Sonntag, 13. Oktober 2019

Hopfen und Gärtnern ohne Arbeit


Da ich mich nicht für ein Bild entscheiden konnte, kommen sie hier im Doppel-Pack. ;-)
Der Inhalt der Amphore wird demnächst verschenkt. Noch ziert er aber unseren Terrassen-Tisch.

Hopfen und Gärtnern ohne Arbeit


Festhalten möchte ich in diesem Post auch noch, dass ich den Hopfen wieder in den Garten ausgepflanzt habe, denn im Topf wird er bei mir nichts. Jedenfalls bringt er nicht das erwünschte Ergebnis, nämlich viele viele Zapfen, genauer: gar keine!
Ich kann so viel gießen wie ich will. Er mag es im Topf nicht und nun habe ich ihn an die Stelle gepflanzt, wo früher der Apfelbaum stand. Das folgende Bild habe ich heute am frühen Abend, als es bereits dämmerte, mit dem Smartphone aufgenommen.



Wenn er von dort auswandern will, wird der Rasen ringsum ja gemäht und da hat er dann schlechte Karten! ;-) :-) Ich glaube, Achim/Achims Garten gab mir diesen Tipp, dass der  Hopfen bei richtiger Handhabung kein Problem macht und es mit den Ausläufern so schlimm dann nicht ist!
Das glaube ich inzwischen auch, insbesondere, weil ja ringsum ohnehin gemäht wird. Was dann noch in anderen Beeten evtl. zum Vorschein kommen sollte, wird eben ausgestochen und fertig!
Das muß ich schließlich mit der Dünenrose ganz am Ende des Gartens auch tun. Allen Unkenrufen zum Trotz ist diese bisher - nach übr 6 Jahren - auch noch nicht rasant ausgeufert, im Gegenteil! Sicher mal der eine oder andere Austrieb, den ich aber, sobald der Boden nass und weich genug ist, problemlos herausreißen kann. Man muß eben immer alles unter Kontrolle haben. Läßt man erst armdicke Monster entstehen, hat man natürlich schlechte Karten. Doch bevor es bei uns so weit käme, würden wir rechtzeitig die Notbremse ziehen und in eine Wohnung übersiedeln.


Auf Hopfen möchte ich bis dahin einfach nicht verzichten. Ich habe auch schon eine schöne Idee - dort in der Nähe werde ich eine Bank oder Schaukel aufstellen (Post von 2016) und unter dem Duft schaukelnd träumen .....  So gibt es wieder etwas, sich auf das nächste Gartenjahr zu freuen und den Garten doch  noch ein Weilchen länger zu behalten ...


Sicher kann man über alles jammern, das ist wohl allzu wahr, denn "Arbeit" macht nun mal jeder Garten. Bücher, die "Gärtnern ohne Arbeit" propagieren, lügen einfach! Denn das ist leider nicht die Realität. Aber wir beklagen uns ja auch nicht über Garten-"Arbeit" - nur ist es natürlich so, dass jeder ein anderes Leben mit anderen Verpflichtungen hat und was der Einzelne jeweils in seiner Freizeit zu leisten imstande ist, wird demzufolge auch bei jedem unterschiedlich sein, was noch auf diverse andere Faktoren mit ankommt. So entsteht das "Reden über Gartenarbeit, die zu viel ist" - denn in jedes Lebensmodell paßt wahrlich kein Garten mit Gartenarbeit, so ist das nun mal!

Da ein Gartengrundstück "ohne Arbeit" - also Steine, Wüste, Rasen .... für mich nicht infrage kommt, nehme ich die Arbeit in Kauf und es darf entsprechend ein wenig wild-romantisch bei uns sein, nur zu unordentlich sollte es nicht aussehen, denn das kann ich einfach nicht leiden! Auch nicht diesen modernen Trend, alles Mögliche kreuz und quer im Garten anzupflanzen, dass es wie eine Wildnis ausschaut. Das ist für mich - bei aller Liebe zur Natur - dann doch kein Garten mehr sondern ein Stück Wildnis, das eigentlich in die freie Natur gehört.

Garten ist immer auch ein ästhetisch gestalteter Raum. Wenn auch unser Kunstsoziologie-Professor seinerzeit von einer Auslegung des Begriffes der Ästhetik sprach. Aber man kann vieles auslegen und sich zurechtzimmern. In der Kunst ist das ja schließlich gang und gäbe, hat doch der gleiche Professor gesagt, wer in der Kunst etwas werden will, muß sich etwas Neues einfallen lassen, etwas nie Dagewesenes. - Zu der Zeit ging der Trend hin zur "Blutkunst" - und da sage ich nur "ohne mich" - für mich ist so etwas weder ästhetisch, es ist sogar menschen- und tierverachtend! Mit "Kunst" möchte ich es nicht einmal in Verbindung bringen. Sorry und Punkt!

Den  Hopfen hatte ich zuletzt im großen Topf unter die kleine Drachenweide gestellt, in die er hineinranken sollte. Das tat er nur sehr spärlich. Frucht brachte er, wie gesagt, keine!



