Sonntag, 29. August 2010

Odermennig



Der Gemeine Odermennig (Agrimonia eupatoria) erinnert von seinen Blättern her an das Gänsefingerkraut. Seine auch gelben Blüten jedoch sind in einer langen ährenartigen Traube angeordnet. Der Odermennig zählt zu den Rosengewächsen, wie übrigens sehr viele Pflanzen - selbst wenn der Laie ihnen dies auf den ersten Blick nicht immer ansieht! Er gilt auch als Acker-"Unkraut".



Ich fand ihn inmitten eines ganz kleinen lichten Wäldchens nahe bei Getreide-Feldern.
Merke:
Für Rosengewächse typisch besitzen die wechselständigen Blätter fast immer ein Nebenblatt.



Seine Höhe variiert von 30 - 100 cm. Er verträgt keine sauren Böden und nur wenig Schatten. Ich werde ihn im Waldgarten in einem sonnigeren Bereich ansiedeln müssen. Leider habe ich Samen noch nicht finden können, aber da diese gern von Rehen gefressen werden, ist das kein Wunder . . .



Verwechselt werden könnte er mit der Schwarzen Königskerze, die jedoch ganz andere Blätter hat.

Auch der Odermennig ist ein Heilkraut und die wirksamen Pflanzenteile sind in den blühenden Sprossspitzen sowie in den Blättern enthalten. Der Tee regt den Appetit an, fördert die Verdauung und ist auch bei Durchfall gut sowie noch bei vielen anderen Unpässlichkeiten.

Rezepturen, die Odermennig enthalten, finden sich hier.
In der Bach-Blütentherapie spielt der Odermennig als Agrimony ebenfalls eine Rolle.

Darüber hinaus ist der Odermennig im Frühjahr auch eßbar und schmeckt angenehm aromatisch. Sobald die Blütezeit beginnt, werden die Blätter zu zäh zum Essen. Auch ein aromatisches ätherisches Öl kann man durch Destillation aus dem Kraut gewinnen.


Dieses ist ein Beitrag aus meinem inzwischen gelöschten Naturstudien-Blog

Kommentare:

  1. Die Blüten erinnern mich etwas an den Winterjasmin. Ich glaube das Pflänzchen ist mir noch nie begegnet - blüht ja auch gelb ;-)

    Die Idee der Co2-Neutralität kommt mir irgendwie wie moderner Umwelt-Ablasshandel vor. Wenn ich das Thema ernst nehme, dann sollte ich meiner Meinung nach keinen Blog betreiben und meinen Rechner möglichst selten und nur kurz benutzen. Tue ich aber.
    Ebenso wie viele andere Dinge, die der Umwelt leider Schaden zufügen. Aber in dieser Welt ist nun mal fast alles was wir tun umweltschädlich. Denn selbst die Produktion eines Fahrrades oder die Schuhherstellung zum zu Fuß gehen hat mal Energie gekostet ...
    Allerdings haben manche Beiträge auf Blogs zumindest dazu geführt, dass ich zum Beispiel im Laufe der Zeit mein Verhalten im Garten überdenke: Beispielsweise ob es Sinn macht den x-ten Versuch zu unternehmen, ob das Pflänzchen nicht doch bei uns wächst, oder bestimmte Pflanzen erst gar nicht mehr bei uns auszuprobieren. Auch mein Düngeverhalten habe ich seitdem überdacht. Und so manches ausgesamte Bäumchen darf bei mir ohnehin stehenbleiben.

    Dass ich es schade finden würde, wenn Du wegen Zugriffszahlen, kleineren Leselisten oder wegen der Aktualitäts-Listen Deinen Blog löscht, habe ich Dir ja schon geschrieben. Aber das hat Blogger ja auch prima hinbekommen reichlich Mittel ins Leben zu rufen, die die Blogger immer mehr unter Zeitdruck setzen und scheinbar dazu verdonnern ständig neue Posts veröffentlichen zu müssen. Wenn Du weniger Zeit hast, dann nimm Dir für diesen Blog doch zum Beispiel vor 1x im Monat etwas an einem bestimmten Tag zu posten. Klar verlierst Du dann Leser, aber die, die bleiben, sind dann treue Leser, die auch längere Texte 'ertragen' können ;-)
    Liebe Grüße
    Silke

    31. August 2010 01:28

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  2. Ja, stimmt - jedenfalls von der Aufnahme ganz oben betrachtet ...
    Mir ist er jetzt auch - jedenfalls bewußt - zum ersten Mal begegnet. Ansonsten schon oft gehört - aber nie gesehen ... Allerdings muß ich dazu sagen, daß ich jetzt auch sehr auf alle Pflanzen achte, die ich sehe und jede ganz genau kennenlernen will. Was ich in der Form so ja nie betrieben habe.

    Da sprichst Du was aus, was ich natürlich auch schon gedacht habe. Ich fand es trotzdem einen ganz netten "Gag" für den Blog. Aber ganz genauso ist es! Was nützt es, Bäume zu pflanzen, wenn man im Gegenzug immer mehr verbraucht?

    Und ich denke ohnehin heute schon wieder anders als vor Jahren ... ich bin heute sogar überzeugt, daß all unser Umweltdreck im Schöpfungsplan irgendwie mit inbegriffen, vorbedacht ist. Es gibt immer ein Gegenmittel und vieles gleicht sich wieder aus. Was natürlich kein Freibrief sein soll ...

    Was den Garten betrifft, habe ich das auch schon lange erkannt. Als wir noch unseren Garten in L. hatten, wollte ich auch unbedingt alle möglichen Pflanzen ansiedeln. Später habe ich das als unnötige Jagd erkannt. Und nun brauche ich das so nicht mehr - von den passenden Bedingungen einmal abgesehen. Das Eine oder Andere reizt mich schon noch, aber es muß nicht mehr "alles" sein, ohne Ende...

    Mit einem öffentlichen Blog ist es halt so eine Sache ... selbst wenn man ihn eigentlich für sich gemacht hat ... weil man das Ganze eben auch nur auf Festplatte speichern könnte ... Und das ist sicher auch mein ganz persönliches Problem, daß ich es gern aufgeräumt und im Rahmen meiner Möglichkeiten habe. Wenn da immer etwas "lauert", was gewartet, bearbeitet werden muß, hab' ich nicht die Ruhe, wie wenn es nicht da wäre ... Da ich mich jetzt doch wieder sehr aufs Auswendiglernen meiner Ausbildung konzentrieren muß ... wenn ich mal die Prüfung schaffen will!

    Und die ganzen optischen Spielereien habe ich im Grunde auch nur, weil ich sehr optisch orientiert bin ;-) Und ich sehe das schon auch so, daß die, die nur kommentieren, um "gesehen" zu werden letztendlich nichts bringen ...

    Also ich habe mir jetzt überlegt, daß ich alles den Winter über noch stehen lasse, um zu sehen, wie ich damit klarkomme. Ich habe es ja letzten Winter gemerkt, daß es doch schön war, den oder die Blogs zu haben. Und zum Nachschlagen - letztendlich auch für mich - ist es halt auch nicht verkehrt ...

    Liebe Grüße
    Sara

    31. August 2010 11:35

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