Dienstag, 30. August 2016

Über Land . . .



Eigentlich wollte ich heute etwas ganz anderes posten, doch wie das so geht, wenn man zu viele diverse Eisen im Feuer hat . . . muß ich auf meiner To-Do-Liste erst einige andere Punkte abarbeiten, bevor ich den etwas arbeitsintensiveren Post schreiben kann -  und so gibt es heute erst einmal ein paar Bilder, die ich gestern und auch in der letzten Zeit bei meinen zahlreichen Autofahrten aufgenommen habe.

Das obige Bild zeigt das Braunschweiger Parlament :-) bzw. die alte Roggenmühle, in der dieses Lokal untergebracht ist. Kein Fall also für die 'Lost Places' von Sigrun . . . denn hier wurde das Gegenteil bewiesen. Dieses Gebäude liegt nahe der A 391.


Die Bäume sind zwar noch saftig grün, doch die Wiesen sehen zum Teil ziemlich vertrocknet aus. Inzwischen regnete es einmal, doch ein so kurzer Regenguss hält nicht lange vor. Die Dürre ist längst offensichtlich, genauso wie im letzten Jahr!






In der Ferne locken Wolkenberge gleich einer Fata Morgana . . .




Soweit der August-Himmel, wie ich ihn festhalten konnte . . .

Sonntag, 28. August 2016

Clematis am Bettgestell



Anfangs blühte meine Clematis Miss Bateman noch wunderschön, doch seitdem wurde sie von Jahr zu Jahr kümmerlicher. Unter den hohen Bäumen im relativ trockenen Terrassenbeet hat sie wohl einfach nicht den richtigen Platz erwischt.
Hier - an der Terrasse - sollte sie in die Eberesche hinaufklettern. Doch das tut sie nur sehr spärlich. Das Laub sieht inzwischen ungesund aus, die Blüten sind immer kleiner geworden, Zeit also, ihr einen anderen für sie günstigeren Platz zu geben!



Jetzt möchte ich sie nach Art der Bepflanzung im Rosarium in Sangerhausen (Bild ganz oben!) in die Waagerechte lenken. Dazu habe ich eines der Bettgestelle bzw. Betthaupt auserkoren, das ich vor einer Weile auf dem Sperrmüll fand.

Nur wohin mit den Gestellen, frage ich mich schon die ganze Zeit!

Meinen Lesern kann ich diese Frage schwer stellen, denn dazu muß man den Garten in seiner Gänze im Überblick haben und das gelingt anhand Teilaufnahmen aus dem Garten ja nie.

Und die spartanische Google-Maps-Aufnahme zeigt leider auch nicht viel - die wurde wohl aufgenommen, als wir den Garten noch nicht sehr lange bewohnten.

Den weiß blühenden Holunder am Gartenhaus, die hohe Weide wie auch den Eingang zur Terrasse vom Garten aus habe ich mit weißen Pfeilen gekennzeichnet. Die Straßenbäume sind im Bild ebenfalls zu erkennen, aber auch unser Ahorn ganz am Ende des Gartens auf einer Höhe mit dem Holunder.



Doch die folgenden Aufnahmen sollen einmal zeigen, wie ich das Bettgestell probehalber positioniert habe ... es ist wirklich schwierig, da eine Entscheidung zu treffen ...

Hier habe ich das Gestell mit Hilfe meiner Kinder, die zu Besuch waren, drapieren lassen, um die Wirkung aus der Entfernung abschätzen zu können. Hier muß man sich die hohen Sonnenblumen wegdenken, denn die gehören in das Beet normalerweise nicht hinein. Hier sollen nur Hortensien wachsen! Vielleicht noch eine der Waldgartenrosen ...




Nun heißt es ja, Versuch macht kluch . . .
Doch wie ich es auch drehe und wende - es scheint nie der richtige Ort zu sein - oder was meint Ihr?

Hier fällt der Blick von außen vom Fußweg aus in den Garten . . . ich stellte es mir ganz nett vor, den Lesesteinhaufen zu verdecken. Doch das Gestell soll ja nicht wie hingestellt und nicht abgeholt da herumstehen . . . und der Lesesteinhaufen soll auch nicht in dem jetzigen Zustand bleiben.

Mir schwebte da entweder eine völlige Neu-Umschichtung und -anordnung der Feldsteine (und teilweise auch Bauschutt) vor oder aber aus einem Teil der Steine ein  Bauwerk,  z.B. wie diese Kirche, zu errichten, worauf ich in diesem Post bereits Bezug nahm.

