Sonntag, 13. Juli 2014

Wildrosen gartentauglich schneiden


Bild von Juni - inzwischen trägt die 'Lykkefund' Hagebutten

Ob meine Rose 'Lykkefund' wurzelecht oder veredelt  ist, weiß ich leider nicht, deshalb wird es schwierig mit einem Schnitt.
Aber da sie noch nicht sehr gewachsen ist, werde ich mit einem Schnitt auch bis zum neuen Jahr warten und nur das evt. Erfrorene abschneiden. Die Lykkefund ist jedenfalls eine Traum-Rose - sie hat inzwischen schon einen wohl 2 Meter langen Trieb ausgebildet, der in den Pflaumenbaum kriecht. Hätte ich nie gedacht! Bin ganz begeistert! Nur die einmalige kurze Blütezeit ist das einzige Bedauerliche an ihr.
Auch die 'White Apollo' hat mit einem eben ebenso langen Trieb nachgezogen, der auch hoch in den dort stehenden Austrieb einer Eberesche wächst (die allerdings z.Zt. häßlich braune Blätter trägt - das war aber schon einmal so, daher glaube ich nicht, daß das "Bäumchen" abgestorben ist, auch die Zweige sind beim Schnitt noch frisch!)

Der Pfeil auf dem nächsten Bild kennzeichnet den Hopfen, der in den jetzt braun gewordenen Ebereschen-Ausläufer hineinwächst und später die Straßenlaterne erklimmen soll. Von der anderen Seite wächst gerade eine rosa Wicke in Richtung Laterne. . .




Rosenschnitt bei Ramblern 
hiernach schneidet man Rambler-Rosen eigentlich überhaupt nicht. Es soll jedoch unproblematisch sein, sie zurückzuschneiden.
Zu beachten ist wohl nur, daß sie am zweijährigen Holz blühen.
Rambler-Rosen im Topf 
das wäre doch auch mal eine Idee! 
Ich habe leider keinerlei Erfahrung mit ihnen, da ich früher niemals solche Rosen besaß. Ich kannte sie zwar aus Gartenkatalogen, doch da wir kleine Kinder hatten, kamen viele Rosen mit Stacheln für mich überhaupt nicht in Frage.

Allerdings sehe ich schon "schwarz", was das spätere Schneiden betrifft - mein Mann wird sich 'bedanken'! ;-) Es wird so kommen, wie es hier zu lesen ist. Nur nicht dran denken und wer weiß, vielleicht sind wir dann doch gar nicht mehr hier ... Und so lange eben die Rosenblüten noch genießen ...


Was mich aber noch mehr bewegt ist, wie ich die Wildrosen beschneide.

Denn ich stellte jetzt fest, daß eine meiner wundervollen Wilden durch Absenker unbemerkt von mir einen neuen Rosenstock ausgebildet hat. Das war von mir so nicht beabsichtigt. Zum Glück kann ich diese Rose verschenken; es finden sich immer dankbare Abnehmer dafür. Allerdings befürchte ich, daß sich weitere Absenker bilden könnten und tendiere dazu, diese Art der Rosen untenherum so zu beschneiden, damit das nicht wieder vorkommt!
In diesem Post verlinkte ich eine Webseite mit Ausführungen zum Rosenschnitt (Pflege) im Jahreskreis.

Wie man Wildrosen richtig schneidet, kann man auch im Dokument der Bayrischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau - Gartenakademie erfahren. Oder auch auf dieser Seite.

Man schneidet demzufolge die Wildrosen nicht jedes Jahr zurück, denn diese Rosen bringen nur am mehrjährigen Holz Blüten hervor und sind auf die älteren Zweige angewiesen, um üppig zu blühen. Alle 2 - 3 Jahre Schneidet man wenige alte Triebe heraus. Wenn man jedoch nicht schneidet, vergreist der Rosenstock. Wächst er zu dicht, befällt die Rose leicht mit Pilzen. Auf der Abbildung der verlinkten Seite kann man den Schnitt gut erkennen.
Der Schnitt erfolgt im Frühjahr und richtet sich auch danach, wie hoch und dicht die Rose werden soll.

Wissenswert noch, daß immer auf ein nach außen zeigendes Auge geschnitten werden soll und das schräg ca. 1/2 Zentimeter über diesem Auge
Beet und Edelrosen dagegen blühen am diesjährigen Holz und müssen folglich stark zurückgeschnitten werden.

Doch erklärt das abgebildete Schnittmuster für mich noch nicht, wie man lang überhängende Triebe von Wildrosen behandelt, damit sie auf dem Boden keine Absenker bilden!

Den Weg des Absenkers, aus dem eine neue Wildrose entstand, habe ich einmal per Pfeil nachgezeichnet. Inzwischen habe ich den Trieb durchtrennt, damit das mit den Ausläufern nicht weitergeht! ;-) Der Wildrosenstrauch war in diesem Post zu sehen. Es ist das rosa angehauchte Röschen mit den schönen rosa Knospen. Die Rosen-Rispen im Vergleich hatte ich hier abgebildet.
Eine ganz herrlich blühende Rose. Ich frage mich nur, welche von ihnen ich mir da eingehandelt habe? Eine Rosa multiflora? Denn in diesem Dokument sind kaum Ausläufer bildende Rosen, die auf diese Rose zutreffen. Oder weiß da irgendwer was Anderes?

Hier wird ja von einer Rosa multiflora als Heckenpflanze abgeraten - nun ich habe sie nur an zwei Stellen am Zaun stehen, vielleicht ist das dann nicht so 'dramatisch' ;-) - 2 hohe Solitäre am Zaun zu haben??