Dienstag, 27. Mai 2014

Nach Art des Guerilla Gardening ~~~



~~~ werfe ich schon einmal verschiedene Samen aus und lasse mich später gern überraschen, was sich da sogar an unvermuteten Stellen im Garten zeigt. Für die Sonnenblumen habe ich jedoch einen passenden Platz gesucht, da sie zum Teil ziemlich mächtig werden und doch ausreichend Raum brauchen.

Die 1,10 m hohe Sonnenblume 'Ring of Fire' keimt in ca. 7 - 14 Tagen und blüht von Juli bis September.
Und die kleinere Sonnenblume 'Piccolo' braucht ungefähr ebenso lange zum Keimen und blüht ab Juli bis zu den ersten Frösten im Oktober. 

Guerilla Gardening in meinem Blog und unter dem Label Guerilla Gardening.

Die Mondviolen am Zaun und unterhalb des Pflaumenbaumes sind jedoch nach Art des Guerilla Gardenings entstanden.  Solche Überraschungen liebe ich. 


Im vergangenen Jahr dominierten hier die Cosmeen, die an markanten Stellen am Zaun Lichtblicke bildeten.
Ich warf auch noch weitere Cosmee-Samen aus - eine andere Sorte ... und lasse mich gern überraschen.


Doch die 'weisse Mischung' streute ich gestern eher gezielt ins Rondell rund um die Flohmarkt-Rose, welches ich inzwischen jätete.


Hier der Beweis *lach* - ein Teil-Ergebnis meiner Jäte-Aktion ... im Hintergrund ist das Rosenrondell rund um den Apfelbaum zu erkennen. Hoch daraus aufragend eine Kornblume, die aber bleiben darf. Auch wenn darüber einige Garten-Architekten die Nase rümpfen mögen! ;-) Bei mir muß nichts perfekt sein! Aber die Bewunderung einiger Zeitgenossen gibt mir recht .... erst neulich hörte ich wieder aus gebührender Entfernung eine Passantin zu einer anderen sagen: "Ist DAS nicht ein SCHÖNER Garten!"



Freilich - im Gegensatz zu dem, was vorher war, ist es inzwischen wahrhaftig ein schöner Garten.
Aber ich weiß auch, wie man heutzutage Schönheit definiert. Schließlich hatte ich auch Vorlesungen in Ästhetik im Zusammenhang mit meinem medienwiss. Studium und auch wenn ich jetzt abschweife, so muß ich doch sagen, diese oder diese Art der Kunst ist für mich überaus unästhetisch! Und gehört für mich ins Gruselkabinett!  Ganz gleich, wie die Herren Professoren das auch immer auslegen .... 

Es sollte mit der Begrünung und Beblühung ursprünglich vor allem schnell gehen und was lag da näher, möglichst schnellwüchsige hochwachsende sowie robuste Blütenschönheiten überall im Garten, vor allem aber am Zaun, zu verteilen. An dieser Stelle - ungefähr in der Gartenmitte wächst am Zaun dieser rot-weisse Mohn. Er wird allerdings nicht ganz so hoch wie der rote Klatschmohn,





Denn wie nackt und kahl sah es doch anfangs am Gartenzaun aus! Die Wildrosen noch so klein und dürr . . . an der Zaunecke, über die jetzt diese herrliche Rosen-Schönheit ihre langen Arme mit zart leuchtenden Blütenköpfen drapiert, sah es anfangs geradezu trostlos aus!


Nie hätte ich für möglich gehalten, daß schon nach knapp 2 Jahren diese Fülle hier sprießt. Die Natur erzeugt eben Jahr für Jahr doch unglaublich viel Biomasse.
Und 'anfangs' bedeutet in diesem Falle etwas mehr als gut ein halbes Jahr ... da ja der erste Winter dazwischen lag und man im ersten Herbst, in dem wir diesen Garten bezogen, ohnehin keine Wunder erwarten durfte.

Diese gestreiften Winden säte ich auch wieder um den Apfelbaum herum, an dem sie dann hoffentlich genauso dekorativ hochranken werden.  Eine ähnliche Prunkwinde besaß ich auch im Waldgarten.



Die Prunkwinde 'Carnevale di Venezia'  braucht ca. 14 Tage zum Keimen und blüht später vom Juli bis zum Frost. Außerdem benötigt sie anfangs eine Kletterhilfe.