Ob meinem Mann aber diese Position zusagen würde - wenn er immer  um ein Bettgestellt, das da mitten im Rasen steht, herummähen muß??? Auch müßte ja der Zugang zum ganz hinteren Gartenteil problemlos möglich sein.

Vom rechten Rand dieser Zweier-Collage ragt die Drachenweide ein Stück ins Bild.


Und dies ist nun der Blick von der hinteren Gartenmitte zum straßenseitigen Zaun hin - Fahrzeuge, die dort entlangfahren, werden an den kahleren Stellen noch gut gesehen, ebenso Passanten. Es braucht noch eine Weile, bis der Zaun "undurchsichtig" wird.
Nur für das Bettgestell sehe ich auch an diesem Ort keine Verwendungsmöglichkeit...



Wieder eine andere Position - hier habe ich das Gestell ans Kopfende des Lesesteinhaufens gestellt, aber ob DAS die Lösung ist??? ;-)



Nun höre ich erst einmal, was meine lieben Leser/-innen dazu zu sagen haben. Denn behalten will ich das Gestell in jedem Fall und es soll auch Einsatz finden - nur WO und WIE ist hier die Frage.

Kleiner Einblick in den mittleren Gartenraum bis weit nach vorn unter die hohe Weide hindurch zum vorderen Zaun, der an den Vorgarten grenzt. Hier überall kann ich mir das Gestell kaum vorstellen. Die relative Weite und Luftigkeit ist ganz einfach schön, wie sie ist. Und doch SOLL das Gestell einen Platz bekommen, damit die Clematis einen günstigeren und zugleich sehr dekorativen Pflanzort bekommt!"


Genauso schwierig wird es unter der hohen Weide am straßenseitigen Zaun bzw. bis zum anderen Zaunende, das den Vorgarten vom Garten trennt ... auch hier kein Potential - jedenfalls aus meiner Sicht.


Das zweite Gestell werde ich zum Abstützen von Rosen benutzen, da wird sich leicht eine Möglichkeit ergeben. Das Gestell ganz oben ist höher, das in der unteren Collage das niedrigere von beiden.

Mitten in der Rasenfläche auf keinen Fall, denn die restlichen Rasenflächen sollen uns unbedingt erhalten bleiben, die brauchen wir für den Erholungswert. Ein überfüllter Garten, in dem wir uns unnötig viel Arbeit schaffen, bringt es uns nicht!

Stellen, die sich anböten, gäbe es einige ... evt. sogar hier in der Nähe des Bambus, als Begrenzung zum straßenseitigen Garten hin, um in diesem Bereich evt. eine kleine lauschige Sitzecke zu schaffen ...


Während an der anderen Seite des Bambus (links im Bild kann an ihm hinter der Rispe des weißen Sommerflieders erahnen - nichts mehr geht.

Geht man von hier aus weiter in den Garten hinein, gibt es auch da keine Möglichkeit, denn dies ist quasi der "Wirtschaftsweg", der unmittelbar zum Gartenhaus führt. Hier muß Platz -  z.B. auch für die Schubkarre - bleiben!


Zwischen dem Beet mit der Koreatanne und dem Rosenbeet mit der Flohmarktrose und den Bodendeckerrosen ist auch nicht der richtigen Platz


und auch hier am Zaun kann ich mir das Gestell kaum vorstellen


Ebenso hier vorn in Hausnähe - wäre jedes Weitere Objekt ein Zuviel!


Solange also der künftige Standort nicht klar ist, kommend die Gestelle erst einmal wieder an diesen Platz zurück.

Freitag, 26. August 2016

Im Kochtopf kocht ein Glücksbringer . . .


. . . und kein Essen :-) Denn dieser hübsche buntblätterige Klee hat sich darin breit gemacht.



Den Topf fand ich in einem "Brocki" (wer immer noch nicht weiß, was das ist - 'Brocki' leitet sich in Bloggershausen von "Brockensammlung" ab und damit dürfte klar sein, was gemeint ist.


Leider war der Klee nicht beschildert, doch da er genauso wie der Weißklee (Trifolium repens) blüht, gehe ich von einer Variante aus.

