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Dienstag, 31. Oktober 2017

Über das giftige Jakobskreuzkraut ... Senecio jacobaea




Was für ein Thema an Halloween bzw. zum Reformationstag ;-)
Und doch wollte ich gern den aufschlussreichen Blog-Post von Sigrun/Bergblumengarten über das Jakobskreuzkraut  (Senecio jacobaea) aufgreifen.
Denn die Ansicht, dass jede Pflanze ihren Sinn hat und nicht jedes Kraut überall mit Stumpf und Stiel ausgerottet werden muß, teile ich. 




Zum Jakobskreuzkraut wollte ich auch schon vor langer Zeit einen Post verfassen, doch kam es bisher nur zu diesen Artikeln. Dafür heute nun - im Grunde zur Unzeit, denn die Hauptblütezeit beginnt im Juli! Und jetzt stehen wir kurz vor dem Winterbeginn!

Die Bilder in diesem Post entstanden im Juli 2007, Juli 2010 und Juni/Juli 2011!



Inwieweit Pferden das Jakobskreuzkraut in getrocknetem Zustand schadet, kann ich leider als Laie nicht beurteilen, ich könnte mir jedoch vorstellen, dass es in größerer Menge im Heu gesundheitsschädlich ist. Also habe ich einmal recherchiert ...

Die letale Dosis wird auf der Seite der Landwirtschaftskammer beim Pferd mit 40 - 80 g (Frischpflanze) pro Kilo Körpergewicht, das entspricht 2 - 4 kg getrocknetem Kraut im Heu, angegeben.

Welche Futtermengen ein Pferd täglich frisst, das wissen nur die Pferdehalter unter uns. Doch das sind natürlich Fakten, die sicherlich nicht an den Haaren herbeigezogen sind und sich belegen lassen, was die Mengenangaben betrifft.



Doch sagte nicht schon der gute alte Paracelsus, die Dosis mache das Gift?!?

Dr. Helmut Wiedenfeld vom Pharmazeutischen Institut der Uni Bonn forschte 2009 am Jakobskreuzkraut.




Das Kraut ist auch bei Hautkontakt giftig und leberwirksam!!!


Die armen Viecherln ... sind doch in vielerlei Hinsicht geplagt ...




Wer nun eine Weide VOLLER Jakobskreuzkraut sein eigen nennt, sollte - so denke ich - sicher das meiste davon eliminieren, um die Tiere keiner unnötigen Gefahr auszusetzen.
Das bedeutet aber nun wirklich nicht, dass es in Natur-Bereichen, wo Haustiere nicht damit in Berührung kommen und wo die Pflanze vereinzelt steht, ebenfalls eliminiert werden müßte. - Pilze werden in der Natur auch oft zertreten, ganz gleich, ob giftig oder ungiftig.
Menschen können sehr dumm sein, und in ihrer Unwissenheit richten sie sehr viel Schaden an!




Schließlich leben auch viele Insekten von dieser Pflanze ...

Ob ich hier immer das "richtige" Jakobskreuzkraut abbilde, kann ich so nicht mehr nachprüfen, da die Aufnahmen von 2010/11 stammen ... jedoch enthält jedes der Kreuzkräuter das leber-giftige Pyrrolizidinalkaloid!


Hier ein Film zum Jakobskreuzkraut





Unserer Braunschweiger Zeitung vom 27. Oktober d.J. entnehme ich, auch Bio-Bauern wollen kein Unkraut auf dem Acker. Unabhängig jetzt von irgendwelchen pflanzlichen Giftstoffen ...

Versetzt man sich in die Lage der Bauern, ist das durchaus verständlich. Denn  Ackerfuchsschwanz und andere Unkräuter reduzieren den Ertrag. Daher werden sie in der Landwirtschaft bekämpft und wenn nicht mit Gift, dann doch mit dem Pflug!
Wer einmal Gemüse oder Ähnliches angebaut hat, weiß, wie mühsam das sein kann und wenn dann noch sehr "zähe" Wildkräuter dazwischen vegetieren. Daher habe ich in diesem Punkt vollstes Verständnis für die Landwirte!

