Freitag, 26. August 2016

Im Kochtopf kocht ein Glücksbringer . . .


. . . und kein Essen :-) Denn dieser hübsche buntblätterige Klee hat sich darin breit gemacht.



Den Topf fand ich in einem "Brocki" (wer immer noch nicht weiß, was das ist - 'Brocki' leitet sich in Bloggershausen von "Brockensammlung" ab und damit dürfte klar sein, was gemeint ist.


Leider war der Klee nicht beschildert, doch da er genauso wie der Weißklee (Trifolium repens) blüht, gehe ich von einer Variante aus.

Bei meiner Suche im Internet wurde ich auch fündig bei einer dänischen Gärtnerei.
Alle Links in diesem Post sind unvewrgütet! Die Verlinkung erfolgt aus freien Stücken, damit ich später problemlos nach diesem Klee suchen (und finden) kann. Wobei das mit Links bekanntlich so eine Sache ist - viele Links sind nach ein, zwei Jahren spätestens ungültig. ;-) Doch in diesem Falle bleibt mir zumindest der Name der Gärtnerei. Natürlich darf, wen ich hier verlinke, gern freiwillig was "rüberschieben". 

Dabei weiß ich noch gar nicht, was ich mir mit diesem Klee eingehandelt habe ;-) Wird er sich im gesamten Garten ausbreiten? Klee wächst hier ja recht gut, besonders der unerwünschte Horn-Sauerklee, der zwar dekorativ aussieht, es aber auch faustdick hinter den Ohren hat.

Der Klee sollte jedoch nicht in DIESEM Topf bleiben, obwohl ich las, in Gefäßen mache er sich besonders gut durch den überhängenden Wuchs ....  vorübergehend setzte ich ihn in ein Gartenbeet.  Sobald ich ein geeignetes Gefäß aufgetrieben habe, kommt er dort hinein.  Den der alte Alu-Topf ist mir zu schade, um Löcher hineinzuschlagen, außerdem ist er auch ein wenig klein (niedrig)  als Übertopf. Ich mag es nicht sonderlich, wenn die Pflanztöpfe über den Übertopf-Rand hinausragen, auch wenn sich das nicht immer vermeiden läßt.

Der Google-Übersetzer sagt mir, dieser Klee kommt aus Asien sowie Europa. Als Anwendung ist hier Bodendecker in Containern oder Blumenkästen angegeben.
Bis September sollte der Klee auch gedüngt werden. 

Der Boden sollte feucht und durchlässig sein, der Standort hell jedoch nicht vollsonnig. Auch diese Pflanze blüht weiß. Im Topf soll die Pflanze zwar feucht gehalten werden, jedoch nicht im Wasser stehen, also "ertrinken".





Es besteht sicher trotzdem wohl die Gefahr, daß er sich im gesamten Garten ausbreitet ... doch bei unserer Wiese wäre das eh schon egal. Denn "normaler" Weißklee wächst in ihr bereits ... Wenn regelmäßig gemäht wird, ist das kein so großes Problem, so daß ich den Klee trotz alledem als Glücksbringer betrachte. Außerdem ist der Weißklee eine gute Bienenweide, wobei ich mich mit dieser bunten Varietät ja nicht auskenne.
Ich tippe auf 'Estelle' -  die Blätter werden als rötlich-braun mit zartem grünen Rand und grünlicher Mitte sowie weißen Blüten beschrieben.


Also schau'n mer mal . . .  Dieser Garten ist auch weiterhin ein Experimentierfeld ...


Neben dem Klee gab es noch zwei weitere Errungenschaften, die ich jedoch namentlich kenne, ganz links Houttuynia cordata 'Chamaeleon' oder auch  Bunter Eidechsenschwanz genannt.

Die jungen Pflanzen wie auch das Rhizom sollen sogar als Gemüse gegessen werden können. ;-) Die Pflanzen dienen außerdem als Gewürz.

Kaum zu glauben, aber diese Pflanze verfügt über Heilkräfte - in der Volksmedizin wird sie zur Diurese und Entgiftung eingesetzt.


Sehr interessante Ausführungen zu dieser Pflanze sind auf dieser Seite  zu finden!

Der bunte Eidechsenschwanz ist ein guter Bodendecker, über die Winterhärte fand ich Widersprüchliches. Doch scheinbar ist 'Chamaeleon' tatsächlich winterhart.

Die Houttuynia eignet sich sogar für den Balkon oder als Zimmerpflanze!
Das bunte Laub fordert einen sonnigen Standort!

Daß die Pflanze Staunässe verträgt, ist schon einmal positiv, denn in unserem Garten gibt es leider solche Bereiche. Wenn nicht gerade Dürre herrscht, wie derzeit, kann unser Garten ganz schön matschig sein! Unterhalb der hohen Weide ist es generell eher trockener - auch solche Bereiche hat unser Garten.




Dieses Pflanzloch mag das verdeutlichen, in das ich ein niedriges Schleierkraut setzte. Zunächst hatte ich große Mühe, überhaupt mit dem Spaten ins Erdreich zu stoßen, denn der Boden steinhart und trocken. Erst nach gründlichem Bewässern der Umgebung gab der Spaten allmählich nach. Das Pflanzloch ließ ich dann auch noch einmal mit Wasser volllaufen. Das Wasser hielt sich mehr als eine halbe Stunde in dem Loch, doch dann war es endlich  möglich, das Schleierkraut einzusetzen. Morgen werde ich wieder sehr gut bewässern müssen bei den derzeit sehr hohen Temperaturen, bei denen man - eigentlich - nicht pflanzt! ;-) Doch mit ein paar Tricks klappt auch das, man muß natürlich stets am Ball bleiben und frisch Gepflanztes bei großer Hitze nie lange allein und unbewässert lassen.


Die Dritte im Bunde ist ein Günsel.
Nachdem der rotlaubige Günsel Ajuga reptans ‘Atropurpurea’ sich bis in die Wiese ausbreitet, fand ich die Idee nicht schlecht, wenn sich noch diese hellere Variante (vermutlich 'Burgundy Glow') dazugesellt.

In einem meiner früheren Gärten wuchsen auch mehrere Günsel-Arten. Der Günsel ist auch eine hervorragende Bienenweide!