Montag, 5. September 2016

Blauroter Steinsame und Sommerflieder ...


Im Sommer glaubte ich, gleich zwei Sommerflieder-Sprösslinge im Garten zu beherbergen, doch das war ein Irrtum, wie sich inzwischen herausstellte. Nur ein Sommerfliedersprössling hat es ins Leben geschafft, dieser Mini-Strauch blühte bereits. Und irgendwie erschien es mir auch seltsam, auch wenn die Blätter sich ähnelten, daß eine dieser Pflanzen eher am Boden darniederlag . . .
Deshalb gehe ich inzwischen davon aus, daß der vermeintliche Sommerflieder-Ableger nun wohl doch der echte blaurote Steinsame - (Lithospermum purpurocaeruleum  Syn.: Buglossoides purpurocaeruleaist. Denn welche Pflanze wirft auch sonst schon ihre langen Triebe in großen Bögen über andere Pflanzen hinüber, wie Silke/Wildwuchs unter Aufsicht das so treffend beschrieb. Die andere Steinsame erkenne ich problemlos, doch bei der echten Steinsame fällt mir das schwer, zumal ich wohl nur diese eine Pflanze besitze, die dazu auch zumindest in diesem Jahr nicht geblüht hat.


Aufnahme vom 19. Mai d.J. (Lithodora diffusa)

Daß ich jedoch zwei Arten gekauft habe, weiß ich noch sehr genau! Das erste Foto ist außerdem der Beweis. Nur fand ich eine ganze Zeitlang die echte Steinsame nicht mehr. Ob sie sich nur versteckt hatte? ;-)
Auch auf diesen Bildern kann ich die Pflanze nicht entdecken. Oder ich müßte sie danach erworben haben. Leider lassen sich nicht immer alle neuen Gartensituationen zeitnah festhalten. Doch an dieser Geschichte sieht man, wie wichtig das wäre! Auch das Nach-Posten  bringt in diesem Falle nichts!




Blume des Jahres 2000:Purpurblauer Steinsame (Lithospermum purpurocaeruleum) eine Pflanze auf der Roten Liste!

Interessant ist die frühere Bezeichnung "Steinhirse", da die harten Früchte zu der Zeit mit Hirsekörner verglichen wurden Ich bin gespannt auf diese Samen! Habe sie bisher noch nie gesehen!



Die Triebe meiner einzigen Pflanze sehen so aus wie diese ausufernden Triebe der Steinsame!

Über diese weißen Perlen würde mein Auge sich natürlich ganz besonders freuen. Bisher habe ich noch nichts dergleichen entdecken können!
Sehr interessant, die Entwicklung dieser Pflanzen .... erst Blütenbildung, dann Triebbildung, die alles überwuchern. Die Steinsame ist also ausläuferbildend (was ich bei meiner Pflanze allerdings noch nicht beobachten konnte. Im selben Beet wachsen auch die anderen Steinsamen!

In meinem Garten hab' ich allerdings mit der anderen Steinsame Lithodora diffusa auch keine Probleme. Liegt sicherlich am lehmigen Boden, der die Feuchtigkeit an sich gut hält, jedoch an der Oberfläche bei längerer Dürre rissig trocknet.

Spannend finde ich in dem Zusammenhang auch die Sache mit den Zeigerpflanzen. Bei uns gehen aus dem Boden sehr viele Ackerwinden hervor, eine typische Stickstoffanzeiger-Pflanze!


Der Steinsame wächst in diesem Beet, aus dem ich gerade erst die Waldgartenrose entfernte, weil hier alles viel zu dicht nebeneinander wuchs. Jetzt kann die weiße Sternmagnolie endlich aufatmen.
Lange wagte ich nicht, die Rose aus dem  Beet zu holen, auch weil sie einen wundervollen Farbtupfer an dieser Stelle abgab. Doch jetzt war gerade der richtige  Zeitpunkt gekommen - kurz vor dem Gewitter und dem starken Regen! Blüten trug sie außerdem kaum noch, da fiel es mir nicht allzu schwer, die Rose herunterzuschneiden.
Nun wird sie bald den Garten einer lieben Freundin verschönern, der ich die Rose neben anderen Pflanzen schenkte.


