Sonntag, 24. Juli 2016

Rosenliebhaberin besucht Europa-Rosarium



Nun haben wir es endlich wahrgemacht und sind zum Europa-Rosarium Sangerhausen gefahren. Die größte Rosensammlung der Welt soll hier beherbergt sein mit mehr als 8.500 verschiedenen Rosensorten.

Die Fotografin als Beifahrerin . . .  ca. 2 Stunden waren wir jeweils unterwegs . . .  die Strecke kam mir länger vor - besonders jedoch meinem Rücken ;-) Doch mit der Bahn ist es wohl schwierig, bis hierher zu gelangen . . .



Das Gelände ist groß, doch ich muß sagen, ich habe es mir sogar NOCH größer vorgestellt, was aber auch daran liegen mag, daß um diese Zeit nicht mehr alle Rosen blühen und daher der Eindruck, was die Anzahl der Rosen betrifft, ein wenig täuscht. Als gute ausdauernde Läuferin kann außerdem die Größe täuschen, da sind 15 Hektar oder 150.000 m² doch wiederum ein Klacks, denn umgerechnet beträgt eine Seitenlänge, wenn man von einem Quadrat ausginge, ca. 400 Meter, was einen Umrundungsweg von nicht einmal 2 Kilometern entspricht.





Diese kleine Gartenbahn empfing uns vor dem Eingang. Wir haben sie dort jedoch nicht fahren gesehen und wollten selbst auch lieber den Weg zu Fuß zurücklegen.



Bei den unzähligen Rosen liegt es auf der Hand, daß man sie unmöglich an wenigen Stunden eines Tages alle ausgiebig betrachten kann.



Und so beschränkte ich mich einmal aufs flächige Schauen, den Rundumblick und dann auf spezielle Exemplare, die mir spontan ins Auge fielen.



Dabei habe ich auch einige für mich neue Rosen entdeckt, die mein besonderes Interesse weckten. Wenige davon hätte ich mir sogar im Gartenträume-Laden gekauft. Doch leider sind diese - wenn - dann nur im Juni zu haben. Wirklich schade! Doch so beschlossen mein lieber Mann und ich, im nächsten Juni noch einmal hierherzukommen, denn ich  möchte ohnehin die früher blühenden Rosen hier einmal erleben. Das muß eine ganz himmlische Pracht sein!

Hierbei kann auch der Blühkalender des Rosariums hilfreich sein.



Doch auch jetzt - Ende Juli - war es noch herrlich; von überallher wehte einem der Rosenduft entgegen. Um wie viel intensiver muß das erst im Mai/Juni sein!!!




Zu meiner Freude muß ich noch anmerken, daß meine Männer - dort angekommen - überhaupt nicht gemurrt haben und auch kein Alternativ-Programm wollten! Im Gegenteil, waren sie von den Rosen und dem Ambiente SEHR angetan! Ich war ganz überrascht! :-)
Meinem Mann gefielen die dunkelroten Rosen 'Lavaglut'  und 'Ruby Celebration' am besten.

Mich persönlich interessieren eher die etwas höher werdenden Sträucher. Doch die dunkelroten Farben mag ich auch sehr gern!






Orange - eigentlich nicht meine Farbe und doch zog mich die Rose 'Warm Welcome' geradezu magisch an!

Hier ist diese Rose als Kletterrose deklariert, die wirkte aber eher wie eine mittelhohe Strauchrose! Was natürlich daran liegen kann, daß sie entweder kurz gehalten wurde oder sich noch im Wachstum befindet. Der Eindruck der Blütenform ist hier auch noch einmal gut zu erkennen. Als Kletterrose hätte sie in unserem Garten ohnehin kaum eine Chance gehabt, da ich nicht wüßte, wohin mit NOCH einer Kletterrose. ;-)


Auch 'Monica' machte einen geradezu atemberaubenden Eindruck ....


Genauso wie mir die ganz in der Nähe stehende Rose 'Kontrast' in besonderer Weise auffiel und mich ein wenig an meine silberüberhauchte  Rose 'Acapella' erinnerte. 'Kontrast' ist übrigens eine DDR-Rose (von denen wir hier im Westen kaum etwas erfahren haben! Auch deshalb habe ich das entsprechende Buch hier verlinkt!).




