Freitag, 14. Oktober 2016

Fragt Ihr Euch das auch manchmal?





Warum tue ich mir das eigentlich an? - Jahr für Jahr im Herbst - wenn es ans Winterfestmachen des Gartens geht . . . denn das ist immer eine ziemliche Arbeit und das bei unwirtlichen Temperaturen, bei denen ich normalerweise den Garten erst gar nicht betrete. ;-)
Ich muß ehrlich sagen, daß ich diese Gartenarbeiten, denn das ist echte Arbeit, nicht besonders liebe!

Doch heute war es eigentlich - bis auf den Wind - sogar ganz angenehm. Nur der Himmel war für meinen Geschmack zu grau, aber es regnete wenigstens nicht. Aber nach Tagen der Knie-Schonung war mir nun wirklich mal wieder nach etwas mehr Power . . . 
Und so ackerte ich heute mehrere Stunden - von Mittag bis zur Dunkelheit im Garten, um aufzuräumen, Sträucher zu beschneiden, Beete zu mulchen .... die Zinkwanne mit der Seerose "einzumotten" und so allerlei Dinge mehr .... dabei vergeht die Zeit und ehe man es sich versieht, tritt die Dunkelheit ein. Und dann hat man immer noch nicht alles geschafft .... dazu mein lädiertes Knie, mit dem ich eigentlich gar nicht so viel herumlaufen soll ..... aber das sagt mal einem Bewegungsnaturell! ;-) ;o)


Tannenzweige kleinschneiden und die Rosen damit ummanteln .... als Schutz vor dem kommenden Frost. Besonders die Charles Austin-Rose, die da am Zaun-Eck steht, wurde als eine der ersten mit dem Tannengezweig eingedeckt. Sie soll nun nicht auch noch unter möglichem Frost zu leiden haben, denn die Trockenheit hat sie in diesem Jahr schon arg mitgenommen.

Warum nur mache ich mir so viele Gedanken um all die Pflanzen? Kann ich die Pflanzen nicht einfach Pflanzen sein lassen und nach mir die Sintflut???

Man könnte es doch so schön haben, wenn da nicht immer der Garten im Hinterkopf spukte ... ;-)




Auf dem Bild ganz oben ist nun auch ein Teil der neuen Stein-Anlage zu sehen, die nicht mehr so umfangreich werden soll, wie der Lesesteinhaufen am Ende des Gartens, der nun nach und nach aufgelöst wird. Doch für viele der Steine haben wir noch einen anderen Verwendungszweck, auf den ich zu einem späteren Zeitpunkt noch eingehen werde. 

Vor einiger Zeit stand noch der neu erworbene Enkianthus (Prachtglocke) an dieser Stelle, während ich schon mit dem Abbau des Steinhaufens begonnen hatte ... Die Prachtglocke hat nun einen anderen Platz bekommen, denn das Erdreich hier hinten war zu dem  Zeitpunkt mit dem Spaten einfach undurchdringbar. Ich hoffe, daß ich den Strauch nicht noch einmal werde umpflanzen müssen! Was mir leider schon öfter passierte ....

Wieso machen wir uns immer so viel und oft auch unnötige Arbeit????? Aus reiner Gartenliebe??? Ist das nicht ein bißchen 'verrückt'?



Das Pflanzschild - um im nächsten Jahr den Vergleich zu haben - denn es gibt auch eine rot blühende Art - was ich da nun genau erworben habe, weiß ich nicht einmal so ganz genau, schön wäre aber weiß mit zartrosa Rand, also genau die Farbe der Glöckchen auf dem Schild.