Kommentare:

  1. Liebe Sara!
    Was für zarte Blüten und wie schön sie blühen. Das ist wohl ein Bodendecker, oder? Ich brauche ja immer welche und diese gefällt mir ausgesprochen gut.
    Mulchst Du eigentlich Deinen Garten Sara? Ich denke immer mal wieder drüber nach und der eine sagt so oder so, aber gemacht habe ich es immer noch nicht. Nun frage ich mal nach Deiner Meinung.
    Liebe Grüße
    Kirsi

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    1. Liebe Kirsi,
      Steinsame kann man als Bodenbedeckung nehmen. Ich glaube aber, hierfür eignet sich die niedrigere Art, die nicht diese langen Triebe ausbildet (Lithodora diffusa).

      Zu Deiner weiteren Frage: Ich mulche nur im Herbst, wenn das Laub von der hohen Weide fällt und wenn wir einmal Shredder-Material haben, was in unserem noch jungen Garten ja nicht so häufig der Fall ist. Denn kranke Pflanzenteile, wie z.B. von Rosen, dürfen ja nicht auf die Beete:

      Unser Shredder zerkleinert das Material allerdings relativ grob, wie Du hier sehen kannst - solches lasse ich auch auf den Beeten dauerhaft liegen. Es ist besser als das gekaufte Rindenmulch und tat bisher den beiden Beeten, wo ich das angewendet habe, sehr gut. Der Boden hat sich dort deutlich verbessert.

      http://mein-waldgarten.blogspot.de/2016/05/ein-blutroter-fleck.html

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    2. Das Mulchen ist in unserem Garten schon angebracht, weil der Boden an vielen Stellen extrem lehmig-tonig ist, was dazu führt, daß die Oberfläche bei langen Dürreperioden, wie wir sie jetzt auch wieder hatten, sehr hart wird und Risse bildet. Für Jungpflanzen ganz schlecht!
      Doch wie der Titel des folgenden Buches es beschreibt (das Buch befand sich einst in meinem Besitz) ist es nun auch wieder nicht! ;-) Aber nur so werden Bücher zum Verkaufsschlager ...

      https://www.amazon.de/Mulch-G%C3%A4rtnern-Arbeit-problemos-mulcht/dp/392317618X

      Ich bringe den Mulch im Herbst nur dünn auf und im Frühjahr wird alles wieder von den Beeten geharkt (bis auf das eigene "Rinden"-mulch), denn es soll auch hübsch aussehen. Außerdem blühen im Frühling ja zahllose Vergissmeinnicht, die nicht sehr hoch werden und andere Bodendecker und an diesen Stellen würde Mulch eher stören.

      Hier kannst Du unser Weiden-Mulch sehen - das verweht leider öfter mal und dann hat man es im ganzen Garten und auch an der Straße (von wo wir es wieder wegfegen müssen). Es empfiehlt sich, solches Laub mit gröberem Material (kleine Stöckchen, Äste, Zweige) zu beschweren ... wie ich das auch schon praktiziert habe. Im Winter stört mich der Anblick nicht so sehr.

      http://mein-waldgarten.blogspot.de/2014/12/12tel-blick-im-dezember-2014-das.html

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  2. Am liebsten sind mir aber immer noch Unterpflanzungen mit Bodendeckern, die flächendeckend wachsen, dann braucht man sich um Mulch oder unschöne Bodenoberflächen keine Gedanken mehr zu machen. Doch auch da muß der Boden ab und an aufgebessert werden. Im Bereich meiner Rose, über die ich gestern postete, war der Boden etwas abgesackt. Oberflächlich wird auch Erde vom Wind fortgeweht. Dafür muß dann Ersatz eingearbeitet werden, dann auch zwischen die Bodendecker.