Alternativ wäre die Floribunda-Rose 'Giscard d'Estaing' mitgekommen - eine ganz außergewöhlich schöne Rose - in meinen Augen! Und ideal für unser Klima geeignet - in meinem Garten würde diese Rose garantiert noch einen Platz finden.

Diese Rose duftet stark, die anemonenförmigen Blüten sind außergewöhlich groß, sie erinnern eher an die Blüten eines HibiskusOder auch entfernt an die Blüten eines Quittenbaumes. Eine einzige Augenweide!



Rosen und Clematis - eine gelungene Kombination!

Sogar die Abfallkörbe passen hier zum romantischen Rosen-Ambiente



Auch jetzt noch sahen die üppig bewachsenen Rosenbögen von weitem traumhaft aus, doch wenn man näher kam, bemerkte man schon das viele Braun . . . eine der diese Bögen berankenden Rosen ist die Rose 'Francis'. Da ich diese Rose wie auch manche anderen der doch oft seltenen Rosen  auf die Schnelle kaum im Internet finde, habe ich in diesem Post verschiedene Anbieter verlinkt, was jedoch keine bezahlte Werbung bedeutet!!!

Über das Aussehen dieser Rose scheint man geteilter Ansicht zu sein und Rosen desselben Namens gibt es wohl von 3 verschiedenen Züchtern. Etwas verwirrend!


Ramblerrose 'Francis'



So romantisch . . . wie eine Girlande . . . nachahmenswert ...
nur im kleinen Garten fällt alles eine oder mehrere Nummern kleiner aus . . . 

Die Rambler-Rose 'White Flight'

Das Besondere an der Rose 'White Flight' - sie blüht ca. 2 Wochen später als andere Rambler, und ihre Blüten färben sich nach längerer Blühdauer zartgrün, ähnlich wie man das von Hortensien kennt.


Anhand dieses Schildes wird der Unterschied zwischen Kletterrosen (Climber) und Ramblerrosen erläutert, wobei es noch viele Zwischenstufen gibt, was für uns Laien-Gärtner überaus interessant ist!

Kletterrosen hält man am Rankgerüst, Rambler läßt man gern in Bäume ranken, ansonsten muß man ihre weichen Triebe an Gerüsten o.ä. festbinden. Nur die Rambler können sehr lange (bis zu 10 m Länge!) Triebe bilden! Climber sind meist viel stacheliger als Rambler-Rosen.



Rosarium mit Ausblick in die weite Landschaft . . .



Zwischenstopp im Restaurant zur Schwarzen Rose (welches sich bei dem im obigen Bild Gewächshaus ähnlichen Gebäude befindet), wo es ein hervorragendes Eis gab, welches Seinesgleichen sucht. Doch wo gibt es auch schon Rosen-Eis mit echten Rosenblüten und Rosenblütensirup? Auch das gestreifte Eis mit dem lustigen Namen, der mir leider entfallen ist, war bemerkenswert, der Geschmack erinnerte mich an das türkische Getränk UludagOder an ein Kaugummi in Kugelform aus meiner Kindheit. ;-) Dekorativ schaut es allemal aus. - An einem heißen Tag eine willkommene Erfrischung. Zum Glück war jedoch der Himmel über längere Zeit wolkig bedeckt, so daß es sich in den doch recht freien Anlagen gut aushalten ließ.




Ein besonderes Augenmerk legte ich auch auf den Unterbewuchs der Rosenanpflanzungen, um mir einiges für meinen Garten abzuschauen. Im folgenden Bild ist es das Heiligenkraut (Santolina chamaecyparissus L.), welches so silbrig-dekorativ die Hochstämmchen säumt.




Während man sich  bei diesen bunt-gemischten Beeten u.a. für die blaublühende Bleiwurz entschied, die jedoch auch nur am Rand der Beete, nicht jedoch hineinwuchert, um die Rosen zu umrunden. Bisher bin ich mir nämlich nicht sicher, ob dies sinnvoll ist oder den Rosen die Luft zum Atmen nimmt.


Ganz häufig wurde auch Wollziest  zu den Rosen gesetzt. Teilweise im kurz gehaltenen Zustand, da die Beete dann ordentlicher und der Bewuchs dichter wirkt.