Bei meiner Suche im Internet wurde ich auch fündig bei einer dänischen Gärtnerei.
Alle Links in diesem Post sind unvewrgütet! Die Verlinkung erfolgt aus freien Stücken, damit ich später problemlos nach diesem Klee suchen (und finden) kann. Wobei das mit Links bekanntlich so eine Sache ist - viele Links sind nach ein, zwei Jahren spätestens ungültig. ;-) Doch in diesem Falle bleibt mir zumindest der Name der Gärtnerei. Natürlich darf, wen ich hier verlinke, gern freiwillig was "rüberschieben". 

Dabei weiß ich noch gar nicht, was ich mir mit diesem Klee eingehandelt habe ;-) Wird er sich im gesamten Garten ausbreiten? Klee wächst hier ja recht gut, besonders der unerwünschte Horn-Sauerklee, der zwar dekorativ aussieht, es aber auch faustdick hinter den Ohren hat.

Der Klee sollte jedoch nicht in DIESEM Topf bleiben, obwohl ich las, in Gefäßen mache er sich besonders gut durch den überhängenden Wuchs ....  vorübergehend setzte ich ihn in ein Gartenbeet.  Sobald ich ein geeignetes Gefäß aufgetrieben habe, kommt er dort hinein.  Den der alte Alu-Topf ist mir zu schade, um Löcher hineinzuschlagen, außerdem ist er auch ein wenig klein (niedrig)  als Übertopf. Ich mag es nicht sonderlich, wenn die Pflanztöpfe über den Übertopf-Rand hinausragen, auch wenn sich das nicht immer vermeiden läßt.

Der Google-Übersetzer sagt mir, dieser Klee kommt aus Asien sowie Europa. Als Anwendung ist hier Bodendecker in Containern oder Blumenkästen angegeben.
Bis September sollte der Klee auch gedüngt werden. 

Der Boden sollte feucht und durchlässig sein, der Standort hell jedoch nicht vollsonnig. Auch diese Pflanze blüht weiß. Im Topf soll die Pflanze zwar feucht gehalten werden, jedoch nicht im Wasser stehen, also "ertrinken".





Es besteht sicher trotzdem wohl die Gefahr, daß er sich im gesamten Garten ausbreitet ... doch bei unserer Wiese wäre das eh schon egal. Denn "normaler" Weißklee wächst in ihr bereits ... Wenn regelmäßig gemäht wird, ist das kein so großes Problem, so daß ich den Klee trotz alledem als Glücksbringer betrachte. Außerdem ist der Weißklee eine gute Bienenweide, wobei ich mich mit dieser bunten Varietät ja nicht auskenne.
Ich tippe auf 'Estelle' -  die Blätter werden als rötlich-braun mit zartem grünen Rand und grünlicher Mitte sowie weißen Blüten beschrieben.


Also schau'n mer mal . . .  Dieser Garten ist auch weiterhin ein Experimentierfeld ...


Neben dem Klee gab es noch zwei weitere Errungenschaften, die ich jedoch namentlich kenne, ganz links Houttuynia cordata 'Chamaeleon' oder auch  Bunter Eidechsenschwanz genannt.

Die jungen Pflanzen wie auch das Rhizom sollen sogar als Gemüse gegessen werden können. ;-) Die Pflanzen dienen außerdem als Gewürz.

Kaum zu glauben, aber diese Pflanze verfügt über Heilkräfte - in der Volksmedizin wird sie zur Diurese und Entgiftung eingesetzt.


Sehr interessante Ausführungen zu dieser Pflanze sind auf dieser Seite  zu finden!

Der bunte Eidechsenschwanz ist ein guter Bodendecker, über die Winterhärte fand ich Widersprüchliches. Doch scheinbar ist 'Chamaeleon' tatsächlich winterhart.

Die Houttuynia eignet sich sogar für den Balkon oder als Zimmerpflanze!
Das bunte Laub fordert einen sonnigen Standort!

Daß die Pflanze Staunässe verträgt, ist schon einmal positiv, denn in unserem Garten gibt es leider solche Bereiche. Wenn nicht gerade Dürre herrscht, wie derzeit, kann unser Garten ganz schön matschig sein! Unterhalb der hohen Weide ist es generell eher trockener - auch solche Bereiche hat unser Garten.