    In irgendeinem Blog las ich auch gerade vom Mulchen. Der betreffende Garten ist aber schon eingewachsener als der Unsrige. Dort wird sämtliches Material, das man zum Mulchen verwenden kann, in die Beete gegeben - die Sträucher und übrigen Pflanzen sind aber schon so opulent geworden, daß man den Mulch nicht mehr so direkt sehen kann. Das ist natürlich auch keine schlechte Idee. Mich würde es aber wohl dennoch stören, wenn wir da alles Mögliche in die Beete werfen würden. Ein bißchen geordneter mag ich es schon und Hornspäne sind so gar nicht mein Fall, allein die Vorstellung, daß ich da die Produkte vom toten Schwein in den Beeten liegen habe *grusel*. Doch das muß natürlich jeder für sich entscheiden. Ich bin zwar Vegetarier, bin jedoch sehr für das vegane Gärtnern

    https://utopia.de/0/magazin/ohne-scheiss-der-biovegane-garten-wuerzsilie-interview

    http://vegane-lebensweise.org/vegan-im-alltag-3/der-vegane-garten/

    Und bevor ich's vergesse, in Gärten mit Schnecken- oder Zeckenproblemen würde ich Mulch eher nicht empfehlen, da wird man seines Lebens nicht mehr froh! Unser Garten ist ja nach wie vor ein Sonnengarten und da ist das auch mit den Schnecken kein Problem.

    Ganz ohne Jäten gehts auch mit Mulchen nicht, genauso wie wenn man Kies auf die Beete streut. Das hängt außerdem auch noch von der Bodenbeschaffenheit ab. - Einige "Unkräuter" wurzeln ja sehr tief, die wachsen von unten immer wieder nach. - Auch das Umgraben hat durchaus seinen Sinn, vor allem bei fetteren Böden, worauf man heute jedoch gern verzichten will. Ich sehe das an unserem Garten mit der speziellen Bodenbeschaffenheit, solche Böden müssen eigentlich umgegraben werden, zumindest wenn man Gemüse anbauen will! Aber wer kennt heute schon noch Begriffe wie "Frostgare"?? Hauptsache Sofa und chillen .... alles was nach Arbeit riecht, wird vermieden ...

    http://www.gartenwelt.de/artikel/1346/wann-ist-es-sinnvoll-den-boden-umzugraben-es-kommt-auf-die-bodensorte-an/

    Ups, da habe ich nun weit ausgeholt, aber das Thema liegt auch mir am Herzen, wie Du siehst, Du Liebe. :-)

    Liebe Grüße und bis später
    Sara

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    1. Liebe Sara,
      vielen, vielen Dank für Deine so ausführlichen und informativen Ausführungen. Hornspäne kommt vom toten Schwein - ach nee das möchte ich auch nicht haben!
      Schnecken sind nicht so das Problem, aber die Zecken und dann mit unserer Hündin, nein das möchte ich auch nicht.
      Mit dem selber shreddern hast Du mich auf eine sehr gute Idee gebracht, denn nach Deinen Ausführungen lasse ich die Finger vom gekauften Mulch. Ich habe ja schon einige Bodendecker und wäre schon betrübt, wenn die sich nicht mehr blicken lassen würden.
      Dann hole ich mir noch mehr dazu, ist dann auch ein schönerer Anblick und bleibe eben beim Unkraut jäten!
      Den Begriff Frostgare kannte ich zwar nicht, aber umgraben (zwar nicht jeden Herbst) machen wir auch. Aber Auflockern das ist Pflicht!
      Noch einmal vielen lieben Dank für Deine Zeit und Deine Erklärungen, bis bald mal wieder, liebe Grüße
      Kirsi

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    2. Liebe Kirsi,
      zu Deinen Zeilen möchte ich noch sagen - ich will mit meinen Ausführungen niemanden vom Mulchen abhalten! Es ist Geschmackssache! Ich persönlich setze am liebsten auf Bodenbedeckung durch Pflanzen. Das ist für mich am hübschesten und mit der wenigsten Arbeit verbunden. Jäten muß ich so oder so, mit Bodendeckern oder Mulch bleibt es sich in etwa gleich. Nur wenn der Boden nackt bleibt, ist der Jäteaufwand größer!