Und Marienglockenblumen wurden in die Nähe eines Hibiscus - genauer des blauen - gesät, der aber vom Zaun wohl doch wieder verschwinden wird, da er sich dort scheinbar nicht so richtig gut entwickelt. Ihm wird wohl eher eine Solitärstellung zukommen.
Im Waldgarten erschienen die Marienglockenblumen  zum Teil sogar von selbst und blühten wunderschön!



Übrigens fand ich den Standort dieser wunderschönen Akelei wieder, die ich allerdings als Staude gekauft hatte. Anhand ihres Schildes konnte ich ihn identifizieren. Schade, daß sie verschwunden ist! Dieser Garten scheint kein ausgesprochener Akeleien-Garten zu sein oder die Sämlinge erscheinen irgendwann noch, wenn die winterlichen/klimatischen Bedingungen günstiger sind? Akeleien sind Kaltkeimer ...


Bei meiner gestrigen Jäteaktion fand ich dann noch dieses rosa blühende Wildröschen, einer meiner Stecklinge, die erstmalig blühen. Die Rose mußte umziehen, da es an dieser Stelle zu eng wird. Zum Glück regnet es heute. Umpflanzen bei Hitze ist immer nicht ganz unkritisch!


Somit bräuchte ich diese Rose aus diesem Post gar nicht mehr bewurzeln lassen, denn ich meine, daß beide identisch sind. . . . Rosa canina - die Hundsrose - oder einfache  Heckenrose. So einfach, so schön.



Kommentare:

  1. Hallo Sara, heute hast du schon wieder eine neue Ansicht vom Zaun fotografiert. Dort wächst ja eine ganze Menge. Gehören die kleinen weißen Blüten auch zu einer Rosa canina? Am Wochenende habe ich davon ganz viele in einem Park gesehen. Hast du gar keine Schneckenprobleme? Ich muss hier immer alles vorziehen, sonst raspeln die Schnecken die Spitzen ab, vor allem bei Sonnenblumen.... heute war ich froh, noch nichts gesät zu haben, es wäre alles davongeschwommen. So einen Starkregen hatten wir hier noch nie! Mit der Prunkwinde hast du mich noch mal auf eine Idee gebracht, die blühen ja immer so reichlich.
    LG Sigrun

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    1. Das kann man wohl sagen, es hat sich alles rasant entwickelt, liebe Sigrun.
      Die kleinen weißen Blüten gehören zu einer anderen Rosenart. Ich habe das hier gepostet

      http://mein-waldgarten.blogspot.de/2014/05/wildrosen-vergleich.html

      http://mein-waldgarten.blogspot.de/2014/05/wildrosen-wissen.html

      Im Augenblick blüht diese Rose etwas unterhalb, weil nach oben hin schon die neuen jungen, also diesjährigen Triebe aufstreben.

      Gesät hatte ich ja nun schon, obwohl auch bei uns gestern die reinste Sintflut herrschte. ;-)

      Schneckenprobleme hatte ich hier bislang keine. Anfangs ging ich sogar von einem schneckenfreien Garten aus, weil ich keine Einzige sah. Doch wie das so geht ... hier war ja nur Rasen ... mit den Pflanzen stellen sich dann auch die Schnecken ein - ein ganz natürlicher Vorgang. Und ich glaube auch nicht allein an die Theorie 'aus der Gärtnerei eingeschleppt' ... denn wo das Nahrungsangebot größer und vielfältiger wird, bleibt es nicht aus, daß gewisse Arten sich dazugesellen. So daß ich dann hier auch schon mal einige Exemplare sichtete, auch Schneckeneier.

      http://mein-waldgarten.blogspot.de/search/label/Schnecken

      Sicher mag mein Gießverhalten dies mit forciert haben (ich mußte anfangs täglich mit dem Schlauch sprengen, da unser Boden oberflächlich sehr schnell austrocknet und junge Pflänzchen dann schnell vertrocknen. Ich habe den Boden natürlich auch gelockert, aber ich konnte andererseits nicht täglich mit der Hacke o.ä. beigehen, da war dann Wässern einfacher. Nun hat sich vieles schon schön eingewachsen, doch Feuchtigkeit fördert bekanntlich Schnecken. Ich schätze aber, das Ganze wird sich in diesem Sonnengarten in Grenzen halten. Denn der Bewuchs ist ja hauptsächlch am Zaun entlang. Die Mitte des Gartens ist weitgehend mit Rasen-Wiese bestückt, also eher frei und die Sonne kann stark einfallen. Und die kleinen Bäumchen, die da wachsen, brauchen viele Jahre, bis sie den Bereich flächiger beschatten. Dann sind wir sicher längst nicht mehr hier.

