Donnerstag, 5. August 2010

Bodenanalyse

Eine Bodenanalyse habe ich nicht vor zu erstellen - denn ich stehe ohnehin auf dem Standpunkt, daß im Waldgarten nur wachsen soll, was sich hier heimisch fühlt. Wenngleich ich natürlich auch mit mancher exotischen Schönheit liebäugele ... doch wenn diese bei uns nicht seßhaft werden will, läßt sie es eben bleiben . . .
Bei Bodengüte - Ackerzahl 100 brauche ich mir aber nicht allzu viele Gedanken machen ...





Wenn man dennoch gesteigerten Wert darauf legt, Pflanzen einzubürgern, die hier - eigentlich - nicht wachsen wollen, sollte man unter anderen Maßnahmen auch einmal an eine Bodenanalyse denken.

Von beispielsweise den Hortensien ist es wohl allgemein bekannt, daß diese einen eher sauren Boden bevorzugen. Dies kann man mit gewissen Maßnahmen erreichen. (Das herrliche Blau der Hortensien erzielt man übrigens durch monatliche Gaben von Aluminiumsulfat oder Alaun von Frühjahr bis Hochsommer = geht nur bei rosa Blüten!)

Grundsätzlich liegt viel an den sog. abiotischen Faktoren (abiotisch = unbelebt, also Wasser, Wärme, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Licht, Strömung, Salinität, Bodenbeschaffenheit, Wind, Jahreszeiten), die ausmachen, ob eine Pflanze sich an dem betreffenden Standort wohlfühlt oder lieber wegbleibt.
Wobei auch die biotischen Umweltfaktoren eine - gewisse - Rolle spielen, z .B. die Symbiose Mykorrhiza in Bezug auf Waldbäume (die Pilze unterstützen die Bäume oder auch andere Pflanzen dabei, am jeweiligen Standort gedeihen zu können...).


Auch im Waldgarten gibt es sichtbare und unsichtbare Pilze . . . und ganz sicher auch ein Mykorrhiza-Geflecht  (Hartigsches Netz)!



Zeigerpflanzen (Indikatorpflanzen) sind ein gutes Erkennungsmerkmal für Bodenbeschaffenheit. Sie können auch Einträge von Luftschadstoffen anzeigen (Bioindikatoren)

So sind die Große Brennessel sowie das Klettenlabkraut Stickstoff-Indikatoren, der Mauerpfeffer hingegen zeigt stickstoffarmen Boden an.

Feuchten und verdichteten Boden zeigen u.a. Breitwegerich, Huflattich, kriechender Hahnenfuß, Beinwell, Scharbockskraut und Löwenzahn an und dies kann innerhalb eines Gartenareals durchaus variieren.

Will man also bspw. Heidekraut, sollte man ihm zunächst die Voraussetzungen, wie sandigen Boden, schaffen! In einem gewissen Maße lassen sich die "richtigen" Standortbedingungen selbst schaffen.

Eine Bodenanalyse ist aber auch sinnvoll, wenn alteingesessene Pflanzen nicht mehr so recht wachsen oder blühen wollen.
Stickstoff, Phosphor, Kalium sind für die Ernährung der Pflanzen von großer Wichtigkeit. Daneben noch Spurenelemente, wie Eisen, Mangan, Zink, Kupfer, Chlro, Bor, Molybdän, Schwefel. Auch der pH-Wert des Bodens ist außerordentlich wichtig. Sein Wert sollte bis auf Ausnahmen zwischen 6 und 7 liegen, damit die Nährstoffe für die Pflanzen optimal verfügbar sind.
Es gibt fertige Bodenanalyse-Sets für den Hausgebrauch.
So bestimmt man den Kalkgehalt im Boden
So funktioniert die Bodenentnahme
für eine ins Labor einzuschickende Bodenprobe
Agraranalytik
für Landwirte
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Bodenanalyse und Bodentest
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Weitere Anschriften für Bodenuntersuchungen

Kommentare:

  1. Liebe Sara,

    eine Bodenanalyse habe ich auch noch nie gemacht, Dein Post ist aber trotzdem sehr interessant und das Hibiskusfoto total schön.

    Herzliche Grüße
    von Anke

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  2. Das ist eine wunderschöne Hibiscusblüte. LG Inge

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  3. Weißt Du wirklich nicht, ob der Boden zB Lehm oder nicht Lehm ist..? Sicherlich weißt Du das!

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  4. Wann ich 7, 8, 9, 10 Jahre alt war, hatten wir viel Lehm in unsrem Garten. Ich wünsche, dass ich davon einen Topf gemacht hatte!

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  5. Wir beobachten lieber, wie Pflanzen durch sich allmählich verändernde Standortbedingungen auf Wanderschaft begeben ;-)
    Nur, die, die nicht 'weglaufen' - also Bäume, Sträucher & Rosen, die kränkeln, denen tun wir notfalls was Gutes-? durch mäßige Spezial-Düngung. Also ist der Boden wirklich an verschiedenen Stellen unterschiedlich in der Zusammensetzung.

    Gut, dass Du Heide erwähnst, wir haben seit Jahren noch immer einen Sack Torf in der Garage - war ja leider früher so üblich im Herbst Torf zu verstreuen. Der kommt am Besten unter das Apfelbaumbeet, denn sonst haben die neuen Heidetöpfchen dort wohl einen schweren Stand ...
    LG Silke

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  6. @ Anke
    Danke! - Habe ich früher mal gemacht. Ist sehr aufschlußreich. Manches kann man aber auch "so" anhand der Pflanzen erkennen.


    @ Inge
    Danke! :-)


    @ Gledwood
    Doch, das weiß ich - hier bei uns! Auch ohne Bodenanalyse. Wir haben Lehm und Kalksandstein, Mergel ;-) An sich nicht unfruchtbar, aber hier leider teilweise ziemlich verdichtet und immer die Gefahr der Staunässe. Daher wächst nicht alles bei uns, aber wo wächst schon "alles"? :-)


    @ Silke
    Ja, das mache ich auch. Und ich sehe heute auch überhaupt anhand der Pflanzen, ihren Verfärbungen oder ihrer Gestalt vieles, ohne Analysen zu brauchen.
    Ja, der Boden kann schon unterschiedlich sein, das kommt auch mit auf den Untergrund an. Ohje, das mit dem Torf kenne ich auch noch sehr gut ;-) Schließlich konnte man an diesen Stellen gut Rhododenden oder Hortensien pflanzen ;-) ...


    Liebe Grüße @ all
    Sara

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  7. Eigenartig übrigens, daß mir die letzten Kommentare vom 6. August erst HEUTE angezeigt wurden!!!

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