Die Prachtglocke habe ich bei Edith/Staudenflüstern erstmalig entdeckt, vorher kannte ich diesen Strauch nicht, und mich sofort in die kleinen auf dem Boden verstreuten zarten Glöckchen verliebt. Das sieht genauso schön aus, wie wenn der Holunder seine weißen Sternchen verliert. :-)

Als wenn unser Garten nicht schon voll genug wäre! ;-) Und all diese Gewächse werden einmal groß! Da habe ich mir was eingebrockt. ;-)



Neben das Japanische Blutgras setzte ich zu den neu formierten Steinen noch die rot-grün-laubige sukkulente Pflanze. Und dahinter eine Sternwurz mit den tannenbaumähnlichen Austrieben. Im letzten Jahr schon kaufte ich eine Sternwurz, ohne da jedoch ihren Namen zu kennen, denn oft sind solche Pflanzen nicht ausgeschildert. Nur leider pflanzte ich sie inmitten des Lesesteinhaufens, was sie wohl nicht so gerne mochte. Nun habe ich es anders gemacht und diese Pflanze neben die Steine direkt ins Erdreich gesetzt. Da sie winterhart ist, müßte sie das überleben, zumal dieser Standort relativ trocken ist.

An diesen Ziegelsteinen hänge ich, da sie für mich eine spezielle historische Bedeutung haben! Es sind alte Steine aus einem  Gebäude, das ich schon seit meiner Kindheit kenne! Denn sonst hätte ich wohl andere Steine an diesem Platz gewählt.

Manchmal sind wir Gärtner doch recht seltsame Naturen ... wobei es da schon große Unterschiede gibt, denn die einen gärtnern überwiegend oder ausschließlich Eßbares, andere eben Schönes zur Zier und Seelenfreude . . . da darf der Garten"schmuck" dann nicht fehlen  und wenn es auch nur Andenkensteine sind *tss tss* Dabei stößt Gärtnerin allerdings nicht überall auf Verständnis. ;-) ;o)


Damit ich später nicht lange nach den Schildern suchen muß, verewige ich auch diese hier im Blog.



Der Sommerflieder blüht noch immer und sein aparter Duft versöhnt mich ein wenig mit den doch eher unangenehmen Arbeiten. 

Denn für WAS tue ich all das eigentlich? Oder für wen? Wirklich für mich selbst, für uns??????? Für die Passanten, Nachbarn????? Oder gar für den Blog???  Um über den Garten schreiben zu können???????????????????

Könnte ich es nicht um so vieles besser haben, wenn ich mir all die Plackerei sparen würde? Den Sommer auswärts genießen, wandern gehen, verreisen, Veranstaltungen besuchen, all die Dinge, die zumindest vom späten Frühling bis Sommer zugunsten des Gartens nicht so häufig ausgeübt werden können, wie ich würde, wenn ich könnte - sprich: den Garten nicht am Hals hätte ....


Und nun war mir auch wirklich alles egal und ich habe den Strauchschnitt der Forsythien, des Sommerflieders und noch einiger Sträucher einfach auf das Seitenbeet an der Grenze zum Nachbarn ganz wild verteilt. 

Soll es doch aussehen, wie es will!!! 

Hier guckt im Winter eh niemand hin, Besucher sind sogar dankbar, wenn ich sie nicht in unseren dann meist lehmig-patschigen Garten führe und wir selbst huschen oft auch nur mal kurz, um vielleicht ein bißchen Grün für die Suppe zu erhaschen, sofern noch etwas da ist. Da wird weder rechts noch links geguckt ... also können die Asseln und Würmer ihr Werk in aller Seelenruhe den Winter über verrichten. Nur wenn sie faul sind und da im nächsten Jahr kein feiner Humus liegt, geht es ihnen an den Kragen. 

Später, wenn die hohe Weide ihr Laub verliert, wird dies noch zusätzlich unter die Zweige gearbeitet. Prima Mulch *hände-reib* und der Nachbar kriegt auch nichts davon mit. :-) Denn das verhindert schon sein hohes Gehölz am Zaun.


Der weiße  Sommerflieder im beschnittenen Zustand ... die Eberesche ist ziemlich kahl geworden, doch ihre Beeren liegen immer noch überall und täglich breit gestreut auf der Terrasse. Auch diese Tätigkeit scheine ich "dankend" angenommen zu haben. Warum nur sich so überflüssige Arbeit machen, wie tägliches Beeren-Wegfegen? Da tippt sich jemand ohne Garten nur an den Kopf. ;-)



Oder die Zeitgenossen mit geschniegeltem Rasen und 3 Büschen im Garten. ;-) ;-) (O-Ton: Warum macht Ihr Euch denn auch so viel Arbeit!!!) ;-) ;o)