Nur sollte es dahin kommen, dass wieder mehr manuelle Arbeit geleistet wird, statt überall gleich zur Giftspritze zu greifen, mit der der Mensch sich letztendlich selbst schadet. Aber WER will diese manuelle Arbeit verrichten? In einer Zeit, in der alle möglichst Akademiker, wenigstens Semi-Promi oder doch Influenzer werden wollen????? Körperliche Arbeit, igitt - höchstens im Fitness-Studio!

Pestizide machen auch Bauern krank!

Mir tun auch die Bauern, die auf dem Traktor sitzen, leid, wenn sie ihr Gift versprühen. Wie oft habe ich schon von Leber- und Nierenschäden speziell bei Landwirten gehört. Ich sehe da  Zusammenhänge ... und ich erinnere mich noch sehr gut an einen Fall, als eine Frau frühmorgens mit ihrem Hund an einem Feldrand joggte ... kurz darauf erkrankte sie schwer an grippeartigen Symptomen. Und verstarb später daran, ebenso ihr Hund! Die Bauern sprühen gewisse Gifte oft erst abends und die Frau hatte zu viel davon aufgenommen. So etwas dürfte es nicht geben! Es ist der einzige Fall, von dem ich aus meinem persönlichen Umfeld hörte .... aber wer weiß, wie viele unerkannte Fälle es gibt, die nicht unbedingt zum Tode, aber doch zu Siechtum führten??

Ich selbst vermeide möglichst auch auf Autofahrten Strecken mit Feldern, die gerade gesprüht werden und wenn es sich nicht vermeiden lässt, stelle ich rasch und rechtzeitig die Lüftung aus!
Und das ist wirklich haarsträubend!!!

Todesfälle durch Pestizide!

Vergiftungen durch verwehte Pestizide: Kein Einzelfall
Pestizid-Abdrift ist behördlich geduldet




Problematisch ist außerdem, dass immer noch die meisten  Leute alles billig kaufen wollen; selbst das Wertvollste, nämlich Lebensmittel! Doch für billig bekommt man eben auch nur billig!  Das gilt in allen Bereichen!

Manuell bearbeitete Felder sind aufwändiger und das muß genauso teurer bezahlt werden, wie ein hochwertiges Hähnchen, das nicht in der engen Box gehalten wurde. Nur wer gibt schon 20 Euro für ein Hendl aus??? All die Viel-Esser, die so etwas häufig essen wollen, bestimmt nicht! Es ist wirklich haarsträubend, daß der Mensch sich mit diesem - Entschuldigung - Dreck zufrieden gibt!

Kosten für mehr mechanische Unkrautbekämpfung werden vom JKI auf ca. 40 Euro pro Hektar geschätzt.

Im Endprodukt wolle der Verbraucher am besten keine Biodiversität, sagt der Vorsitzende des Braunschweiger Landvolks und damit hat er nicht Unrecht, denn wir wollen auch keine gefährlichen Substanzen aus anderen Pflanzen in unserem Getreide!
Im Artikel wird das giftige Bilsenkraut angeführt, dass 2015 in Bio-Hirsebällchen und Babybrei gefunden wurde!

Ich erinnere mich auch gut an das giftige Mutterkorn - auch hier muß gewährleistet sein, dass das nicht in unsere Nahrung gelangt! Denn die Folgen sind fatal!

Vielleicht verhält es sich ja mit größeren Mengen des Jakobskreuzkrautes  genauso, das kann ich als Laie - wie schon angeführt - leider nicht beurteilen. Darüber werden sich Wissenschaftler sicher schon Gedanken gemacht haben. Freiwillig würde wohl keiner von uns größere Mengen davon aufnehmen! Aber so etwas kann durch industrielle Produktion leider passieren!

In einigen Gegenden jedoch verbreitet sich das Jakobskreuzkraut unverhältnismäßig stark, das hat wohl mal wieder menschliche Ursachen ... und jegliche einseitige zu starke Verbreitung kann ebensowenig "gut" sein wie die sprichwörtliche Dosis, die das Gift macht!

Und wie viele Menschen sich mit Pyrrolizidinalkaloiden vergiftet haben, wird man kaum herausfinden. Denn an Lebererkrankungen leiden viele und wer kommt schon drauf, daß ein Lebergeschädigter sich eine Vergiftung durch Jakobskreuzkraut zugezogen hat?

