Sonntag, 3. Oktober 2010

Schlehenlikör





Die typische blau bereiften Beeren der Schlehe Prunus spinosa, Rosaceae dürften wohl den meisten bekannt sein. Die Schlehe blüht im Frühjahr noch vor dem Weißdorn.



Wenn man ihre Beeren nutzen will, sollte man sich beizeiten aufmachen sie zu pflücken. Denn oftmals haben Übereifrige sie noch vor dem ersten Frost, den man eigentlich abwarten sollte, von den Sträuchern geholt.
Man kann die Schlehen vor der Zubereitung auch einfrieren.
So habe ich es gemacht ...




Die zuvor also gefrorenen Schlehen wurden heute nach diesem Rezept angesetzt. Wenngleich sie auch nicht ein paar Wochen im Gefrierschrank verbrachten.

Ich habe also die leicht (!) angetauten Schlehen zwar nicht in eine Flasche, jedoch in ein Glas gefüllt und 100 g Kandis dazugegeben. Alsdann wurde mit Doppelkorn aufgegossen.





Zum Schluß werden die Beeren noch ein wenig zerdrückt. Dann kommt ein Deckel oder Tuch über das Glas und dann wird es weggestellt.




Der Schlehenlikör "Hexenschreck" hört sich auch interessant an. Obwohl ich es lieber ohne Gewürznelken und Zimt habe, denn das erinnert an den oft minderwertigen Glühwein der Weihnachtsmärkte.

Schlehenlikör nennt man auch Schlehenfeuer. Die in den Kernen der Schlehenfrüchte enthaltene Blausäure verleiht dem Schlehenlikör ein bittermandelähnliches Aroma.

(Übertrag aus meinem früheren Naturstudien-Blog!)

Kommentare:

  1. Dass der Zucker erst 8 Tage später hinzugegeben wird, ist abweichend von den sonst üblichen Likören. Die mache ich schon seit Jahrzehnten immer wieder selber. Allerdings nur wenig, denn wer soll das sonst alles trinken!

    Schlehenlikör ist was ganz Feines. Aber die Früchte erntet man ja erst später. Und ich weiß da auch eine Stelle mit ganz vielen Schlehen ...

    Lieben Gruss, Brigitte

    Brigitte

    2010-09-07T 23:06:45.516+02:00

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  2. Ich lese immer Deinen wie ich finde- sehr interessanten Blog - und der neueste Post über Weißdorn ist ebenfalls einen Kommentar wert. Also, bei uns im Dorf sind die Weißdormbäume ebenfalls am B ahndamm, dazwischen wächst Holunder, den ich dort sonst immer gepflückt habe... wenn ich Zeit finden sollte, werde ich mich mal um dei kleinen harten Beeren des dornigen Busches/Baumes kümmern.
    Liebe Grüße Marita
    Dällerin

    2010-09-07T 23:06:45.524+02:00

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  3. Liebe Brigitte,
    ich kannte es sonst auch anders, aber das Rezept ist nach dem Pfarrer Künzle, der sehr viele Menschen geheilt hat. In seinem Umfeld gab es wohl keinen Arzt, der vor allem schnell genug in die Berge kommen konnte. Daher hat er die Leute dort behandelt.

    Ja, die Mengen - das geht auch mir so, zumal das alles nur als Medizin eingesetzt werden soll.

    Schlehenlikör hat meine Mutti früher immer gemacht. Ich würde die Früchte trotz alledem eher ernten, denn sonst sind sie hier bei uns zumindest weg. Das ist die leidvolle Erfahrung der letzten Jahre.

    Man kann die Beeren vorgefrieren, wie ich inzwischen erfahren habe, dann hat es den gleichen Effekt. Reif sind sie eher wohl allemal.

    Liebe Grüße
    Sara

    2010-09-08T 11:25:11.863+02:00

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  4. Liebe Marita,
    danke Dir ganz herzlich!

    Entlang den Bahnlinien wächst auch manches fremdländische eingewanderte Kraut. Aber oftmals eben auch nur noch dort findet man all diese schönen Wildsträucher. An Bahnlinien passe ich sehr auf, ob noch ausreichend Grün dazwischen und die Beeren nicht allzu nah an der Bahn gepflückt werden wegen der Belastung u.a. mit Schwermetallen dort.
    Ja, die Zeit, das ist auch bei mir ein Problem ... ich wollte noch so vieles aus den Beeren herstellen ... mal schauen, zu was ich noch komme ..

    Liebe Grüße
    Sara

    2010-09-08T 11:21:47.096+02:00

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