Malerisch wandern die Heuchera mit den Rosen die Treppenstufen hinab . . .


Selbst das geht - Efeu neben Rosen . . .



Sehr schön auch das Basilikum als Beigabe zur roten Rose - zudem ein Insektenmagnet!



Auf das Balsamkraut (Tanacetum balsamita) (auch Frauenminze genannt) machte mich einer meiner Söhne aufmerksam, den vorwiegend die eßbaren Pflanzen interessieren. :-) Der Geruch dieser Pflanze ist tatsächlich sehr interessant - eine Mischung aus Kümmel und Minze! ;-) Darin waren wir uns einer Meinung! Trotz der Bezeichnung "Minze" gehört diese Pflanze nicht den Minzen an sondern ist mit Rainfarn und Mutterkraut verwandt. Ein wenig erinnerte sie mich an den Habitus der Nachtkerzen (Oenothera). Eine Haben-Will-Pflanze! :-)


Gärtner sind auch nur Menschen und so wurde hier wohl ein ganz anderes Exemplar gepflanzt - denn die Rose 'Polka Dot' von 1956 blüht in der Tat gelblichweiß! Wie diese Rose jedoch zu ihrem Namen kam, ist mir ein Rätsel. ;-)


Außerdem fiel mir die ziemliche Bodentrockenheit auf und ich fragte mich, wann und in welcher Weise der Garten bewässert wird. Denn Bewässerungssysteme konnte ich nicht erkennen! Meine Rosen hätte da wohl schon längst schlappgemacht, obwohl wir einen in den etwas tieferen Schichten gut wasserspeichernden Boden haben. Lediglich die Bodenoberfläche und ca. die ersten 10 cm trocknen schnell rissig. Vielleicht verhält es sich hier ja ähnlich?
Wahrscheinlich bewässere ich meine Rosen bei starker Trockenheit auch zu viel, denn nach dieser Anleitung vertragen Rosen durchaus längere Trockenperioden. Doch geht es mir dabei oft auch um die Beipflanzung, die Trockenheit vermutlich weniger aushält?

Die Rosen sind im Rosarium nach Gruppen unterteilt, die Bedeutung der Schilder erschloss sich mir nicht so ganz. Ich wollte mich im Detail um die Schilder auch nicht kümmern, dafür war unser Besuch auch einfach zu kurz. Im Lageplan sind diese Kürzel nicht verzeichnet!


Interessant finde ich auch die Düngung der Rosen - entweder Blaukorn oder der von mir in diesem Jahr verwendete Langzeitdünger?

'Brautzauber' - auch eine wunderschöne weiße Rose, die ich mir in einem Brautstrauß sehr gut vorstellen kann. Und unter dem Link lese ich  nun, daß in diesem Falle die Blüte bei kühleren Temperaturen zart rosa erscheint. Rätselten wir doch in der Vergangenheit über die Rosaverfärbung von Rosen und ordneten diese eher der Feuchtigkeit zu.



Auf die Pflanzabstände achtete ich außerdem - denn ohne den Einhalt eines akkuraten Abstandes werden Rosen niemals gut gedeihen und es ist herausgeschmissenes Geld, wenn man sich den Garten in seiner Gier nach immer mehr und immer schöneren Rosen damit vollstopft!

Einige Rosen brauchen von vornherein SEHR viel Abstand - man kann sie nachträglich auch kaum noch verpflanzen, andere geben sich mit weniger zufrieden, wie die Beetrose 'Papagenound das sollte man doch vorher mit einplanen. Alles andere wäre unklug!
Wer Freude an seinen Rosen haben will, muß ihre Ansprüche nicht nur kennen sondern auch berücksichtigen!

'Papageno' erinnerte mich an die Teehybride 'Amboßfunken', die ich schon in meiner Kindheit in Gartenkatalogen bewunderte. :-) Und die wohl auch meine Großmutter in ihren Garten pflanzte.




Auch fiel mir auf, daß die Rosen relativ gerade beschnitten wurden. Ich habe noch gelernt, sie angeschrägt zu beschneiden, damit Regen bzw. Feuchtigkeit daran ablaufen und somit keinen Schaden anrichten kann???




