Dienstag, 11. Oktober 2016

Rindenfleckenkrankheit der Rosen und Winterabdeckung!



Ab und zu kommt es vor, daß das Holz eines Rosentriebes in der Mitte braun aussieht. Selbst wenn ich ein gutes Stück wegschneide, ist es innen immer noch braun. Außen jedoch sieht der Zweig durchaus noch grün aus. Nun habe ich mich einmal auf die Suche nach Rosenkrankheiten begeben.




300 Fragen zu Rosen
In diesen Google-Book ist u.a. von Rindenflecken, aber auch von Regenmumien die Rede. Gleichzeitig werden regenfeste Sorten vorgestellt.
Sehr interessant!

 
Unter der Rindenfleckenkrankheit leiden auch einige meiner Rosen.
Ein Pilz ist hierfür verantwortlich und scheinbar kommt man um ein Fungizid kaum herum. Denn die Krankheit tritt immer wieder einmal auf. Besonders aber nach milden Wintern. Eine übertriebene wie auch zu späte Stickstoffdüngung soll unbedingt vermieden werden, aber ich dünge meine Rosen ja ohnehin kaum. Nur in diesem Frühjahr gab ich den Rosen einmal eine Langzeitdüngung in Form von Perlen, die ganzjährig im Boden verbleiben und ihren Wirkstoff langsam über Monate hinweg abgeben. - Unser Boden ist allerdings von Natur aus schon sehr stickstoffreich! Vielleicht war diese Düngung dann doch nicht so vorteilhaft? Denn erst vor kurzem trieben die Rosen wieder kräftig aus. Solche Triebe reifen erfahrungsgemäß jedoch nicht mehr richtig aus. Beim ersten stärkeren Frost fallen sie diesem dann wiederum zum Opfer ...

Welche Ursache der folgende Schaden hat, entzieht sich auch meiner Kenntnis.

 
 
Die Sache mit der Luftzirkulation im Winter ist allerdings einsehbar - denn mit Abdeckung entwickeln sich leichter Krankheiten - besonders in milden Wintern. In diesem Jahr werde ich es so handhaben, daß ich meine Rosen erst bei wirklichem Frost abdecken werde und nicht schon prophylaktisch. Das war der Fehler im letzten Jahr!
 
Die Rindenfleckenkrankheit scheint weit verbreitet zu sein.
 
 
Und dann kann man nun so viel man will über Gesunde Rosen - wichtige Krankheiten und Schädlinge sinnieren, auch was die "richtige" Standortwahl betrifft - immer ist das leider nicht zu realisieren Gärtnerin oder Gärtner müßten Über-Menschen sein, wenn sie nicht einmal den Gelüsten mancher Rosen verfallen, die eigentlich so gar nicht in den Garten und schon gar nicht an bestimmte Standorte passen. So kommt man eben um Kompromisse nie herum!
Tipps und Tricks zur Rosenpflege

interessant ist durchaus, dass bis Ende Juni ein SCHNELL wirkender Dünger gegeben werden sollte, der zudem nicht viel länger als 3 Monate wirksam ist! Wer weiß, ob diese Langzeitdünger in Perlenform wirklich so vorteilhaft sind!

Gut auch zu wissen, daß sämtliche Pflanzenschutzmittel vorbeugend und nicht heilend wirken!

Und was ich mir auch unbedingt merken sollte, ist die Empfehlung der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau, die Rosen bei starker Trockenheit schon MORGENS zu gießen - nie auf das Laub ist ja ohnehin klar - denn die Rose braucht das Wasser zur Bildung von neuen Trieben. Daran mangelte es in diesem Spätsommer deutlich, dadurch blühen einige meiner Rosen jetzt kaum noch und leider hatte ich morgens keine Zeit zum Gießen.
 
Chemische Pflanzenschutzmittel will ich auch bei Rosen vermeiden, denn ich möchte die Rosenblütenblätter schließlich zu Genuß- und Heilzwecken verwenden, z.B. als Rosentee.