Freitag, 14. August 2015

Regenwürmer im Dürrestress



Mir war bei den Grabearbeiten in letzter Zeit immer wieder ein oder mehrere Regenwürmer in zusammengerollter Form unter die Hände gekommen. Dieses Phänomen hatte ich noch nie beobachtet. Vielleicht, weil ich im Sommer bei Trockenheit früher kaum im Garten grub. Eine Dürre wie die diesjährige hatten wir allerdings selten.
Es fällt außerdem auf, daß die Regenwürmer ziemlich tief in der Erde schlafen.

Was es mit dem Zusammenrollen auf sich hat, fand ich auf dieser Seite erklärt. Demnach handelt es sich ume ine Art Sommerschlaf, in den die Regenwürmer in Dürrezeiten fallen. So kann nach Untersuchungen von amerikanischen Wissenschaftlern ein Regenwurm Trockenzeiten von zwei Wochen gut überstehen. Die knotenartige Zusammenballung des Körpers dient lt. Jacob McDaniel von der Colorado State University dem Zweck, die Körperoberfläche zu verringern und damit gleichzeitig den Wasserverlust zu kompensieren. Interessant auch, daß diese Zeit unterirdisch in einer Art versiegelten Kammer verbracht wird, deren Wände mit Schleim ausgekleidet wurden. Dies soll die Luftfeuchtigkeit erhöhen. Darauf hatte ich im Eifer des Gefechtes nun leider nicht geachtet!


SURVIVABILITY OF APORRECTODEA CALIGINOSA IN RESPONSE TO DROUGHT STRESS




Nach wie vor hätte ich auch gern erfahren, um welchen Engerling es sich hierbei handelt, von denen ich in unserem Boden beim Umgraben zahlreiche finde.


Genauso wie diese gelben kleinen Würmer (hier schon einmal gezeigt!)