      Was Zecken betrifft, das hörte ich vor allem vom gekauften Rindenmulch, in dem womöglich bereits Zeckeneier mitgeliefert werden. Das muß man schließlich nicht haben. Ich mag dieses Rindenmulch aber ohnehin nicht, daher würde ich es mir nie kaufen. Sicher kommt es auch auf die Bezugsquellen (z.B. Bio) an.

      Wenn Ihr aber Baum- oder Strauchschnitt habt, könntest Du mit dem geshredderten Material auch gut Deine Beete mulchen. So bleibt wertvolle Biomasse im eigenen Garten und kommt auch gleich dem Gartenkreislauf wieder zugute. Doch bei Holzmulch - auch von eigenem Holz - sollte man wieder Stickstoff in irgendeiner Form zuführen. Fleischesser tun das oft mittels Hornspänen. Mir sind Hornspäne allerdings suspekt! Von ihrer Herkunft ganz abgesehen (meist aus Massentierhaltung)! Und die eigenen reichen leider nicht für den ganzen Garten *lach*

      Unser Boden ist allerdings extrem stickstoffhaltig, da hat unser bißchen Holzmulch bisher auch nichts dran ändern können. Ich bringe es aber auch nur dünn auf. So viel hatten wir davon ja nicht. Es sind außerdem relativ grobe Häcksel, oft nicht unter 10 cm Länge ...

      Das Jäten verbinde ich regelmäßig mit dem Abstechen der Beetkanten, denn die Wiese wächst immer wieder in die Beete hinein. Aber überall Rasenkanten wollen wir auch nicht und selbst über solche Steine wächst mit der Zeit die Wiese drüber, hat man so oder so wieder Arbeit. Daher lassen wir es gleich bleiben, ersparen uns diese Mühe und stechen eben zwei, dreimal im Jahr die Kanten, so schlimm ist diese Arbeit dann auch wieder nicht.
      Ab und an grabe ich auch, schon wegen der viiiieeelen Steine, die vom Untergrund hoch gelangen. Wir wohnen auf einer Endmoräne und jeder Frühling befördert wieder neue Steine an die Oberfläche. Unter jedem Löwenzahn, habe ich beobachtet, liegt mindestens ein Stein. Und solche Stellen lieben auch die Ameisen. So hoffe ich, irgendwann die Bodenverdichtungen in der Tiefe, die allein durch die Steine entstehen, loswerden zu können. Jeder Boden ist anders, ein Garten ist schon sehr individuell - das kann zwei Gärten weiter wieder ganz anders aussehen.

      Liebe Grüße und viel Glück!
      Sara

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  3. Es ist wirklich immer super interssant, bei Dir vorbei zu schauen. Was man hier für Pflanzen kennenlernt. Oft denke ich mir, ach. Das ist aber schön, das wäre auch was für unseren Garten.
    Aber ich sollte mir wirklich mal die Posts hier wegspeichern, und auch aufschreiben wann Du das gekauft, wann Du es gepflanzt hast. Und vor allem wo.
    LG _Suny

