Montag, 3. Mai 2010

Maikäferalarm, alte Apfelsorten, Blauregen ...

Ob ich ihn kürzlich mitgebracht habe aus dem Auewald bei Fürstenau oder ob er aus unserem Waldgarten kam - wer kann das jetzt noch so genau sagen. Fakt ist, daß gelegentlich einen Maikäfer im Waldgarten gesichtet wurde. Dieser hatte sich an meinem Schuh versteckt . . . er wurde bei der Buche im vorderen Waldgarten ausgesetzt.


Die Lanzettblätterigen (in der Nähe des kleinen Kirschbaumes) im hinteren Waldgarten blühen scheinbar nie - was das wohl sein mag? Aber es wird unter den Gehölzen wohl einfach zu dunkel. Unsere Vorgänger erahnten wohl nicht, wie sich der Wald später ausbreiten wird und den Blumen nur noch wenig Licht bleibt, um zu blühen.

Hier im vorderen Waldgarten aufgenommen - wie kahl sah es doch zuerst aus und wie dicht ist inzwischen das Blätterkleid wieder . . .


Die Buche breitet ihren rot-braunen Mantel darüber


Lediglich am Rande dieser Gehölze kann es blühen - nur das immergrüne Vinca minor zeigt seine blauen Blüten auch unter den Gehölzen.


Kastanie in trauter Eintracht mit der Buche, die jetzt auch belaubt ist - die Blütenkerzen der Kastanie sind nun kaum wiederzuerkennen. Nur wenige Tage hat es gedauert, bis die Blätter der Buche sich entwickelten. Am 21.04.2010 waren noch keine Blätter zu sehen!


Duftschneebälle und Ranunkelstrauch-Blüten sind auch im Regen schön ...



Minister von Hammerstein - eine "alte" Apfelsorte (ich kenne ihn allerdings als Professor Hammerstein) - den ich als Zweig (Edelreis) aus dem Garten meiner Großmutter bekam und ihn veredeln ließ. Er überstand klaglos den harten Winter und auch wenn er noch nicht sehr groß ist, blüht er das erste Mal ganz prächtig.
Der Apfelbaum steht ganz hinten im Waldgarten. Ringsum befinden sich Waldbäume und Waldgehölze. U.a. ein Walnußbaum.


Die Knospen meines Professor Hammerstein

sowie seine herrlichen Blüten . . . ich hoffe, er trägt einmal mehr als nur 2 Äpfel ;-)


Der Blauregen oder Glyzinie (Wisteria) läßt jetzt auch winzige Blütenkerzen blicken. In wenigen Tagen wird es an der Terrasse schon von weitem prächtig blau leuchten . . .

Blauregen ufert extrem aus, wenn er älter wird. Daher sollte man gut überlegen, ob man für die kurze Zeit der herrlich blauen Blütenpracht bereit ist, diesen erheblichen Pflegeaufwand zu leisten! Er klettert viele Meter hoch in unsere hohen Bäume und würgt diese ab, wenn man ihn da nicht herunter- bzw. herausholt.
Bei uns klettert er auch unters Hausdach, wenn wir ihn nicht flink wie die Feuerwehr jedes Mal daran hintern, das mehrmals im Jahr!!!


Eine blutrote Rose unmittelbar hinterm Haus, die leider durch diesen Winter viel von ihrem Holz eingebüßt hat.


Wo üppige Veilchenteppiche prangten, winken nun die hellblauen Blüten der Vergissmeinnicht (Myosotis) als würdige Nachfolger. 2008 bildeten die Vergissmeinnicht auch im hinteren Waldgarten von selbst eine Rasenbegrenzung.


Was hat sich hier im vorderen Waldgarten - noch in der Nähe der Terrasse - wohl ausgesamt?


Ob es Veilchensämlinge sind?


Blüte der Blutpflaume? Ich dachte, sie wären rosa? Was die roten Blätter betrifft, käme es hin ...


Überraschend zeigt sich dieses Jahr zum ersten Mal die große Sternmiere (Stellaria holostea) am Wiesenrand im vorderen Waldgarten.



Und welcher Strauch mag das sein? - Ich komme im Augenblick nicht drauf.