Immerhin sollen aus Engalnd Vergiftungsfälle bekannt sein und auch aus Nord-Äthiopien, wo es sogar zu über 300 Todesfällen kam, auch bei Kindern! Ich erinnere nur an das giftige Mutterkorn, dass in früheren Zeiten auch immer wieder für Vergiftungen und auch Todesfälle sorgte, aufgenommen durch Brot!



Weitere Erkrankungsfälle werden in diesem Dokument des Bundesinstitutes für Risikobewertung 25. September 2017 beschrieben

Alle Kreuzkräuter sind giftig!
Arbeitskreis Kreuzkraut e.V.

Maßnahmen zur Eindämmung des Vorkommens von Jakobs-Greiskrautin Niedersachsen


Ich weiß von einem Fall aus dem weiteren Bekanntenkreis - eine Heilpraktikerin starb noch jung an Jahren an einem undefinierbaren  Leberversagen. Sie hatte sehr viele Kräutertees getrunken und fasste es nicht, dass ausgerechnet sie an der Leber erkrankte ... doch bei Tees aus unsicherer Herkunft weiß man nie, was genau enthalten ist. Daher sammele ich die Zutaten für meine Kräutertees lieber selber, da weiß ich, was ich habe. Ich habe es schon erlebt, dass Tees aus der Apotheke stark verschmutzt waren! Und meine Beschwerde verärgert aufgenommen wurde bzw. ich selbst sogar für die Verschmutzung verantwortlich gemacht werden sollte ...
Immer die selben Tees in großen Mengen sollen ohnehin nicht wochen- oder gar monatelang in Dauerschleife getrunken werden. Selbst der harmlose Pfefferminztee kann dann unangenehme, wenn auch keine giftigen, Auswirkungen haben!

Juli 2007 Braunschweig-Gartenstadt

Das Jakobskreuzkraut soll scheußlich bitter schmecken, insofern laufen wir Menschen wohl kaum Gefahr, das frische Kraut zu verzehren.  Allerdings kann man bei Kräutertees eben nie so sicher sein, denn es gibt auch andere Pflanzen mit Heilwirkungen, die eben doch auch einen bitteren Geschmack haben! Bitter ist nicht in jedem Falle schlecht oder gar giftig!!! Wenn auch diese Art des bitteren Geschmacks der meist verdauungsfördernden Pflanzen (Amara) sich dennoch von denen der giftigen Bitterstoffe, Alkaloide, unterscheidet, was ich aus eigener Erfahrung weiß. Bitte aber keinesfalls ausprobieren!!!
10 Tipps, wie Sie Jakobskreuzkraut erkennen
Analytik und Toxizität von Pyrrolizidinalkaloiden sowie eine Einschätzung des gesundheitlichen Risikos durch deren Vorkommen in Honig  
Pyrrolizidinalkaloide lösen eine Lebervenen-Verschlusskrankheit (VOD, veno-occlusive disease), aber auch Krebs (Leber) aus. 

Ich möchte jedenfalls nicht in den - versehentlichen - "Genuss" kommen ...  Pyrrolizidinalkaloide sind nicht gleich Pyrrolizidinalkaloide ... ;-)

Auf der Isle of Man ist das Jakobskreuzkraut, dort Manx Cushag genannt, sogar National- Blume!  Es existiert sogar ein Penny mit dem Symbol der Blume!

Kommentare:

  1. Liebe Sara,
    auf das Jakobskraut gehe ich nicht weiter ein, da habe ich schon viel bei Sigrun zu geschrieben, allerdings als Pferdehalterin vor einigen Jahren habe ich es auch entfernt, obwohl Pferde es wohl nicht fressen, auf der grünen Wiese.
    Wichtig finde ich, das Du auf die Giftspritzerei aufmerksam machst (mein Mitleid mit dem Landwirt der es gerade verspritzt hält sich allerdings in Grenzen), soll nicht böse klingen, aber es ist ja jedem selbst überlassen.
    Allerdings hast Du Recht mit den Verbrauchern - wer billig alles haben will - es ist eben ein Teufelskreis ...
    Liebe Grüße
    Kirsi

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    1. Von der Warte aus hast Du natürlich recht, liebe Kirsi. Aber die Bauern haben oft auch nur Erfüllungsgehilfen und die sind halt gezwungen, ihre Arbeit zu verrichten, wie alle anderen Leute auch. So einfach kann man auch nicht mal seinen Job aufgeben heutzutage ...
      Ansonsten sehe ich das natürlich genauso. Doch wie umsetzen?
      Handarbeiter aus Polen oder Moldawien für billig Geld? Ich habe kein Patentrezept.

