Sonntag, 15. Juni 2014

Feldsteine ☼ Brocki ☼ Liebstöckel ☼ Maggikraut ☼ Hausrotschwanz


Daß unser Garten es wohl mit anderen steinigen Gärten aufnehmen kann, beweist einmal wieder dieses Bild. Ich habe vor kurzem nur einen kleinen Bereich gejätet und später mit Erdbeeren bepflanzt. Doch ein ganzer großer ovaler Farbeimer voller Steine kam bei dieser Aktion heraus.

Nun glaube ich nicht, daß das alles Bauschutt ist - oder schaut der AUCH so aus??? Vielleicht lag unter unserem Grundstück in grauer Vorzeit ein Steinacker, die gibts nicht nur in China! - Denn was ist ein Acker? - Nichts anderes als das Land außerhalb von Ansiedlungen, wo man das Vieh weidete und das Feld bebaute. . . .  Ob wir auf einer Endmoräne leben, müßte ich erst noch ergründen . . .

Die Geologische Übersichtskarte von Niedersachsen kann man auf dieser Seite wunderbar im PDF-Format in ganz groß einsehen oder herunterladen!

Tja, mein Lesesteinhaufen wächst und wächst .... er erregt selbst bei den Nachbarn inzwischen Aufmerksamkeit, denn so etwas hatte noch niemand hier in den Gärten ;-) Wenn, dann kauft man heutzutage edle Steine aus dem Baumarkt, aber doch nicht so etwas! ;-) ;-)

Nahe beim Lesesteinhaufen wächst ein hoher Liebstöckel oder Maggikraut. Ich frage mich, ob ich ihn blühen lassen darf oder lieber die Blütenstände abschneide? Samen soll er ja - eigentlich - nicht ansetzen. Denn er "explodiert" so schon ... Ich hatte sogar schon eine Mini-Liebstöckel-Pflanze gefunden, die wohl von Samen aus dem vorigen Jahr stammt, die ich wohl übersehen hatte.

Die Blütezeit dauert immerhin  von Juni bis August. Und die Früchte reifen zwischen August und September.
Der Liebstöckel ist nicht nur in der Küche wegen seines einzigartigen Aromas beliebt, er besitzt daneben auch heilkräftige Wirkungen.

In diesem Garten wächst der Liebstöckel 'wie die Feuerwehr'.



Während ich also den Boden "beackerte", traute sich dieser Hausrotschwanz (vorher ging ich vom Gartenrotschwanz aus, aber dieser Vogel trägt eine Schwarze Brust) sogar ganz in meine Nähe. Leider hatte ich nur das Handy in der Tasche. Er verhält sich schon genauso wie die Amseln, schlägt mit den Flügeln und zeigt mir seine Würmchen im Schnabel. :-) Zu possierlich!


Ein mit dem Smartphone aufgenommenes Video ist so halbwegs etwas geworden, daher füge ich es hier mit ein.

video

Nicht nur Erdbeeren setzte ich in den gejäteten Bereich, auch wenige Kartoffeln, die bereits ausgekeimt waren. Es soll lediglich ein kleines Experiment sein. Außerdem macht es Spaß. Jedes Jahr probiere ich etwas anderes aus. Für mehr bleibt ohnehin keine Zeit.

Um die Kartoffeln vom Haus in den Garten zu transportieren, habe ich einfach diese alte Backform verwendet, die ich vor kurzem in einem "Brocki" fand. In ihr sollen demnächst neue Betonkuchen entstehen. Sie sind ein beliebtes Geschenk für Gartenfreunde.


Im  Brocki war eine riesengroße Auswahl. Ich habe nur den weiss-goldenen Teller mitgenommen, den fand ich so schön. Und größere Kuchenteller kann man nie genug haben. Das dekorative Buch oben rechts ist auch nicht zu verachten, gehörte aber zur Ladendeko, mithin unverkäuflich. ;-)


Ganz toll fand ich auch diesen alten Herd, bei dem man die oben eingelassenen Eisenringe Ring für Ring mittels eines Schürhakens (oder wie sich das Teil nannte) entnehmen kann. Meine Großmutter besaß auch einen solchen Herd, auf dem man lediglich kochen, nicht jedoch backen konnte.



Solch feine alte Holzspulen gab es dort ebenfalls. Heute versucht man schon wieder, solche Spulen nachzubauen, aber die von Anno Dazumal sind immer noch die Allerschönsten! :-)


Im Garten  habe ich noch viel mehr getan, doch das alles passt heute nicht mehr in diesen Beitrag, da würde ich wohl bis morgen Früh dran sitzen. ;-)