So ein absolut gepflegter Garten hat doch was, dazu ein himmlisch weißes schmiedeeisernes Tor - konnte ich unseren Garten nicht so sparsam bepflanzen? Mit drei, vier Sträuchern und Bäumen und englischem Rasen und sonst nichts?! ;-) 




Und wenn dann der eigene Mann sogar sagt: "Erst erzeugst Du einen Haufen Arbeit und dann beklagst Du Dich" ..... dann bin ich tatsächlich am Überlegen, ob ich den Garten nicht doch abschaffen sollte. ;-)


G A R T E N A R B E I T




Ihr, meine lieben Gärtnerinnen und Gärtner wisst, wie die Geschichte vermutlich ausgeht 

. . . denn ich werde den Garten wohl nicht abschaffen! Im Gegenteil! - Nächstes Jahr wird dann wieder auf Teufel komm raus gegärtnert und neu gepflanzt ... ;-) :-) spätestens bis zum nächsten Herbst dann . . .
Lest mal hier (und DAS war KEIN Scherz!) Denn schon im Waldgarten stand ich vor dieser Frage . . .


Und - seht Ihr einen Sinn in all dieser Arbeit, in Euren Gärten??? 
Gibt Euer Garten Euch das zurück, was Ihr investiert oder habt Ihr nur "drei Mal" im Jahr etwas davon, der Rest ist Arbeit?

Solch bunte Farbtupfer versöhnen mich dann wieder mit all der Mühe .... liebliche kleine Gesichter - scheinbar neue Züchtungen, denn diese Astern sind mir bewußt jedenfalls noch nie ins Auge gefallen.


Die Kleinen tragen denn auch die lapidare Bezeichnung 'Pico Series' (nur ja keine Namen nennen!) und ihre Pflegeanleitung verewige ich gleich  hier, in der Hoffnung, daß sie Süßen dann auch im nächsten Jahr wieder erscheinen ....



Hier ist noch so ein  Kandidat - dieses Mal in Weiß und diese pflanzte ich in den Bereich hinter den Pflaumenbaum zur Straße hin. Überall kleine Farbtupfer, denn so viel wie in manchen Jahren blühte jetzt nicht mehr.


Auch dieses großblumigere Exemplar ist ein Neuerwerb, der heute eingepflanzt wurde - ich bin schon ein bisschen auf dem Weiß-Trip. :-) :-) :-)



Es gäbe noch so viele Bilder, doch für heute soll es mal gut sein. Schließlich muss nicht nur das Knie sondern auch der Nacken geschont werden. ;-) :-)

Ein schönes Wochenende allerseits und viel Spaß - bei der Garten-Arbeit!!!

Kommentare:

  1. Das Herz will, was das Herz will und wenn es auch mit Arbeit verbunden ist. Das haben wir selber nicht unter Kontrolle.

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    1. Danke, liebe Gundula! :-) So ist es!

      Liebe Grüße
      Sara

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  2. Hallo Sara,
    mein Garten ist mein Rückzugsort. Hier kann ich mich austoben und meine Ideen ausleben, ohne jemanden fragen zu müssen. Klar, dass ich sämtliche Gartenarbeiten auch selbst erledige.
    Alle paar Jahre verändere ich die Gestaltung des Gartens, jedoch kam bei mir nie der Gedanke auf, den Garten ganz aufgeben zu wollen.
    Ich wünsche Dir, dass Dich Dein Garten im nächsten Jahr mit einem üppigen Wachstum überraschen wird, wenn die vielen neuen Pflanzen angewachsen sind. Dann wirst Du glücklich sein.
    Liebe Grüße von Ingrid