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    1. Liebe Sunny,
      ich sehe schon, neben Rot gilt Deine Vorliebe auch Blau, zumindest was den Garten betrifft, da Du schon von Eurem Vergissmeinnicht schriebst.
      Viele Pflanzen habe ich auch erst durch das Bloggen kennengelernt, seit ich einen Gartenblog führe. Früher hatte ich ja ganz andere Blogs. ;-) Aber für Garten und Natur interessierte ich mich schon immer. Nur kennt man davon noch lange nicht "alle" Pflanzen. Ich bin auch immer wieder überrascht.
      Es hat schon was, wenn schöne blühende Gewächse einen im Garten umgeben. Wie oft habe ich schon an eine Wohnung gedacht (weniger Arbeit, mehr Zeit für anderes) - doch jeden Frühling/Sommer kriegt mich mein Garten wieder rum. :-) Da gibt es so Phasen, die sind beinahe paradiesisch, sogar im jetzigen Garten schon, den ich anfangs regelrecht gehasst habe. ;-)

      Liebe Grüße
      Sara

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  4. Liebe Sara,
    mulchen ist eine wirklich gute Sache. Sie bringt soooo viele Vorteile mit sich: verhindert die Austrocknung der Böden (vor allem im Sommer!), hilft gegen Erosionen, schützt bei Platzregen, fördert die Bodenorganismen und die Bodengare, unterdrückt Lichtkeimer, erspart das Hacken, ist eine gute Nahrungsquelle für Würmer, setzt beim Rotteprozess Nährstoffe für die Pflanzen frei - letzteres trifft aber nicht bei allen Mulchmaterialien zu. Stroh und Holzmulch entziehen bei ihrer Verrottung dem Boden sogar Stickstoff, daher sollte dieses Mulchmaterial nicht auf Beete mit Jungpflanzen ausgebracht werden, oder man gibt noch Stickstoff hinzu (u. U. mit Brennnesseljauche!)...
    Ich merke gerade, zu dem Thema fällt mir noch eine ganze Menge ein. Ich denke ich werde das in einem extra Post beschreiben...
    Dir, liebe Sara, alles Liebe
    Heidi

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    1. Liebe Heidi,
      ich schätze Mulchen durchaus und zwei Beete sind auch bei mir dauer-gemulcht, da wir dafür das richtige Material hatten. Für mehr hatte es leider nicht gereicht. Kaufen möchte ich nichts, aber auch nicht "irgendwas" auf die Beete werfen. Insgesamt soll der Garten ein nettes Bild abgeben. Dennoch kommen auch dort Unkräuter auf, so daß ich auch in diesen Beeten immer wieder jäten muß. Vielleicht nicht ganz so häufig wie in den anderen. Doch das ist in jedem Garten sicherlich anders. Bei uns wächst z.B. der Gundermann aus der Wiese sehr weit in die Beete hinein. Winden kommen von tief aus dem Boden hervor. Ich müßte tief graben, um sie restlos zu beseitigen. Auch der Giersch ... Der Horn-Sauerklee kommt auch immer wieder auf, da kann ich machen, was ich will. Dieser Garten hat's wirklich in sich! So einen schwierigen, aber auch sehr fruchtbaren Boden hatte ich noch nie in meinen bisherigen Gärten.

      Mit der Jauche habe ich im jetzigen Garten nicht anfangen wollen, weil wir sehr nahe an Wohnhäusern wohnen. Die üblen Gerüche möchte ich den Nachbarn nicht zumuten, das ist in unserer Gegend nicht üblich. Im Sommer sitzen viele sehr lange draußen im Garten ... Als wir noch im Waldgarten wohnten, wäre das jedoch kein Problem gewesen, der nächste Nachbar weit genug weg . Vielleicht gibt es ja noch ein - käuliches - Mittel ähnlich diesen Jauchen, das nicht mit einer Geruchsbelästigung verbunden ist?

      Jungpflanzen setze ich auch immer entfernt vom Mulch, und Stroh hatte ich ausschließlich unter die Erdbeeren gegeben, damit sie nicht auf unserer bei Nässe sehr matschigen Erde aufliegen. Sonst aber setze ich auf Bodendecker, die zudem auch hübsch aussehen. Mir schwebt für jedes Beet eine einheitliche Bodenbedeckung vor, die noch im Werden ist bzw. wo ich auch noch experimentiere, was sich in den jeweiligen Beeten am besten eignet, optisch gut paßt. Daher kaufe ich von jedem Bodendecker erst nur ein oder zwei Exemplare.

