Mittwoch, 8. September 2010

Miniermotte

Die Miniermotten oder Blatt-Tütenmotten (Gracillariidae) graben Gänge in die Blätter und sie leben auch in diesen Fraßgängen. Kunstvoll schauen diese Gänge zuweilen aus, wie hier an einem Klettenblatt vom 13.8.2010.



Meine Überlegungen sind nun, ob ich wie Silke/Wildwuchs unter Aufsicht die Posts termingetreu der Aufnahmen einstelle (sie als im Nachhinein rückdatiere) oder jeweils als aktuellen Post deklariere. Wenn ich es genau nehmen würde, müßte ich es so handhaben, denn lt. Exif-Daten habe ich dieses Bild am 8.8.2010 aufgenommen. Andererseits liest kaum einer in Archiven (außer ich selbst) und so wäre es auch schade drum ... Ich werde es mir noch überlegen.

Gerne hätte ich auch eure Ansicht zur Datierung der Posts erfahren!

Für dieses Mal soll es - auch aus aktuellem Anlaß - im neuesten Post erscheinen. Aktueller Anlaß deshalb, weil in unserer Stadt sämtliche Kastanienbäume von ihr befallen sind:
Miniermotte lässt den Sommer zum Herbst werden 
Blätter an Kastanienbäumen färben sich braun – Schmetterlingsart vermutlich aus Asien zugewandert 
Alle Rosskastanien in der Stadt durch Schildläuse und Motten bedroht 
Experten: Langfristige Rettung der Bäume nur mit erheblichem finanziellen Aufwand möglich
Die Kastanien - Miniermotte 
und ihre nächsten Verwandten in Deutschland
Miniermotten so gefräßig wie nie 
(Morgenpost Artikel vom 4. August 2010)
Forst-Entomologie
Und wenn ich mich so umschaue, scheint dieses Problem nicht nur unsere Stadt zu betreffen ... So sieht es bereits im Sommer wie Herbst aus . . .

Für die Schäden an den Kastanienbäumen zeichnet die Rosskastanien-Miniermotte verantwortlich. Wirksamste Maßnahme soll das zügige Beseitigen des Herbstlaubes der Rosskastanie sein, da die letzte Generation der Kastanienminiermotte im abgefallenen Laub überwintert. Das Laub muß restlos beseitigt werden, auch unter Büschen und Hecken. Denn die Puppen der Kastanienminiermotte überwintern bis zu sechs Monate in den Blättern! Am sichersten ist das Verbrennen des Laubes. Die Kompostierung in Großkompostanlagen soll allerdings das gleiche Resultat erzielen. Ich hatte meine Kastanie daraufhin sorgfältig untersucht und stellte leider fest, daß sie bereits befallen ist!

Dabei kennt man die Miniermotte noch gar nicht so sehr lange. 1984 wurde dieser kleine Schmetterling zum ersten Mal in der Nähe des Ohrid-Sees in Mazedonien entdeckt.

Leider werden manche dieser Schadinsekten schon durch billige Verpackungsmaterialien aus Asien . . . der Mensch wird oft erst aus Schaden klug - denn was vordergründig billig ist, hat oft einen Haken, der sich erst hinterher als Widerhaken herausstellt!

Kommentare:

  1. 12. September 2010 08:47

    Liebe Sara,

    mutest du dir nicht zuviel zu?
    Als Laie kann ich nichts zu deinen Themen sagen.
    Bei mir geht es nur um das "Überleben" von
    Angela und von mir.

    Einen guten Sonntag
    Elisabeth

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  2. 11. September 2010 20:45

    Die Motte hat unsere Kastanien in diesem Jahr ausgespart. Und vom Büro aus sehe ich auf viele Kastanienbäume.

    Silke hat eigentlich schon alles geschrieben, was ich auch sagen wollte.

    Besonders bemerkenswert finde ich ihren letzten Absatz. Dieser beinhaltet exakt, was ich auch meine.

    Genauer gesagt, ich muss mich nicht ständig biegen, wie ich es allen recht machen könnte. Bei mir existiert eine Leseliste, die benütze ich, denn mit ihr weiß ich, wer etwas Neues geschrieben hat und den besuche ich, wenn es meine Zeit erlaubt.

    Ob meine alten Posts nun gelesen werden? Aber sicher, denn ich erhalte auch immer wieder Kommentare und emails zu alten Sachen.

    Du möchtest es anders machen - bitte! Wir alle können doch machen, was wir wollen, und diese Verschiedenartigkeit ergibt doch viel Interessantes. Stell dir vor, alle Blogs wären gleich. Na, das wäre ja extrem langweilig.