      Liebe Grüße
      Sara

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  2. Liebe Sarah, vielen Dank für diesen informativen Bericht. Ich wäre mit diesem Kraut auch vorsichtig. Generell sollte man, wie Du auch schreibst, ebenfalls bei Kräutertees abwechseln. Ich bin allerdings generell nicht so ein großer Fan davon.

    LG Kathrin

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    1. Liebe Kathrin,
      mit den käuflichen Kräuter-Tees ist es tatsächlich so eine Sache! Wenn die Kräuter nicht sorgfältig geerntet werden. Fremde Pflanzen können sich immer dazwischen mogeln, auch beim Zinnkraut (Schachtelhalm) habe ich immer so meine Bedenken.

      Andererseits sind das wertvolle Heilpflanzen und ich möchte nicht drauf verzichten. Denn das sind die Heilmittel aus der Natur, die dem Menschen von Beginn an gegeben waren ... heute wird ja häufig mit künstlich erzeugten Chemikalien geschossen und dadurch findet ja keine wirkliche Heilung statt. Am Ende landet man bei immer mehr Medikamenten ...
      Tee trinke ich schon auch wegen der basischen Wirkung sehr gern. Mittlerweile sammele ich viele Kräuter selber. Man kann sich z.B. Kräuterwanderungen im Frühjahr - auch in anderen Regionen - anschließen und dort seinen eigenen Jahresbedarf sammeln. Das ist das Sicherste.

      Liebe Grüße
      Sara

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  3. Liebe Sarah
    Danke für diesen sehr interessanten Post. Das Jakobskreuzkraut kenne ich gar nicht.
    Vielen Dank auch für Deine lieben Kommentare auf meinem Blog.
    Herzliche Grüsse Yvonne

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    1. Man lernt nie aus, liebe Yvonne.

      Liebe Grüße und noch einen schönen Sonntag!
      Sara

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  4. Liebe Sara,
    dass Jakobskreuzkraut eine zunehmende Gefährdung für Pferde darstellt ist wohl unbestritten. Aber es betrifft nicht nur Pferde sondern alle grasfressenden Säugetiere. Sie brauchen auch gar nicht große Mengen auf einmal davon zu nehmen, denn dieses Gift sammelt sich in ihren Körpern an! Zunächst merkt man als Halter noch gar nichts, aber die Leberschädigung hat dennoch begonnen... Und irgendwann ist es das berühmte Blättchen zuviel...Angeblich fressen nicht alle Ziegen, Schafe, Rinder oder Pferde dieses sich rasant ausbreitende Kraut, aber Tiere, die auf kargen Weiden stehen, gehen irgendwann dran...oder Jungtiere fressen öfter mal die jungen Blattrosetten mit anderem Grün...Als wir noch Pferde hatten, haben wir auf unseren Weiden dieses Kraut akribisch entfernt, und das kann ich nur jedem Tierhalter (von grasfressenden Tieren!) empfehlen. Unsere Tier gehörten immer zur Familie und es war ganz fürchterlich wenn eines ging...
    Was die Ackergifte, die uns ja meist als "Pflanzenschutzmittel" (welch ein Hohn!!!) verkauft werden, anbelangt so sehe ich darin sehr große Gefahren. Unsere Böden werden ruiniert, denn die Bodenlebewesen, die die Pflanzennahrung ja erst "pflanzenverfügbar" machen, werden ausgerottet, unser Grundwasser und unsere Nahrung wird vergiftet (Wir essen doch eh schon fast alle "Schneewittchen-Äpfel"!), unsere Flugbestäuber und viele andere Kleintiere werden vergiftet oder finden keine Nahrung mehr. Die bestäubenden Fluginsekten sind in den letzten Jahren durchschnittlich in Deutschland um 76% zurückgegangen!!! Wohin soll das Alles noch führen??? Wo ist hier gelebte Verantwortung??? Gerade jetzt geht es in genau diesem Zusammenhang ja auf EU-Ebene um die Verlängerung der Zulassung des "Pflanzenschutzmittels" Glyphosat. Es gibt eindeutige Studien, die belegen, dass dieses Mittel krebserzeugend wirkt. Mediziner aus aller Welt warnen sehr eindrücklich vor dessen Einsatz!!! Natürlich gibt es auch Gegengutachten, die diese Spritzbrühe mehr als verharmlosen!!! Die Frage, von wem diese in Auftrag gegeben wurden, stellt sich wohl erst gar nicht, denn die Antwort liegt auf der Hand! Auf der anderen Seite gibt anerkannte Wissenschaftler, die bezeichnen Glyphosat sogar als das Agent Orange der heutigen Zeit...
    Wenn Du, liebe Sara, mehr zu diesem Thema lesen möchtest, schau einfach hier bei mir nach:
    http://heidis-gruene-ecke.blogspot.de/2017/06/ist-unsere-lebensmittelproduktion-in.html

