Dienstag, 5. Juli 2016

Das Jahr der Ableger


Ableger vom Hibiskus?


In manchen Jahren ist es merkwürdig ....so auch in diesem Jahr, in dem sich etliche Pflanzen stark vermehren. Zuerst waren es die Winterlinge, die plötzlich in großer Zahl erschienen (wo ich doch in den Jahren davor niemals Glück mit Winterlings-Nachwuchs hatte!!!) Ebenso die Leberblümchen.... Und irgendwann entdeckte ich plötzlich zahlreiche Lenzrosen-Babies.


 Fonts Mf Wedding Bells & Jester



Wohin das Auge auch schaut - im Terrassenbeet - überall junge Leberblümchen :-)




Jetzt sind es junge Sommerflieder - wobei mir die älteren Exemplare weit zurückgefroren waren, bis auf den weißen Sommerflieder, der an der Terrasse geschützter steht. Daher kommt eine Bepflanzung mit Sommerflieder am Zaun für mich jetzt nicht mehr infrage. Die Ableger werde ich dann an eine weniger wetterempfindliche Stelle im Garten pflanzen.



Und ich meine sogar erkannt zu haben, daß selbst der Hibiskus in diesem Jahr Ableger erzeugte. Denn irgendjemand schrieb mir vor längerer Zeit, der Hibiskus bilde sehr leicht Ableger im Garten. Das hatte ich in meinen Gärten zwar noch nie beobachten können und deshalb kenne ich das Aussehen der Hibiskus-Jungpflänzchen auch nicht.

Doch da diese hier unterhalb meines weißen Hibiskus wachsen und habitusmäßig an Strauch-Ableger erinnern, wenn auch die Blätter nicht (oder noch nicht?) identisch aussehen, vermute ich hierin die Ableger des Hibiskus. Natürlich kann ich mich auch täuschen.



Doch wozu gibt es Tante Google - einfach mal quer gegoogelt und siehe da - des Rätsels Lösung sind tatsächlich Mini-Hibiskus-Pflanzen!  Aber ob die nun AUCH weiß blühen werden??? Wahrscheinlich nicht, denn Samen-Vermehrung ist keine Klonierung und es entstehen immer neue Sorten/Farben.




Doch was ist das für ein  peitschenartiger Trieb, der da neben einer Rose auf dem Boden aufliegt? Er erschien wie aus dem Nichts - ich kann mich nicht erinnern, ihn an diese Stelle gepflanzt zu  haben. Ähnelt einem Sommerflieder, scheint aber keiner zu sein??? Der Austrieb fühlt sich auch leicht kratzig-haarig an.

Weiß vielleicht jemand, was mir da gewachsen ist?



Und natürlich Sommerflieder - der sprießt - wie weiter oben schon geschrieben - an verschiedenen Stellen - nachdem der plötzliche Kälteeinbruch Anfang des Jahres meine beiden am Zaun stehenden Sommerflieder beinahe umgebracht hat. Aber wer weiß, wozu dieser Kälte"impuls" nützlich war?

In der Natur hat alles einen tieferen Sinn.

Dieses ist nun einmal wieder das Jahr der Ableger ... manche Jahre sind Jahre der Blüten, andere wiederum  Jahre des Wachstums ... in bestimmten Jahren blühen nur die Rosen wundervoll, in anderen wieder die Lilien .... kein Jahr gleicht dem nächsten.




Der Rosa rugosa-Spross der weißen Kartoffelrose ist keine Kunst ... diese Rosen neigen zu Ausläufern, ebenso wie die Dünen- oder Bibernellrose. Diesen Spross der Rosa rugosa alba werde ich versuchen in einen Topf zu pflanzen. Diese weißen Kartoffel- oder Apfelrosen sind sehr begehrt und evt. ein beliebtes Tauschobjekt.






Zwar kein Ableger in dem Sinne, dennoch bemerkenswert .... denn mitten im Rosen-Stauden-Beet wächst plötzlich eine Zucchini oder was auch immer ...

Mir tun solche spontanen Gewächse ja immer leid und ich neige dazu, sie erst einmal wachsen zu lassen und ein wenig Neugier ist ja auch immer mit dabei - oder wie würdet Ihr damit verfahren?


Kommentare:

  1. Ich habe auch manchmal "Spontanwuchs" im Garten, den ich erstmal beobachte. So bin ich zu einem wilden Wein gekommen ;-) aufeinmal war er da. Vorher war da nie was.... Momentan kommen bei mir viele Stockrosen aus dem Nichts, jahrelang haben da keine mehr geblüht. Leider mit einer nicht so schönen (eiter-ähnlichen ;-)) Farbe.
    Dein langer peitschenartiger Auswuchs erinnert mich an ein Geißblatt oder Lonicera. Ich habe eins das auch so längliche Blätter hat, nur nicht ganz so dicht aneinander.

    Liebe Grüße
    Daniela

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    1. Das kenne ich auch mit dem Wilden Wein, liebe Daniela. Und im jetzigen Garten hat sich auch wieder ein Wein eingestellt, an einer Stelle, wohin ich ihn nicht pflanzte. Wobei ich dazu sagen muß, daß ich einen Wilden Wein vom Waldgarten mithierher umgeogen habe.

      Ups, was für eine Farbe? Gelb vielleicht?