    Lieben Gruss und einen schönen Sonntag, Brigitte

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    1. 11. September 2010 21:52

      Liebe Brigitte,
      schön, daß Deine Kastanie nicht befallen wurde! Bei uns sind im gesamten Stadtgebiet und darüber hinaus alle Kastanienbäume befallen. Unserer leider auch.

      Es mag sein, daß es so rüberkommt, doch ich fühle mich da komplett mißverstanden. Scheinbar kann ich es nicht gut genug artikulieren ...
      Denn mir geht es KEINESWEGS um Gleichförmigkeit oder gar NACHMACHEREI! Die Gedanken, die ich mir mache, haben einzig und allein mit meinem eigenen Perfektionismus zu tun! Und der sei mir gestattet. :-)
      Hier hat es mich einerseits wohl interessiert, wie die Meinung Anderer zu meiner Vorstellung ist. Aber letztendlich muß ich es doch so handhaben, wie es für mich am besten geht.
      Mehr möchte ich an dieser Stelle zu dem Thema nicht sagen, aber gern per E-Mail. Warum meine Beweggründe diese sind.

      Lieber Gruß
      Sara

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  3. 10. September 2010 13:32

    Ah, schön, dass es Deinen Blog noch gibt! Ich hatte schon befürchtet, dass alles verschwunden ist. Zumal ich im Moment ja leider mit ganz anderen Themen beschäftigt bin - aber irgendwann nachlesen werde!

    Ja, das Thema Kastanien. Inzwischen sah ich auch wieder ein paar Trauerfälle! Obwohl ich in diesem Jahr gefühlsmäßig weniger gesehen habe.

    Ich denke mir, mit dem Foto ist das schon richtig so, wie Du es handhabst. Denn Dein Blog beschäftigt sich ja dann umfassend mit dem Thema. Bei mir ist einfach der Zeitbezug - also das Tagebuch das entscheidende Kriterium. Früher hatte ich mal versucht ein Fotobuch der Farben von unserem Garten zu machen. Da kam es mir nur darauf an, dass die schönsten Fotos aus verschiedenen Jahren farblich und nach Jahreszeiten geordnet wurden.

    Und warum muss/soll es ein bestimmtes Schema geben, nach dem ein Blog aufgebaut ist? Das ist doch wie mit der offenen Pforte - gerade die Individualität macht es doch so spannend, dass jeder seinen Blog anders aufbaut. Und wenn sich eine alte Vorgehensweise irgendwann totgelaufen hat oder nicht mehr gefällt, dann wird sie halt geändert. So, wie man im Garten irgendwann ein Beet überarbeitet oder komplett neu anlegt ...

    Mir scheint, Du machst Dir oftmals zu viel Gedanken, was Deine Blogleser von Dir erwarten könnten. Ich genieße es, dass Blogs so unterschiedlich und lebendig sind. Wenn alle immer nur bestimmten Trends hinterherheizen, ist mir das eigentlich ein Greul!
    Liebe Grüße
    silke

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    1. 11. September 2010 12:57

      Ja, den gibts freilich noch. Für immer und ewig werde ich ihn aber wohl nicht behalten oder im Internet lassen ... Ich mag es irgendwie nicht, wenn überholte Dinge das Internet bevölkern, wenn man selbst womöglich längst nicht mehr da ist ...

      Leider ist unsere Kastanie auch befallen.

      Den Zeitbezug finde ich ja auch interessant, zumal man heute ja auch anhand der Exif-Daten in den Fotos den genauen Termin der Aufnahme auch im Nachhinein noch feststellen kann. Insofern bin ich ein wenig pedantisch, wenn es um bestimmte Beiträge geht. Andererseits würde ich das nie und nimmer schaffen, also gar nicht durchhalten können. Daher habe ich das jetzt so entschieden ... Zu viel Aufwand kann ich mit den Blogs leider nicht machen, selbst wenn ich gern wollte ...

      Und wenn man es nicht nur für sich selbst sondern auch für andere postet - da wird leider, wie viele es selbst von sich schreiben - nicht nach alten Post geschaut sondern nur nach dem aktuellsten. Wenn das Datum dann in der Vergangenheit rangiert, gehört der Post ja - streng genommen - zu den älteren. Wer RSS-Feeds abonniert hätte dann ja auch schon ein Problem, weil er ältere Posts gar nicht mitbekommt. Nicht alle schauen ja auf die Leserliste sondern abonnieren Feeds. per Feed-Reader. Auch wenn die Leserliste optisch nett aussieht - alles so auf einem Blick mit den Textfitzelchen noch dazu.

      Mit Trends habe ich es auch nicht so, auch wenn ich gern das Eine oder Andere einmal ausprobiere. Aber das heißt noch lange nicht, daß ich mich darauf dann auch festlege.

      Lieber Gruß
      Sara

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