen Zaun in der Nähe des weißen Flieders lassen nun ein wenig ihre schönen zart bezuckerten Köpfchen hängen. Spinnweben noch aus dem Altweibersommer wirken jetzt zusammen mit dem Reif wie weiße Fäden, die nun deutlich sichtbar überall den Garten wie von Geisterhand einzuhüllen scheinen.




Die Hagebutten prunken nun in der zart bezuckerten und eingesponnenen Pracht, als hätten sie nur auf diesen Auftritt gewartet.



Und was da alles zutage tritt, was vorher kaum auffiel . . . die rosa blühende Rosa rugosa fest im Griff.


Ganz eingewoben ist die kleine Koreatanne - gleich einer Kaskade scheinen die Spinnfäden am Baum herabzuhängen. Interessant auch, dass sich die Zapfen, die lange Zeit blau waren, nun zum Braun hin verändert haben.


Wo das Auge auch hinschaut - überall weiße Fäden ... wie im  Zauberwald.


Und quer über den weiß bereiften Ginster hatte sich sogar eine Girlande gebildet.



Die zackigen Blätter des Ilex waren weißumrandet, wie sie von Menschenhand schöner nicht hergestellt werden können.


Der Echte Frauenmantel (Alchemilla vulgaris) gefällt mir  in seinem winterlichen Outfit besonders gut.


Wunderschöne Hortensienblätter - als Kind habe ich mit den so hübsch gefärbten Herbstblättern gern gespielt. Entzückend auch hier die zarte weiße Umrandung.



Und die wenigen Bauernhortensien-Blüten, die diese in diesem Jahr ausbildeten, kommen nun noch einmal zu ihrem großen Auftritt.

Und doch haben wir immer noch Spätherbst, denn der Winter beginnt erst am  1. Dezember (meterologischer Winterbeginn), der kalendarische noch später, am 21. Dezember!


Gerade schrieb ich noch bei Heidi/Heidis grüne Ecke, meine rosa 'Fairy' würde nicht mehr blühen - was im Prinzip auch richtig war, denn wie zu erkennen, war die Blütendolde inzwischen braun geworden. Doch neue Knospen hatten sich bereits gebildet und waren gerade am aufbrechen. Dabei wird es nun bleiben, denn nun werden die restlichen Knospen wohl kaum noch zur Blüte kommen.


Die hellen namenlosen Rosen blühen auch noch immer, doch Väterchen Frost kennt kein Erbarmen! Nachdem er sie noch einmal wunderschön angekleidet hat, wird er sie gnadenlos vernichten.


Die Mauretanischen Malven haben ihre Blüten lieber gleich zusammengerollt.



In der frostigen Konservierung sieht auch die letzte Blüte der  leier auch namenlosen rosa Terrassen-Rose noch einmal entzückend aus.



An der kleinen Sternmagnolie flatterten die Blätter nur so hin und her und rieselten nacheinander zu Boden. Dieses hielt auch nicht mehr sehr fest .... beim nächsten Windhauch würde es wohl hinabsegeln wie schon seine Geschwister.


Der Weihrauch wird nun bald dahin sein ... so lange lasse ich ihn immer an der Terrasse stehen, denn ich liebe seinen Duft. Nur leider kann ich ihn nicht überwintern.



 +++++ Doch auch an anderen Stellen - an die mich meine heutigen Wege führten, konnte ich einige schöne Impressionen einfangen, wie diese Ligusterbeeren +++++



Oder einsame Schlehen .... jetzt wäre übrigens die Zeit gekommen, Schlehen  zu ernten, nach dem ersten Frost. Denn wer sie eher erntet, muß sie vor der Verarbeitung einfrieren, da sie sonst nicht ihr volles Aroma entwickeln.


Und hier haben wir schon etwas Rotlaubiges - eine Mispel wohl .... die Felsenmispel in unserem Garten will sich bislang einfach nicht rot färben. ;-)



Viel Laub war heruntergekommen und doch ist die hohe Weide immer noch sehr grün!


Mein lieber Mann hat sich heute des Laubfegens angenommen, während ich lange unterwegs war, um mich um die Pflege meiner Mutter  zu kümmern und Besorgungen zu machen. Hier ist nun wieder zu erkennen, wie kahl der Zaun eigentlich noch immer ist. Rechts im Bild wächst zwar eine Haselnuss heran und auch ein Kirschlorbeer daneben, doch bis die beiden hoch genug sind, werden wohl noch zwei Jahre vergehen. Die übrigen Stellen sind im Sommer dichter - doch jetzt, da das Laub fehlt, wirkt der Zaun immer noch sehr transparent.

