Donnerstag, 14. August 2014

Zeit der Ernte . . .



Der Sommer ist wie im Fluge vorbeigezogen, nun haben wir schon fast wieder Mitte August ...
Es wird merklich früher dunkel. Heute ganz besonders, denn wiederum zogen dunkle Wolken auf und es regnete zum späten Abend hin.
So kann es der Regen meinetwegen immer halten, denn tagsüber herrschte bei uns wieder allerschönster Sommersonnenschein und es war fast noch heiss . . . dennoch läßt sich der nahende Herbst bereits spüren ...

Diese Aufnahmen entstanden vor kurzem bei einer Ernteaktion, an der ich zufällig vorüberfuhr und einfach anhalten mußte, um dieses malerische Schauspiel, das sich mir da spät am Abend gegen 21 Uhr bot, mit dem Smartphone festzuhalten . . . eine dunkle Wolkendecke, die im Quader aufgeschichteten Strohballen (in dieser Anordnung habe ich das noch nie zuvor gesehen! Das heißt doch schon in Quaderform, jedoch nicht in der Aufschichtung/Dimension!) - in der Ferne der Staub der Mähdrescher und überm nahegelegenen Dorf der Widerschein der bereits untergegangenen Sonne ... eine märchenhafte Stimmung, die diese Fotos kaum wiederzugeben vermögen.


Wir hoffen nun sehr auf einen laaaaaaaaaaaaaaaaaangen, warmen Herbst, möglichst auch einen genauso milden Winter, wie im letzten Jahr, denn von den sehr kalten Wintern, so malerisch sie auch waren mit all den meterlangen Eiszapfen, Glitzerkristallen und meterhohem Schnee, haben wir vorerst wirklich genug!

Ich denke da nicht nur an meine weiten Autofahrten tagtäglich über enge Landstraßen bei Eisesglätte und Schneematsch sondern auch und vor allem an meine alte Mutter, die dann kaum mehr hinaus könnte. Alte oder hochaltrige und kranken Menschen sind bei solchen Wetterlagen gezwungen, das Haus zu hüten, was ihrer Gesundheit und Wohlbefinden nicht gerade förderlich ist.
Nebenbei bemerkt, ist meine Mutter zwar noch immer krank, jedoch auf dem Weg der Besserung. Täglich bin ich aber weiterhin in der Klinik, daher läuft das Bloggen vorerst nur unter starken Einschränkungen weiter.


Geerntet wird nicht nur das Getreide .... auch die ersten heimischen Äpfel konnte ich schon kaufen. Sie schmecken unheimlich lecker, so frisch und säuerlich! Das haben wir schon lange vermisst, denn irgendwann gibt es nur noch die eher süßlichen Supermarktäpfel zukaufen - mehr oder weniger Einheits-Äpfel, auf die es einen nicht gerade gelüstet.
Unsere eigenen Äpfel des nunmehr einzigen Apfelbaumes reifen ja erst um Einiges später ...

Und dann wäre da noch unsere Reineclauden ... noch immer sind sie nicht reif! Wahrscheinlich wird das erst im September der Fall sein ... wenn dann noch welche auf dem Baum sind. Denn sie fallen mit schöner Regelmäßigkeit vom Baum, unreif, teilweise befallen. Der Baum ist schon ziemlich alt und wurde nie fachgerecht beschnitten. Vielleicht mag es daran liegen ...
Eigentlich schade, ich hatte mich schon darauf gefreut, von ihnen zu kosten, doch derzeit zieht sich noch alles zusammen, wenn man sie probiert. Reif geht anders ;-) ...



Renekloden und Mirabellen - Bereicherung für Garten und Küchewäre wirklich gespannt, welche Reneklode wir da haben ... 
Pflaumen und Zwetschgen: Ein Genuss zum Dreinbeissen!hier geht es u.a. um die Unterschiede zwischen Pflaumen und Zwetschgen ... 
Renekloden im eigenen Garten
Nach dem, was ich so über Renekloden oder Reineclauden lese, beginnt die Ernte zum Teil bereits im Juli - wohl je nach Sorte und kann sich bis in den September hinziehen. Sicherlich spielt das Wetter dabei mit iene Rolle. Doch in diesem Jahr konnten wir über das Wetter wahrlich nicht klagen!
Ganz anders als im letzten Jahr, das einen sehr langen dunklen Frühling hatte, war es in diesem Frühling schon sehr schön sonnig und die Temperaturen betrugen im Februar zum Teil sogar schon um die 17 Grad!

Ganz raffiniert hat Frau Maus es sich eingerichtet, nämlich mitten unterm Pflaumenbaum hat sie ihren Hauseingang gebaut . . . kein Wunder, wenn einem die gebratenen Tauben Pflaumen so dicht vor die Haustür purzeln, ohne daß man sich dafür ein Bein ausreißen muß ;-). . .