      Deinen zweiten Kommentar beantworte ich auch gleich hier und danke Dir von Herzen für Deine lieben Zeilen! Meine Mutti steht nun in ihrem 88. Lebensjahr und erkrankte im letzten Mai sehr schwer. Wir sind froh, daß wir sie noch haben, aber das Dasein ist mit so vielen Erkrankungen in dem hohen Alter kein angenehmes mehr. Sehr schwer hat es inzwischen auch meine Schwester, die mit unserer Mutter zusammen lebt. Mein Abstand ist durch meine eigene Familie und die Kilometer, die dazwischen liegen, doch ein wenig größer. Mehr möchte ich an dieser Stelle dazu nicht schreiben.

      Auf Deinen Post bin ich schon gespannt und ich hoffe, wir werden bald - schon allein durch die hohe Weide, die ja gekürzt werden soll, noch einiges an Mulchmaterial bekommen.

      Liebe Grüße und bis bald
      Sara

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  5. Liebe Sara,
    was ich Dir schon eine Weile gerne sagen möchte:
    Es tut mir leid, dass Deine hochbetagte Mama schwer krank ist.
    Ich wünsche Euch Beiden (oder besser: der ganzen Familie)von ganzem Herzen,
    dass es auch noch Zeiten gibt, die ihr froh miteinander verbringen könnt...
    Alles Liebe - Euch ALLEN
    Heidi

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  6. Liebe Sara,
    der Steinsame ist eine wunderschöne Pflanze, ich kannte sie bislang auch noch nicht!
    Mulchen tun wir auhc, bis letztes Jahr haben wir noch geauft, aber jetzt mulchen wir selber, es amcht schon soviel aus an der Bodenqualität. Wir haben auch recht lehmhaltigen Boden ...
    Ich wünsche Dir einen schönen Dienstag, und sende an dieser Stelle auhc mal ganz liebe Genesungsgrüße für Deine liebe Mutter!
    ♥ Allerliebste Grüße , Claudi

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    1. Liebe Claudia,
      bei uns wird es sicherlich auch ein wenig mehr werden, wenn wir mehr gesundes Häckselmaterial haben. Die Weidenblättchen eignen sich bestenfalls als Winterschutz, der noch mit Zweigstücken beschwert werden muß, sonst fliegt bei uns alles auf die Straße und wir dürfen doppelt und dreifach fegen.

      Doch die Beete mit Bodendeckern bedürfen ja nicht mehr des Mulches und das finde ich am idealsten. Unkraut kommt aber auch da auf, das läßt sich leider nie so ganz verhindern. Im Waldgarten waren es unzählige Ahörner, die im Vinca minor wuchsen. Ich kannte dort Leute, die das V. minor mitsamt der Baumschösslinge einfach abmähten mit so einer Art elt. Handsense ;-) Mir wäre es jedoch zu schade um die Vincas und ihre schönen blauen Blüten. Daher kommt eben nur manuelles Zupfen infrage. Garten ohne Jäten ist für mich eine Illusion, vielleicht bei Sandboden, wo das "Unkraut" nur sehr locker im Boden sitzt?

      Vom gekauften Rindenmulch habe ich schon gehört, daß man sich damit Zeckeneier einschleppt. Ich mag solches Rindenmulch aber ohnehin nicht - schon der Geruch ist unangenehm. Womöglich wird es auch mit unerwünschten Substanzen behandelt? Daher setze ich auf eigenes Rindenmulch. Das wird sicherlich mit der Zeit mehr werden. Noch fiel da nie so viel an und von den Rosen kann ich nichts verwenden, denn Sternrußtau & Co. möchte ich im Garten nicht weiterverbreiten.