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    1. Liebe Ingrid,
      das geht mir im Prinzip auch so, auch wenn unser jetziger Garten nicht so direkt ein Rückzugsort ist wie der vorige Waldgarten, der von den Nachbargärten so unmittelbar nicht berührt wurde.
      Da bist Du ja gut dran, wenn Du alle Gartenarbeiten noch selbst erledigen kannst! Das ist leider nicht jedem gegeben. Ganz schwere Arbeiten muß inzwischen seit einer OP mein Mann machen. Für mich alleine wäre ein Garten also nichts mehr. Oder nur ein Mini-Gärtchen, Terrassengarten .... doch auch schwere Töpfe darf ich nicht mehr heben. Insofern hätte ich ganz sicher, wenn ich allein wäre, keinen Garten mehr, da ich permanent auf Hilfskräfte angewiesen wäre.
      Solange einem alles gut von der Hand geht, ist man auch kaum in der Situation, sich Gedanken machen zu müssen, das kommt erfahrungsgemäß erst mit zunehmendem Alter oder wenn körperliche Situationen (was ja schon bei Jüngeren der Fall sein kann) einen dazu zwingen ...
      Natürlich bin ich schon SEHR neugierig, was mein Garten im kommenden Frühling sagt ... Eigentlich kann ich es kaum abwarten, aber nun müssen wir erst einmal durch den langen Winter hindurch .... gut Ding will eben Weile haben, das gilt für eine neunmonatige Schwangerschaft genauso wie vor die Winterruhe ...

      Viele liebe Grüße und ein schönes Wochenende
      Sara

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  3. Liebe Sara,
    unser Garten macht auch viel Arbeit, aber ich kann mir nicht vorstellen, einen Garten mit drei Sträuchern und sonst nur Rasen zu haben. Solche Gärten sind langweilig und erst recht eine Last, weil sie nichts bieten, nicht zum Verweilen einladen und schon gar nicht zum Träumen.
    Lieber habe ich einen Garten, der zwar Arbeit bedeutet, mich dafür aber in vielfacher Weise entschädigt. Ich finde auch Entspannung bei der Gartenarbeit und wenn ich was geschafft habe, fühle ich mich gut.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

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    1. Du sagst es, lieber Wolfgang. Das wäre auch nichts für mich. Dafür bräuchte ich kein Haus, dann lieber Wohnung. ;-) Wenn ich mich doch nicht im Garten aufhalten kann, denn was macht man schon in einem "Garten" (den ich nicht einmal so nennen mag) der nur 3 Sträucher und einen Baum beherbergt????? Das wird mir wohl immer ein Rätsel bleiben.

      Doch manche Leute sehen das eben völlig anders, für sie zählt nur die Immobilie und ihr Wert, der Grundstückswert .... was mit dem Grundstück gemacht wird, steht auf einem anderen Blatt. Mir wäre das zu wenig!

      Und im allgemeinen gehts mir wie Dir, aber jeder hat wohl mal so Tage ..... wo er den Garten oder die Arbeit auch "verflucht".

      Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
      Sara

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  4. Liebe Sara, was soll ich sagen?
    Grad kam es mir vor, als würde ich einen eigenen Text nochmal lesen, bevor ich ihn poste 😂😂😂
    Jede Zeile, jedes Wort, jeder Buchstabe und jedes Satzzeichen könnten aus meiner eigenen Feder stammen😊
    Aber zum Glück gibt es ja DICH 😙 ;)
    Du hast mir einen Haufen Schreibarbeit abgenommen, die viel Zeit gebraucht hätte 👄💓
    Die kann ich jetzt ganz "entspannt" im Garten verbraten, hahahaaaaa.
    Und Sch....auf die schmerzenden Knie ;), wenn fallende Blätter und Beeren nach Ordnung auf der Terasse rufen😂😂😂
    Ich wünsche dir ein wunderbares Wochenende zwischen Zweigen, nasser Erde, Laubhaufen usw. Und wenn du fertig bist.........Hier warten gern noch weitere 2000qm auf dich 💋❤💋❤💋❤

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  5. Liebe Sara, was soll ich sagen?
    Grad kam es mir vor, als würde ich einen eigenen Text nochmal lesen, bevor ich ihn poste 😂😂😂
    Jede Zeile, jedes Wort, jeder Buchstabe und jedes Satzzeichen könnten aus meiner eigenen Feder stammen😊
    Aber zum Glück gibt es ja DICH 😙 ;)
    Du hast mir einen Haufen Schreibarbeit abgenommen, die viel Zeit gebraucht hätte 👄💓
    Die kann ich jetzt ganz "entspannt" im Garten verbraten, hahahaaaaa.
    Und Sch....auf die schmerzenden Knie ;), wenn fallende Blätter und Beeren nach Ordnung auf der Terasse rufen😂😂😂
    Ich wünsche dir ein wunderbares Wochenende zwischen Zweigen, nasser Erde, Laubhaufen usw. Und wenn du fertig bist.........Hier warten gern noch weitere 2000qm auf dich 💋❤💋❤💋❤