    Es ist ein sehr drängendes Problem unserer Zeit und wir sollten uns diesem stellen! Das sind wir unseren Kindern schuldig!!!

    Dir alles Liebe
    Heidi

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    1. Danke, liebe Heidi, für Dein fach-frauliches Statement!
      Ich bin zwar überzeugt, daß Tiere sich nach ihrem Instinkt richten, aber die Haustiere von heute sind auch nicht mehr so natürlich ausgestattet, wie das einmal war.

      Man hört über das Jakobskreuzkraut die unterschiedlichsten Meinungen und Du hast ja sicher den Beitrag bei Sigrun/Bergblumengarten verfolgt, die auch einen Artikel des NABU verlinkte.

      https://steinigergarten.blogspot.de/2017/10/jakobskreuzkraut-alles-nur-panikmache.html

      https://schleswig-holstein.nabu.de/tiere-und-pflanzen/pflanzen/sonstige-pflanzen/jacobsgreiskraut/19039.html

      Ich bin nun keine Biologin oder Botanikerin und kann bis ins letzte Detail nicht beurteilen, wie schädlich das Jakobskreuzkraut ist. Ich weiß es nur am Beispiel des Huflattichs, daß da ein Grund an den Haaren herbeigezogen wurde, denn der Huflattich wurde schon immer verwendet und wenn man ihn in Maßen als Medizin zu sich nimmt, ist das kein Problem.

      Ich würde aber auch, wenn ich Pferde hätte, das Jakobskreuzkraut vorsorglich von der Weide entfernen. Außerdem überlege ich natürlich auch, was der Grund sein mag, warum dieses Kraut sich so rasant vermehrt.

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    2. Keine Frage, dass Pestizide zwei Seiten haben, auch ich halte nichts davon. Aber was wäre die Alternative? Für viele unbezahlbar! Und wer will diese Arbeiten leisten? Als Deutschland noch Agrarland war, waren viele Menschen in der Landwirtschaft tätig. Damit darf man heute keinem mehr kommen! ;-)
      Wollen wir auch wieder nur Billigst-Kräfte ausnutzen, damit wir "reine" Lebensmittel haben? Und diese Arbeitskräfte können dann sehen, wo sie bleiben und essen, was für sie für den Billig-Lohn übrig bleibt?

      Ich meine, anklagen kann man schnell, doch wo genau sind die Alternativen, wer finanziert die, wie genau? Und keine Frage, ist das ein politisches Problem und eines der Wirtschaftsinteressen. Denn Geld ist immer dafür da, wofür es da sein "darf"! - Und denen ist das ganz egal, ob die Leute an Krebs erkranken, da gehts rein ums Geld! Und Du hast recht, diese Gutachten und auch Studien .... da steckt die Industrie, die das finanziert, dahinter. Gekaufte Wissenschaftler ... auf die Gefahr hin, hier als Verschw..theoretikerin verschrien zu werden *lach* Für gutes Geld geht eben so manches! Wissen wir alle! - Dennoch, von Panikmache halte ich nichts ... das hat noch nie langfristig funktioniert. Wenn es danach ginge, wären auch alle Bäume längst ausgestorben, was gottlob nicht der Fall ist. Denn da gab es im TV schon panikvolle Computersimulationen Anfangs der 80er.... Ich weiß nicht, ob ich es schon geschrieben habe, ich glaube trotz alledem an eine "ausgleichende Gerechtigkeit" (siehe z.B. der Ocean, der umzukippen drohte...), was nicht bedeutet, daß ich gut heiße, was da passiert und daß es immer lustig so weitergehen soll!