Dafür bahnten sich - selten einmal - kleine Ablegerchen in irgendeinem Beet den Weg ans Tageslicht.


Den Hopfen verpflanzte ich schon vor einigen Tagen. Erst heute komme ich dazu, das hier festzuhalten. Wichtig ist nur, DASS es überhaupt festgehalten wird!

Heute war es ungewöhnlich warm, natürlich sehr zu meiner Freude, denn was gibt es Schöneres, als schönes warmes Wetter! :-) So habe ich den späten Nachmittag und frühen Abend noch genutzt, im Garten tätig zu sein. Zu tun gibt es immer und wenn es nur das Beschneiden von Abgeblühtem ist, das unordentlich aussehen würde oder sich auch nicht aussamen soll.

Kommentare:

  1. Liebe Sara,
    bist Du sicher, eine weibliche Hopfenpflanze zu besitzen? Hopfen ist entweder männlich oder weiblich, und eine männliche Hopfenpflanze bildet keine Früchte, wird aber oft als Zierpflanze und schnell wachsender grüner Vorhang (Sichtschutz) in Gärten gesetzt. Ich selbst mag ja gerade die Hopfenblüten sehr. Man kann sie so vielseitig verwenden, sie sogar als Heilmittel einsetzen. In erster Linie wirkt er beruhigend, ist aber auch antibakteriell und blutreinigend. Und für Dekozwecke sind die Hopfenzapfen auch ganz wunderbar geeignet. Da spielt es keine Rolle ob man einen Kranz mit ihnen gestaltet, oder die Ranken mit den Zapfen einfach so in ein Gebinde oder eine sonstige Deko einarbeitet.
    Ich drück Dir jedenfalls die Daumen, dass Du eine weibliche Hopfenpflanze Dein Eigen nennen kannst!
    Alles Liebe
    Heidi

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    1. Liebe Heidi,

      wenn Du auf mein dazugehöriges Label "Hopfen" klickst (ich füge die Links hier der Einfachheit halber für Dich einmal direkt anklickbar ein!)

      Hopfen

      gelangst Du zu den Posts, in denen mein Hopfen überreich blühte und fruchtete.

      Und das ist das Schöne an den Labels und dem Archiv eines Blogs, dass man da bis in frühere Jahre nachschlagen kann. Ansonsten machte ein Archiv und die Labels ja keinen Sinn. Ich habe hier sehr viele Labels (Schlagworte), damit möglichst schnell alles wiedergefunden werden kann.

      Endlich richtig Sommer

      ~klick~

      Der Hopfen tut endlich was er soll

      Ich hatte den Hopfen, wie ich glaubte, vernichtet, aber er trieb zum Glück wieder aus.

      Wir haben den Hopfen um die Ecke gebracht

      Ich liebe vor allem den Duft des Hopfens. So viel Zeit habe ich meist nicht, um daraus etwas herzustellen. Ich muß schon aufpassen, dass ich die Zapfen dann rechtzeitig abschneide, damit sich nichts unnötig versamt.
      In den letzten Jahren, als mein Hopfen im Topf keine Zapfen ausbilden wollte, habe ich mir Hopfenranken aus der Natur besorgt. Die sind zwar nach wenigen Tagen nicht mehr schön und duften nicht mehr, aber der Duft ist einzigartig. Auf die Blüten habe ich bislang weniger geachtet, muß ich dann mal machen, wenn er wieder blüht.

      Liebe Grüße
      Sara

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  2. Liebe Sara, es macht Freude deine Hopfen-Versuche mitzuerleben. Eine schöne Idee, ihn ranken zu lassen und dann darunter zu sitzen! Mit den Himbeeren mache ich es auch so, die Ausläufer, die ausbüchsen, kommen unter den Rasenmäher und das klappt gut. Ich habe auch so ein Buch mit "lazy gardening", ne, das klappt nicht. Egal ob Rasen, Beete, Gehölz oder Wege, es gibt keinen Bereich, der keine Arbeit macht. Aber natürlich liebt man sein Grün und macht das dafür gerne. Eine schöne Woche dir und alles Liebe, Bianca

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    1. Danke, liebe Bianca! Ja, das ist schon ideal, wenn man ringsum Rasen hat. Damit schwächt man die Ausläufer und es kommen sicher gar nicht erst neue Pflanzen im Umfeld hoch.

      Ja, diese Bücher - diese Titel .... alles Marketingtricks, um immer neue Bücher auf den Markt zu bringen. Das Wissen um Garten bleibt im Großen und Ganzen immer gleich, da helfen auch solche "neuen" Ideen nichts. Vieles wird auch nur um der hübschen Aufmachung wegen gekauft. Alte Bücher waren da ja noch ganz anders gestaltet. Aber meine besten Gartenbücher sind uralt in altdeutscher Schrift teilweise sogar noch. Nur die kann heute auch nicht mehr jeder entziffern. ;-)

      Bei der "Arbeit" stört mich manchmal nur, dass ich nicht immer genug Zeit dafür habe, weil leider Wichtigeres anliegt, also kein Spaß anderer Art sondern tatsächlich lebensnotwendige Dinge.