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    1. :-) Danke, liebe Gaby! Ich würde jetzt gern auch so schöne Smileys in meinen Text setzen, doch da ich am PC schreibe, geht das leider nicht.
      Ach, da hast Du so recht - doch am späten Abend war ja eh nix mehr mit Garten. ;-) ;o)
      Wenn Du meinen oben verlinkten Post über "Hassliebe" gelesen hast .... denn dieser fiel mir gestern gerade wieder ein .... als wir von unserem Waldgarten fort mußten ... das war wirklich eine sehr zwiespältige Geschichte. Einerseits wußten wir, der Garten würde über kurz oder lang viel zu groß werden und ohne Hilfskräfte nicht mehr zu bewältigen, auf der anderen Seite hing ich an dem Garten. So ein großer Garten (Du weißt es wohl selbst) hat eben auch viele Vorteile, die uns der jetzige Garten nicht bieten kann. Aber ein wenig verwirkliche ich auch hier .... das Gefühl, durch einen kleinen Park zu schreiten, das hat schon was .... nur daß man hier ständig die Nachbarn hört, Autos fahren ab und an vorbei .... im Waldgarten hatten wir das Gefühl völliger Ruhe - jedenfalls war weit und breit von den Nachbarn nichts zu sehen ;-) :-) und ich hätte nackt im Garten wandeln können .... seither weiß ich, wie es sich für all die Promis mit den abgeschiedenen Luxusvillen anfühlt. :-) :-) :-)

      Oha ... da hast Du ja noch Dein Tun! Aber man oder frau fällt immer wieder und das gern darauf herein. :-) Der Garten besiegt uns - so oder so .... bis es wohl gar nicht mehr geht ......

      Ich wünsch' Dir ein schönes Wochenende!
      Viele liebe Grüße
      Sara

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  6. Echt jetzt? Liebe Sara, ich mache im Herbst fast gar keine Gartenarbeit. Die Stauden schneide ich erst im ganz frühren Frühling, dann kann ich gleichzeitig nach den ersten Schneeglöckchen und Krokussen gucken. Den Sommerflieder sowieso auch erst dann, sonst erfriert er mir im Winter. Die sommerblühenden Sträucher habe ich jetzt im Herbst schon geschnitten, das mache ich gleich nach der Blüte. Das Laub wird meist vom Wind weggeblasen oder ich reche es in die Staudenbeete, das gibt einen tollen Winterschutz und bis im Frühling ganz krümmeligen Humus :-)
    Nö, Herbst ist für mich keine intensive Gartenzeit - wenn dann der Frühling ;-)
    Viel Spass beim Gärtnern
    Grüess Pascale

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    1. Liebe Pascale,
      ganz so gehts bei uns im Garten leider nicht, denn wir wohnen in einem kleinen Dorf an einer Durchgangsstraße. Da muß es schon halbwegs gepflegt aussehen, selbst in einem naturnahen wildromantischen Garten. Einiges lasse ich aber auch stehen, nur eben nicht alles.
      In den ersten Jahren wurde das Laub auch vom Wind auf die Straße geweht, da der Zaun noch nicht bewachsen war. Das ging gar nicht. Inzwischen fängt es sich aber in den Sträuchern und Bodendeckern und deshalb verwende ich es auch sehr gern als Mulchmaterial. Tut auch unserem Bodenleben gut, denn unser Boden ist eine Nummer für sich. ;-)

      Was intensive Gartenzeit betrifft, da kann ich Dir allerdings zustimmen. Wir machen insgesamt im Herbst auch nicht viel. Aber die Arbeiten, die anstehen vor dem Winter müssen ja nun mal erledigt werden. Die meiste Arbeit fällt jedoch von Frühling bis Sommerende an - vor allem auch das häufige Bewässern in Trockenphasen oder Jäten.