      Liebe Grüße
      Sara

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  5. Liebe Sara,
    danke dass du hier noch mal so ausführlich über das JKK berichtest und so gut recherchiert hast.
    Es ist und bleibt umstritten. Vor allem Tierliebhaber, die sonst eigentlich gegen die Unkrautvernichtung sind, werden nun zu Befürwortern des Entfernens.
    Ich glaube, dass die Tiere auf der Weide keinen Schaden nehmen, weil es für sie auch zu bitter ist und der Instinkt dazu hilft, es nicht zu fressen. Jedenfalls nicht in großen Mengen. Wie sich das mit Wiesen für Heu verhält kann ich nicht sagen. Normalerweise dürfte es dort aber gar nicht erst wachsen. Das JKK liebt generell offenen, kargen Boden. Wiesen haben in der Regel fetten Boden.
    Prima, dass du sogar eine Schmetterlingsfoto mit einem Bläuling hast. Man muss hier wirklich auch zwischen den zwei Jakobs-Greiskräutern unterscheiden. Auf deinen Fotos handelt es sich um das heimische JKK.
    In Süddeutschland, Schweiz und Südtirol breitet sich offenbar das aus Afrika eingeschleppte Nadelblättrige Greiskrautmassiv aus, was nun doch zu Problemen führen soll. Vielleicht weiß der NABU weiter, wenn ich dort mal anfrage zu dem Thema.
    Mit den Giftpflanzen wird jedenfalls viel Panik gemacht...meine Mutter war auch so, dass sie die hübschen Fingerhüte aus dem Garten entfernte. Dabei wäre ich nie im Leben als Kind drauf gekommen, sie zu essen...wo sie mich doch schon gewarnt hatte. Null Vertrauen.
    Ich denke, ich werde noch mal einen zweiten Beitrag dazu schreiben und dann verlinke ich deinen Post hier gleich mit.
    Liebe Grüße,
    Sigrun

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    1. Liebe Sigrun,
      das hatte ich schon lange vor und wußte gar nicht, dass ich darüber noch keinen ausführlicheren Post geschrieben hatte. Aber mit diesem Blog bin ich seit 2009 online, das ist schon eine lange Zeit. Da merkt man sich nicht mehr alles, was man je geschrieben hat.
      So habe ich nun alles Greifbare hier verlinkt und kann dann später selbst darauf zurückgreifen, sollte das mal notwendig werden.

      Mit den Tieren kenne ich mich nicht aus, aber ich las schon an anderen Stellen, daß Tiere daran verendet sind und wie Heidi, unsere ausgebildete Kräuterfrau, ja schreibt, reichen bereits kleine Mengen, da sich das Gift im Körper anreichert. Ich selbst kann das nicht beurteilen, da ich auch keine Biologin bin und mich erst in Fachliteratur einlesen müßte. Dafür fehlt einfach die Zeit und so kann ich nur das nehmen, was mir darüber zugetragen wird.

      Das Kraut soll sich ja inzwischen auch an atypischen Standorten rasant verbreiten - jedenfalls liest man das. Ich selbst habe es in so großer Zahl noch nirgendwo wachsen gesehen.
      Aber soweit mir bekannt, ist das giftige ja das heimische Jakobskreuzkraut, wobei es noch andere heimische Arten geben soll.

      Das mit der Panik stimmt natürlich, das hat speziell der Deutsche so an sich, ganz gleich, worum es geht. Jeden Herbst auch die Impf- und Grippe-Panik ... (woran die Pharma-Industrie sich dann eine goldene Nase verdient!) die German Angst halt ... Irgendwas ist immer ...
      Aber auf Weiden würde ich, wenn ich Tiere halten würde, das Kraut sicher auch entfernen, denn warum sollte es da wachsen, wenn es nicht sinnvoll für die Tiere ist?

