Samstag, 5. Juni 2010

Mill Dene und Zecken

Jetzt haben sie auch uns heimgesucht - Zecken !!!!!...

Ich frage mich nur, warum wir IN DIESEM GARTEN bisher kaum mit Zecken zu tun hatten und WARUM sie plötzlich scheinbar massenhaft auftreten?? Lag es doch am strengen Winter? - Die 5. Zecke innerhalb kurzer Zeit - bedenklich! Zecken sind ja nicht ungefährlich. Mußte mir neulich unterwegs direkt eine Zeckenzange besorgen.



Das Foto zeigt "leider" keine Zecke sondern eine Spinne, es wurde am 21.05.2009 im Waldgarten aufgenommen. Zecken gehören zu den Spinnentieren und sind Milben.
Die Zecken (Ixodida) sind eine Überfamilie innerhalb der Milben (Acari)
aus
Wikipedia
Habe ich doch noch im April unsere Zeckenfreiheit besungen, so ergeht es uns jetzt scheinbar nicht anders als anderen Geplagten. Oder können Gedanken Zecken anziehen?
Rindenmulch benutzen wir hier gar nicht (ich halte aus verschiedenen Gründen nicht viel davon) - aber das Laub bleibt unter den Sträuchern liegen.

Die Zeckenzeit scheint auch unterschiedlich zu liegen. Da Mäuse die Hauptwirte sind, muß ich mal verstärkt nach ihnen Ausschau halten.

Auf jeden Fall ist dies jetzt ein Grund, die Wiesen-Rondelle leider nun doch wieder abzumähen, um die möglichen Aufenthaltsorte der Zecken zu minimieren. Aber auch an der Terrasse treten die Zecken auf!



Und auch wenn es noch gefährlichere Zecken gibt (bei 800 verschiedenen Arten) reichen uns schon die Gefahren durch die hiesigen, zumal FSME inzwischen weiter nach Norden gewandert sein soll.
ROBERT KOCH INSTITUT - Zecken
Irrtümer über Zecken
Zecken fangen

Allgemeine Parasitologie: ZECKEN
(Google-Books)
Auwaldzecke - Potentieller Überträger seltener Erkrankungen
Aber auch die durch die Auwaldzecke übertragene Babesiose tritt in Deutschland immer häufiger auf
Zeckeninfo
Verbreitungsgebiete und Lebensräume der Zecken
Die Zecken bevorzugen Standorte mit günstigen Bedingungen wie hohe Luftfeuchtigkeit und geeignete Temperaturen, z.B. an Waldrändern, auf Waldlichtungen mit hochwüchsigen Gräsern und Bachauen. Auch findet man sie häufig in der Laubschicht von Laub- und Mischwäldern. Ein Vorkommen von Zecken auf Bäumen kann man jedoch ausschließen.
Ein "harmloser" Zeckenbiss und seine Folgen
(Borreliose)
chemiefreie Zeckenabwehr
Zeckenschule
Sicherer Schutz vor Zecken
Auch in der Wohnung können Zecken eine Zeitlang bei entsprechenden Bedingungen überleben, genauso wie in der  Waschmaschine, sofern man nicht warm genug wäscht.nicht vermehren und benötigen zum Überleben Feuchtigkeit, insofern können sie sich nicht lange im Haus halten. Leider aber u.a.  in der Laubstreu - im Garten ...


helle geschlossene Kleidung, lange Ärmel, Hosen mit langen Beinen. Strümpfe über die Hosenbeine ziehen oder sog. Regenstulpen über die Hose, geschlossene Schuhe
Prophylaxe von Zeckenstichen
Geheimtips, wie bringe ich die Zecken in der Kleidung um?
Zecken sterben bei ca. 42°C Wassertemperatur/Waschmaschine
Zecken sind zäh und auch im Winter gefährlich

Nach dem Unerfreulichen nun ein erfreulicheres Thema.

Den Garten "Mill Dene" von Wendy und Barry Dare habe ich im Ideenmagazin "Friends - Landlust" Nr. 15/2010 von Villeroy & Boch entdeckt.

Wendy Dare genießt hohes Ansehen in der Welt des Gartenbaus und war viele Jahre Jurorin bei der "Chelsea Flower Show" der "Royal Horticultural Society" (Königliche Gartenbaugesellschaft). Die romantische Geschichte von "Mill Dene" und Wendy & Barry hat mich fasziniert.

Der Mill Dene-Garden wurde bereits von mir verlinkt.
Famous Gardeners - Wendy Dare
Nun frage ich mich nur, ob es wohl in Mill Dene Zecken gibt???