      Liebe Grüße
      Sara

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  7. Man kann nicht bestreiten, liebe Sara, dass an dem, was Dein Mann dazu sagt, schon etwas Wahres dran ist. Vielleicht sollte man das Ganze etwas gelassenener sehen.In der Natur macht auch niemand etwas und sie 'gärtnert' wunderschön. Englische Rosen sind winterhart. Warum sollte ich ihnen Winterschutz geben? Wann hatten wir denn den letzten richtigen Winter? Bei uns ist es doch eher eine Regenzeit. In diesem Jahr kann man sich das ja noch direkt wünschen nach der langen Trockenheit. Und Du weißt ja 'gut geplant ist weniger Arbeit'. Ein naturhafter romantischer Garten ohne großes Eingreifen kann wunderschön sein. Dein Garten hat doch alles Zeug dazu.
    Ich persönlich habe es ja mit Walken versucht, fühlte mich dabei wie ein Zirkuspferd. Bewegung im Garten - dem Alter und der Gesundheit entsprechend jeden Tag etwas - ist für Leib und Seele gesund.
    Ein schönes Wochenende und liebe Grüße von Edith

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    1. Liebe Edith, ich hätte "Achtung, Satire" dazuschreiben sollen ;-) Denn offensichtlich kommt das doch anders rüber, als ich wollte - aber ein Körnchen Wahrheit ist natürlich immer dran und das geht auch meinem Mann so, generell was Garten und die dazugehörige Arbeit betrifft. Genießen ja, Arbeit nein *lach* Aber so gehts ja leider nun mal nicht.

      Ein paar Tannenzweige um die Rosen bei uns sind nicht zum Schaden, da wir ja eine ganz spezielle Bodenbeschaffenheit haben, die extrem schnell auch an der Oberfläche durchfriert.
      Aber der Winterschutz aus Tannenzweigen macht noch die wenigste Arbeit. Es ist Gehölzschnitt, der vorgenommen werden mußte, Umbauarbeiten des Lesesteinhaufens, Laubfegen, Mulchen, da könnte ich jetzt so vieles aufzählen ....

      Für mich ersetzt Gartenarbeit jedenfalls keinesfalls die aerobische Bewegung, die für uns Menschen wichtig ist, es sei denn, man würde ein paar Kilometer im Laufschritt im Garten zurücklegen, doch das tut wohl kaum einer von uns. So ist es denn mehr eine statische Beanspruchung, die auch nicht immer den Gelenken gut tut, doch keinesfalls ein Herz-Kreislauf-Training.

      Wenn Du Walken nicht magst, wie wäre es dann mit dem flotten Wanderschritt? Darüber gibts derzeit viele Bücher und das ist im übrigen mit eine der gesündesten und schönsten Sportarten.

      Liebe Grüße und auch Dir ein schönes Wochenende
      Sara

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  8. Liebe Sara,
    auch diese Tätigkeiten liebe ich. Wobei ich nicht soviel winterfest mache. Letztes Jahr habe ich nur Schöterich und Knöterich Red Dragon mit Laubmantel versehen. Dieses Jahr brauche ich das nur noch für den Knöterich tun, der Schöterich hat sich verabschiedet. Die Rosen müssen ohne Winterschutz durchkommen, sonst adieu meine Lieben. Heute habe ich auf den Knieen gelegen, Unkraut aus den Randbeeten gehackt und dann Blumenzwiebeln versenkt. Ich bin dann ganz bei mir und empfinde das überhaupt nicht als Last.
    Liebe Grüße von Karen

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    1. Was Du für interessante Pflanzen hast, liebe Karen! Schöterich kenne ich nur vom Acker 😇 und da hätte ich angenommen, der sei generell winterfest. Das Laub soll bei uns der Bodenverbesserung dienen. War heute auch wieder am Ackern. Reste... im Winter ⛄ wird mir der Garten schon fehlen 😉 Ausser er schaut eisig-malerisch aus, dann ist er zumindest zum Fotografieren gut.❄❄❄