Wer wollte, konnte eine Rosenberatung nehmen .... die vertage ich mal auf das nächste Jahr .... dann kann ich mich vorher mit einem Spickzettel wappnen.


Malerisch - die bunt bekleideten Personen am Gewässer des Rosariums, in das eine gewaltige Trauerweide ihre Zweige hängt.


Nicht zu vergessen der Gedenkstein für Peter Lambert, den Schöpfer des Rosariums.



Aktuelle Parkansichten des Rosariums finden sich hier!



Liste von Rosensorten bei Wikipedia 
Sangerhäuser Baumschulen
Welt der Rosen 
Encyclopedia of Rose Science 
Rose - Königin der Blumen 
"Universum"-Dokumentation von Barbara Fally-Puskás


Ich könnte jetzt noch unzählige Bilder zeigen, möchte es jedoch erst einmal bei den heutigen bewenden lassen. Ein weiterer Post folgt sicherlich.


Und nun verlassen wir das Rosarium wieder ... in der Nähe dieser Rose fand ich lediglich das Schild 'Escapade', was jedoch  nicht auf eine Kletter- sondern auf eine Floribundarose von nicht mal einem Meter Höhe hinweist. Wahrscheinlich eine Nebenrose, die zur Zeit nicht blühte. ;-) Denn farblich kommt diese Rose der Kletternden sehr nahe!



Freitag, 22. Juli 2016

Der Pflanzabstand der Hortensien


Meine neue Hortensie macht mich ratlos, denn vieles in diesem Garten habe ich doch etwas dicht gepflanzt, wie meine Mutter kürzlich ganz richtig feststellte - anfangs auch in voller Absicht, denn in einem kahlen Garten fühle ich mich einfach nicht wohl. Lieber verpflanze ich noch einmal einiges.

Doch zurück zur Hortensie .... Diese zwei Hortensien, die seit einer Weile in der Nähe des Pflaumenbaumes, an dem die Ramblerrose 'Lykkefund' hochklettert, einen neuen Platz gefunden haben, stehen wahrscheinlich auch zu dicht beieinander. Der Pflanzabstand für Hortensien soll lt. dieser Seite für Bauernhortensien (die 1 - 2 Meter hoch werden) mindestens 50 cm betragen. Für Rispenhortensien, die bis 2 Meter hoch werden können, sogar mindestens 1 Meter!

Mit den Hortensien stellte ich es mir an dieser Stelle nach Art einer Hecke so schön vor . . . die kleine Weiß-Grüne Hortensie werde ich von hier wieder wegnehmen, sie ist in jedem Fall zu dicht an die anderen gepflanzt worden. Außerdem passt sie farblich auch nicht hierher. Sie ist bei einem der Rondelle im Garten mit den anderen Weißblühenden besser aufgehoben.


Vorteilhafter wäre stattdessen an diesem Ort wohl die neue Hortensie, die Edith/Staudenflüstern als 'Four Seasons' identifiziert hat. Dazu müßte ich diese Fläche noch einmal vergrößern. Doch die beiden hier nun schon wachsenden Hortensien lasse ich nun so weiterwachsen. Sie werden sich dann eben in die anderen Richtungen ausdehnen müssen!

Die kleine Weiße läßt nun auch arg ihre schönen Blütenköpfe hängen. Hätte ich sie abschneiden sollen oder was kann der Grund dafür sein. Wassermangel eigentlich nicht, denn ich bewässere mehrmals am Tag, seit es so heiß ist! Hoffentlich keine Staunässe, denn dazu neigt unser spezieller Boden und diese vertragen Hortensien gar nicht!

Der Blick von der anderen Seite aus ... halbwegs ordentlich . . . die Rose 'New Dawn' blüht jetzt nur noch vereinzelt.



Den Tipp mit den Tannennadeln werde ich mir merken, denn Hortensien brauchen eigentlich sauren Boden. Letztes Jahr hatte ich Essig ins Gießwasser gegeben . . .  und Funkien und Farn eignen sich zur Hortensien-Unterpflanzung oder auch Frauenmantel (von Letzterem werde ich bald mehr als genug haben . . . ) Auch Maiglöckchen sind eine Option, und zwei Test-Exemplare pflanzte ich bereits unter die beiden oben abgebildeten Hortensien.

Mein Garten bringt mich zur Zeit zur Verzweiflung!