      Fingerhut darf bei mir wachsen. Wenn ich kleine Enkel hätte, würde ich mir allerdings überlegen, was ich wachsen lasse, was nicht ... aber irgendwann lernen die Kinder auch und wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, ich war ein sehr vorsichtiges Kind und besaß einen extrem guten Instinkt Giftpflanzen gegenüber. Aber das scheint leider nicht jedem Kind gegeben. Denn es gibt immer auch Kinder, die alles Mögliche in den Mund stecken, warum auch immer ...

      Hach ja, ich hätte noch so viele Posts auf Lager, auf bereits Vorgefertigte ... aber man kommt irgendwie zu nix mehr ... jetzt war auch noch mein Netzteil vom PC kaputt, zum Glück konnte mein Mann es gerade ersetzen. Es gab einen Knall und stank ganz fürchterlich. ;-)
      Bin froh, daß der Rechner keinen Schaden genommen hat! Nicht auszudenken ...

      Liebe Grüße
      Sara


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  6. Liebe Sara,
    nun hab ich endlich einmal wieder zu dir gefunden - Danke für deinen letzten Kommentar.
    Das JKK beschäftigt auch mich. - Es breitet sich hier in meiner Umgebung rasant aus. - Auf dem Deich, der vor meinem Haus verläuft, blühen div. Wildpflanzen wie Wilde Möhre, Wegwarte, Hornklee, Rotklee, Spitz- und Breitwegerich, Löwenzahn etc etc. - Dementsprechend ist auch die Artenvielfalt was die Insekten angeht. Moschusbock, Pinselkäfer, Hauhechelbläuling etc tummeln sich erfreulich vielfältig. - SO war es bisher - doch vor kurzem gingen Mitarbeiter des Deichverbandes mit der Giftspritze auf dem Rücken über den Deich und sprühten. - Das JKK soll im Zaum gehalten werden bzw. eliminiert werden. Leider bleibt dann nur noch das Gras stehen und alle übrigen Pflanzen werden gleich mit vernichtet. - Ich bin gespannt, wie es im nächten Jahr aussieht, was die Vielblüherei angeht.
    Ein schwieriges Thema. - Ich denke es muss einen anderen Weg geben, um das JKK zu bekämpfen. - Wir brauchen uns nicht zu beklagen, wenn die Insektenvielfalt derart den Bach heruntergeht.
    Das JKK ist giftig für die Tiere, wie Heidi schon geschrieben hat, reichern sich die PA´s in der leber an.- Man kann sich nicht darauf verlassen, dass die Tiere die Pflanzen stehen lassen. - Schäfer berichteten mir, dass Lämmer einen qualvollen Tod gestorben sind, was nachweislich auf das JKK zurückzuführen war. - Auch ein Bio-Galloway-Betrieb in meiner Nachbarschaft ist da sehr besorgt. Der Bauer bekämpft dieses Kraut mechanisch. - Doch nicht überall ist das möglich.

    Ich beobachte in der letzten Zeit, dass mindestens 70 % der Hausgärten so penibel gestaltet sind, dass auch ich als Mensch mich da nicht wohlfühlen würde. - Kirschlorbeer so weit das Auge reicht. Darin fühlt sich kein Tierchen wohl. - Oder diese neuartigen Gärten, Statt Erde sind dort Kiesel oder sonstiges Gestein, unterbrochen von KugelThuja oder welche Pflanzen es auch immer sind. - Ich finde das grauslig. - Wenn ich mit Kindern oder auch Erwachsenen Kräuterwanderungen machen, kommt zum Schluss immer wieder der Appell, einige Quadratmeter im heimischen Garten der Natur zur Verfügung zu stellen. Ich verteile dann Saattüten -aus dem eigenen Garten-, um ein wenig Leben in den Garten zu bekommen .

    SO, es ist noch nicht alles was ich loswerden möchte, aber ich denke, das reicht erst einmal.

    Lieben Gruß
    Heidi

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