Donnerstag, 1. Mai 2014

Meine Vogelmiere


Wie ich hier bereits schrieb, las ich bei Brigitte/Feengarten von der Verwechslungsmöglichkeit der Vogelmiere mit Ehrenpreis/Veronica.

Das kam so, weil unsere Vogelmiere seltsamerweise recht muffig schmeckt. Ich kenne die Vogelmiere von früher auch eher nach Erbsen schmeckend, also ziemlich lecker! So daß ich vermutete, irgendein Inhaltsstoff im Boden verursacht diesen unangenehmen Geschmack, vielleicht ein Dünger, der vom Nachbarn durch den Boden sickert - denn diese Vogelmiere, die ich verkostete, wächst unmittelbar an der Nachbargrenze.

Oder sollte ich mich so getäuscht haben, daß ich die Vogelmiere verwechselte? 


Ich müßte mich arg täuschen, aber die Haarleiste meine ich zu erkennen.


Die Vogelmiere soll außerdem ein guter Wetterprophet sein, da sie bei gutem Wetter ihre Blüten am Morgen in die Höhe richtet und ihre Blätter ausbreitet. Das wußte ich bestimmt schon, hatte es inzwischen nur vergessen, denn wann beobachte ich heute noch einmal Vogelmiere so genau?? ;-)

Interessant in diesem Zusammenhang auch, warum Wildpflanzen in früheren Zeiten nach St. Johanni (24. Juni) als "giftig" bezeichnet wurden. So wird nach der abgeschlossenen Wachstumsphase in den Blätter ein Stoff gebildet, der eine Enzymblockade im Verdauungstrakt der Pflanzenfresser bewirkt. Junge Blätter schmecken aber ohnehin meist besser als die alten.
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Diese Vogelmieren haben sich an der Wand zum Nachbarn hoch aufgerichtet - ich halte hier eine Verwechslung für ausgeschlossen. Doch warum sie so unangenehm schmecken, ist mir ein Rätsel.
Vielleicht sollte ich Vogelmiere einmal von einer anderne Stelle des Gartens verkosten . . .