Es reifen auch die Kermesbeeren ...


Längst erblühten und verblühten zum Teil die herrlichen Gladiolen Coral Lace, die sich hier noch im knospigen Stadium befanden. Vieles konnte ich aus den bekannten Gründen bislang nicht posten, Einiges wird evt. zu einem späteren Zeitpunkt zeitlich rückversetzt noch nachgepostet.


Oder die Physalis nicandra - blaue Lampionblume ... die nun schon Jahr für Jahr von allein erscheint, inzwishcen auch an anderen Stellen als am Zaun zum Nachbarn. Nur auf die orangefarbene Lampionblume warte ich meist vergeblich.



Und im milden Spätsommersonnenschein nehmen die Vögel gern selbst hoch im Baum noch ihr Sonnenbad. Wir Menschen tun es ihnen nach - nur dass wir dazu kaum in die Wipfel der Bäume steigen ...



Inzwischen blüht auch eine der ausgesäten Wunderblumen. Diese hier wächst im Topf, andere stehen am Gartenzaun. Sie erscheinen aber nicht weiss, wie die Mutterpflanze sondern blühen rosa. Mit Wunderblumen scheint man stets Überraschungen zu erleben, wie der Name schon sagt. ;-)


Einer der Neuzugänge der jüngeren Zeit - ein weißer Phlox


Diesen schönen großen Distelfalter - ein Edelfalter - entdeckte ich ebenfalls in besagter Gärtnerei.
Der Kleine-Finger-Vergleich läßt seine Spannweite erahnen ...



Zum Schluß noch Hortensienabschnitte, die ich in einer Gärtnerei geschenkt bekam, so viel ich tragen konnte ... leider lassen sie sich derzeit noch nicht trocknen. Wirklich schade! Aber im Wasser halten sie sich eine Weile. Werden sie später im Jahr geschnitten, trocknen sie problemlos.





Der August im Garten





Kommentare:

  1. Liebe Sara,

    dein wunderschöner Post schenkt mir viel Freude.

    Alles Liebe
    Elisabeth

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  2. Hallo Sara, meine Ringlotten sind auch noch nicht reif und gut aussehen tun sich auch nicht mehr. Es hat einfach viel zu viel geregnet und nun ist es noch dazu recht kalt geworden. Ich hoffe auf einen etwas wärmeren Herbst!

    Die ersten beiden Bilder erinnern an große landwirtschaftliche Flächen in Nord-Amerika.

    lg kathrin

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    1. Hups, was sind Ringlotten? Meinst Du auch Pflaumen oder Reineclauden? Diesen Begriff habe ich noch niemals gehört!
      Meine Reineclauden sind zwar schön rund und sehen überwiegend unversehrt aus, es hat bei uns auch nicht sehr viel geregnet, es war ja längere Zeit ziemlich heiß, wir hatten den schönsten Sommer und doch habe ich das Gefühl, sie sind noch immer nicht reif. Vielleicht eine spätere Sorte??
      Nur daß viele schon auf den Boden fallen. Der Baum wurde aber nie fachgerecht beschnitten, er ist schon ziemlich alt und sehr verwachsen. Das mag alles mit eine Rolle spielen.
      Nun warte ich noch ein Weilchen ab. In meiner Kindheit hatten wir auch Pflaumenbäume die erst im September reif wurden.

      In Amerika war ich noch nie, von daher wußte ich nicht, wie die landwirtschaftlichen Flächen dort ausschauen. Aber weite Felder hat es auch hier - bei uns ist überall noch sehr viel Landwirtschaft, viele weite Getreidefelder. Nur diese Quader habe ich hier auch noch nie gesehen in dieser Aufschichtung.

      Liebe Grüße
      Sara

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  3. Liebe Sara,
    wie schön, dass es deiner Mutter zumindest ETWAS besser geht - wir freuen uns ja schon über KLEINE Fortschritte, stimmt's :o) Deine Bilder von den abgeernteten Feldern und den Quadern darauf - dazu das schöne Himmelsfarbenspiel - gefallen mir ganz besonders gut! Und ja, was die eigene Ernte betrifft, die gestaltet sich heuer etwas mühsam. Unser Apfelbaum hat gar nicht so schlecht getragen, allerdings fallen auch ihm die Äpfel ab, bevor sie noch reif sind und viele haben "Untermieter" - ähnlich wie deine Reineclauden.
    Für deine lieben Zeilen von Ende Juli kann ich dir nun auch endlich danken! Und weil du Luna und ihre Malerei angesprochen hast - sie hat leider keine Zeit mehr zum bloggen - ich glaube, das ist ihr einfach zu anstrengend geworden - aber in Facebook ist sie noch anzutreffen. Ich habe dort zwar auch eine Seite, allerdings schaffe ich es nicht, all das gleichzeitig zu betreuuen und will es auch nicht. Mein Blog ist mir von all den "sozialen Netzwerken" am wichtigsten, hier in der Bloggerwelt gefällt es mir einfach am besten...
    Hab noch einen schönen Abend und ein erholsames Wochenende! Alles Liebe, Traude