      Liebe Grüße und ich wünsche Dir schon mal eine schöne Restwoche
      Sara

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  3. Liebe Sara, Dein Hopfen wird bestimmt wieder reich blühen, wenn der neue Standort wieder passt.

    LG Kathrin

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    1. Das hoffe ich wirklich, liebe Kathrin. Im Topf ist es einfach nichts mit Hopfen. Nun freue ich mich schon auf das kommende Jahr.

      Liebe Grüße
      Sara

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  4. Liebe Sara,
    Gärtnern ohne Arbeit besteht aber nicht...
    Bei euch kann man ohne weiteres noch etwas tun da alles viel langsamer wächst und auch die Zeit dazu viel kürzer ist.
    Liebe Grüße,
    Mariette

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    1. So ist es, liebe Mariette.
      Für dieses Jahr haben wir so ziemlich die Gatenarbeit abgeschlossen. Es wird auch schon wieder früh dunkel, heute war noch dazu Zeitumstellung. Aber ein bißchen schafft man schon noch immer.

      Liebe Grüße
      Sara

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  5. Hallo Sara,
    ohne Arbeit geht es nicht im Garten, und mir macht das meistens ja auch Spaß.
    Ich habe tatsächlich einmal eine Holzbiene bei uns gesehen, aber danach nie wieder. Man weiß bei denen auch nie, ob sie nicht manchmal mit Holz verschleppt werden. In Potsdam sind sie auch ansässig.
    VG
    Elke

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    1. So ist es, liebe Elke. Außer, man hat wirklich keine Zeit, obwohl man gerne im Garten werkelt und muß von daher alles im Laufschritt erledigen oder es bliebe liegen.
      Bei alten kranken Leuten sieht man mitunter die Gärten verwahrlosen. Dann sollte man vielleicht überlegen, sein Haus mit Garten aufzugeben.

      Tja, wer weiß das schon so genau, wo die Tierchen sich jeweils "verkriechen", dazu müßte man sie mit Sendern versehen.

      Liebe Grüße
      Sara

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  6. Liebe Sara,
    ein Garten macht einfach immer Arbeit und man muss einfach entscheiden, was man in der Freizeit gerne macht. Und ein Garten unterscheidet sich eben von der freien Natur, eben genau dadurch, dass er gestaltet wird, sonst ist es kein Garten.
    In der Kunst ist heute ja alles erlaubt und man muss nicht mehr über Kunstfertigkeit verfügen, um sich Künstler nennen zu dürfen. Das ist dann keine Kunst mehr, es wird schlicht nur noch als solche betitelt. Da kann ich auch nicht folgen. Irgendwelche Striche oder eine lackierte Fläche gehen schon als Kunst durch, wenn nur der Name stimmt. Dabei kann das eine jedes Kleinkind und das andere eben jeder Lackierer und sicher verstecken beide auch eine Botschaft in ihrem Werk. Wir wollen sie nur nicht sehen, weil eben der Name fehlt und keiner auf die Idee käme, das als Kunst zu bezeichnen.
    Kunst ist heute beliebig.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

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    1. Genauso ist es, lieber Wolfgang. Wobei es manchmal tatsächlich so ist, dass man keine große Wahl hat, was die Freizeit betrifft. So habe ich es oft erlebt, als meine Mutter noch lebte. Dann muß vieles im Laufschritt erledigt werden oder es bleibt einfach liegen.

      Ach ja, und die Sache mit der Kunst ... Picasso, der ja wirklich schön malen konnte, hat das wohl mal so treffend ausgedrückt, indem er sagte, er bräuchte nur irgendwohin zu spucken und die Leute würden das als Kunst nehmen. ;-)
      Die Kunst ist auch, ein "besonderer" Typ zu sein, denn Leute, die etwas können, gibt es zu viele, die wenigsten davon eignen sich jedoch für eine Weltkarriere. ;-) Wobei jene so berühmt und reich nicht würden, wenn es keine Leute gäbe, die deren Kunst kaufen.

      Liebe Grüße und bis bald wieder!
      Sara

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    2. Liebe Sara,
      ein besonderer Typ zu sein hilft auf jeden Fall. Mir fällt da immer Karl Lagerfeld ein, der für mich besonders war, obwohl mich Mode nicht interessiert.
      Ich wünsche Dir einen guten Start in die neue Woche.

      Viele liebe Grüße
      Wolfgang

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    3. Macht die Sache in jedem Fall leichter, lieber Wolfgang. ;-) Normalos gibt es schon zu viele, die will "keiner" sehen *lach*. Alphonso Williams, ein Sänger, der leider gerade verstorben ist, war auch ein besonderer Typ. Das Outfit macht dabei auch was aus, aber er war schon ein Typ, der sich deutlich abhob. Wirklich schade um ihn!
      Dir auch eine gute neue Woche!

      Liebe Grüße
      Sara

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