Kommentare:

  1. Liebe Sara

    Ich habe jetzt schon in zwei/drei Blogs gelesen, dass es so viele Zecken geben soll. Die Katzen sollen so viele mit nach Hause bringen. Ich bin bis jetzt verschont von diesen Tierchen. Ich habe mich vor etwas drei Jahren mal impfen lassen, es wurde uns vom Arbeitgeber angeboten, doch es schützt nur vor der Zeckenmeningitis, nicht vor der anderen Krankheit, wie sie heisst, ist mir gerade entfallen.

    Die Links werde ich mal später noch durchlesen, ich wünsche Dir einen gemütlichen Sonntag, hoffentlich kannst Du Dich etwas ausruhen.
    Liebe Grüsse
    Elfe

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  2. Hallo Sara!
    Mein Garten wimmelt dieses Jahr nur so vor Zecken, dabei haben wir noch nicht mal eine Wiese. Stattdessen hocken sie im Salbei und in den anderen Stauden. Mäuse gibt es dieses Jahr wirklich viele, vielleicht hängt es damit zusammen. VG

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  3. Wow, da hast Du nun ja einige Infos & Links zusammengetragen! Wenn ich mal wieder mehr Laune zu einem Zeckenpost habe, dann werde ich diese Sammlung von Dir sofort mitverlinken.
    Aber im Moment hält es sich noch in erträglichen Grenzen: Maus bringt pro Woche etwa 5 bis 7 Zecken im Fell mit nach Hause. Aber auch sie meidet immer mehr das Waldmeisterfeld und bestimmte Bereiche in der Wiese. Eine Nymphe hatte ich am Fuß und etwa 20 Zecken bzw. Nymphen konnte ich an mir in diesem Jahr absammeln. Allerdings gehe ich ja auch nur mit Hose, Gummistiefeln und Zeckenspray auf Stiefeln & der Hose in die Beete. Und wieviele ich in diesem Jahr schon ins Nitro-Glas geworfen habe, zähle ich nicht mehr.
    Aber zur Zeit lauern an den Grasspitzen bei uns in der Wiese weniger Tierchen. Ob das konsequente Absammeln morgens am Wiesenrand etwas geholfen hat? Jedenfalls diese Idee mit dem weißen Tuch hat bei uns nicht funktioniert - selbst nicht mit frisch-getragenen weißen T-shirts ...
    Klar warten Zecken gern in Wiesen und niedrigen Sträuchern, aber sie krabbeln auch gern ganz bewußt an Stellen, wo sich Mensch oder Tier aufhalten: So hatte ich morgens mal eine Zecke in der Küche, da sie am Igel-Futterschälchen lauerte. Und genauso haben sie bei Freunden von uns die Kübelpflanzen an der Terrasse aufgesucht. Oder eben in über 1m Höhe am Metall-Schiebetor zum Garten meiner Mutter am Türschloß, wo wir den Schlüssel mehrmals am Tag zum Abschließen hineinstecken. Auch habe ich schon mehrfach beobachtet, wie sie zwischen den Balken unseres Steges hervorkommen, wenn wir dort sitzen. Nur im Gebüsch und in der Wiese auf Zecken zu achten ist leider zu wenig. Überall, wo Igel, Mäuse, Katzen, andere Kleinsäuger und auch Vögel sich bewegen, kann sich eine Zecke fallen lassen, um sich zu vermehren bzw. auf den nächsten Wirt zu warten ...
    LG Silke

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  4. Liebe Elfe,
    wir hatten früher mal, als wir noch woanders wohnten, viele Zecken, das war in der Gegend typisch. Hier kenne ich das gar nicht, daher bin ich ganz entsetzt!
    Ich muß gesundheitlich sehr aufpassen, daher schockiert mich das jetzt besonders. Und mit Borrelien hatte ich es garantiert früher auch schon zu tun.

    Ausruhen ist meist weniger, da ist noch meine Mutter, da hätte ich doch keine Ruhe und dann alle Arbeit, die wir hier so haben ...
    Lieber Gruß
    Sara



    Liebe Gärtnerin
    Ohje, da darf ich nun gar nicht dran denken. Das ist ja die reinste Seuche! Ich sehe die Zecken nur leider nicht. Obwohl ich eine Brille trage, sind sie ja meist recht klein und man mußte sich schon an den Boden hocken und ganz gezielt hinschauen. Dazu komme ich kaum. Von daher weiß ich gar nicht, wo sie überall sitzen. Bemerke sie nur an mir. Schlimm genug. Mit den Mäusen hängt es ganz sicher zusammen, denn diese sind Zeckenwirte. Habe auch am Haus ein Mauseloch entdeckt, da muß ich dringend etwas gegen tun. Wenn ich auch sonst für Leben und leben lassen bin, aber in solch einem Fall muß man doch einschreiten.

