Sonntag, 26. Oktober 2014

Entgegen früheren Vorsätzen ... und ein Päckchen ...


. . . gelangen nun doch mehr und mehr neuer Pflanzen in unseren jetzigen Garten.

Im Prinzip gilt auch jetzt noch, was ich seinerzeit in Bezug auf den damaligen Waldgarten schrieb, und zwar weitgehend die Natur machen lassen und nicht allzu viel Neues, vor allem Gebietsfremdes in den Garten einzubringen.

Doch besteht ja der Unterschied in einem eingewachsenen Waldgarten und einem noch werdenden "Wald"garten, wenn auch in Miniatur-Ausführung, darin, daß in Letzterem erst einmal ein gewisser Bestand aufgebaut werden muß. Und selbst dann mag ich nicht auf schöne Kulturpflanzen verzichten, die außerdem die Eigenschaft besitzen, den Gärtner bzw. die Gärtnerin über die lange Wartezeit hinwegzutrösten, die es braucht, bis der Garten eingewachsen ist. 

Es gab auch im Waldgarten ziemlich lange Blühpausen, in denen der gesamte Gartenraum mehr oder weniger grün wirkte. Und das ist immer so schade, denn ich verschenke auch sehr gerne Blumensträuße. Generell habe ich es gern, immer etwas Blühendes im Garten vorzufinden, das das Auge täglich erfreut.



Und so zogen nun wiederum einige Stauden ein, die unseren Garten bereichern sollen. Mal schauen, was daraus wird, ob sie sich hier in dem schweren Boden wohlfühlen werden, wie sich überhaupt alles entwickeln wird.

Denn nach wie vor experimentiere ich viel speziell in diesem Garten, der mir anfangs sehr unbekannt war, mit einem Boden, den ich in DER Zusammensetzung noch nie in einem eigenen Garten vorfand. 

Vieles, ja alles, war neu und da gilt es viel auszuprobieren, bis man das Richtige für diesen einerseits sehr schwierigen Standort gefunden hat. Gern lasse ich mich immer wieder aufs Neue überraschen, was hier gern heimisch werden mag, anderes bleibt dagegen ganz oder fast aus.

So haben Akeleien es in dem sehr schweren lehmigen, aber auch extrem steinigen Boden schwer, aber auch Astern wollen nicht gut gedeihen. Langfristig muß ich womöglich auf diese schönen Stauden schweren Herzens verzichten.



Fonts HammerKeys & Informal Roman


Und hier noch einmal die Gesamtansicht - wie zu erkennen, pflanzte ich die Lavendelheide an die Terrasse und zwar vor den 'Zuckerhut' in ausreichendem Abstand zu ihm. Der rot-weiße Pfeil weist auf die Zuckerhutfichte, die in den 2 Jahren unseres Gartendaseins hier mächtig an Umfang und Höhe zugelegt hat. Die Lavendelheide wird dann hoffentlich noch ein interessanter immergrüner Lichtblick unmittelbar an der Terrasse in Sichtweite für uns. Wie auch zuerkennen, breitet sich am Boden das Immergrün Vinca minor sehr schön aus. Vergessen ist bald der leidige Rindenmulch.


Die japanische Lavendelheide oder auch Schattenglöckchen kann sowohl sonnig als auch halbschattig stehen. Sie soll sehr malerisch ausschauen, wenn sie größer wird.  Und die neuen Austriebe sind besonders dekorativ durch ihren rötlichen Hauch. Die Blütezeit ist von April bis Mai und die Pflanze kann ca. 1,25 m hoch werden.
Zurückschneiden unerwünscht. Zudem ist sie immergrün - wie schön!

Windgeschützt steht sie an unserer Terrasse auch, was will man mehr! Mit der Höhe von 1,25 m wäre sie auch ein idealer Sichtschutz, denn den brauchen wir gerade an der Terrasse im mittleren Höhenbereich sehr dringend, besonders im Winter, da kommt jede Immergrüne recht!

Weitere Informationen zu Pieris Japonica - Erfahrungsberichte 

Mit der Hebe ist es ähnlich, auch sie besaß ich noch in keinem meiner Gärten. Ich habe die Hebe erst bei Silke/Wildwuchs unter Aufsicht erstmalig kennengelernt. Vorher war mir diese Pflanze zumindest dem Namen nach fremd.