      Geißblatt sieht meines Erachtens anders aus. Aber ich lasse mich überraschen. Ich hatte schon überlegt, ob es die echte Steinsame sein könnte, denn die hatte ich in dem Beet. Doch derart lange, dazu niederliegende Triebe??

      http://www.blumeninschwaben.de/Zweikeimblaettrige/Boretschgewaechse/steinsame.htm

      Liebe Grüße
      Sara

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  2. Liebe Sara,
    in Deinem Garten gibt es wirklich sehr viel verschiedene Ableger zu finden :O)
    Ich wünsche Dir eine schöne Gartenwoche!
    ♥ Allerliebste Grüße , Claudia ♥

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    1. Ich liebe die Vielfalt, liebe Claudia.
      Dir auch noch eine schöne restliche Woche.

      Liebe Grüße
      Sara

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  3. Liebe Sarah,
    mir geht es da wie Dir, ich kann auch ganz schlecht Pflänzchen, die sich bei mir angesiedelt haben einfach wieder ausreißen! Und auf diesem Wege habe ich schon einige wunderschöne Gewächse "bekommen"!
    Es heißt ja auch, es kommen die Pflanzen zu einem in den Garten, die man braucht...Ist doch ein schöner Gedanke oder!?
    Warte einfach ab, was diese Pflanzen Dir bringen werden.
    GLG Heidi

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    1. Dann kennst Du das auch, liebe Heidi :-)
      Das kann gut möglich sein - ich warte auch immer gern ab, was sich von allein im Garten einstellt. Das ist sehr spannend!
      Ich schätze mal eine Zucchini. Nur muß man da wegen er Bitterkeit und damit Giftigkeit sehr aufpassen. Aber das schmeckt man schließlich ...

      Liebe Grüße
      Sara

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  4. Vielleicht war der ganze viele Regen dieses Jahr an der Bildung der vielen Sämlinge beteiligt. Letztes Jahr war es im Gegensatz dazu ja sehr trocken. Die Sommerflieder werden bei mir immer im Frühjahr geschnitten, damit sie schön buschig wieder austreiben. Es macht mir also gar nichts aus, wenn sie mal zurückfrieren. So richtig empfindlich sind sie nur am Anfang....nach zwei Jahren geht es dann besser.
    Ich habe mixmal einen Steckling selber gezogen, aber ein Sämling ist natürlich auch toll. Ich würde sie erst mal größer werden lassen und nicht gleich umpflanzen. Dann sind sie ja wieder ganz empfindlich.
    Schön, wenn der Garten so viel Überraschungen hervorbringt. Im Moment blüht hier sogar deine weiße Rose, die du mir zusammen mit der Waldgartenrose 2014 geschenkt hattest.
    LG Sigrun

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    1. Das weiß ich jetzt nicht, liebe Sigrun, denn trotz des zeitweilig starken Regens gingen z.B. die Cosmeen wieder nicht auf und einiges andere, was ich ausgesät hatte. Übrigens wurden auch Deine Margeriten leider nichts. Ich habe bisher immer darauf gewartet, daß sie noch erscheinen. Schade!... Gerade die fand ich so schön mit ihren zerzausten Blütenköpfen. - Und gestern mußte ich sogar den Garten wieder ausgiebig per Schlauch bewässern, denn bis zum Abend hatte es bei uns nicht geregnet, nur in BS-Stadt und da auch nicht viel. Bei unserem Boden vertrocknen die Jungpflanzen dann sehr schnell, wenn ich sie nicht künstlich bewässere.
      Da kommen sicher einige Konstellationen zusammen, das habe ich auch in früheren Jahrzehnten beobachten können. An der alten biblischen Aussage der sieben fetten und mageren Jahre ist durchaus was dran. Sogar mehr Kinder sollen in diesem Jahr geboren worden sein, wie ich neulich im Radio hörte. Schon spannend! Alles hängt ja irgendwie zusammen ...

      Also ich hatte die beiden Sommerflieder am Zaun gerne etwas höher - so wie hier 'Black Knight'

      http://3.bp.blogspot.com/-R0zJhzx4wVs/VaW13QCkNhI/AAAAAAAAhi8/CTpn_Ry9w1Y/s640/Sommerflieder2.jpg

      und sie froren nur durch den plötzlichen Kälteinbruch Anfang des Jahres zurück, weil sie durch die Wärmeperiode davor schon tüchtig ausgetrieben hatten.

      http://mein-waldgarten.blogspot.de/2016/01/schneebruchgefahr-noch-mehr-schnee.html

      Mir schrieben Einige, daß ihnen die Sommerflieder kommplett erfrieren. Deshalb möchte ich langfristig am zugigen im Winter doch nicht so geeigneten Zaunbereich keine Sommerflieder mehr. Im Moment lasse ich sie aber noch.

      Den 'Black Knight' habe ich auch schon seit 2013 und der Stamm war schon sehr dick, wie von den anderen beiden auch. Der Frost betraf hauptsächlich alle jungen Austriebe, doch es fror bis ins alte Holz. ;-) So etwas hatte ich schon lange nicht mehr!

      http://mein-waldgarten.blogspot.de/2013/07/black-knight.html

      Liebe Grüße
      Sara

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  5. Hallo Sara,
    die Natur sorgt dafür, dass keine freien Flächen bleiben. Du kannst Dich im nächsten Jahr auf viele blühende Leberblümchen freuen.
    Liebe Grüße von Ingrid

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    1. Auf die Leberblümchen freue ich mich in der Tat schon. Ich muß nur aufpassen, das Terrassenbeet immer gut feucht zu halten, denn dort trocknet es unheimlich schnell aus.

      Liebe Grüße
      Sara

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