      Die paar Schnecken sind also zu verschmerzen. Aber ich habe das auch nicht weiter beobachtet, ob Sämlinge gefressen werden. Ich säe ja oft nach dem Guerilla-Prinzip - und was angeht, geht an, was nicht, eben nicht. Klar, wer es genau nimmt und seine 50 Samen alle aufgehen sehen will ... doch da spielen schon die Vögel bei uns nicht mit. Was hatte ich für Sonnenblumenkerne im letzten Jahr ausgelegt und wie wenige Sonnenblumen waren letztendlich gewachsen! Obwohl ich die Kerne auch mit Erde bedeckte. In diesem Falle hatte ich tatsächlich einmal kontrolliert, ob Keimlinge hervorkommen, aber nichts da ... nur wenige ...

      Und da Du das von den Sonnenblumenspitzen schreibst ... hier sind schon ein paar Sonnenblumen, die wohl vom Vogelfutter stammen oder die ich auch eher aussäte, gewachsen. An ihnen konnte ich keine Fraßschäden bemerken. Aber vielleicht hilft es, wenn Du speziell für die Schnecken irgendwo auf einem Stückchen Land Schneckenfutterpflanzen aussäst? Dann ziehen sich sich dort hin und da kann man sie dann gut absammeln. Ansonsten hier mal schauen.

      http://mein-waldgarten.blogspot.de/2011/04/schneckenalarm.html

      Früher, in einem unserer vorigen Gärten - hatten wir wirklich sehr viele Schnecken und diese Maßnahme half letztendlich ... irgendwann konnte ich auch Frieden mit den Schnecken schließen ...


      Bei der Prunkwinde hoffe ich, daß sie etwas wird. Ich mag diese schönen Winden, aber auch die ganz einfachen, sehr gern.

      Liebe Grüße
      Sara

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  2. Das sieht toll aus bei dir,es hat sich echt viel getan.Aber so ist es auch bei mir,wir wohnen nun 2 Jahre hier ,nie hätte ich gedacht das alles so schnell zu wächst.
    Das macht doch Spaß.
    LG
    Nicole

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    1. Danke, liebe Nicole! Man kann es sich vorher manchmal nicht vorstellen, vor allem, wenn der Garten so nackt ist, wie der unsrige es war. Es kostete aber einiges an Mühe und noch einmal möchte ich keinen Garten mehr bewachsen lassen müssen. Es ist angenehmer, in jüngeren Jahren einen Garten anzulegen und in späteren Jahren etwas von ihm zu haben, ihn genießen zu können. Die Anlage, das ist echt harte Knochenarbeit. Vor allem bei dem Boden, den wir hier haben. ;-)

      Liebe Grüße
      Sara

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  3. Hallo Sara, schön, dass Du wieder da bist bzw. nicht lange fort warst! Konntest Du eine alternative Einstellung für den Blog finden um Google + zu umgehen?

    Ein kahler Garten kann überhaupt nichts - ich bin schon gespannt, wie die Blüten später aussehen werden.

    lg kathrin

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    1. Liebe Kathrin,
      ich bzw. mein Blog war auch nicht ganz weg. Ich arbeite an einer Wordpress-Lösung, doch das wird sich noch hinziehen. Denn zunächst werden ich den Blog dann auf dem heimischen Server laufen lassen, um ihn gründlich zu überarbeiten und an moderne Verhältnisse zu adaptieren. Erst danach wird dieser Blog dann umgezogen. Das kann aber wirklich dauern. Durch eine Umleitung von dieser Adrese auf die dann neue Blog-Adresse gehen auch keine Leser verloren bzw. findet jeder, der zu diesem/meinem Blog surft, auch meinen neuen Blog. Doch das alles gebe ich dann offiziell bekannt, wenn es soweit ist.

      Liebe Grüße
      Sara

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  4. Schön ist Dein Garten. Nun sollte es nur endlich wieder sonnig werden, damit alles wächst. Denn nur Regen ist auch nicht das Richtige!
    schönes Wochenende
    Elisabeth

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