      Liebe Grüsse und ein schönes Wochenede
      Sara

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  9. Hallo Sara
    beim werkeln im Garten kann ich den Kopf leeren und komme zur Ruhe. Also ist es für mich ein tolles kreatives Hobby. Sicher soll die Freude und Erholung im Garten nicht zu kurz kommen dann stimmts. Für mich ist es im Herbst auch nicht mehr die intensivste Zeit im Garten. Heute haben wir noch die einte Hecke geschnitten, ich weiss ein wenig spät aber wir sind nicht eher dazu gekommen. Sonst lasse ich alles was durch die Winternässe nicht fault stehen und schneide es dann im Frühling zurück. Winterschutz bekommen meine Pflanze keinen.
    herbstliche Grüsse
    Eveline

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    1. Liebe Eveline,
      die intensivste Gartenzeit ist der Herbst auch für mich nicht. Doch jetzt war das Wetter gerade einmal gut und heute sogar so warm wie im Sommer .... der Herbst ist immer mit ambivalenten Gefühlen behaftet ... nicht mehr Sommer - noch nicht Winter ... am liebsten möchte man "immer Garten" und das bitte warm und "schön" - doch der Winter nähert sich, das wissen wir alle und damit müssen wir uns arrangieren und genau in diesem Zwischenstadium des Nicht mehr und noch nicht stellen sich manchmal diese Gartenzweifel ein.
      Wahre GartenliebhaberInnen werden aber wohl immer bzw. so lange es nur möglich ist, einen Garten besitzen.

      Liebe Grüße
      Sara

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  10. Liebe Sara,

    ja, ich frage mich das auch manchmal und habe mich das gerade gestern wieder kurz gefragt. Aber dann überwiegt doch der Tatendrang. Und beim Räumen und Schneiden kommen auch wieder neue Ideen für's kommende Jahr. Insofern passt dann wieder alles.

    Schönen Sonntag noch für Dich!

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    1. Ich glaube, das geht jeden ab und zu einmal so, selbst wenn es manchen nicht bewusst ist. Und wie Du es auch schreibst ... und über den Winter, der bekanntlich uns Gartenliebenden immer viel zu lange dauert, kommt dann nochmal eine Portion neuer Ideen :-)

      Liebe Grüße und eine schöne neue Woche!
      Sara

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  11. Liebe Sara,
    Gundula hat es im ersten Kommentar kurz und knapp beschrieben ... " Das Herz will, was das Herz will " ... Gartenarbeit ist einfach Entspannung, Abschalten vom Alltagsstress, kurzfristiges Vergessen von Problemen, Ängsten oder Sorgen , Balsam für die Seele...Hören wir auf unser Herz *lächel*
    Hab einen guten Start in eine schöne Garten-Woche!
    ♥ Allerliebste Grüße , Claudia ♥

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  12. Liebe Sara,
    ich bin noch gar nicht dazu gekommen den Garten winterfest zu machen. Irgendwie kommt immer etwas dazwischen.
    Mir tut er direkt leid. Ich wollte noch einiges ändern,da nicht alles so wächst wie es von mir aus sollte, aber
    wenn ich nicht dazu komme, mache ich es erst im Frühjahr. Meinen kleinen Garten möchte ich niemals missen,auch die Arbeit mache ich eigentlich ganz gerne. Es gibt aber auch diese Momente wo ich gar keine Lust auf die notwendigen Erledigungen habe.
    Jetzt schläft er eh bald vor sich hin und ich brauche dann nur das Vogelfutter nachfüllen, somit bekommt der garten und ich eine wohlverdiente Pause von einander.
    Alles Liebe,
    Manuela