Durch die Hitze und Trockenheit sieht manches inzwischen unschön aus, anderes Unerwünschtes wuchert ausufernd, so daß ich trotz des ungeeigneten Wetters jäten muß. Zu viel Grün und auch Braun dominieren zur Zeit. Dazu kamen Neuanpflanzungen, denn ich mußte ja ausgerechnet im heißen Sommer noch neue Pflanzen kaufen. ;-) ;-) ;-)

Nun habe ich - einmal wieder - das Malheur - wohin mit den Pflanzen, was kommt dafür weg oder wie gestalte ich nun generell unseren Garten?

Stelle ich gar noch einmal ALLES auf den Kopf???

Nicht nur die Hortensien bereiten mir Sorge, auch andere Ecken des Gartens, wie diese hinterste Ecke am Zaun beim Ahornbaum. Viel zu schmal wurde das Seitenbeet gewählt. Die hier verlegten Begrenzungssteine habe ich inzwischen wieder herausgenommen, das Beet soll verbreitert werden. Hier wächst ein Kirschlorbeer heran. Daneben steht - noch - eine Waldgartenrose, die später von hier wegziehen wird. Anfangs pflanzte ich sie an dieser Stelle in dem Glauben, sie würde - ähnlich wie im Waldgarten unterhalb des Ahorns ähnliche Bedingungen wie im Waldgarten vorfinden. Doch diese Rose blüht überall sehr schön. Meine Sorge war also unbegründet. Doch diese kahle Stelle möchte ich gern schnell und vor allem immergrün geschlossen haben, daher der Kirschlorbeer!

Rechts ragt unterhalb des Ahorns noch die Ramblerrose 'Guirlande d'amour' ins Bild, sie wird dort beim Ahorn auch bleiben. Nur die Felsenmispel/Cotoneaster, die noch aus dem Waldgarten stammt, wird wohl neben dem Kirschlorbeer auf Dauer keinen Bestand haben.
Was die Bodenbedeckung betrifft, geht es hier - noch - bunt zu. Immer wieder drängt sich hier der Gundermann ins Vinca minor und auch etwas Hornkraut lebt hier im Verein mit dem Muskatellersalbei. Manchmal ist weniger mehr, das Hornkraut wird ebenfalls von hier verschwinden. Gundermann mag ich zwar, aber nicht in jedem Beet!




Gleiches Beet aus der Perspektive mit Blick in Richtung Drachenweide. Rot markiert habe ich den Bereich, um den das Seitenbeet erweitert werden soll. Andererseits wirkt so viel einheitliches Grün um die Weide herum auch nicht schlecht.

Schwierige Entscheidungen . . .



Eine auch sehr unschöne Stelle ist zumindest zur Zeit der Seitenstreifen am Nachbarzaun. Nachdem die Sträucher längst verblüht sind, keine Tulpen mehr blühen und alles nur grün-braun aussieht, wirkt es hier ziemlich trostlos. Die Zaunbegrenzung bildet der hohe Lebensbaum des Nachbarn. Darüber sind wir wirklich sehr froh, da der Lebensbaum  für beide Seiten die Privatsphäre gewährleistet. Doch was, wenn der Lebensbaum fortfällt? Etwas licht ist das in die Jahre gekommene Gehölz bereits...
Ob es aber so sinnvoll ist, hier ein Mini-Lebensbäumchen eingepflanzt zu haben? Doch wohin sonst mit dem kleinen Kerl und umpflanzen kann ich ihn immer noch. Was ich aber gemacht habe - dicht an den Zaun setzte ich Kriechspindel-Ableger, die vom Nachbarn an anderer Stelle herübergewachsen waren. Bei ihm rankt die Kriechspindel sehr dekorativ den Zaun hoch und bildet so einen flach am Zaun anliegenden Begrüner, der wenig Platz wegnimmt und dennoch guten Sichtschutz bietet.




1 = Lebensbaum des Nachbarn
2 = Mini-Lebensbaum
3 = Kriechspindel

Das nächste Bild datiert vom 9.7. d.J. -hier liegen 2 Beete nahe beieinander. Mähen zwischen den Beeten wird nahezu unmöglich. Wege möchte mein Mann jedoch nicht anlegen. Doch einzelne Trittplatten würden mich optisch sehr stören! Überhaupt mag ich keine zu geraden Wege mehr. Organisch soll es aussehen . . .




