Dienstag, 7. April 2015

Eine Pflanzenfrage und Marode Schönheiten #8


Vor kurzem unternahm ich eine Stadttour .... und während dieser begegnete mir dieser Strauch. Ich tippte auf eine Lorbeer-Art? Obwohl die Blätter doch anders wirken ...

Das ist das Gewächs in seiner Ganzheit ... die Blüten erinnern eher an den Maiglöckchenstrauch, Deutzia (wobei es noch einen anderen Strauch gibt, den man Maiglöckchenstrauch bzw. Schneeglöckchenbaum Halesia tetraptera nennt ...


Nachtrag:
Vielleicht eine Prachtglocke wie bei Staudenflüstern? Petra Michaela/Chalisas Klostergärtchen hat es letztendlich aufgeklärt!


Nagellack Catrice  Luxury Nudes  Soft MattIn diesem Blog kann man den Schimmer dieser Farbe, der es mir angetan hatte, noch besser erkennen.Darüber habe ich Nail-Tattos geklebt (siehe oben) und 2 Schichten Misslyn Siegellack drüber lackiert. Leider hält das Ganze dennoch nicht länger als 2 Tage bei mir! Was evt. auch damit zusammenhängt, daß ich nicht immer Schutzhandschuhe trage und viel mit den Händen arbeite. Der Nagellack wirkt beim ersten Auftrag matt und hat ansonsten ein wunderhübsches Finish. Doch wegen der kurzen Haltbarkeit nichts für mich. ;-)

Und dann kann ich mich - wenn auch nachträglich - noch an der Sonderausgabe Marode Schönheiten beteiligen.




Achtung, jetzt führt der Weg geradezu in die Finsternis ;-)



Nicht unbedingt marode - (da doch noch recht gut erhalten und wohl auch renoviert) ... dennoch haben wir uns da nicht hineingewagt ;-) ;-)




Hier wurde 2002/03 bei archäologischen Grabungen ein bis dahin unbekannter Teil einer mittelalterlichen Wehranlage und auch das Fundament eines Verteidigungsturmes entdeckt.

Gruselig - wer wohl an diesem eisernen Ring angekettet wurde??



Auch ein Reststück der Stadtmauer ist dort in der Nähe noch zu finden ...




Dieses  Haus erinnert mich an Sigruns Haus am Mühlgraben mit dem belassenen Naturstein-Element - wenn auch nicht so shabby und renoviert! Ich entdeckte es in der Nähe des Wehrgrabens.



Hier fließt auch die Oker, die den sog. Okerring bildet. Der sog. Okerumflutgraben ist Bestandteil der zwischen 1802 und 1835 umgestalteten Wallanlagen und war bis Ende des 18. Jahrhunderts Teil der 1692 angelegten barocken Stadtbefestigung.


Einsame Osterglocken an der Okerböschung ...


Wie verwinkelt man früher doch baute ... Häuser ganz in der Nähe des Mauerrestes ...


Schön shabby jedoch nicht marode sind diese Fensterläden ...


Durch diese Tür betreten wir die St.Michaelis-Kirche, was wir an dem Tag jedoch nicht taten ... lieben Gruß an Sigrun/Steiniger Garten  (ich habe einige Portale, Tore und Türen fotografiert!)





An der Michaelis-Kirche . . .


Sehr viel von der Altstadt ist leider nicht übriggeblieben. Bie der Bombardierung am 15. Oktober 1944 wurde 90 % der mittelalterlich geprägten Stadt zerstört. Es sähe heute bei uns ganz anders aus, wenn all die historischen Schätze noch stehen würden! Diese Zerstörung bringt nur der Mensch zustande und er hat nichts daraus gelernt!!!
Vor allem auch in Anbetracht der Tatsache, daß noch 1939, wie ich diesem Buch entnommen habe, das sich in meinem Besitz befindet, umfangreiche Renovierungsarbeiten an alten Häusern vorgenommen wurden, z.B. Freilegung von Fachwerk, Modernisierung von Innenhöfen (Entkernung der davor sehr engen verwinkelten Höfe!) und nur wenige Jahre später all dies zerstört!

Zu den Zerstörungen gibt es ein anschauliches Buch "Das Inferno von Braunschweig", das sich in meinem Besitz befindet mit etlichen Schwarz-Weiß-Abbildungen.

Sehr schön renoviert  und spannend, diese "windschiefen" nach innen geneigten Fenster ...



An die alten Häuschen angepaßte Gardinen - so schön!


Ein weiteres schönes Tor ... das das Stobwasser-Haus ziert.



Doch kommen wir nun wieder zu dem maroden Teil, den es durchaus hier auch noch gibt ... allerdings ist man hier fleißig am Renovieren ...


Auch nicht direkt marode, aber hier sieht man doch schon den Zahn der Zeit am Gemäuer nagen ...


und die unschönen Graffitis am Haus tun ihr Übriges ... urig war der zusammengebastelt wirkende Wintergarten ....


Immer wieder gibt es Erfreuliches zu sehen ... wie hier am Wilhelmitorwall ...


Zum Schluß möchte ich die original rekostruierte Alte Waage zeigen ... das Originalgebäude wurde leider auch während der Bombenangriffe zerstört! Das Bauwerk beherbergt heute die Volkshochschule.


Und einmal der Blick aus der anderen Richtung - im Vordergrund ist h ier die St.-Andreas-Kirche zu sehen. Die Turmhelme wurden übrigens erneuert. Die Türme selbst hielten dem Feuersturm 1944 stand, da sie 1913 von innen mit Ziegeln ausgemauert wurden. Sie brannten zwar wie zwei riesige Fackeln, stürzten aber nicht ein. Das Dach jedoch wurde beschädigt und sämtliche Fenster durch die Explosionen zerstört. Die Umgebung der Kirche wurde vollends vernichtet, denn drumherum befanden sich fast ausschließlich Fachwerkhäuser, deren Ursprung bis ins 15. Jahrhundert zurückreichte. Mit 93 Metern ist der Kirchturm einer der höchsten Mittelalterlichen überhaupt!


Allen Lesern/-innen noch herzlichen Dank auch an dieser Stelle für die lieben Osterwünsche! Ich habe mich hauptsächlich auf die Ostergrüße in meinem Blog beschränkt, da es mir unmöglich war, alle Blogs zu besuchen, denn dann hätte ich vor und an Ostern nichts anderes tun können. Herzlichen Dank für Euer Verständnis und bis bald!!!