Diese Pflanzen werden z.Zt. unter der Bezeichnung "Hebe-Mix" verkauft. Zu uns fand jedoch nur dieses eine Exemplar. Sicher hätte ich auch die anderen noch erwerben können. Doch wozu? Erst einmal will ich schauen, ob das Exemplar sich hier überhaupt wohl fühlt und wie es sich längerfristig macht. Die Hebe ist eine Art Ehrenpreis.

Beim Googeln stieß ich wieder einmal auf den Gärtner-Blog, denn mir geht es genauso, auch ich will den präzisen Namen meiner Hebe herausfinden. Diese Hebe ist hellgrün beblättert mit einem Touch Silber am Rand. Daher gehe ich mal von einer 'Hebe albicans' aus. Ich lasse mich gern überraschen. Auch sie erhielt ihren Platz an der Terrasse zu Füßen der Leuchtrose. 50 cm in 10 Jahren ist freilich eine lange Zeit!!!


Dafür mußte ein Lavendel von diesem Ort weichen, wo er ohnehin nicht besonders gedieh im Halbschatten. Er wurde in das Beet am Haus zu Füßen der silbrig glänzenden Rose gesetzt.

Zur Zeit wuchern dort viele Vergissmeinnicht, die ich aber lassen möchte, denn sie geben im Frühjahr ein herrliches Bild ab. Das habe ich am Waldgarten immer so geliebt. Daher nehme ich das etwas unschöne Bild jetzt gern in Kauf.

Denn eigentlich sollen hier nur der bereits vorhandene Lavendel rechts im Bild sowie der neu eingesetzte Lavendel (siehe Pfeil!) und die Frauenmäntel wachsen!


Alles Stauden oder Gehölze, die mich früher nie gereizt haben und die ich bestenfalls unter Friedhofs-Bepflanzung geführt hätte. ;-) Aber so ändern sich die Zeiten! (und Bedürfnisse!)
So auch die Gaultheria, die auch im Terrassenbereich in der Nähe der Fetthenne angepflanzt wurde. Die Fetthenne wird später weichen, denn hier blüht sie nicht gut und viel zu spät. Einen Ableger von ihr habe ich bereits in den vorderen Zaunbereich, der zum Vorgarten weist, gesetzt.




Die blaublütig Lithodora hatte es mir ebenfalls angetan. Was gibt es Schöneres als viel Blau - neben Weiß und pastelligen Farben im Garten??!!
Der Habitus dieses Gewächses erinnerte mich sehr an ein "Un"kraut, das sehr ähnlichen Blattwuchs aufweist. und in diesem Garten sehr häufig vorkommt.

Ich setzte diese beiden Bodendecker, die schon ab März ihre azurblauen Blüten öffnen sollen, in mein Testbeet mit den Hortensien, Rosenstecklingen (Rosen-Schule genannt) - die jedoch im Frühjahr umziehen werden. Hier am Rand wächst sogar das Mini-Tännchen und auch der Ginkgo. Alles, was an dieser Stelle nicht bleiben kann, zieht dann im nächsten Jahr an den späteren Platz seiner Bestimmung.
Besonders freut es mich, daß diese Bodendecker sehr lange -bis in den Herbst hinein - ihre blauen Blüten zeigen sollen. Von Blau kann ich gar nicht genug kriegen!


Ich trug hier übrigens den Nagellack Ballett Slippers von Essie (in diesen Blog sehr schön und deutlich zu erkennen) ... hach, der erinnert ich an meine Ballettmädel-Zeit. :-) Wie habe ich meine Ballettschläppchen geliebt! :-)
Da ich weiß, daß er nicht mit einem Auftrag deckend ist und häufige Lackiererei besonders der länger haltbaren Lacke der Nagelplatte doch schadet, habe ich als erste Schicht Micro Cell Colour Repair-Lack Farbton 'Whity Crystal' (wie in diesem Blog sehr schön zu sehen!) aufgetragen, der sich gut als Unterlack eignet in diesem Fall.

Zuletzt noch eine Choysia oder  Orangenblume. Sie kann 80 - 100 cm hoch werden und trägt wunderhübsche weiße  Blüten.von Mai bis Juni. Im Juli soll sie zurückgeschnitten werden. Hoffentlich denke ich dann daran. ;-)
Diese habe ich nun neben den blau blühenden Hibiscus an den sonnigen Zaun gepflanzt, denn ein sonniger Standort behagt ihr, so geht es aus der Pflanzanleitung hervor.