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  13. Liebe Sara,
    bin ich eigentlich noch in dem Post, um den es geht...?!
    Du schreibst: "Besonders die Charles Austin-Rose, die da am Zaun-Eck steht, wurde als eine der ersten mit dem Tannengezweig eingedeckt."
    Erlaube mir, dich darauf hinzueisen, dass das keine wirklich gute Idee war, diese Rose jetzt schon vor Frost zu schützen! Noch haben wir keinen Frost. Oder ist das bei Euch anders? Sollte es tatsächlcih nachts einmal unter Null ° haben, so decke Deine Rose leicht ab. Entferne diesen Schutz aber unbedingt an frostfreien Tagen!!! Das ist sooo wichtig, solange noch Blätter am Stock sind! Denn diese können unter dem Reisig ganz schlecht bis gar nicht abtrocknen und das bedeutet wiederum Pilzgefahr!!!
    Am Wichtigsten ist das Anhäufeln an der Veredlungsstelle. Nimm hierzu lockere Erde - in keinem Fall Kompost!
    Alles Liebe für Dich
    Heidi

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    1. Stimmt, da bist Du noch, liebe Heidi.
      Und keine Sorge! Die Tannenzweige decken nicht die ganzen Rosen ein sondern nur um den Fuß mancher Rosen - dieses Vorgehen halte ich für wenig problematisch. Keine so gute Idee war im letzten Jahr das Vlies, das ich schon relativ früh anbrachte. Das jedoch werde ich in diesem Jahr nicht mehr tun. Denn es wurde dann ja noch einmal relativ "warm" Anfang diesen Jahres, noch mitten im Winter ...

      http://mein-waldgarten.blogspot.de/2015/12/choysia-oder-orangenblume-winterschutz.html

      Ich habe jetzt auch nicht alle Rosen mit Zweigen umkränzt. Besonders die Jungpflanzen aus Stecklingen und zwei Rosen, wo das Erdreich sehr abgesunken war. Man soll sie ja gut anhäufeln und ich hab' nun zusätzlich zu der gekauften! Erde (Kompostwirtschaft betreiben wir nicht mehr - den Grund beschrieb ich hier http://mein-waldgarten.blogspot.de/2016/06/warum-bodendecker-pflanzen.html) noch wenige Tannenzweigerl um die Füße dieser Rosen gelegt. Mit dieser Maßnahme hatte ich eigentlich noch nie Probleme. Die paar Tannenzweige kannst Du auf diesem Bild erkennen

      https://3.bp.blogspot.com/-HW-OLKGnWjQ/WAwZbtxnzuI/AAAAAAAAnEk/jL6HPVCLoqIe8UmyWHcHqOSwJlZGYRunACLcB/s1600/Weite.jpg

      Frost in dem Sinne hatten wir auch noch nicht, aber Bodenfrost gab es schon einmal. Hier ist eine schöne Karte, die werde ich gleich einmal bei den Wetter-Links verlinken

      http://www.wetter.de/deutschland/bodenfrostrisiko-karte-deutschland-c49.html

      Bei mir ist es allerdings so, daß ich speziell im Winter wirklich SEHR selten in den Garten schaue. Mir ist es dann immer ganz lieb, wenn alles soweit versorgt ist. Denn im Winter will ich ich um alles andere als dann auch noch um Garten kümmern müssen. Von daher also meine Maßnahmen. Doch das Vlies wird erst bei wirklichem Frost umgelegt, besonders bei Pflanzen wie der Orangenblume ist es wohl unerläßlich.

      Im Waldgarten überlebten aber alle meine Rosen ganz ohne jeglichen Winterschutz. Sie wurden weder angehäufelt noch mit Vlies oder Zweigen versehen und überstanden sogar -20 Grad! Doch den Boden dort kann man nicht mit dem jetzigen Boden vergleichen, der sehr schnell sehr wasserreich an der Oberfläche steinhart friert. Im Sommer ist es das genaue Gegenteil, dann trocknet die Oberfläche rissig.

      Apropos Pilze .... hat es in diesem Jahr leider an den Rosen gehabt, denn in unserer Region folgte auf eine sehr lange nasse Periode eine lange Dürrezeit. Sogar der Flieder litt in diesem Jahr unter Mehltau, was wir noch nie hatten. Überall Mehltau - ich denke, im nächsten Jahr reguliert sich das wieder von selbst. Die Bedingungen waren einfach ungünstig. Bei so viel Pilzen kann man dann auch nichts mehr machen. Ich überlasse die Pflanzen einfach sich selbst, sie heilen auch wieder von allein.

      Liebe Grüße und einen schönen Sonntag!
      Sara

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