Vieles wächst in diesen Beeten noch ein wenig durcheinander. Im Beet links wachsen gerade rote Rosen 'Dirigent' heran. Sie werden das Bild später dominieren und so war es auch von mir gewünscht, denn von der Terrasse aus sind sie an dieser Stelle gut wahrzunehmen. Wenn sich das Sonnenlicht im Rot der Rosenblütenblätter verfängt, gibt das reizvolle Effekte.

Das Beet rechts behinhaltet u.a. die 'Flohmarktrose', die ich aber wohl fortgeben werde. Sehr viel Freude macht sie mir nicht. Sei blüht immer nur kurz, verträgt ungünstige Wetterlagen nicht, wie sie nun gehäuft auftreten, bildet Ableger per Ausläufer, wenn auch nicht dramatisch - alles in allem habe ich mehr Arbeit als Freude an ihr. Vielleicht sollte ich es so wie Ingrid machen und diese Rose, die ihrer ähnelt - nur farblich nicht - einfach entsorgen. Denn Abnehmer finden sich meist nicht.

Ringsum im selben Beet wachsen dann noch selbstgezogene sog. Bodendeckerrosen, die ich eher vom Boden fernhalte, sie dürfen auch bleiben.


Oh und dann der Hopfen .... vermutlich aus Hopfensamen entstanden ist diese kleine Pflanze ... Zum Herbst wird der Hopfen dann also auch wieder verschwinden, denn so viel und überall Hopfen will ich denn doch nicht haben. Ich werde ihn in der Natur eingraben.




Der Post "Garten-Räume"  zeigte schönere und romantischere Stellen unseres Gartens ...

Einige - neue Impressionen möchte ich auch hier wieder verewigen. Mittlerweile hat die Hortensie 'Limelight' zahlreiche Blütenrispen ausgebildet. In diesem Beet haben sich nun dummerweise Sonnenblumen entwickelt. Eigentlich zu schade, sie jetzt noch herauszureißen Oder was meint ihr? Die Wirkung der Hortensie wird dadurch eindeutig geschmälert. Bewußt wollte ich die Sonnenblumen in diesem Beet keinesfalls haben!

Ansonsten soll es ein wenig luftig im Garten bleiben, d.h. da wo die Blaufichte steht soll ringsum Rasen bleiben und zwischen Hydrangeabeet und dem nächsten Beetrondell soll auch nichts anderes gepflanzt werden.



Der Haselnusstrauch am straßenseitigen Zaun wird nun üppig und hoch . . .



Wann immer ich nach Garten anlegen oder ähnlichen Suchbegriffen google, sehe ich doch auch ziemlich dicht und langgestreckte oder breite Beete (wie auf dieser Seite) und frage mich, wie diese bearbeitet werden, an welcher Stelle man dazwischentreten kann, um zu jäten ... ? ? ? Es schaut aus, wie bei meinen eigenen Beeten, da ist nirgends wirklich Platz, um einen  Fuß gut dazwischenzusetzen oder zwei!


Ein Japanischer Garten wäre mir indessen wiederum zu karg, selbst wenn er seine Reize hat.

Ein überlaufener Garten wirkt unsauber - das gibt zu denken!

Nun habe ich einmal aus GoogleMaps unser Grundstück kopiert, um sich eine Vorstellung vom Areal machen zu können. Das Bild muß zur Zeit unseres Einzugs aufgenommen worden sein. Damals war der Garten noch ziemlich kahl. Auf dem 2. Foto blüht gerade der Holunder, der am Ende des Gartens neben dem Gartenhaus steht. Inzwischen dürfte das Bild aus der Vogelperspektive deutlich anders wirken.


1 = Vorgarten
2 = Gartenhaus
3 = Terrasse
4 = Korkenzieherweide


1 - 4 wie oben
5 = Pflaumenbaum
6 = Straße mit Vogelbeerbäumen

Vielleicht sollte ich auch nur etwas mehr Geduld haben, denn bis die Sträucher und Bäumchen so hoch gewachsen sind, um manches andere wirkungsvoll anzugleichen, vergeht eben  einige Zeit.