Neu ist auch der "Vogeltreff" am Vogelhäuschen ...
und nicht mehr lange, dann werden sich die gefiederten Gesellen dort auch wieder einfinden. Sobald die Winterfütterung einsetzt. Noch ist es zu warm dazu. Die Vögel futtern nicht einmal die Vogelbeeren auf, geschweige denn Hagebutten und anderes, so groß ist das Angebot derzeit in er Natur noch.





Unsere Wiese allein beherbergt so viele unterschiedliche Samen, die noch lange vorhalten. Zur Zeit sind nur wenige Vögel zu sehen. Sie halten sich wahrscheinlich jetzt noch lieber in der Feldmark oder in den Wäldern auf ... bis es noch kälter wird ...

Und nun möchte ich noch ein wundervolles  Revontuli-Tuch zeigen, das mir die liebe Ursula/Elderbeary schickte. Ich hatte mich sofort in die warmen herbstlichen Farben verliebt, die der Wolle Crazy Zauberball zuzuschreiben sind. Und da ich zwar ein Wintertyp bin aber dennoch auch einige Herbstfarben gut tragen kann, habe ich es Ursula kurzerhand abgeluchst abgekauft. :-) Vor einigen Tagen erreichte mich dann ein wundersames Päckchen und zum Vorschein kam dieses Wunderwerk der Handarbeitskunst!

Ich hatte Mühe, das gute Stück ganz aufs Foto zu bekommen und habe es erst einmal zu diesem Zwecke auf unserem Teppich ausgebreitet. Vielleicht erbarmt sich mein Mann oder einer meiner Söhne einmal, mich tragenderweise damit zu fotografieren. :-)

Vielen herzlichen Dank, liebe Ursula auch noch einmal an dieser Stelle für die Freude, die Du  mir mit diesem wunderschönen, feinen, so sorgfältig gearbeiteten Tuch gemacht hast! Unglaublich, welche Mühe darin steckt! Ich kann es gar nicht oft genug ansehen und muß auch immer an die in Deinem Post abgebildeten Blätter denken ... Du hast das Herbstliche der Farben so prägnant und einfühlsam  beschrieben!
Schaut einfach mal bei Ursula vorbei, ich glaube, sie hat noch ein ähnliches Tuch, falls noch jemand Interesse hat ...


Kommentare:

  1. Hallo Sara,
    einige von deinen neuen Pflanzen kenne ich gar nicht, zumindest nicht die Namen. Eine Lavendelheide wächst aber auch bei mir. Meine Nachbarn in Erlangen hatten so ein riesiges 1,50 m hohes Exemplar, das war eine Augenweide. Bei mir wächst sie nur sehr langsam. Evtl. Ist der Boden zu trocken, wegen der großen Fichte. Sie steht gerne einzeln und sonnig.
    Du weißt ja, ich habe fast den selben Boden, wie du, aber Unmengen an Akelei. Woran liegt es, dass du keine hast....sie sind ja auch zweijährig und vielleicht musst du erstmal ein paar blühende Pflanzen in den Garten setzen und nicht mit Samen anfangen. Es wäre ja schön, wenn wenigstens meine Akelei nächstes Jahr bei dir blüht.
    Ach, das Tuch von Ursula ist herrlich, was für ein Glück!
    LG Sigrun

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    1. Nun bin ich wirklich schon sehr gespannt, ob die Lavendelheide sich in unserem Garten wohlfühlen wird und wie sie sich weiterentwickelt, liebe Sigrun. 1,50 ist ja schon eine beachtliche Höhe, das käme uns sehr gelegen.
      Aber allzu feucht ist der Boden an der Terrasse ja auch nicht. Ich hoffe, daß sie sich dort dennoch wohlfühlt.
      Alles andere habe ich schon bei Dir beantwortet und ja, das Tuch ist wundervoll! Eine feine Arbeit und ganz herrliche Wolle!

      Liebe Grüße
      Sara

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  2. Liebe Sara,
    Glück hast du mit deine Vergissmeinnicht, die mag ich so gerne aber hier gehen die immer ein, das zweite oder dritte Jahr. Unser Boden ist überhaupt nicht die Kapazität um Wasser zu halten... und ist so arm an sich. Schade ist es immer, man versucht vieles und ohne Glück.
    Ihr habt ja viel Prachtmaterial, jung und gesund und daraus wird ganz bestimmt vieles aufwachsen im nächsten Frühjahr.
    Ganz liebe Grüsse,
    Mariette