    Lieber Gruß
    Sara

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  5. Liebe Silke,
    was man so in seiner Not tut ;-)
    Für mich sind schon 5 Zecken zuviel. Ich habe schon von früheren Zeckenstichen gesundheitliche Probleme zurückbehalten. Damit ist ja keineswegs zu spaßen! Und ich finde es auch schlimm, wenn man jedesmal nur noch mit Tropenanzug und Gummistiefeln bewaffnet seinen Garten betreten kann. Man möchte ihn ja auch genießen, besonders im Sommer und sich leichter bekleiden. ZUmal die ja auch an der Terrasse hier waren. - Diese Gifte, wie Zeckenspray habe ich bisher vermieden, da ich damit sehr aufpassen muß. Die Bauern spritzen hier herum schon genug. Da will man alles, was sich irgendwie vermeiden läßt, weglassen.

    Was ist denn ein Nitro-Glas?

    Leider sehe ich die Zecken bei uns im Garten aber nicht, weiß also gar nicht, wo sie überall sitzen. Sie sind wohl so klein, daß sie mir selbst mit Brille entgehen. So scharf ist das Augenlicht halt ab einem gewissen Alter denn doch nicht mehr ... oder ich habe zu wenig Zeit, lange zu schauen, wo sie sich aufhalten. Beim Unkrautrupfen habe ich keine bemerkt, aber das kann mit meinem Sehvermögen zusammenhängen. "Alters"weitsichtigkeit kennen ja viele ... da hat man dann den Weichzeichner auf der Pupille und trotz Gleitsichtbrille ist es nicht immer alles optimal, zumal das Sehvermögen ja auch von der jeweiligen Tagesform noch mit abhängt.

    Nehme auch an, daß die Zecken die kleinen Vögelchen befallen hatten. Inzwischen ist alles restlos beseitigt, wohl von den Ameisen. Die Grasmückenmutter wird aber nicht klüger und fliegt schon wieder zu diesem Nest. ;-)

    Ja, da ist guter Rat teuer, ich nehme aber auch an, daß es zum Teil mit den Mäusen zusammenhängt, die wir hier auch haben und zum anderen doch auch mit dem Laub-Mulch. Zuviel ist niemals gut, besonders, weil das hier ja doch nicht die freie Natur ist sondern ein Garten. Im Wald herrscht noch ein anderes ökologisches Gleichgewicht als hier bei uns im Waldgarten. Es fehlen hier dann doch einige Vögel und andere Tiere und Organismen dafür ... Meine Mutter weiß auch noch, daß nur bei "Unsauberkeit" - also Unaufgeräumtheit in Gärten früher Zecken auftraten, sonst gab es früher gar keine. Zuviel Holzhaufen, besonders in Hausnähe, die nicht abgefahren werden, all sowas und eben Mäuse, Ratten ...