Dieses Pflanzloch mag das verdeutlichen, in das ich ein niedriges Schleierkraut setzte. Zunächst hatte ich große Mühe, überhaupt mit dem Spaten ins Erdreich zu stoßen, denn der Boden steinhart und trocken. Erst nach gründlichem Bewässern der Umgebung gab der Spaten allmählich nach. Das Pflanzloch ließ ich dann auch noch einmal mit Wasser volllaufen. Das Wasser hielt sich mehr als eine halbe Stunde in dem Loch, doch dann war es endlich  möglich, das Schleierkraut einzusetzen. Morgen werde ich wieder sehr gut bewässern müssen bei den derzeit sehr hohen Temperaturen, bei denen man - eigentlich - nicht pflanzt! ;-) Doch mit ein paar Tricks klappt auch das, man muß natürlich stets am Ball bleiben und frisch Gepflanztes bei großer Hitze nie lange allein und unbewässert lassen.


Die Dritte im Bunde ist ein Günsel.
Nachdem der rotlaubige Günsel Ajuga reptans ‘Atropurpurea’ sich bis in die Wiese ausbreitet, fand ich die Idee nicht schlecht, wenn sich noch diese hellere Variante (vermutlich 'Burgundy Glow') dazugesellt.

In einem meiner früheren Gärten wuchsen auch mehrere Günsel-Arten. Der Günsel ist auch eine hervorragende Bienenweide!



Die kleinen Tiere suchen Schutz vor der Sonnenglut





Kürzlich fiel mir dieser weiße Spanner auf, der sich auf einem Blatt der Hortensie 'Limelight' ausruhte, denn es war sehr heiß! Es könnte der Schmetterling, der auf dieser Seite abgebildet ist, sein. Hier schaut der Spanner Chlorissa etruscaria eher grünlich aus.




Leider bin ich keine Schmetterlingsfachfrau bzw. Lepidopterologin. Das nur vorweggenommen, denn immer wieder erreichen mich verblüffte Anfragen, ich hätte dieses oder jenes doch gewusst haben müssen! - - - - -  Bei diesen Lesern ist scheinbar der Eindruck entstanden, ich wisse immer alles, was Garten und Natur betrifft. Doch da muß ich leider enttäuschen!

Niemand weiß "alles", auch ein Lepidopterologe nicht, der weiß vielleicht schneller, wo er nachschlagen muß. Und ich beschäftige mich nun einmal nicht ständig mit Schmetterlingen, meine Interessen sind doch viel breiter gefächert und können daher alle Themen nur streifen. Wenn es darauf ankommt, weiß ich natürlich, wo ich nachschlagen kann oder wo ich im Internet fündig werde, das gehört zum journalistischen Handwerkszeug.

Da hat der Gute sich ein schönes schattiges Plätzchen gesucht!


Auch auf dieser Übersichtsseite kann ich diesen Spanner nicht finden, ebenso hier. Denn dieser Spanner ist wirklich reinweiß und auch seine Bänderung ist weiß!

Dieser Falter hatte sich an der Terrassentür ein kühles Plätzchen gesucht. Ich war gerade am Fensterputzen - daher die Latex-Handschuhe - sonst hätte ich den Falter wohl kaum bemerkt. ;-)

Das Putzen wurde nun dringend notwendig, denn am Wochenende feiern wir hier (wieder einmal!) Geburtstag. :-)

Wegen der Falter werde ich später noch recherchieren, jetzt gehen die Festivitäten im RealLife einfach vor.



Ganz schlau hat es diese Spinne angefangen ... denn sie suchte sich eine Aussparung im Kunststoff der Terrassentür. Es sieht aus, als sei diese Aussparung mit Haaren? ausgestopft worden. Ist eine Spinne dazu in der Lage? Ich weiß es leider nicht.
Und immer, wenn sie sich nicht vor der sengenden Hitze verkriecht, kann sie hier gleichzeitig noch nahezu unbemerkt auf Beutezug gehen. Klar, daß ich der Spinne ihr Heim gelassen habe. ;-)


Am Ende des Tages kam diese süße Amsel ganz in meine Nähe geflogen (da ich den Garten davor wieder einmal bewässert habe - bei dieser sengenden Hitze ein absolutes Muss! Im  Umkreis sind Rasenflächen schon ganz gelb oder braun geworden!!! Ich vermute, die Regenwürmer haben sich wieder verkapselt, wie letztes Jahr im August schon! Sie befinden sich dann ziemlich tief unter der Erde in einer versiegelten Kammer, um die Dürreperiode lebend zu überstehen. So ist es für eine Amsel kaum an die Würmer heranzukommen.


Endlich mal wieder den Schnabel in den Boden stecken .... denn der war vorher steinhart und knochentrocken! Und einen Regenwurm aufpicken . . .



Ich sage Ciao bis nächste Woche ... Feste erfordern Vorbereitungen und da bleibt kaum  Zeit fürs Internet.