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    1. Liebe Sara,
      leider kann ich die Hälfte Deiner Bilder nicht sehen. Ist das einer der blogspot-Bugs, die Du manchmal beklagt hast? Ich weiiß auch nicht, ob diese Antwort als eigener Kommentar oder als Antwort auf den vorigen Kommentar erscheint - was ich nicht will. Sollte ein eigener Kommentar werden.
      Das ist interessant, dass ihr in eurem jetzigen Garten so schweren Boden habt. Wir haben ja hier total lehmig-tonigen Boden, nur Steine sind dort nicht so viel wie bei euch drin. Einige Gartenbeete sind allerdings schon lockerer, durch die ständige Bearbeitung. Nur im Sommer, wenn der Boden nicht abgedeckt wird und es viele trockene Tage gibt, bekommt der Boden an den Stellen, die ich nicht gieße, tiefe Risse und wird bockelhart.
      Die Akelei wächst bei uns gut, sie sät sich überall aus. Bei uns ist allerdings - im Hausgarten - alles sonnig und der Boden, wo sie wächst, total mager, weil ich dort nicht dünge. Ich lasse auf dem linken Rand, der neben dem Weg verläuft, und am anderen Rand, zum Nachbargrundstück hin, einen breiten Streifen, den ich nur mit Blumen bepflanze oder einsäe. Der Streifen beim Weg ist sehr mager, und dort wächst und gedeiht die Akelei, dass es eine wahre Pracht ist! In meinem vorigen Garten hielt sich die Akelei auch nicht. Vielleicht war der Boden dort zu gehaltvoll, kann es nicht mehr nachvollziehen, denn voll sonnig war es dort auch.
      Wusstest Du übrigens, dass die Gaultheria, die Scheinbeere, auch Amerikanisches Wintergrün genannt, auch Heilkräfte hat? - Bei meinem Kurs bei Paracelsus über ätherische Öle wurde der Name "Wintergrün" genannt, den ich so nicht kannte. Ich forschte nach, und sah die Scheinbeere, die ich von Friedhofsbepflanzungen kannte. Wintergrün wird viel in Salben oder Cremes verwendet, weil sie stark schmerzstillend ist. Vorher hatte ich mich mit den ätherischen Ölen noch nicht befasst, weil ich wusste, dass das Feld komplex werden wird. Da ich miich in ein Thema gründlich einlesen will, habe ich mich erst jetzt über dieses Thema hergemacht. Es ist faszinierend, welche Wirkung diese ätherischen Öle haben können - allen voran wären sie ein toller Ersatz für andere Putzmittel, um der multiresistenten Keime Herr zu werden. Aber ich höre jetzt auf, ich schreibe mich schon wieder in meine Begeisterung hinein :-).
      Ich wünsche Dir weiterhin viel Freude am Planen und Bepflanzen eures Gartens. Jetzt ist ja die beste Zeit dafür. Wir haben auf dem Stückle, unserem anderen Garten, auch vorletzten Samstag einige Pflanzen in die Erde gebracht. Die hat es dann gleich schön eingeregnet.
      Alles Liebe, Irmgard

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    2. Liebe Irmgard,
      die Bilder sehe ich alle komplett. Es mag sein, daß Blogger mal wieder Probleme gemacht hat. Manchmal liegt es aber auch einfach nur an der Internetverbindung.
      Ein "eigener" Kommentar entsteht immer dann, wenn Du nicht auf "Antworten" klickst sondern einfach Deinen Kommentar in das Kommentarfeld schreibst.

      Ja, der Boden ist schwerer Ackerboden und es entsteht an einigen Stellen leicht Staunässe. Wir leben auf einer Endmoräne, daher die zahlreichen Steine. Einiges ist aber leider auch vergrabener Bauschutt. ;-)

      Und jetzt wo Du es sagst erinnere ich mich auch an das Wintergrün. Das habe ich vor nicht allzu langer Zeit auch gefunden. Der Geruch ist allerdings gewöhnungsbedürftig. ;-)
      Mal schauen, wie meine Neuzugänge sich hier entwickeln werden.
      Geregnet hat es bei uns allerdings nicht, ich muß gießen.

      Liebe Grüße
      Sara

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    3. Liebe Mariette, so schade, daß die Vergissmeinnicht bei Euch eingehen. Denn an sich streuen sie sich ja wie Unkraut aus. Oder meinst Du eine andere Art? Z.B. das Gedenkemein? Im Waldgarten war auch teilweise recht kärglicher und trockener Boden und doch wuchsen sie dort massenhaft.
      Hier erscheinen sie das erste Mal so zahlreich, seit wir diesen Garten haben.

      Liebe Grüße
      Sara

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