      Danke für die lieben Wünsche an meine Mutti!
      Liebe Grüße
      Sara

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  7. Liebe Sara, da tut sich ja Spannendes in deinem Garten. Steinsame kannte ich bisher noch gar nicht, erinnert mich aber ein bisschen am meine Polsterglockenblume. Die Pflanze sieht auf jeden Fall sehr hübsch aus. Spätestens im nächsten Jahr wird sich dann ja herauskristallisieren, um welches Pflänzchen es sich tatsächlich handelt.
    Weil du den Sommerflieder wrähnt hast, der ist tatsächlich sehr ausbreitungs- bzw. vermehrungs-freudig. Wir haben mit EINEM begonnen, inzwischen haben wir fünf. Einer von ihnen wird aber in näherer Zukunft fallen müssen, sonst habe ich hier zu wenig Platz für andere Pflanzen...
    Alles Liebe, Traude
    http://rostrose.blogspot.co.at/2016/09/rezept-soljanka-austriaca-und-zwei.html

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    1. Liebe Traude,
      ich kenne dieses Raublattgewächse auch noch nicht sehr lange, habe es erst durchs Bloggen kennengelernt. Das ist das Schöne am Bloggen, der Horizont erweitert sich beständig.
      Lithodora diffusa wirkt tatsächlich ein wenig wie diese Glockenblumen, aber die blaurote Steinsame (Buglossoides purpureocoerulea) ist etwas ganz Besonderes und wirkt auch deutlich anders. Im blühenden Zustand kannst Du sie unter den obigen Links bei Silke finden. Ob diese Steinsame jedoch als Bodendecker so ideal ist, wage ich zu bezweifeln, da sie ja sehr lange peitschenartige Ausläufer bekommt, die lose am Boden liegen bzw. sich eben, wie Silke es schrieb, über andere Pflanzen werfen. ;-) Sowas will man nicht in jedem Beet! Da werde ich mir was überlegen müssen. Behalten will ich sie in jedem Fall, schon wegen der hübschen Samen später und natürlich wegen der herrlich blauen Blüten!

      Es soll inzwischen übrigens auch Sommerflieder geben, die sich nicht mehr vermehren können. Mehr als die drei Sommerflieder, die ich schon hatte, kann ich dauerhaft auch nicht brauchen. Evt. noch im Vorgarten ... mal sehen.

      Liebe Grüße
      Sara

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  8. wrähnt sollte erwähnt heißen ;o)

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  9. Hallo Sara,
    mein Steinsame, den ich von Silke habe, hat dieses Jahr geblüht und auch schon ein paar "Steinchen", also Samen. Die sehen wirklich sehr interessant aus, wie Perlen.
    Vielen Dank für das Angebot mit der Drachenweide, aber ich fürchte, im Null-Euro-Beet ist auch schon klein Platz mehr. Und in meinem Garten leider erst recht nicht...
    VG
    Elke

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    1. Alles klar, dann gebe ich die Drachenweide anderweitig weg.
      Mein Steinsame hatte leider nicht geblüht in diesem Jahr und daher habe ich auch keine Perlen. Hoffentlich im nächsten Jahr.

      Liebe Grüße
      Sara

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  10. Also Deine Meinung betreffend gekauften Mulch und Hornspäne teile ich voll und ganz, beidem traue ich nicht ganz. Gerade bei Hornspäne muss ich an das viele Antibiotika denken, das den Tieren verabreicht wird. Das will ich nicht im Garten haben. Die Steinsamen sehen hübsch aus. Leider ist im Garten kein Platz mehr.

    Lg kathrin

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    1. Genau, das kommt noch dazu, liebe Kathrin. Aber ich hab' gern einen Tiermaterial freien Garten. Die armen Kreaturen werden benutzt, das ist grausam! Das mit dem fehlenden Platz kenne ich inzwischen ja nur zu gut. ;-) Dabei gäbe es noch so vieles, was ich gern hätte .... dafür hätte nicht einmal der Platz des Waldgartens ausgereicht. ;-) ;o)

      Liebe Grüße
      Sara

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