So sieht gerechte Arbeitsteilung aus, denn beides gleichzeitig geht nimmer ... dafür hab' ich ihm am Abend ein leckeres Essen gekocht. :-)

Um 15:51 h, als diese Aufnahmen entstanden, sah es schon ziemlich duster aus, was sich auch auf die Bilder auswirkte, denn ich fotografiere grundsätzlich ohne Blitz! Der Laubbesen in Action gefiel mir allerdings sehr! Alle Aufnahmen entstanden dieses Mal jedoch mit der neuen Sony-Kamera! Die ich jedoch noch längst nicht perfekt beherrsche!


Gut gefegt - denn jetzt sieht es in dem Bereich unterhalb Weide und dunkelfarbiger Magnolie so aus!
Das Laub in der Magnolien-Baumscheibe darf dort liegen bleiben.


Kommentare:

  1. Liebe Sara,
    diese märchenhaften, von Eis und Reif überzogenen Blätter, Blüten und Früchte sind eine wahre Augenweide!
    ...und wunderschön von Dir in Szene gesetzt!
    Danke für den Link! ...und meinen herzlichen Glückwunsch zu Deinem Kenner-Blick! Du weißt wovon ich rede?
    Du hast bei Dani und dem Garteninspektor die Canna erkannt...tolle Leistung!!!...und ein wunderschönes Buch gewonnen - viel Freude damit!
    ...und alles Liebe
    Heidi

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  2. Da hat sich der frostige Zauber also tatsächlich auch zu Euch verirrt :-)
    Als ich in BS gegen 15 Uhr die Kamera im Garten zückte, war von dem frostig-verspielten Eis nach dem teils sonnigen Tag leider nichts mehr zu sehen. Doch, auch wenn die Dächer nachts weiß waren, so sahen die blühenden Rosen bis auf einen Blütenbüschel am Nachmittag noch unbeschadet aus. Mal abwarten, was die nächsten 2 bis 3 Nächte bringen. Aber manche Rosen blühen ja trotz leichter Nachtfröste weiter …
    LG Silke

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  3. Hallo Sara,
    so sah es gestern morgen bei uns auch aus, alles überfroren, aber ohne Nebel.
    Ich habe auch Fotos gemacht von überzuckerten Hagebutten.
    VG
    Elke

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  4. Liebe Sara,
    deine Fotos sind wunderschön. Sie zeigen die märchenhafte Stimmung die am Morgen über den Gärten liegt ganz deutlich.
    Er ist immer wieder faszinierend was die Natur zu bieten hat.
    Die überzuckerten Rosen haben es mir besonders angetan.
    Liebe Grüße
    Silke

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  5. Es ist einfach wunderbar, liebe Sara, was Du mit Deiner Kamera da am frühen Morgen eingefangen hast. Dafür darf das rote Laub ruhig noch etwas warten. Ich fürchte, ich muss früher aufstehen und nach draußen gehen, um solche Wunderwerke der Natur vor die Linse zu bekommen. Danke für diese zauberhaften Fotos. Einen schönen Sonntag wünscht Edith

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  6. Schöne frostige Bilder - der Winter naht da freue ich mich auch darauf Bilder von deinem verschneiten Garten zu sehen.... Sei herzlich gegrüsst LillyLavande

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  7. da hat wohl eine Fee den Zauberstab geschwungen und alles überzuckert ;)
    und so fleissig waren die kleinen Spinnchen..
    sonst sieht man ja nicht so wie sie weben..
    wunderschöne Bilder
    liebe Grüße
    Rosi

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  8. Liebe Sara,
    ja, Du hast wirklich einen Märchengarten! So schöne Bilder hast Du mit Deiner neuen Sony eingefangen, ich bin ganz verzaubert.
    Klasse finde ich auch, dass Dein Mann und Du Euch die Arbeit teilt ... und Liebe geht ja bekanntlich durch den Magen, wenn Du dann am Abend das Essen gekocht hast :)
    So kahl finde ich es gar nicht, was Du beschreibst, ich finde ein wenig Luft im Garten schadet mitunter nicht. Aber das sieht natürlich jeder anders.
    Ich wünsche Dir von ganzem Herzen noch eine wunderbare Woche!
    xx Rena
    www.dressedwithsoul.com

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  9. Hallo Sara,
    der Frost hat unsere Gärten verzaubert. Schön, dass Du dies mit der Kamera dokumentieren konntest.
    Liebe Grüße von Ingrid

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  10. Liebe Sara,
    dieser frostige Hauch hat deine letzten Blüten und Blätter wirklich verzaubert. Ich wäre genauso mit der Kamera hinausgestürtzt um diesen Moment festzuhalten. Zur Zeit ist es bei uns wieder föhnig und viel zu warm für diese Jahreszeit. Hoffentlich bleiben die Frühlingsblüher noch unter der Erde.
    Ganz liebe Grüße,
    Manuela

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