Dienstag, 21. Juni 2016

Erdbeermond, Sommersonnenwende und Rosen ~~~



Nun ist er schon da, der längste Tag des Jahres. Doch leider zogen gestern - nach einem sehr schönen sonnigen Tag - gegen Abend wiederum Wolken auf. Von der abendlichen Helligkeit ist so nicht viel zu spüren.

Gleichzeitig haben wir Vollmond, der im Juni auch Erdbeermond genannt wird. Sehen werden wir vom Mond wohl kaum etwas, denn es wird eine dicke Wolkendecke vorausgesagt. ;-)

Letztes Jahr allerdings konnte ich den "Blutmond" sehr schön aufnehmen und berichtete auch darüber. Und weil der Mond heute so gut zum Thema passt, habe ich den Blutmond vom letzten Jahr noch einmal hierher geholt.

Sternenfreunde werden in den nächsten Wochen allerlei Himmelsspektakel beobachten können. So wird ein Sternschnuppenstrom im Juli erwartet und drei helle Planeten werden zu sehen sein. Zunächst abends der weißglänzende Jupiter am Westhimmel und am 5. Juli tritt die im August 2011 gestartete Raumsonde "Juni" in die Umlaufbahn des Jupiter ein. Im Süden wird der rötliche Mars sichtbar und etwas östlich von ihm soll der gelbliche Saturn zu sehen sein.Das Ringsystem des

Saturn ist mit einer ca. 30-fachen Vergrößerung eines Fernrohres bereits zu erkennen. Des Weiteren der Skorpion und der rote Antares.

Ohne Wolkendecke würde man bis 23 h warten müssen, um die Sterne sehen zu können, mit Wolkendecke werden sie für uns wohl leider unsichtbar bleiben . . . 
Ansonsten geht die Abenddämmerung unmittelbar ins Morgengrauen über  (bei uns ist es ca. 17  Stunden lang hell!) und der nördliche Teil des Himmels bleibt die gesamte Nacht über leicht aufgehellt, weil die Sonne auch zu Mitternacht nur knapp unter dem Horizont steht.
Skandinavienreisende wissen, daß die Sonne dort um diese Zeit überhaupt nicht untergeht.

Und nun noch ein paar Ansichten aus dem Garten ... die folgende Aufnahme entstand gestern um 15:39 h.

An dieser Stelle sieht es aus, als hätten die heftigen Regenfälle den Rosen nichts anhaben können. Das täuscht - die Waldgartenrose hinten im Bild ist jedoch regenunempfindlich, während ich von der 'Blue for You' schon einige Blüten entfernen mußte.



Wie es aussieht, wird es dann im Juli oder August wieder so heiß und trocken wie im letzten Jahr.

So traurig schaut jetzt die Rambler-Rose 'Lykkefund' aus, wenn sie auch noch einige Knospen trägt. Von Duft war in diesem Jahr nicht allzuviel wahrzunehmen.



Die leuchtende Terrassen-Rose (leider ohne Namen, da nicht von uns gepflanzt!) hat kaum etwas von ihrem guten Aussehen eingebüßt.


Märchenhaft sind diese kleinblütigen weißen "Bodendecker-Rosen", die ich hochgebunden habe, da ich den aufrechten Wuchs lieber mag. Auch sie regenunempfindlich - nicht ohne Grund pflanzt man sie gern in öffentliche Baumscheiben, von woher ich ihre Stecklinge auch hatte.
Evt. habe ich mir da eine 'Crystal Fairy' eingefangen.


Im selben Beet wachsen auch die Flohmarktrose sowie eine andere, etwas großblumigere Rose, die anfangs zartrosé erblüht und später auch weiß wird.




Und in diesem Bild sind die drei Schönen vereint.

Von der 'Flohmarktrose' mußte ich gestern etliche matschige Blüten entfernen wie auch braun gewordene Knospen. Ob die Feuchtigkeit am Braunwerden der Knospen schuld ist, ist mir bis jetzt noch nicht ganz klar.

Als ich Ingrid's Gallica-Rosen sah, fand ich Parallelen zu meiner 'Flohmarktrose', die leider namenlos ist, da ich sie auf einem Flohmarkt kaufte. Ich verlinke hier einmal die Rosa Gallica, in der Hoffnung, daß sich das Rätsel um diese Rose einmal auflösen läßt.
Der Mann, von dem ich diese Rose kaufte, erzählte mir, daß sie von einem Hundert- oder Tausendjährigem Kirchen-Rosenstock abstamme und er sie selbst aus Stecklingen zöge. Doch dies sind häufig nur ganz einfache Wildrosen ...




Und nun noch das Beet aus der hinteren Seitenansicht mit Blick in Richtung Terrasse.


Vom Pflanzgestell ist in diesem Falle nicht mehr viel zu sehen ... doch Hauptsache, es verrichtet seinen Zweck und läßt die Rosen höher stehen, statt auf der Erde liegen.


'The Fairy' in Rosa - auch diese Rosen, was die Blüten betrifft, ziemlich unempfindlich.


Und weitere Rosen, die ich alle namentlich nicht kenne, da es sich um Supermarkt-Rosen handelt. Eigentlich schade, daß man die Sorten kaum erfährt ... Besonders das rosa Röschen ist extrem langlebig in der Vase und sehr hübsch. Es duftet sogar leicht. Doch fast all diesen hat das Wetter  zugesetzt.