Kommentare:

  1. Wenn mich nicht alles täuscht, dann zeigt dein letztes Foto die Rote Heckenkirsche/Lonicera xylosteum.
    Lieber Gruß
    von Edith

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  2. Danke liebe Edith,
    genau das ist sie! Mir war es nur entfallen, wie der Strauch sich nennt.
    Herzlicher Gruß
    Sara

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  3. Perfekt getroffen, der Maikäfer! Natürlich sind auch alle anderen Fotos schön! Leider weiß ich nun, da ich am Ende angelangt bin, die Namen der Sträucher, Bäume und Pflanzen nicht mehr alle, es waren einfach zu viele.

    Lieben Gruss, Brigitte

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  4. Liebe Sara!
    Ui, das ist wirklich eine große Busch, Baum und Pflanzenvielfalt...doch der Maikäfer auf Deinem Finger ist großartig abgelichtet!
    Herzlichst
    Barbara

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  5. Liebe Sara,
    in deinem Waldgarten gibt es eine tolle Pflanzenvielfalt. Der Spaziergang an deinen Büschen entlang hat mir viel Spaß gemacht.
    Der Maikäfer ist auch gut getroffen. Ein Maikäfer im Garten ist was Schönes, hunderte Engerlinge unter der Grasnabe und in den Beeten bereiten mir inzwischen ziemliche Kopfschmerzen. Wenn mir in der Dämmerung die Käfer an den Kopf fliegen ist meine Begeisterung sehr gedämpft.
    LG Anette

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  6. Liebe Brigitte,

    das macht doch nichts. Die Veränderungen in unserem Garten sind ja auch für mich sehr interessant und hier zum Nachschlagen später. Denn der Garten ist so groß, daß ich mir unmöglich merken kann, wann wo was genau gestanden hat, wann sich Triebe zeigten, zu welchem Zeitpunkt genau die Pflanzen erblühten.... Daher fand ich die Idee von Silke, dies in einem Garten-Blog abzulegen, dann doch sehr gut. Denn auf diese Weise kann ich später die Jahre genauestens vergleichen und daran meine Studien betreiben bzw. Eingriffe in den Garten zeit- und standortspeziell gestalten.
    Mal, so habe ich festgestellt, ist es nur wenig Neues, das ich beobachten konnte, ein anderes Mal, wie hier, so einiges, und das muß ich dann irgendwie in einem Post unterbringen, da ich an sich nicht täglich hier posten kann.

    Lieber Gruß
    Sara



    Liebe Barbara,
    danke, aber es hält sich - aus meiner Sicht - in Grenzen, jedenfalls was unseren Garten betrifft in Anbetracht seiner Gröpße.
    Beim Foto mußte ich so einige Anläufe nehmen, denn der Käfer wollte zunächst nicht so wie ich gern wollte :-)

    Lieber Gruß
    Sara



    Liebe Anette,
    so viel Engerlinge kenne ich in unserer Gegend nur aus meiner Kindheit. Es ist hier sehr selten, daß wir überhaupt einmal Maikäfer haben und ich bin immer wieder erstaunt, daß es in anderen Gegenden noch so viele geben soll. In der Landwirtschaft wird allzuviel Gift verspritzt
    und jetzt scheinbar sogar auch im Wald, denn bei unserem letzten Ausflug entdeckte ich solche Kanister mit Aufschrift mittem im Wald!

    Als Kind habe ich die Maikäfer und Engerlinge unter den Hecken ausgegraben und beobachten können, wie sie aus den Engerlingen schlüpften.

    Aber was anders - ich mag sehr die Leuchtkäferchen. 1996 war so ein Jahr, da hatten wir in unserer Region sehr viele. Das sah einfach herrlich aus, abends im Wald z.B. (daran mußte ich gerade so denken bei "an den Kopf fliegen" :-) ... und wollte ich mal eins erhaschen, prompt war sein Lichtlein "aus" ;-) Die Käferl selbst sind ja recht unscheinbar. Und die hab' ich ebenfalls nur als Kind ein Jahr gesehen, sonst nie.

    Lieber Gruß
    Sara

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  7. Das war ein schöner Link. Nun bin ich in den Waldgarten gelangt und fühl mich richtig wohl hier.
    Viele Grüße von Monré

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  8. Ich weiß ich bin kindisch, aber WAS FÜR EIN HORRORKÄFER! nicht wahr!!

    Diese Bilder sind besonders schön!

    Was für einen Garten Du hast :-)

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  9. Mein Lieber,
    das ist doch nur ein Maikäfer :-) Die sind wirklich ganz harmlos und bei uns fast schon ausgestorben.
    Danke und lieben Gruß
    Sara

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