    Lieber Gruß
    Sara

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  6. Also ein Nitro-Glas, ist einfach ein leicht zu öffnendes, aber luftdichtes Glas mit Deckel, das bei uns im Garten gefüllt mit Nitro-Verdünner rumsteht. Die winzigen Nymphen sind eigentlich kaum zu zerquetschen und das ist wenigsten ein schneller & sicherer Tod. Denn an manchen Tagen macht es Sinn so ein Glas bei der Gartenarbeit in der Nähe zu haben, um die Tierchen von der hellen Kleidung gleich abzusammeln.
    Ich sprühe meist bei der Gartenarbeit nur Stiefel und Hose ein -inzwischen verwende ich am Liebsten Azaron, das stinkt nicht so sehr wie die anderen Produkte. Auf der Haut hätte ich gerade an heißen Tagen auch Angst vor allergischen Reaktionen. Da mir vor ein paar Jahren mal beim Rosenschnitt diverse Zecken über die Hände liefen, arbeite ich in gefährdeten Bereichen nur noch mit dünnen Plastikhandschuhen, dann scheine ich nicht so attraktiv zu sein ;-)
    Aber den spontanen Tritt ins Beet habe ich mir schon lange abgewöhnt - vorallem mit Sandalen, denn ich entdecke dann fast immer am Abend irgendwo eine Nymphe an mir. Diese winzigen durchsichtigen Larven bzw. die etwas größeren schwarzen Nymphen können angeblich auch schon Borelien in sich tragen. Und gerade beim unbewußten Herauskratzen bilden sich bei mir meistens entzündete Stellen, von denen ich dann lange etwas habe ...
    Die Mäuse würde ich nun nicht gerade verteufeln. Vor ein paar Wochen sah ich einen Igel, der wohl erst aus dem Winterschlaf erwacht war, der trug über 7 Zecken mit sich herum. Da stellt sich die Frage, ob es wirklich so gut ist, dass Igel in unseren Gärten so erwünscht sind und so viele zu kleine Igelkinder im Haus überwintern, die in der Natur sonst oftmals eingehen würden. Das ist eben der Fluch, wenn man sich den Wald in den Garten holt anstatt einfach in seiner gepflasterten Kübelgartenwelt zu bleiben ;-)
    Darum bin ich heutzutage ja auch richtig froh, dass wir eine gepflasterte Betonfläche vor dem Haus und im Garten haben, und auch der Steg zum Begehen noch relativ sicher ist. Der Rest des Gartens ist je nach Wetter & Temperatur eben Zeckengebiet.
    Und die eigentliche Gartenarbeit geht über 5° Celsius eben nur verhüllt oder mit reichlich Kontrollen während und nach der Arbeit. Darum versuchen wir jetzt die meisten Garten-Tätigkeiten in die kälteren Herbst-/Wintermonate zu verlegen und im Sommer den Garten überwiegend trotzdem zu genießen ...

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  7. Liebe Silke,
    inzwischen bin ich auch soweit, nur noch mit Gummistiefeln, enger Hose und darüber Regenstulpen in den Garten zu gehen ;-( ZUmindest bei Gartenarbeit. Ich war da eher Purist, habe nie viel Aufwand gemacht, auch ohne Gartenhandschuhe usw. ...

    Bei mir waren diese Mini-Zecken (Nymphen) bisher auch schwarz. Durchsichtige habe ich noch nie gesehen oder übersehen ;-)
    Aber man spürt sie doch sicherlich genauso wie die dunklen?

    Mir tut es auch immer leid um alle Tiere, wie auch Mäuse. Aber die sollen ja Zeckenwirte sein. Und nah am Haus sollte man ohnehin keine Mäuse haben auch aus sonstigen hygienischen Gründen.
    Mit den Igeln ist es natürlich auch so, aber die wohnen meist nicht so nahe beim Haus.
    Wenn wir mal einen Igel gefunden haben, gaben wir ihn im Tierheim ab, weil wir nicht genau wüßten was mit ihm zu tun ist den ganzen Winter über bzw. da halt auch die Fachleute sind, die auch die Zeit haben, sich drum zu kümmern. Insofern haben wir damit auch keine weiteren Probleme.

    Ich glaube aber nicht, daß man automatisch mit Wald Zecken haben muß. Das war in früheren Zeiten auch nicht der Fall. Ich kenne aus meiner eigenen Kindheit überhaupt nur ein einziges Mal eine Zecke, die man damals nur Holzbock nannte. Sonst hat es niemals welche gegeben und ich war ein Kind, das überall in den Gärten und im Wald herumstriff. Meine Mutter kann sich an Zecken auch nicht erinnern oder nur, wo es in den Gärten sehr unaufgeräumt war.

    Daher denke ich, daß die Zecken-Epidemie heutzutage noch andere Gründe haben muß, die der Mensch verursacht hat, wie so manches. Wo das ökologische Gleichgewicht noch mehr gegeben ist, glaub' ich schon, daß es da nicht zu viel von einer Spezies gibt. Aber wo gibt es das schon noch? ;-)

    Mit den Stubenfliegen verhält es sich ja ähnlich. Wir haben hier eine ganze Menge, obwohl es in unserem Dorf meines Wissens keine Tierzucht im Dorf gibt. Woher auch immer die vielen Fliegen kommen. Da werde ich auch recherchieren müssen. Denn was zuviel ist, ist zuviel.
    Habe hier grad etwas gefunden

    http://www.wer-weiss-was.de/theme91/article2267404.html

    Aber diese Chemie setzt man halt ungern ein, besonders in Wohnräumen und doch ist es für die Hygiene ja wichtig - Krankheiten verbreiten sich ja über dieses Ungeziefer, wenn man das nicht in den Griff bekommt.

    Lieber Gruß
    Sara

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