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    1. Es geht auf und ab, liebe Traude. Es ist nicht schön, wenn ein so alter Mensch so leiden muß! Aber es ist so, wie Du es sagst ... selbst über kleine Fortschritte freut man sich. Man kann leider kaum etwas tun, als abzuwarten und zu hoffen.

      Von unserem Apfelbaum fielen auch Äpfel ab, die allerdings wurmstichig waren. Uns fehlt einfach die notwendige Zeit, um die Bäume fachgerecht zu kümmern. So muß ich es letztendlich gelassen sehen, denn anderes hat derzeit obere Priorität. Da lasse ich eben Bäume Bäume sein, was solls.

      Schade, daß Luna nicht mehr bloggt. Bei Facebook kann ich sie leider nicht "verfolgen" - ich bin unter anderem Namen dort, sie hat mich scheinbar nicht erkannt und bestätigt die "Freundschaft" nicht. Aber ich bin da auch nicht sonderlich aktiv. Vielleicht fängt sie ja irgendwann doch noch einmal wieder mit bloggen an. Ich meine, weil das Picasa-Kontingent bei ihr ausgereizt war, konnte sie keine Bilder mehr einbinden und deshalb gab sie ihre Blogs auf. Schade, denn es geht so einfach, wenn man es einmal weiß, wie es geht. Wie man ein zweites Profil erstellt, hatte ich ja in meinem Blog damals beschrieben, denn damit kann man dann auch weiterhin so viel Bilder im Picasa hochladen, wie man will.
      Aber klar, wenn ich kleine Enkelkinder hätte, würde ich auch kaum noch bloggen, die wären mir dann viel wichtiger.
      Ansonsten finde ich den Blog auch von den sog. "sozialen" Netzwerken am wichtigsten. Die anderen sind eher Schnell-Nachrichtenverbreitungsdienste und mir zum regelmäßigen Schreiben viel zu oberflächlich.
      Ein "Like" ist schnell angekreuzt - einen Kommentar finde ich wesentlich aufschlussreicher und persönlicher.

      Liebe Grüße und Dir noch schöne Sommertage
      Sara

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  4. Liebe Sara,
    Ja bei euch sieht es wirklich bald wie Sommerende aus. Hier ist es noch zu heiss dazu, erst im September wird es langsam weniger. Heute war es noch 33°C, also noch sehr sommerlich.
    Schöne Blüten habt ihr und ja, eigenes Obst ist jedoch schwierig. So lernt man davon dass es nicht um sonst wächst und dass es auch einen Preis hat wenn wir unser Obst kaufen. Die richtige Wahl der Sorte, und alles jedes Jahr fachgerecht beschneiden und so weiter. Richtiger Boden...
    Ganz liebe Sommergrüssen,
    Mariette

    Konnte hier am 14. nicht kommentieren, versuche es nochmals...

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    1. Liebe Mariette,
      so heiß war es bei uns vor einer Weile, wir waren allerdings froh, daß es sich ein wenig abgekühlt hatte. Ich mag es zwar gern, wenn es warm ist, aber nicht nachts, wenn man schlafen will! Das ist in unserem Haus - besonders unterm Dach - kaum auszuhalten. Wir mußten sogar die Klimaanlage anwerfen. Doch das möchten wir aus ökologischen Gründen ungern und tun dies nur zur Not, wenn es gar nicht anders geht.
      Z. Zt. ist es tatsächlich kühl, aber wir haben ja immer noch August und ich erinnere mich an Sommer, wo es im September noch sehr heiß war und es einem seltsam erschien, daß es dennoch schon so früh dunkelte ... weil es eben doch fast schon Herbst war.

      Für Obst und Gemüse fehlt mir jetzt einfach die Zeit. Was wächst, wächst und was nicht, darf mich auch nicht tangieren. Man kann sich die Ereignisse des Lebens leider nicht immer aussuchen. Manches stellt man sich vorher anders vor, doch dann macht einem das Leben einen dicken Strich durch die Rechnung ...
      Deshalb kaufen wir diese Dinge und davon nur das Allerbeste, das darf dann ruhig etwas mehr kosten.

      Liebe Grüße
      Sara

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